Aktuelles, Experten - geschrieben von dp am Mittwoch, Januar 19, 2011 8:33 - noch keine Kommentare
eco meldet Erfolgsquote von über 99 Prozent im Kampf gegen Kinderpornographie
Verband der deutschen Internetwirtschaft kooperiert mit Providern und Partnerhotlines des INHOPE-Netzwerkes
[datensicherheit.de, 19.01.2011] Im Jahr 2010 gab die Internet-Beschwerdestelle des eco nach eigenen Angaben insgesamt 656 Hinweise auf illegales Material an Provider oder Partnerhotlines des INHOPE-Netzwerkes. 652 dieser Websites seien inzwischen abgeschaltet – eine Erfolgsquote von 99,4 Prozent. Lagern die Inhalte auf Servern in Deutschland, gelinge die Abschaltung sogar regelmäßig binnen eines Werktags, so der eco:
Diese schnellen Löscherfolge in Deutschland gälten international als Messlatte für die Bekämpfung kinderpornographischer Darstellungen im Internet. Durch einen verbesserten Informations- und Know-how-Transfer zwischen den nationalen Beschwerdestellen nähere sich die Löschgeschwindigkeit weltweit den deutschen Standards an. Manchmal höre man noch die falsche Behauptung, im Ausland gehostete Inhalte ließen sich nicht löschen. Ganz im Gegenteil – diese Bilder könnten immer schneller abgeschaltet werden, denn kein Land der Erde wolle sich nachsagen lassen, es biete einen Hafen für Kinderpornographie, so Oliver Süme, Vorstand für Recht und Regulierung beim eco.
Die Statistik stütze diese Aussage. Im Jahr 2010 seien die 448 Websites im Zuständigkeitsbereich der eco-Internet-Beschwerdestelle vollständig abgeschaltet worden; von den 208 ins Ausland weitergemeldeten Websites seien 204 vom jeweiligen Provider entfernt und Beweismaterial für die Strafverfolgung gesichert worden. Von den übrigen vier Fällen hätten sich zwei als falscher Alarm entpuppt, da die zuständigen Behörden das Material geprüft und als legal eingeschätzt hätten. In einem weiteren Fall habe der Betreiber die Website vor der Löschung von Kanada in die USA verlegt – ein vergeblicher Fluchtversuch, denn auch dort sei sie entdeckt und gelöscht worden (dieser letzte offene Fall habe wegen des späten Meldezeitpunkts nicht mehr im Jahr 2010 beseitigt werden können).
Weitere Informationen zum Thema:
eco
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