Aktuelles, Experten, Studien - geschrieben von am Dienstag, März 1, 2011 22:05 - noch keine Kommentare

Privatnutzer von Internet-Kriminalität stärker betroffen als Unternehmen

BITKOM warnt insbesondere vor Diebstahl digitaler Identitäten

[datensicherheit.de, 01.03.2011] IT- und Internet-Sicherheit würden immer häufiger als Service aus dem Netz bezogen. Schon jeder dritte Anwender setze ein Sicherheitspaket seines Internet- Dienstleisters ein, so eine repräsentative Umfrage im Auftrag des BITKOM:
Die Service-Provider böten solche Dienste an, je nach Produkt gegen einen kleinen Aufpreis. Privatverbraucher wie Unternehmen nutzten vermehrt Sicherheitsangebote aus der „Cloud“, der Trend gehe zu „Security-as-a-Service“, so Prof. Dieter Kempf vom BITKOM-Präsidium zur Eröffnung der CeBIT 2011.
IT-Anbieter integrieren zudem Sicherheit-Features direkt in bestehende Produkte – bei neuen Betriebssystemen werden Virenschutz und Firewall den Käufern kostenlos mit angeboten. Das nehme jeder dritte Kunde an. Insgesamt nutzten fast drei Viertel aller Internet-Nutzer ein Virenschutzprogramm und über 70 Prozent eine Firewall, die den Datenverkehr eines Rechners mit der Außenwelt auf Sicherheitsprobleme hin kontrolliert. Jeder Fünfte surfe hingegen ohne Virenschutzprogramm und Firewall. „Cloud“-Services machten bislang selten genutzte Sicherheitstechnologien wie Datenverschlüsselung massenmarkttauglich; derzeit verschlüssele indes nur jeder siebte Privatanwender seine Daten.
Privatnutzer seien von Internet-Kriminalität aber stärker betroffen als Unternehmen – über 70 Prozent aller Deutschen über 14 Jahre nutzten das Web, mehr als jeder zweite von ihnen (54 Prozent) habe bereits Erfahrungen mit kriminellen Vorfällen im Netz gesammelt. Häufigstes Angriffsziel seien derzeit die Zugangsdaten für Internet-Shops und Communitys. Laut aktuellen Zahlen des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) würden in Deutschland pro Jahr über eine Million Online-Identitäten gestohlen. Wer die digitale Identität eines Nutzers stehle, könne in fremden Namen und auf fremde Rechnung online einkaufen oder Gegenstände ersteigern und damit einen direkten finanziellen Schaden erzeugen, warnt Prof. Kempf. Entsprechend vorsichtig seien viele Menschen und verzichteten aus Sicherheitsgründen auf Online-Transaktionen. Fast 40 Prozent sendeten vertrauliche Informationen und Dokumente per Post statt per E-Mail. Gut jeder Vierte (28 Prozent) verzichte aus Sicherheitsgründen auf Online-Banking, jeder achte (13 Prozent) auf Mitgliedschaften in Sozialen Netzwerken. Jeder Sechste (16 Prozent) nehme grundsätzlich keine Online-Transaktionen vor.



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