Aktuelles - geschrieben von cp am Dienstag, Oktober 27, 2009 17:47 - ein Kommentar

Soziale Netzwerke: Eigene Darstellung will wohlüberlegt sein

Nutzer im Spannungsfeld zwischen Datenmissbrauch und Paranoia

Der Datenschutzbeauftragte Peter Schaar weise darauf hin, dass man sich bei der Eingabe von persönlichen Daten im Netz jederzeit bewusst sein müsse, dass nicht nur derjenige, dem ich die Daten offeriere gegebenenfalls auf diese zugreifen kann, sondern auch irgendwelche Dritten, und dass diese Dritten möglicherweise nicht nur gute Menschen seien, berichtete die sueddeutsche.de am 26.10.2009:
Schaar weise auch auf die Gefahr von Identitätsdiebstahl hin - problematisch sei, dass die Informationen, die man preisgebe, von Dritten verwendet werden können, um Identitäten zu fälschen. So habe er beispielsweise festgestellt, dass es in Facebook einen zweiten “Peter Schaar” gebe, der auch genauso aussehe wie er.
Ehssan Dariani, Gründer von StudiVZ, halte die Warnungen vor Datenmissbrauch hingegen oft für übertrieben - gerade in Deutschland gebe es ja eine bewusst aufgebaute Paranoia, die einfach vollkommen über den realen Risken liege, womit sich viele Politiker und gesellschaftliche Kreise meinten profilieren zu müssen. Er glaube, dass es sehr wichtig sei, dass durch die Netzwerk-Betreiber eine gewisse Aufklärung angeboten werde, und verweise auf Verhaltenskodizes sowie die Möglichkeit, besondere Privatsphäreeinstellungen vorzunehmen.
Man könne für das Thema Privatsphäre und Datensicherheit nie genug sensibilisieren, finde dagegen Johnny Haeusler, Betreiber des Blogs Spreeblick.com. Es sei immer wieder gut zu sagen, dass das Netz keine Festplatte sei, auf der Daten gelöscht werden könnten. Er sei besorgt, dass trotz Einstellungen zur Privatsphäre private Inhalte aus Versehen öffentlich gemacht werden könnten.

Quelle: sueddeutsche.de, 26.10.2009
Originalartikel unter: Die Montagsfrage / Was darf ich ich dem Netz verraten?

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Nov 23, 2009 15:01

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