Aktuelles, Branche, Studien - geschrieben von am Donnerstag, Juni 2, 2016 23:19 - noch keine Kommentare

Wenn man auf der Suche nach der Traumfigur auf Malware trifft

Verbraucher sollten etwas skeptischer mit allzu vielversprechenden Angeboten umgehen, empfiehlt Alexander Salvador von Intel Security

[datensicherheit.de, 02.06.2016] Viele Menschen träumen davon abzunehmen, z.B. fünf Kilogramm in zehn Tagen – diese „Abnehm-Wunder“, die viele Anzeigen im Internet versprechen, sind allerdings viel zu schön um wahr zu sein, denn auch Cyber-Krimininelle versuchen, den Abnehm-Trend vor dem Sommer für ihre Machenschaften zu nutzen. Intel Security hat nach eigenen Angaben in einer Umfrage herausgefunden, dass der Wunsch nach der perfekten Strandfigur oft stärker ist als das gesunde Misstrauen bei dubiosen Werbelinks – und diese dann trotz Zweifeln in Bezug auf die Sicherheit angeklickt werden.

Hohe Anziehungskraft verheißungsvoller Diät-Tipps im Web

Gerade vor der Sommerurlaubszeit tauchten vermehrt Angebote, Links und Werbe-Pop-Ups für die begehrte Bikinifigur auf – z.B. „Fünf Kilo in zehn Tagen“, „magische Diätpillen“ und „5-Minuten-Fitness“ für das perfekte Sixpack… Doch nicht alle Angebote seien seriös. Intel Security hat nach eigenen Angaben 1.001 Deutsche zu deren Such- und Nutzungsverhalten von Diät- und Fitness-Angeboten im Internet befragt.
Ganze 79 Prozent der deutschen Befragten seien der Meinung, dass es sich bei Promotion-Links zu Diäten, Tipps zum Abnehmen und -Produkten sehr wahrscheinlich um Spam oder Malware handele – dennoch hätten 57 Prozent solch einen Link schon einmal angeklickt, unter den jungen Leuten zwischen 21 und 30 Jahren seien es sogar 65 Prozent.

Skepsis geboten

Besonders nach den Weihnachtsfeiertagen (22 Prozent), vor einem anstehenden Urlaub (35 Prozent) und generell vor dem Sommer (55 Prozent) sei die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass Abnehmwillige auf Diät-Angebote und Abnehm-Werbung klickten. Über ein Viertel der Befragten (27 Prozent) würde Links zu entsprechenden Webseiten und Angeboten eines von einem Prominenten angepriesenen Produktes anklicken. 54 Prozent der Verbraucher meinten, sie könnten eine Originalseite nicht von einer Fake-Webseite mit versteckter Malware unterscheiden.
Die Studie zeige, dass einer von vier Verbrauchern dem Angebot von Abnehm- und Diät-Angeboten vertraue – Verbraucher sollten hier etwas skeptischer mit allzu vielversprechenden Angeboten umgehen, empfiehlt Alexander Salvador, Experte für Internet-Sicherheit bei Intel Security.

Preisgabe persönlicher Daten

Der Wunsch nach dem Traumkörper sei anscheinend so stark, dass nicht nur unrealistische Angebote angeklickt, sondern auch persönliche Daten auf unseriösen Webseiten angegeben würden: Demnach sind 62 Prozent bereit, ihre E-Mail-Adresse, 41 Prozent ihren vollständigen Namen und 40 Prozent ihr Alter anzugeben, um das Wunschgewicht zu erreichen. Einige Verbraucher seien sogar bereit, ihre Adresse (21 Prozent) und ihre Kreditkartennummer (drei Prozent) mit vermeintlichen Lieferanten entsprechender Angebote zu teilen.

Plausibilität prüfen und kritisch bleiben

Erst prüfen, dann (nicht) klicken, rät Salvador: Wenn ein Angebot zu gut klingt, um wahr zu sein, dann steckt sehr wahrscheinlich keine seriöse Webseite dahinter, so seine Warnung. Dies kann man seine Empfehlung nach ganz einfach prüfen, indem man den Anbieter oder den Werbeslogan erst einmal per Suchmaschine recherchiert. Oft tauchen dabei nämlich Erfahrungsberichte anderer Nutzer auf. Eine andere Möglichkeit ist, mit der Maus über die Anzeige zu fahren, aber nicht zu klicken! Dabei wird die URL der dahintersteckenden Webseite angezeigt – sichere Webseiten hätten fast immer eine Adresse, die mit „https“ beginnt.
Oftmals verwendeten betrügerische Webseiten Namen und Begriffe, die denen von seriösen Anbietern sehr ähnlich seien, um falsches Vertrauen zu erwecken – beispielsweise „Wait Watchers“ anstatt „Weight Watchers“. E-Mail-Adressen herauszugeben sei heutzutage gang und gäbe – umso kritischer sollte man aber sein, wenn es darum geht, die Adresse oder gar Konto- und Kreditkarteninformationen anzugeben. Wenn eine Webseite unrealistische Versprechungen mache, Rechtschreibfehler oder Fotos in schlechter Qualität enthalte, sollten man davon lieber absehen, so Salvador.
Zudem gelte es, „up-to-date“ zu bleuben, d.h. regelmäßig die Software zu aktualisieren – vom Betriebssystem über Browser und E-Mail-Programm bis hin zur Antiviren-Software. Nur so könnten aktuelle Sicherheitslücken vermieden werden, falls man versehentlich doch einmal einen falschen Link anklicken sollte.



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