Aktuelles, Interviews - geschrieben von am Dienstag, Juni 12, 2018 13:33 - noch keine Kommentare

datensicherheit.de auf der Hannover Messe Industrie am Stand von Siemens

Unterschiedlichen Sichtweisen beim Thema Sicherheit von IT-Verantwortlichen und Betriebsleitern

[datensicherheit.de, 12.06.2018] Unser Chefredakteur Carsten Pinnow für datensicherheit.de (ds) war auf der HMI 2018 und hat sich einen Überblick verschaftt. Dazu gehörten auch eine Besuch am Stand von Siemens in Halle 9 und ein Interview mit Tanguy Dufour (TD), Sales Director von Sentryo, über die Themen Digitalisierung, Industrie 4.0, Verfügbarkeit und Sicherheit von Anlagen und Produktionsprozessen.mit seinen guten Deutschkenntnissen überraschte.

ds: Herr Dufour, sie haben vor wenigen Tagen die Partnerschaft mit Siemens angekündigt und sind Mitausteller auf dem Stand von Siemens. Können Sie für unsere Leser kurz zusammenfassen, wer Sie sind und worum es bei Sentryo geht?

TD: Guten Tag Herr Pinnow. Sehr gerne, wir helfen Unternehmen sicher ins Zeitalter der Digitalisierung vorzustoßen und gewährleisten Verfügbarkeit und Sicherheit von Anlagen und Produktionsprozessen, trotz veränderter Bedrohungslage und akuter Gefahren in der Cyberwelt. Besonders an Sentryo ist unsere ICS Cybervision Plattform, die gezielt auf den OT-Bereich zugeschnitten ist. Wir sind also kein klassischer IT-Sicherheitsvendor, der jetzt das Thema Industrie 4.0 aufgreift. Stattdessen sind wir eine Industrielösung, die sich an die Anforderungen von Fachkräften im Betriebsbereich orientiert. Dabei decken wir Cybersicherheit in all ihren Facetten ab und liefern Aktionsfähigkeit und Transparenz für alle Fachabteilungen.

ds: Das ist eine schöne Einleitung. In der Tat gehen die Meinungen beim Thema Sicherheit zwischen IT-Verantwortlichen und Betriebsleitern häufig auseinander. Was macht Sentryo jetzt anders als andere Anbieter und welchen Ansatz verfolgt man in Deutschland?

Tanguy Dufour, Sentryo

Bild: Sentryo

Tanguy Dufour (TD), Sales Director von Sentryo

TD: Wir präsentieren unsere Lösung zum ersten Mal mit Partnern auf der HMI, haben uns aber natürlich schon lange auf den deutschen Markt vorbereitet. Hier am Stand präsentieren wir uns mit unserem Partner Siemens. Industrial Anomaly Detection wird als Teil von Siemens breitem Industry Services Portfolio angeboten. In dem Fall wird die Lösung auf Siemens IPCs installiert. Allerdings sind wir nicht auf Siemensprodukte limitiert, wir können unsere Lösung selbstverständlich auch auf andere Systeme ohne Anpassung einsetzen.

Unsere Technologie selbst analysiert den Traffic im Netzwerk und funktioniert rein passiv. Wir untersuchen die Kommunikation und prüfen sie auf Unregelmäßigkeiten. Dadurch können wir uns an unterschiedlichste Netzwerkhierarchien und Legacy Systeme anpassen. Zudem unterstützen wir zahlreiche Industrieprotokolle.
Die Implementierung ist agentenlos und das Programm kann in kurzer Zeit an den wichtigsten Punkten die nötigen Informationen verarbeiten. Daraufhin lernen wir das System kennen und helfen dabei eine Risikobewertung von Vorgängen fest. Zudem bauen wir vorhandene Threat Intelligence Daten in die Lösung ein, und überwachen bestimmte Angriff-Vektoren. Hinzu kommen noch weitere Mechanismen, die zum Aufspüren von Unregelmäßigkeiten genutzt werden. Außerdem integrieren wir mehrere gängige SIEM-Lösungen und verfügen über eine API zur Bereitstellung weiterer Implementierungen. Dadurch schaffen wir Visibilität und Aktionsfähigkeit – und zwar für alle Fachabteilungen, egal ob OT oder IT-Teams.

ds: Spannend, am Stand von Siemens Industrial Security Services ist in der Tat mächtig etwas los. Die Ansprechpartner von Siemens sind bereits gut über die Lösung gebriefed. Scheinbar ist die Partnerschaft schon seit längerer Zeit geplant?

TD: Ja, wir haben natürlich Pläne und wollen uns nachhaltig auf dem deutschen Markt etablieren. Siemens ist dabei ein zentraler Partner, es gibt auch noch andere nennenswerte Kooperationen wie mit unserem Partner Vinci Energies (Axians, Actemium, Omexom, etc.), der Sentryo auf der Messe ebenfalls vertritt.
Allerdings müssen wir uns Schritt für Schritt an den Markt herantasten. Wir haben gute Referenzen, ein innovatives Produkt, stehen aber noch am Anfang unserer Reise. Wir verlassen uns beim Vertrieb hundertprozentig auf Partner und wollen hier auf dem deutschsprachigem Raum unsere Präsenz auf dem Markt noch erweitern. Dabei brauchen wir Ansprechpartner, die den Bedarf der deutschen Industrie genau verstehen und zu uns passen.
Natürlich möchten wir außerdem nachhaltige Strukturen aufbauen. Wir planen weitere Events und Aktionen in der Region. Momentan geht es vor allem darum, dass man unseren Mehrwert erkennt und uns als Unternehmen wahrnimmt. Damit unsere Partner und wir langfristig wachsen können, werden wir zudem früher oder später auch personell weiter ausbauen.

ds: Das sind engagierte Pläne, besonders wenn man bedenkt, wie viele Anbieter auf den Markt drängen, speziell aus dem Ausland. Haben Sie keine Angst, dass die Investitionen nicht einfach verpuffen könnten?

TD: Dessen sind wir uns absolut bewusst und genau deshalb gehen wir dezent vor und legen Wert auf den Aufbau eines nachhaltigen Fundamentes. Wir investieren besonders in die Förderung unserer Partner und in die Zufriedenheit unserer Kunden. Wir bieten Unternehmen ein pragmatisches Tool für den sicheren Weg in die Industrie 4.0, das sich genau an die Bedürfnisse ihrer Organisation und ihrer Mitarbeiter anpasst. Da unsere Wurzeln und das Hauptgeschäft in Europa liegen, kennen wir die Anforderungen von OT & IT-Teams genau und haben über Jahre unser Produkt und eine dazu passende Partnerlandschaft entwickelt. Daher bieten wir jetzt eine passende Lösung und können für unseren Ansatz begeistern.

ds: Das hört sich doch gut an. Wir sind gespannt und freuen uns auf ein Wiedersehen mit Sentryo.

TD: Gerne, Danke Ihnen für Ihre Interesse und Ihre Zeit.



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