Kommentare zu: AlienVault warnt vor spezieller Malware für virtuelle Währungen https://www.datensicherheit.de/alienvault-warnt-spezieller-malware-fuer-virtuelle-waehrungen Datensicherheit und Datenschutz im Überblick Sun, 28 Apr 2013 21:38:05 +0000 hourly 1 Von: Harald Schleuter https://www.datensicherheit.de/alienvault-warnt-spezieller-malware-fuer-virtuelle-waehrungen#comment-46697 Sun, 28 Apr 2013 19:42:37 +0000 http://www.datensicherheit.de/?p=21754#comment-46697 Der Artikel enthält merkwürdige Begrifflichkeiten und mehrere haarsträubende Fehler.

1) Wenn Malware Bitcoins stiehlt, „mißbraucht“ sie diese nicht. Schließlich mißbrauchen Bankräuber auch keine Banknoten.

2) Botnetze, die Bitcoin-Mining betreibern, tragen paradoxerweise zur Sicherheit des Bitcoin-Netzwerks bei, da sie die krptografische Sicherheit stärken. Der größte Teil des Netzwerks beruht jedoch auf schnellen Grafikprozessoren und ASICs, so dass Botnetze dieses nicht unter Kontrolle bringen können – dazu bräuchten sie die Mehrheit der Rechenleistung.

3)

> Laut AlienVault-Recherchen stehlen sie z.B. „Wallets“ mittels der mit Malware infizierten Datei „wallet.dat

Aua. Bei der Wallet.dat handelt es sich um eine Datei mit privaten Schlüsseln, keine ausführbare Datei. Die läßt sich normalerweise nicht infizieren.

4)

> Ihre Experten hätten festgestellt, dass den meisten „Bitcoins“ ein Stück Code hinzugefügt werde, der eine Verbindung zu einem öffentlichen oder privaten Mining-Pool schaffe, um neue Münzen zu generieren.

Dieser Satz ist so falsch, dass eine kurze Korrektur hoffnungslos ist. Offensichtlich haben die Experten nicht verstanden, was Bitcoins sind. Sie sind Einheiten in einem verteilten Transaktionsverzeichnis und werden durch Mining erst erzeugt. Ich verweise auf den Artikel bei Wikipedia.

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