Aktuelles, Branche, Studien - geschrieben von am Freitag, Februar 3, 2012 21:16 - noch keine Kommentare

Gefälschte facebook-Profile: 97 Prozent der gefälschten Profile sind weiblich

Neue Untersuchung der „Barracuda Labs“ zeigt typische Eigenschaften gefälschter Identitäten auf

[datensicherheit.de, 03.02.2012] Die Barracuda Labs sind der Frage nachgegangen, was echte facebook-Profile von falschen unterscheidet und wie man gefälschte Identitäten erkennen kann. Dazu haben sie nach eigenen Angaben mehr als 2.500 zufällig ausgewählte aktive facebook-Konten untersucht. Demnach seien gefälschte Profile fast immer weiblich, verwendeten durchschnittlich mehr als 30 Markierungen pro Foto, hätten im Mittel mehr als 700 Freunde und enthielten sehr oft die Behauptung, bisexuell zu sein…
Zweck solcher falschen Identitäten sei es meist, die Anwender zum Klicken gefährlicher Links zu verleiten oder „Social Spam“ zu verbreiten. Dr. Paul Judge, Chef der „Barracuda Labs“, stellte die Ergebnisse am 2. Februar 2012 auf dem „Kaspersky Threatpost Security Analyst Summit“ in Cancun, Mexiko, vor. Die „Barracuda Labs“ sind die Forschungsabteilung von Barracuda Networks, einem Hersteller von IT-Sicherheits-, Storage- und Networking-Lösungen.
facebook, das diese Woche den Antrag für seinen Börsengang eingereicht hat, ist ein wichtiges privates und geschäftliches Kommunikationsmittel geworden und bekämpft kontinuierlich den Missbrauch seines Netzwerks.
Dabei, so Dr. Judge, finde zwischen dem Netzwerk und denjenigen, die es für illegale Aktivitäten nutzen wollen, ein regelrechtes „Wettrüsten“ statt. Unter anderem habe facebook vor Kurzem eine Marketingfirma angeklagt, durch irreführende und täuschende Taktiken Spam zu verbreiten. Die neue Untersuchung der Barracuda Labs illustriert, wie Angreifer ihre Identitäten in Sozialen Netzwerken typischerweise gestalten.

Abbildung: Barracuda Networks, München

Abbildung: Barracuda Networks, München

Die Forschungsergebnisse haben die „Barracuda Labs“ auf einer Infografik
zusammengestellt. Zu den Ergebnissen der Studie gehört u.a.:

  • Gefälschte Profile geben zu 97 Prozent vor, weiblich zu sein, während ei echten Profilen nur 40 Prozent weiblich sind.
  • Von den gefälschten weiblichen Profilen enthalten 58 Prozent die Behauptung, bisexuell zu sein. Bei echten weiblichen Profilen ist dies nur bei sechs Prozent der Fall.
  • Gefälschte Profile haben durchschnittlich fast sechsmal so viel Freunde wie echte Anwender – im Mittel 726 Freunde gegenüber 130.
  • Gefälschte Profile nutzen die Möglichkeit von Fotomarkierungen („Tags“) über einhundert Mal öfter als echte Anwender. Letztere vergeben im Durchschnitt nur für jedes vierte Foto einen Tag, gefälschte Profile dagegen 34 Tags für jedes einzelne Foto.

Laut Dr. Judge nutzen Angreifer heute Funktionen wie „Likes“, Newsfeeds und Apps gezielt aus – also diejenigen Features, die facebook einst zum dominierenden Sozialen Netzwerk gemacht hätten. Gefälschte Profile seien ein hervorragender und billiger Weg, um immer und immer wieder schädliche Links an Nutzer zu verbreiten. Wer mit gefälschten Profilen befreundet ist, setze sich außerdem der unmittelbaren Gefahr aus, dass sein Konto gekapert wird. Die Angreifer nutzten dafür Funktionen, die facebook-Anwendern eigentlich helfen sollten, bei Verlust der Login-Daten mit Hilfe von Freunden wieder Zugriff auf ihr Konto zu erhalten.
Durch Analysen und unter Verwendung von Daten aus dem „Barracuda Profile Protector“ hat Barracuda eine „heuristische Engine“ entwickelt, die echte von falschen Profilen unterscheidet – „Barracuda Profile Protector“ ist ein Programm, das schädliche Aktivitäten und gefährliche Links auf facebook und twitter unterbindet; es ist kostenlos verfügbar.

Weitere Informationen zum Thema:

profile protector By Barracuda Networks
Stay Safe On Social Networks / Protect your Facebook and Twitter profiles from spam and viruses



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