Aktuelles, Branche, Produkte - geschrieben von am Montag, März 14, 2016 16:15 - noch keine Kommentare

Deutschlandweit erster Masterstudiengang Kriminalistik offiziell akkreditiert

Angebot der „School of Criminal Investigation & Forensic Science“ auch an Fachkräfte für Unternehmenssicherheit

[datensicherheit.de, 14.03.2016] Nach Angaben der Steinbeis-Hochschule Berlin gibt es nun erstmals in Deutschland eine akkreditierte Master-Ausbildung für Kriminalisten. Die staatlich anerkannte Hochschule bietet diesen berufsbegleitenden Masterstudiengang seit 2012 an – seit Januar 2014 in der Verantwortung der „School of Criminal Investigation & Forensic Science“ (School CIFoS) | Institut für Kriminalistik – und hat ihn regulär einer Akkreditierungsüberprüfung unterzogen. Diese sei jetzt erfolgreich mit dem Qualitätssiegel des Akkreditierungsrats abgeschlossen worden. Die Evaluationsagentur Baden-Württemberg habe die Programmakkreditierung rückwirkend erteilt, die somit seit Beginn des Master-Studiums im Jahr 2012 wirksam sei.

Initiative der Deutschen Gesellschaft für Kriminalistik

Die Direktorin des Instituts für Kriminalistik und langjährige Expertin für Wirtschaftskriminalität, Birgit Galley, sagt: „Mit der Programmakkreditierung ist ein weiterer Meilenstein gesetzt, Kriminalistik in Deutschland wieder als Wissenschaft zu etablieren.“ Das Qualitätssiegel bestätige das Bemühen um diese in Deutschland lange vernachlässigte Fachexpertise.
Der Studiengang geht unter anderem zurück auf die Initiative der Deutschen Gesellschaft für Kriminalistik (DGfK), die sich viele Jahre für eine eigenständige Aus- und Weiterbildung auf dem Gebiet der Kriminalistik in Deutschland eingesetzt hat.

Berufsbegleitende Master-Ausbildung speziell für Experten

Die berufsbegleitende Master-Ausbildung sei speziell auf Experten zugeschnitten, die sich mit der Lehre des Verbrechens und mit dessen Bekämpfung in der Praxis auseinandersetzen. Demnach richtet sich der Studiengang sowohl an Vertreter der Polizei, Gerichtsreporter, Richter und Staatsanwälte als auch an Fachkräfte der Unternehmenssicherheit, Straf- und Unternehmensverteidiger, private und betriebliche Ermittler, investigative Journalisten sowie interessierte Sozial- und Naturwissenschaftler.
Im Rahmen ihres Master-Studiums sollen die Teilnehmer umfassend in Fachdisziplinen wie Kriminalstrategie und -taktik, Spurenkunde, Vernehmungstechnik, Gerichtsmedizin, IT-Forensik, „Cybercrime“, Strafrecht, Forensische Psychologie oder auch Personalführung und Internationale Zusammenarbeit fortgebildet werden. Das Studium soll die Absolventen in die Lage versetzen, kriminalistisch zu denken und zu ermitteln, um damit sowohl im behördlichen als auch unternehmerischen Kontext Verbrechen zu erkennen und diesen vorzubeugen. Zum Programm gehört auch eine Auslandswoche am Competenz-Center für Forensik und Wirtschaftskriminalistik in Luzern, wo seit vielen Jahren Ermittler, Staatsanwälte und Polizisten international ausgebildet werden.

Starker Praxisbezug versprochen

Spezialisten aus dem BKA und Zollkriminalamt, der Weltbank, den Polizeibehörden sowie namhafte Vertreter aus der Wirtschaft und angesehene Experten aus der Wissenschaft seien Lehrkräfte dieses Studiengangs.
Nur in dieser engen Verzahnung mit einem hohen Praxisbezug könne Kriminalistik als Wissenschaft für behördliche und außerbehördliche Vertreter in Deutschland den nötigen Stellenwert bekommen, sagt Wolfgang Benz, fachlicher Leiter des Studiengangs und als Erster Kriminalhauptkommissar a.D. langjähriger kriminalpolizeilicher Praktiker und jetziger Sicherheitschef in einem Unternehmen.

Weitere Informationen zum Thema:

School CIFoS | Institut für Kriminalistik, 08.03.2016
Deutschlandweit erster Masterstudiengang Kriminalistik an der staatlich anerkannten Steinbeis-Hochschule Berlin offiziell akkreditiert



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