Angst – datensicherheit.de Informationen zu Datensicherheit und Datenschutz https://www.datensicherheit.de Datensicherheit und Datenschutz im Überblick Fri, 11 Apr 2025 15:03:19 +0000 de hourly 1 Zunehmendes Unbehagen vor Telefonaten: Ein Drittel hat bereits notwendige Anrufe aufgeschoben https://www.datensicherheit.de/zunahme-unbehagen-telefonate-anrufe-aufschub https://www.datensicherheit.de/zunahme-unbehagen-telefonate-anrufe-aufschub#respond Sat, 12 Apr 2025 23:02:31 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=47244 Vier von zehn Befragten schreiben Freunden und Familie lieber eine Textnachricht und ein Drittel wünscht vorab eine Ankündigung eines Telefonanrufs

[datensicherheit.de, 13.04.2025] Der dringende Termin beim Arzt, das wichtige Gespräch mit der Versicherung, die Nachfrage beim Kundenservice …. – derartige Anrufe aufzuschieben oder sogar ganz zu vermeiden, ist offenbar keine Seltenheit: Gut ein Drittel (36%) der Deutschen soll schon einmal aus Angst vor dem Telefonieren notwendige Anrufe aufgeschoben haben. Grundlage dieser Erkenntnis ist eine repräsentative Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Demnach wurden 1.004 Personen in Deutschland ab 16 Jahren telefonisch im Zeitraum der Kalenderwochen 7 bis 10 2025 befragt.

Vermeidungshaltung hinsichtlich Telefonaten insbesondere unter den Jüngeren

Besonders ausgeprägt sei diese Vermeidungshaltung unter den Jüngeren: „Unter den 16- bis 29-Jährigen haben dies schon 44 Prozent getan. Insgesamt 33 Prozent der Deutschen geben explizit an, sich oft unwohl dabei zu fühlen, mit fremden Leuten zu telefonieren.“ Ebenfalls etwa ein Drittel (32%) vereinbare Termine bei Dienstleistern wie Friseursalons oder Arztpraxen generell lieber per E-Mail oder Online-Buchungsplattform, statt anzurufen.

Aber selbst hinsichtlich Freundeskreis und Familie schrieben 40 Prozent der Deutschen lieber eine Nachricht als anzurufen – unter den Jüngeren zwischen 16 und 29 Jahren bevorzuge mit 52 Prozent sogar knapp mehr als die Hälfte Textnachrichten gegenüber einem Anruf.

Ein Telefonat erfordert schnelle Reaktion – ohne die Möglichkeit, nonverbale Signale oder Emojis zur Unterstützung zu nutzen

„Die Angst vor dem Telefonieren entsteht heute oft, weil wir uns an Nachrichten gewöhnt haben, bei denen wir Zeit zum Formulieren haben – während ein Anruf schnelle Reaktion erfordert, ohne die Möglichkeit, nonverbale Signale oder Emojis zur Unterstützung zu nutzen“, erläutert Dr. Sebastian Klöß, Experte für „Consumer Technology“ beim Bitkom.

Er führt aus: „Besonders jüngere Menschen, die mit Kurznachrichten aufgewachsen sind, empfinden spontane Telefonate daher häufig als aufdringlich oder unangenehm.“ Insgesamt 35 Prozent der Deutschen kündigten ihren Anruf bei Freunden und Familie in der Regel vorab per Textnachricht an. Selbst würden gerne 32 Prozent eine solche erhalten, bevor sie angerufen werden.

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BARMER
Psychische Gesundheit / Angst vor dem Telefonieren überwinden: Mit diesen vier Tipps selbstsicher telefonieren

iKK classic, 07.02.2025
Angst vorm Telefonieren? So überwindest du die Telefonphobie

ARD(1), 16.05.2024
Lieber Schreiben als Reden – Die Angst vorm Telefonieren

NATIONAL GEOGRAPHIC, Katarina Fischer, 13.04.2023
Angst vor dem Telefonieren: Woher sie kommt – und was hilft / Immer mehr Menschen haben Angst vorm Telefonieren und meiden das einst so beliebte Kommunikationsmittel. Doch ist Telefonangst eine Störung, die behandelt werden muss? Oder ist sie gar nicht so problematisch, wie Betroffene sie wahrnehmen?

satellite, Kevin, 15.01.2022
Das hilft gegen Angst vorm Telefonieren

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Sicherheit beim Surfen: Gesundes Misstrauen ist gefragt https://www.datensicherheit.de/sicherheit-beim-surfen-gesundes-misstrauen-ist-gefragt https://www.datensicherheit.de/sicherheit-beim-surfen-gesundes-misstrauen-ist-gefragt#respond Fri, 11 Jun 2010 21:12:18 +0000 http://www.datensicherheit.de/?p=11566 Ein Drittel der EU-Bürger war noch nie im Internet

[datensicherheit.de, 11.06.2010] Freundschaften pflegen, Kleidung kaufen oder Überweisungen tätigen – nicht wenige Menschen können sich nicht mehr vorstellen, ihr Leben jemals ohne das Internet organisiert zu haben. Gleichzeitig ist aber in Europa rund ein Drittel der Bevölkerung noch nie im Internet gewesen. Grund dafür ist die Angst vor dem Unbekannten; manche glauben, das Surfen sei sehr teuer, bei anderen spielt die Sorge um die eigenen Daten eine Rolle. Bei aller berechtigten Skepsis ist es aber auch eine Tatsache, dass die Möglichkeiten des Internets für viele eine große Erleichterung im Alltag sind:
Insgesamt steigt die Zahl der weltweit ans Netz angeschlossenen Menschen stetig. So nutzen in Europa etwa 60 Prozent der Bevölkerung regelmäßig das Internet; 48 Prozent sind es, die täglich surfen. In den USA bewegen sich rund 56 Prozent täglich im Netz. Das ist zwar schon die Mehrheit, allerdings waren sowohl in Europa als auch in den USA – für viele ganz undenkbar – rund ein Drittel noch nie im Internet. Dazu gehören vor allem Senioren und Personen mit geringem Bildungsstand. Die Nutzung des Internets ist aber nicht nur sehr praktisch, sondern manchmal auch unumgänglich – so etwa bei Online-Bewerbungen oder bei der Informationssuche -, somit ist eine Teilhabe für alle erstrebenswert.
Alle Zweifel kann man im Prinzip relativ schnell zerstreuen – die Sorge, sich im Netz nicht zurecht zu finden, ist schnell beseitigt, wenn man die Verzagten am Anfang einmal an die Hand nimmt. Und auch die Angst um die Sicherheit der eigenen Daten ist unbegründet groß. Die kriminellen Aktivitäten im Netz stehen aktuell im Mittelpunkt einer Tagung von Sicherheitsexperten in Berlin. Die Zahlen, die Jörg Ziercke, Präsident des Bundeskriminalamtes dort nannte, sind zunächst beunruhigend – so wurden 50.000 Fälle von Computerkriminalität für das Jahr 2009 erfasst. Den größten Anteil davon machen Fälle von Computerbetrug aus, darauf folgt der Datendiebstahl mit 11.500 Fällen, bei dem Daten von Internetnutzern ausgespäht und missbraucht wurden.
Allerdings erscheinen solche Zahlen weit dramatischer, als sie es eigentlich sind. Eine Studie des „Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien“ (BITKOM) vom Februar 2010 macht deutlich, dass die Gefahren im Internet längst nicht so groß sind, wie sie erscheinen. So erklärten 43 Prozent der befragten Internetnutzer, dass sie Angst um ihre Datensicherheit hätten. Tatsächlich sind es aber nur zwei Prozent der User, die wirklich Opfer solcher kriminellen Aktivitäten werden. Eine Empfehlung der IT-Experten ist, sich beim Surfen einfach auf sein gesundes Misstrauen zu verlassen.
Auch die Kosten sind längst kein Grund mehr, das Internet zu meiden – und natürlich ist das Netz auch der beste Ort, um sich über günstige Online-Tarife zu informieren. Eine gute Hilfe sind dabei Vergleichsportale wie etwa www.dslweb.de.

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