Aktuelles, Branche, Produkte - geschrieben von am Freitag, November 7, 2014 19:23 - noch keine Kommentare

Trügerische Sicherheit: Datenverlust bei RAID-Systemen

Nach Angaben des laut der Datenretter Attingo bereits 400 Ausfälle „sicherer“ Server-Systeme in zehn Monaten

[datensicherheit.de, 07.11.2014] „Moderne IT-Systeme wiegen die Unternehmen oft in trügerischer Sicherheit, sodass die unbedingt erforderlichen Backups vielfach vernachlässigt werden“, warnt Nicolas Ehrschwendner, Geschäftsführer des österreichischen Datenrettungsunternehmens Attingo.
Allein in den ersten zehn Monaten des Jahres 2014 zählte das Unternehmen mehr als 400 Ausfälle in IT-Systemen mit vermeintlich gut gesicherten Festplattenverbunden – sogenannte RAID-Systeme. 80 Prozent der Betriebe und Organisationen verwenden heute solche RAID-Festplattenverbunde, die über eine integrierte Redundanz verfügen und als zuverlässig und sicher gelten.

Nicolas Ehrschwendner, Attingo

Foto: Attingo Datenrettung GmbH, Wien

Nicolas Ehrschwendner: Trügerische Sicherheit bei RAID-Systemen

Der Schein trügt jedoch, wie die Statistik zeigt. Denn auch RAID-Systeme können durch Verknüpfung ungünstiger Faktoren ohne Vorwarnung teilweise oder komplett ausfallen. Wenn dann keine zusätzliche Datensicherung vorgenommen wurde, hilft nur mehr der Weg zum Datenrettungsspezialisten.

Datenrettung als 24/7-Service

„Wir stellen Daten aus ausgefallenen Systemen innerhalb weniger Stunden wieder her“, berichtet Ehrschwendner aus der täglichen Praxis. „Wie die Rettung und die Feuerwehr sind wir rund um die Uhr verfügbar und arbeiten auch in der Nacht. So merken die Mitarbeiter eines betroffenen Betriebes von einem Systemausfall oft gar nichts. Wenn sie in der Früh zum Arbeitsplatz kommen, funktioniert schon wieder alles“, beschreibt Ehrschwendner die High-Prio-Einsätze seiner Ingenieure. Diese Art von Bereitschaft ist nur möglich, weil das Unternehmen ein Ersatzteillager mit mehr als 10.000 Festplatten pflegt und jederzeit das notwenige Material griffbereit hat.

Beispiel: Rettung kritischer Daten im Gesundheitswesen

Ausnahmslos stellt das ISO-9001-zertifizierte Unternehmen verlorene Daten in seinen hauseigenen Reinraumlabors in Wien wieder her und erfüllt damit nach eigenen Angaben höchste Sicherheitsstandards. Auf das Verschicken von Datenträgern in
ausländische Labors – wie es viele Anbieter praktizieren – wird angesichts hochsensibler Daten bewusst verzichtet. Die Spezialisierung auf die Wiederherstellung kritischer Daten ermöglicht es  auch in schwierigsten Fällen noch Informationen rekonstruieren. Der Daten-Gau Datenbank eines großen Krankenhauses konnte in wenigen Stunden bereinigt werden, ein defektes RAID-System einer Krankenkassa wurde vollständig wiederhergestellt und der Server-Ausfall eines TOP 10 ATX-Unternehmens (Austrian Trade Index, Aktien-Index in Österreich vergleichbar zum DAX in Deutschland) wurde über Nacht behoben.

Manche Datenrettungsaufträge sind dabei durchaus außergewöhnlich:

  • Datenträger von Passagieren eines abgestürzten Flugzeugs,
  • zerstörte Kameras eines Filmteams nach einem Bombenangriff oder
  • Laptop-Daten von Kriminellen

4000 mal Datenverlust pro Jahr

„Elektronik und Software, mit denen wir in weit mehr als 95 Prozent aller Fälle die Daten nahezu vollständig rekonstruieren können“, betont Nicolas Ehrschwendner. Neben Österreich betreibt Attingo auch Standorte in Deutschland und in den Niederlanden. Attingo Datenrettung bearbeitet mittlerweile mehr als 4.000 Datenverlustfälle pro Jahr, davon mehr als 10
Prozent RAID-Fälle.



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