Aktuelles - geschrieben von dp am Samstag, August 29, 2009 21:37 - 6 Kommentare
Schweinegrippen-Pandemie-Hysterie verstellt den Blick auf die wahren Lebensrisiken
Ein kühler Blick auf die Statistik kann helfen, Risiken nüchtern und konstruktiv zu begegnen!
[datensicherheit.de, 29.08.2009] Weltweit sollen bislang 2.873 Menschen an den Folgen der “Schweinegrippe” gestorben sein; in Deutschland habe es bisher, d.h. seit April 2009, kumuliert 15.567 mutmaßliche Infizierte gegeben, wobei nach Zählung des “Robert Koch-Instituts” auch all jene als “infiziert” registriert werden, die Grippesymptome zeigen und zuvor Kontakt mit sicher Infizierten hatten. Viele der Registrierten seien inzwischen längst wieder gesund (Quelle: Ärzte Zeitung online, 29.08.2009, 10:30). Betrachten wir zum Risiko-Vergleich die Opfer des Straßenverkehrs in Deutschland:
Laut “Statistischem Bundesamt” habe sich das Jahr 2008 durch die geringste Zahl an Verkehrstoten seit 1950 ausgewiesen – 4.467 Menschen seien im Straßenverkehr getötet worden; die Zahl der Verletzten habe 407.900 betragen.
Wer jetzt zum wiederholten Male “Schweinegrippen”-Hysterie verbreitet, gar vor bedrohlichen “Wellen” warne, anstatt nüchtern und sachlich zu informieren, müsste jetzt konsequenterweise zu “Massenimpfungen” gegen den gefährlichen Straßenverkehr aufrufen, bzw. dessen Einstellung fordern – oder?
Weitere Informationen zum Thema:
Ärzte Zeitung online
Aktuelle Zahlen zur Neuen Grippe (Schweinegrippe)
Statistisches Bundesamt (Destatis), 25.02.2009
2008: Geringste Zahl an Verkehrstoten seit 1950
impfkritik.de
Schweinegrippe / Die Widersprüche einer “Seuche”
FOCUS ONLINE, 29.08.2009
Schweinegrippe / Die meisten Deutschen wollen sich nicht impfen lassen
N24,29.08.2009
Schweinegrippe / Mehrheit der Deutschen lehnt Impfung ab
tagesschau.de, 29.08.2009
Europaweite Maßnahmen gegen Schweinegrippe / Kussverbot, Computerspiele und Massenimpfung
golem.de, 19.08.2009
Bundesnetzagentur sperrt illegale Hotline zur Schweinegrippe / Rückruf unter 0900 kostete 1,99 Euro pro Minute
KOPP VERLAG, 07.08.2009
Schweinegrippe und der strenge Geruch der Korruption
6 Kommentare
sarastro99
Bernd Waldmüller
Schön nur für die Pharmaindustrie, daß man durch Änderung der Regelungen die sogenannte “Schweinegrippe” zur Pandemie erklären konnte. Und glücklicherweise gibt’s ja mit Tamiflu dann auch noch gleich ein “wirksames” Mittel ganz ohne Nebenwirkungen, das förmlich auf seinen Einsatz gewartet hat.
Krankheiten sollte und darf man nicht unterschätzen, diese Sache ist aber eine Inszenierung, die der Pharmabranche in wirtschaftlich schwachen Zeiten dient. Jedenfalls kommen durch die gewöhnliche Grippe jedes Jahr auch eine nicht unerheblich Zahl an Menschen zu Tode, ohne daß des deshalb zur großen Hysterie kommt.
Bernd
Guenter Schmiele
@sarastro99
Wer diese Pandemie Märchen glaubt, glaubt auch an Vogelgrippe…. Schon gewusst? Die WHO hat das Kriterium “Gefährlichkeit” klammheimlich als Kriterium für eine Pandemie abgeschafft. Sonst wäre es Pustekuschen mit der Pandemie und mit der Panik und dem Profit.
Nani
Mal im ernst. Wie kann man denn Verkehrsopfer mit Grippe-Toten vergleichen?
Gegen Autounfälle KANN man nicht Impfen.
Ich stehe der ganzen Schweinegrippe-Pandemie sehr kritisch gegenüber. Eine feste Meinung kann ich mir nicht bilden, da ich weder Artz bin, noch Chemilaborant.
Mein gesunder Menschenverstand sagt mir aber ebenfalls, das der Vergleich mit der Spanischen Grippe hirnrissig ist. Anfang 1900 hatte man ganz andere Mittel eine Grippekranken zu behandeln als heute, fast 100 Jahre später. Viele der Patienten sind (angeblich) an einer überdosis der Medikamente gestorben, frei nach dem Mott “viel hilft viel”. Die Menschen waren nicht so gesund (ernährt) wie heute (zumindest in Europa), die hygienischen Verhältnisse waren gelinde gesagt…räusper…
Ich werde weder mich noch meine Kinder Impfen lassen. Grade für Kinder und Schwangere wird die Impfung empfohlen, aber bei genau dieser Risiko-Gruppe gibt es viel zu wenig Erfahrung.
Selbst unsere Hausärztin verweigert eine Impfung dieser Gruppe. Das bringt mich zum grübeln….
LG
und bleibt alle schön gesund
Nani
Fluless
@sarastro99: Man darf, wenn man die spanische Grippe anspricht, nicht vergessen, dass es zu dieser Zeit noch kein Antibiotikum oder Penizilien gab. Das bedeutet, dass die Menschen nicht an der Grippe selbst gestorben sind ( wie sie auch nicht an der Schweinegrippe selbst sterben), sondern an einer dadurch ausgelösten sekundären Krankheit wie Lungenentzündung. Des Weiteren ist es in diesem Zusammenhang wichtig eine Relation herzustellen. Besser als die Verkehrstoten eignen sich die Zahlen zur ‘normalen’ Grippe, an der jährlich auch mehrere Hundert Menschen allein in Deutschland sterben. Dann allerdings wird keine Pandemie ausgerufen, geschweige denn zur Impfung gebeten. Es steht außerdem noch zur Diskussion, ob Tamiflu u.Ä. überhaupt einen positiven Effekt erzielen, dazu gibt es nämlich noch keine klinische Studie.
Sehen wir uns dann noch an, wie viele Menschen an Ärztepfutsch sterben (ca. 12.-15.000 pro Jahr), haben wir doch ein ganz nettes und etwas relativiertes (Schreckens-)Bild.
[...] datensicherheit.de, 29.08.2009 Schweinegrippen-Pandemie-Hysterie verstellt den Blick auf die wahren Lebensrisiken / Ein kühle… [...]
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Ich halte solche Ansichten für absolut naiv und gefährlich: Bei der Spanischen-die ebenfalls von H1N1-Viren verursacht wurde- Grippe sind 50 Millionen Menschen ums Leben gekommen-was ungefähr einem 30tel der Weltbevölkerung entsprach. Umgerechnet auf die heutige Zahl der Menschen, entspricht dies ei gleicher Mortalitätsquote weit über 200 Millionen Menschen. Selbst wenn die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland über die nächsten 40000 (!) Jahre konstant bliebe, wäre die kumulierte Zahl der Verkehrstoten immernoch bei weitem geringer.