Aktuelles, Branche, Service, Umfragen - geschrieben von dp am Montag, September 3, 2012 10:29 - noch keine Kommentare
BITKOM: Neun Spam-Mails täglich in jedem Postfach
Drei von vier Internetnutzern erhalten unerwünschte Mails
[datensicherheit.de, 03.09.2012] Unerwünschte E-Mails bleiben für viele Internetnutzer ein Ärgernis. Trotz Filtersoftware und Schutzmaßnahmen werden in Deutschland pro Tag rund 300 Millionen Spam-Nachrichten in die privaten E-Mail-Postfächer zugestellt. Drei von vier Deutschen (75 Prozent), die über ein privates E-Mail-Postfach verfügen, geben an, täglich mindestens eine Spam-Mail zu erhalten. Bei 44 Prozent sind es bis zu fünf solcher Mails, fast jeder Vierte (24 Prozent) klagt sogar über sechs bis 20 Spam-Nachrichten. jeder Fünfte (19 Prozent) bekommt dagegen überhaupt keine Spams. Sieben Prozent wissen es nicht oder machen keine Angaben. Im Durchschnitt laufen pro Tag rund neun Spam-Nachrichten (8,6) in den privaten E-Mail-Postfächern der Deutschen ein. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbandes BITKOM ergeben.
Der Ärger mit Spam nimmt dabei offenbar wieder leicht zu. Vor drei Jahren hatte noch mehr als jeder Vierte (28 Prozent) angegeben, weniger als eine Spam-Mail pro Tag in sein privates Postfach zu bekommen. Nur jeder Fünfte (20 Prozent) hatte über sechs bis 20 unerwünschte Nachrichten geklagt.
„Spams können nicht nur lästig sein und unerwünschte Werbung enthalten, oft stecken Betrüger dahinter oder es wird versucht, Schadsoftware auf dem PC des Benutzers zu installieren“, warnt Lutz Neugebauer, Sicherheitsexperte des BITKOM. „Zwar droht in Deutschland Spam-Versendern ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro. Doch die meisten Spam-Mails werden aus dem Ausland verschickt und das in Deutschland geltende Recht lässt sich faktisch nicht durchsetzen.“
Am Rande: Etwa jeder achte Deutsche (13 Prozent) verfügt über keine private E-Mail-Adresse – und hat entsprechend auch kein Spam-Problem. Bei den Älteren über 50 Jahre sind es 16 Prozent, bei den Jüngeren zwischen 14 und 29 Jahre ist es jeder Zehnte (10 Prozent).
Obwohl die E-Mail-Provider bereits viele Schutzmaßnahmen ergreifen, kann auch jeder selbst etwas tun, um die Spam-Anzahl zu reduzieren. Der BITKOM gibt dazu die wichtigsten Tipps:
- Ungewöhnliche E-Mail-Adresse wählen
Viele Spam-Versender arbeiten nach einem Zufallsprinzip. Sie generieren automatisch Adressen und probieren diese aus. Ungewöhnliche Zeichenfolgen in der Mail-Adresse – etwa ein Unterstrich anstelle eines Bindestrichs oder eine Zahl – erschweren den Erfolg der Spammer. - Zweit-Adresse anlegen
Die private E-Mail-Adresse sollte nur in Ausnahmefällen herausgegeben werden. Für Chats oder Bestellungen ist es besser, sich eine zweite zuzulegen. Wer über diese E-Mail viel Spam bekommt, kann einfach zu einer neuen wechseln. Unter der ersten Adresse bleibt er für Freunde erreichbar. - E-Mail-Adresse im Web kodieren
Oft sammeln Spammer auch Adressen auf Webseiten. Wer seine E-Mail-Adresse im Web angibt, etwa auf der eigenen Homepage, kann das erschweren: Zum Beispiel, indem er das @-Zeichen kodiert (vorname.name [at]provider.de) oder die E-Mail-Adresse als Bilddatei hinterlegt wird. - E-Mail-Adresse in Communitys verbergen
Nutzer sollten die eigene E-Mail-Adresse in Online-Netzwerken wie Facebook oder Xing nicht allen zugänglich machen. Viele Communitys bieten individuelle Datenschutz-Einstellungen an. Dort kann festgelegt werden, dass nur die eigenen Freunde oder Geschäftspartner die Adresse sehen dürfen. - Spam-Filter nutzen
Mit Hilfe von Spam-Filtern gelangen weniger unerwünschte Mails in den Posteingang. Die Filter sortieren verdächtige Mails aus und legen sie meist in einem gesonderten Ordner ab. Spam-Filter sind als Software für den eigenen PC oder als Service der E-Mail-Provider verfügbar. Zudem gibt es Dienstleister, die eine externe Spam-Filterung anbieten. - Nicht auf Spam-Mails antworten
Niemals sollte man auf Spam-Mails antworten! Auch vermeintliche Abmelde-Optionen – etwa für Newsletter – sollten nicht unüberlegt genutzt werden. Diese Rückmeldungen sind für Spammer eine Bestätigung, dass die gewählte E Mail-Adresse aktiv ist. Künftig gibt es dann eher noch mehr unerwünschte Post. - Nicht auf Links in Spam-Mails klicken
Wenn dennoch Spam im Postfach landet: am besten sofort löschen. Auf keinen Fall sollten Links in Spam-Mails angeklickt werden. Dahinter können sich Schadprogramme verbergen. Im E-Mail-Programm sollte zudem auch der automatische Download von Bildern deaktiviert werden. Denn dies kann dem Spam-Versender anzeigen, dass seine Mail geöffnet wurde und diese Adresse also aktiv genutzt wird. - Blindkopien verschicken
Vorsichtig mit Kontakten von Freunden und Kollegen umgehen! Wer Mails an mehrere Personen verschickt, sollte alle Adressen im Feld „BCC“ eingeben. Dann sehen die Empfänger die fremden Adressen nicht.
Zur Methodik der Umfrage: Basis ist eine repräsentative Erhebung des Instituts Forsa für den BITKOM. Befragt wurden 1.001 Internetnutzer ab 14 Jahren in Deutschland.
Online-Sicherheit
Online-Seminare
In Zusammenarbeit mit der der BITKOM-AkademieIT-Sicherheit ist Chefsache - wie man die datentechnischen Konjuwelen schützt
Datenverluste vermeiden - mit organisatorischen Maßnahmen Ihr Unternehmen schützen
Gefragte Themen
- Datenschutzbeauftragter des Landes Rheinland-Pfalz verleiht Wissenschaftspreis
- AlienVault warnt vor spezieller Malware für virtuelle Währungen
- BSI und BITKOM ziehen positive Bilanz nach einem Jahr „Allianz für Cyber-Sicherheit“
- 13. Deutscher IT-Sicherheitskongress in Bonn
- acatech setzt sich für eine Kultur der Privatheit im Internet ein
- 19. LinuxTag in Berlin eröffnet
- Open-IT Summit: Neuer Branchentreff in Berlin gestartet
- Land Berlin will sich im Bundesrat für Netzneutralität engagieren
- Erfolgssicherheit für B2B- und B2C-Geschäfte auf Basis praxisnaher und realistischer Konzepte
- LinuxTag 2013: Kompetenznetzwerk, Spiele-Entwickler und verteiltes Rechnen
- Chance für Reform der urheberrechtlichen Abgaben
- eco Internet Awards: Nominierte stehen fest
- Infizierte Computer haben im Schnitt acht Sicherheitslücken
- Datenschutz: Offener Brief an Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich
- Cyber-Ark-Studie zeigt: Sicherheitsrisiken privilegierter Accounts werden unterschätzt
- Open-IT Summit: Neuer Branchentreff in Berlin gestartet
- 19. LinuxTag in Berlin eröffnet
- acatech setzt sich für eine Kultur der Privatheit im Internet ein
- Der Artikel enthält merkwürdige Begrifflichkeiten und mehrere haarsträubende Feh...
- Anscheinend geht das kaufen von Appguard Pro im Playstore gerade nicht? Habe die...
- Ist ja gar nicht so einfach alles richtig zu machen. Wenn man sich als Freelance...
- Da traut man sich ja kaum noch was zu machen. Überall lauern Angriffe auf Comput...
- Leider gehört das Thema Datenschutz nun auch nicht zu den Stärken unserer parlam...
- Wäre ja mal wirklich schön. wenn es ein Betriebssystem gäbe, bei dem nicht ständ...
- Supi...
- Lieber Herr Rössel,
vielen Dank für Ihren Hinweis! Wir haben den Fehler korrigi...
Aktuelles, Experten - Mai 22, 2013 17:34 - noch keine Kommentare
Datenschutz: Offener Brief an Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich
weitere Beiträge in Experten
- acatech setzt sich für eine Kultur der Privatheit im Internet ein
- KIT: Neuer Weltrekord bei der Datenübertragung per Funk
- TÜV SÜD-Studie zur Bedeutung von Datenschutz im Mittelstand
- „Potsdamer Konferenz für Nationale CyberSicherheit“ am 04. Juni 2013
- foodwatch e.V.: EU Pledge nur ein Feigenblatt der Lebensmittelindustrie
Aktuelles, Branche, Produkte, Service - Mai 24, 2013 20:09 - noch keine Kommentare
Erfolgssicherheit für B2B- und B2C-Geschäfte auf Basis praxisnaher und realistischer Konzepte
weitere Beiträge in Branche
- LinuxTag 2013: Kompetenznetzwerk, Spiele-Entwickler und verteiltes Rechnen
- Chance für Reform der urheberrechtlichen Abgaben
- eco Internet Awards: Nominierte stehen fest
- Infizierte Computer haben im Schnitt acht Sicherheitslücken
- Cyber-Ark-Studie zeigt: Sicherheitsrisiken privilegierter Accounts werden unterschätzt
Aktuelles, Branche, Produkte, Service - Mai 24, 2013 20:09 - noch keine Kommentare
Erfolgssicherheit für B2B- und B2C-Geschäfte auf Basis praxisnaher und realistischer Konzepte
weitere Beiträge in Service
- Kroll Ontrack Kundenumfrage zum World Backup Day am 31. März 2013
- BITKOM-Empfehlungen: Sicherheitsrisiken bei W-LAN-Routern vorbeugen
- Einsatz von SSD-Speichern in deutschen Unternehmen birgt Risiken insbesondere für die Datenwiederherstellung
- Cyber-Bedrohungen: Über 40 Prozent aller Unternehmen weltweit nicht vorbereitet
- Entscheider fordern mehr Engagement der Politik gegen Wirtschafts- und Industriespionage
Kommentieren