Aktuelles, Branche, Studien, Veranstaltungen - geschrieben von am Donnerstag, August 25, 2016 20:38 - noch keine Kommentare

Feindkontakt im Netzwerk: Viele IFA-Neuerungen rund um die Vernetzung

Kritische Anmerkungen zu aktuellen Trends von Intel Security

[datensicherheit.de, 25.08.2016] Die „IFA“ in Berlin, vom 2. bis 7. September 2016, steht kurz bevor – auch dieses Jahr drehen sich viele Neuerungen rund um das große Schlagwort „Vernetzung“. Zwei große Trends der diesjährigen Messe, nämlich sogenannte Wearable-Technologies und „Smart Homes“, sollen Verbrauchern den Alltag erleichtern – könnten aber durch unzureichende Sicherheitsvorkehrungen schnell zum Einfallstor für Schadsoftware werden, warnt Intel Security.

Dauerthema „Ransomware“

Ransomware sei seit Jahren ein Dauerthema. Im zweiten Quartal 2016 sei die Anzahl der Ransomware-Angriffe, der sogenannten Erpressungstrojaner, erneut stark angestiegen. Auch als Reaktion darauf hätten die niederländische Polizei, Europol sowie Intel Security und KASPERKSY das „No More Ransom“-Projekt gegründet. Diese Initiative möchte Konsumenten darüber aufklären, wo Sicherheitsrisiken liegen und welche Gegenmaßnahmen es gibt. Daher sollten sich Verbraucher damit beschäftigen, wie diesen Risiken auch im Angesicht neuer Technologien zu begegnen ist, damit sich die Technik nicht gegen sie wendet.

Gadget als Gateway für Hacker

Wearables wie „Smartwatches“ oder Fitnessarmbänder erfreuten sich in diesem Jahr immer größerer Beliebtheit. Verbunden mit Laptop oder Smartphone würden die Geräte auf vielfältige Art und Weise zum Musikhören, Nachrichtenlesen oder als Gesundheits-Gadget zum Anzeigen der täglich zurückgelegten Strecke sowie verbrannter Kalorien genutzt.
So beliebt und nützlich diese tragbaren Helferlein im Alltag auch sein mögen, so groß sei auch die für Endverbraucher entstehende Gefahr. Als sogenannte „Gateway“-Geräte könnten ihre Verbindungsoptionen missbraucht werden, um Zugriff auf die Informationen der Nutzer zu erhalten. Damit seien sie selbst selten Ziel der Hacker, könnten aber Angriffe erleichtern oder Daten ungewollt preisgeben. Da sie sich durch Bluetooth- oder WLAN mit dem Laptop oder dem Smartphone verbinden, stellten sie schon ein potenzielles Einfallstor für Schadsoftware dar, das von Hackern missbraucht werden könne, um an Nutzerdaten zu gelangen. Gleiches gelte für die internetfähige Kamera mancher Geräte, wenn diese mit dem Netz oder anderen Geräten interagiert.

Endverbraucher können viele Sicherheitslücken mit wenigen Handgriffen beseitigen

Obwohl die Security-Branche daran arbeitet, Schnittstellen besser abzusichern und spezielle Zugangskontrollen zu entwickeln, könnten Endverbraucher selbst viele Sicherheitslücken schon mit wenigen Handgriffen beseitigen. Allein mit individuellen Passwörtern und aktuellsten Software-Versionen, lasse sich ein Großteil möglicher Einfallstore von Malware im Vorfeld schließen. Dazu sollten Nutzer immer die Sicherheitseinstellungen und Zugriffsrechte im Auge behalten und auch mobile Geräte durch zusätzliche Software absichern.

Sicherheitsrisiko „Smart Home“

Ähnlich wie bei den Wearables verhalte es sich im Bereich der „Smart Homes“, wie ein aktueller Report zum Thema zeige. Was heutzutage die Smartphones seien, werde bereits 2025 das intelligente Eigenheim sein.
Eine jüngst durchgeführte Studie habe in diesem Zusammenhang ergeben, dass 84 Prozent der Befragten künftig ein intelligentes und vielseitig vernetztes Haus planten. Die Vorteile lägen auf der Hand: Intelligente Küchengeräte wie Waschmaschine und Kühlschrank versprächen niedrigere Rechnungen und größeren Komfort.
Mit dem erhöhten Grad an Vernetzung steige allerdings auch das Sicherheitsrisiko. Bereits heute seien Endgeräte in zunehmendem Maße Angriffen von Erpresser-Software ausgesetzt und durch den ebenso wachsenden Fachkräftemangel im Bereich Cyber-Security dürfte sich diese Situation weiter verschärfen.
Mit allerlei vernetzten häuslichen Gegenständen, die beispielsweise per Handy steuerbar sind, eröffneten sich auch hierbei jede Menge Schnittstellen für Hacker. Ein Szenario, in dem Hausbewohner ihr Zuhause nicht betreten könnten, weil sie durch Erpresser-Software zum Bezahlen eines Lösegelds aufgefordert würden, scheine also nicht mehr allzu weit hergeholt.
Da treffe es sich gut, dass sich auch die Möglichkeiten der Absicherung weiterentwickelten. Mehr als zwei Drittel der Befragten hätten in der Studie angegeben, Passwörter in einem „Smart Home“ als störend zu empfinden und setzten lieber auf biometrische Authentifizierungsmaßnahmen wie den Fingerabdruck, Stimmerkennung und Augen-Scans.

Weitere Informationen zum Thema:

Atlantic Council, 30.03.2016
Smart Homes and the Internet of Things

 



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