Aktuelles, Branche, Veranstaltungen - geschrieben von am Dienstag, September 22, 2015 23:33 - noch keine Kommentare

Premiere: Datenkrake Otto zu Besuch auf der it-sa

Digitalcourage gibt Crashkurs: Digitale Selbstverteidigung gegen den ganz legalen Datenklau

[datensicherheit.de, 22.09.2015] Verlässliche Sicherheitstechnik kann Unternehmen vor Datendiebstahl und Systemeinbruch schützen, doch erweist sie sich als wirkungslos, wenn Daten freiwillig aus der Hand gegeben werden, warnt Digitalcourage. Vermeintlich kostenlose Services wie Google Drive, Google Maps, Google Analytics, facebook, WhatsApp oder skype gehören in vielen Firmen bereits zur Grundausstattung. Diese Dienste aber sammelten Daten und machten diese ungeschützt im Netz verfügbar.

Unternehmen droht Kontrollverlust

Dabei sei es leicht möglich, sich gegen den „legalen digitalen“ Datenraub zu schützen. Digitalcourage möchte auf der „it-sa 2015“ das nötige Handwerkszeug in einem kostenlosen Schnellkursus in Digitaler Selbstverteidigung vermitteln.
Mag sein, dass mancher Anwender sich daran nicht stört, dass die Betreiber solcher Dienste Geld mit ihren Daten verdienen. Was aber Unternehmen stören sollte, ist der Kontrollverlust, wenn Mitarbeiter bestimmten Tools Informationen anvertrauen, die zum Schaden des Arbeitgebers verwendet werden könnten – etwa durch Bekanntgabe von Insider-Informationen, Weitergabe vertraulicher Projektdetails an einen Mitbewerber oder gezielte Abwerbung von Mitarbeitern. Aus den Kontakten, Aufenthaltsorten, Meeting-Daten, Geschäftspartnern etc. entstehen Profile, die auch die Konkurrenz erwerben kann.

Teuer bezahlt – mit wertvollen Daten

Erschreckend viele Unternehmen und/oder Mitarbeiter sähen nicht oder wollten nicht sehen, dass sie diese scheinbar kostenlosen Dienste mit einer sehr teuren Währung bezahlten: ihren Daten, so Hartmut Goebel von Digitalcourage. Das System von „Google & Co.“ funktioniere aber nur deshalb so gut, weil so viele mitmachten. Wer diese Dienste nutzt, könne nicht nur sich selbst schaden, sondern trage auch dazu bei, dass andere Unternehmen ebenso ausspioniert werden könnten und unterminiere damit den Datenschutz.

Crashkurs in Digitaler Selbstverteidigung

Unternehmen und Mitarbeiter, die dieses „Spielchen“ nicht mehr mitspielen wollen und die Oberhoheit über ihre Daten behalten möchten, werden von Digitalcourage eingeladen, auf der „it-sa 2015“ den Stand 763 in Halle 12 zu besuchen, um sich dort zu informieren, wo die Gefahren und Risiken bei der Zusammenarbeit mit diesen „kostenlosen“ Diensten liegen, wie man sich davor schützen kann und was es für alternative Tools gibt, die sorgsam mit den wertvollen Daten umgehen.

E-Mail-Verschlüsselung mit p≡p

Zur Digitalen Selbstverteidigung gehört auch die Verschlüsselung als wichtiges Standbein, denn geschäftliche E-Mails enthalten sensible Informationen. Bisher ist das mit sehr viel Aufwand verbunden. Jetzt soll das Verschlüsseln einfach werden. Dafür hätten sich die Entwickler der Verschlüsselungs-Tools „Enigmail“ und „Pretty Easy Privacy“ (p≡p) zusammengetan und eine Lösung entwickelt, die Verschlüsselung zum Standard mache. Interessenten können diese am Stand von Digitalcourage ausprobieren.

Der Datenkrake Otto zu Besuch in Nürnberg

Der Datenkrake „Otto“ wird von Digitalcourage zum Einsatz gebracht, wenn unnötig viele Daten abgegriffen und so in die Privatsphäre von Menschen eingegriffen wird. Jetzt kommt er nach zahlreichen Auftritten bei Parteitagen, Kirchentagen, Demonstrationen und Gerichtsprozessen auch auf die „it-sa 2015“. Er sei bereits das dritte Modell seiner Art, denn sein Vorgänger lebe seit August 2015 im Deutschen Technikmuseum Berlin.

Digitalcourage-Vortrag: „Eigentor statt Nutzerkomfort: ,Kostenlose’ Internetdienste gefährden Ihre Geschäfte“
Donnerstag, 8. Oktober 2015 un 14 Uhr
„Auditorium“, Halle 12, Stand 675

Weitere Informationen zum Thema:

datensicherheit.de, 22.09.2015
it-sa 2015: Kostenlose Tickets für datensicherheit.de-Leser

p≡p
Making privacy the default.

 



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