Aktuelles, Branche - geschrieben von am Dienstag, Februar 20, 2018 17:44 - noch keine Kommentare

Unerwünschte Werbung: Fast zwei Drittel der Deutschen fühlen sich gestört

Adware auf Smartphones zunehmend als Belästigung empfunden

[datensicherheit.de, 20.02.2018] Nach Erkenntnissen von KASPERSKY lab aus dem Jahr 2017 fühlen sich 65,8 Prozent der Deutschen durch unerwünschte Werbung auf dem eigenen Smartphone gestört: Ob Gewinne, Gutscheine oder sonstige Einblendungen – aggressive Werbe-Pop-ups störten zunehmend auch deutsche Nutzer, so das zentrale Ergebnis einer beauftragten Umfrage. Dass sogenannte Adware tatsächlich deutschen Smartphone-Nutzer zu schaffen macht, zeigten aktuelle Daten: So habe mehr als ein Drittel (37,5 Prozent) der Nutzer mobiler Lösungen von KASPERSKY lab in Deutschland im Jahresverlauf 2017 mindestens einmal einen Adware-Alarm zu verzeichnen gehabt.

Mobile Schädlinge: 35 Prozent Adware

Die Ende 2017 veröffentliche KASPERSKY-Studie „Mobile Schadprogramme in Deutschland – Panikmache oder echte Gefahr?“ beschreibt die mobile Bedrohungslage für deutsche Nutzer, inklusive des Aufkommens von Adware-Programmen:

  • Insgesamt gebe es über 24 Millionen Adware-Programme weltweit.
  • Unter den „Top-40“ der im Zeitraum September 2016 bis August 2017 in Deutschland grassierenden mobilen Schädlinge (d.h. Malware, Adware und Riskware) entfielen 55 Prozent auf mobile Schädlinge (Malware), 35 Prozent auf Adware und zehn Prozent auf sogenannte Riskware.

Unter Adware versteht man demnach Programme, die Werbung anzeigen, Suchanfragen auf Werbewebseiten umleiten und Marketing-Daten für individuelle Werbung sammeln. Wenn diese die Nutzer nicht über die Informationserfassung informiert, gilt sie bei KASPERSKY lab als „schädlich“, weil sie eine Trojaner-Spyware imitiere. „Adware gilt als Gelddruckmaschine. Der Grund: Die Software blendet zusätzliche Werbung ein und die Macher werden pro Klick bezahlt“, erläutert Christian Funk, Leiter des deutschen Forschungs- und Analyse-Teams bei KASPERSKY lab.
„Riskware“ seien legitime Programme, die Schäden anrichten können, wenn sie von Hackern ausgenutzt werden – zum Beispiel indem sie Daten löschen, blockieren, verändern oder kopieren und die Leistung des Geräts beeinträchtigen. Im Android-Bereich zähle dazu auch ein großer Teil an Tools zum Rooten des Geräts – diese würden als Riskware eingestuft, weil diese Programme vom Nutzer gewollt oder auch ungewollt zur Ausführung gebracht werden könnten.

KASPERSKYs Tipps zur Vermeidung einer Adware-Infektion:

Nutzer könnten sich vor Adware-Installationen schützen, indem sie:

  • Programme nach Möglichkeit immer von den offiziellen Webseiten (Quellen) herunterladen – dort sei das Risiko am geringsten;
  • das Fenster des Installationsprogramms während der Installation beachten und auf zusätzlich zu installierende Programme achten sowie entsprechende Häkchen entfernen und
  • eine mobile Sicherheitslösung (wie z.B. „Kaspersky Internet Security for Android“) installieren – so werde schädliche Adware erkannt und könne leicht entfernt werden. Wer ein Adware-Programm entgegen der Klassifizierung als „erwünscht“ einstufen möchte, könne dieses zu einer persönlichen „Whitelist“ hinzufügen.

Weitere Informationen zum Thema:

SECURELIST, 17.10.2017
Mobile Schadprogramme in Deutschland – Panikmache oder echte Gefahr? / Kaspersky-Studie der mobilen Bedrohungssituation in Deutschland – eine Jahresanalyse (September 2016 bis August 2017)

KASPERSKY lab, October 2017
Kaspersky Security Network

datensicherheit.de, 18.02.2018
Im Spam-Visier: Deutschland zum dritten Mal in Folge Weltmeister

datensicherheit.de, 20.03.2017
KASPERSKY lab warnt: IT-Sicherheitsbranche übersieht potenzielle Nachwuchskräfte



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