Aktuelles, Experten - geschrieben von am Dienstag, April 4, 2017 19:38 - noch keine Kommentare

IT-Sicherheit: BSI und Kriminalprävention der Polizei setzen Fokus auf Selbstschutz

Zusammenarbeit soll in einer strategischen Kooperation fortentwickelt werden

[datensicherheit.de, 04.04.2017] Um das Risikobewusstsein der Nutzer zu schärfen und ihnen geeignete Mittel zum Selbstschutz an die Hand zu geben, bauen das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und die Polizei nach BSI-Angaben ihre Zusammenarbeit in einer strategischen Kooperation aus. Am 4. April 2017 unterzeichneten BSI-Präsident Arne Schönbohm und Gerhard Klotter als Vorsitzender der Projektleitung des „Programms Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes“ (ProPK) in Stuttgart eine gemeinsame Vereinbarung zur strategischen Kooperation der beiden Organisationen.

Weder Opfer noch Täter werden!

Risikobewusstsein schärfen, Selbstschutz ermöglichen und verhindern, dass Privatanwender Opfer von Cyber-Kriminalität oder gar unwissentlich zu Tätern werden: Diese Prämissen sind nach eigenen Angaben Teil der Präventionsarbeit des BSI und des ProPK.

Sicherer Umgang mit digitalen Medien

Mit abgestimmten Maßnahmen wollen die Kooperationspartner demnach gemeinsam den sicheren Umgang mit digitalen Medien und die IT-Sicherheit fördern sowie Beiträge zur Prävention von Cyber-Kriminalität leisten.
Schutzempfehlungen aktiv und nachhaltig an Bürger zu vermitteln, stehe im Mittelpunkt der gemeinsamen Präventionsarbeit. Ein wichtiger Ansatzpunkt für die Verstetigung der Kooperation sei die fortschreitende Digitalisierung der Lebens- und Alltagswelt – und die daraus erwachsenden Probleme. Sicherheit rund um Hausgeräte spiele dabei genauso eine Rolle wie der Schutz vor Straftaten mit dem Tatmittel Internet.

Risiken im Internet erkennen und sich davor schützen!

„In einem zunehmend digitalisierten Alltag ist es Aufgabe des BSI als nationaler Cyber-Sicherheitsbehörde, Bürgerinnen und Bürger dabei zu unterstützen, die Risiken im Internet zu erkennen und sich davor zu schützen“, betont BSI-Präsident Schönbohm. Gemeinsam mit der ProPK habe man bereits einige erfolgreiche Projekte umgesetzt. Diese Kooperation zu verstetigen sei ein logischer Schritt, der zu mehr Sicherheit in der Digitalisierung beitrage.
„Mit der Verstetigung unserer Kooperation wollen wir die Wirkung der präventiven Maßnahmen von Polizei und BSI erhöhen und mehr Menschen besser über digitale Sicherheit aufklären“, unterstreicht Klotter. Die Polizei beschäftige sich in ihrer kriminalpräventiven Arbeit nicht nur mit Cyber-Kriminalität wie Datendiebstahl oder Computersabotage. Man informiere die Bevölkerung über alle Sicherheitsrisiken und möglichen Graubereiche der Internetnutzung. Die Ergebnisse ihrer Online-Umfrage zeigten auch deutlich, dass Sicherheitsinformationen aus vertrauensvoller Quelle von Nutzern gewünscht und gefordert würden.

Bereits gemeinsame Projekte in den vergangenen Jahren

Bereits in der Vergangenheit haben BSI und ProPK nach eigenen Angaben gemeinsam zu Themen der IT- und Internetsicherheit agiert: Mit der Online-Anwendung „Sicherheitskompass“ wollen sie zu zehn häufigen Sicherheitsrisiken im Internet aufklären und das Medienpaket „Verklickt!“ für den Schulunterricht soll Jugendlichen sicherheitsbewusstes Verhalten im digitalen Alltag vermitteln – unter anderem in Bezug auf Cyber-Mobbing, auf Soziale Netzwerke oder Persönlichkeitsrechte.
Zudem hätten die Partner 2015 und 2016 jeweils anlässlich des „European Cyber Security Month“ über eine Online-Umfrage Bürger befragt, wie sich diese vor Angriffen aus dem Internet schützen und welche Erfahrungen sie bisher mit Cyber-Kriminalität gemacht haben. Die Ergebnisse dieser Umfragen sollen ebenfalls in die Ausgestaltung dieser Kooperation einfließen.

Weitere Informationen zum Thema:

POLIZEILICHE KRIMINALPRÄVENTION DER LÄNDER UND DES BUNDES
Sicherheitskompass

POLIZEILICHE KRIMINALPRÄVENTION DER LÄNDER UND DES BUNDES
Verklickt!



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