Bart – datensicherheit.de Informationen zu Datensicherheit und Datenschutz https://www.datensicherheit.de Datensicherheit und Datenschutz im Überblick Sat, 01 Jun 2019 14:41:53 +0000 de hourly 1 Kostenlos: Entschlüsselungs-Software gegen Bart-Ransomware https://www.datensicherheit.de/kostenlos-entschluesselungs-software-gegen-bart-ransomware https://www.datensicherheit.de/kostenlos-entschluesselungs-software-gegen-bart-ransomware#respond Wed, 05 Apr 2017 21:03:51 +0000 http://www.datensicherheit.de/?p=26540 Bitdefender stellt Opfern Werkzeug zur Verfügung

[datensicherheit.de, 05.04.2017] Opfern der Ransomware „Bart“ wird jetzt ein kostenloses Tool zur Wiederherstellung ihrer verlorenen Daten zur Verfügung gestellt. „Bart“ kann laut Bitdefender befallene Computer auch ohne Internetverbindung verschlüsseln. Diese Ransomware sei seit dem ersten Auftreten im Juli 2016 von Bitdefender-Experten analysiert worden, um schließlich ein Entschlüsselungswerkzeug zu entwickeln. Dieses Tool könnten betroffene Nutzer ab sofort kostenlos auf der Website von Bitdefender oder der Initiative „No More Ransom” herunterladen, um verschlüsselte Daten wiederherzustellen.

Entschlüsselung für alle Varianten

Nachdem diese Ransomware schon gut neun Monate Schaden angerichtet habe, ist Bitdefender nach eigenen Angabender bisher einzige Hersteller, welcher eine Entschlüsselung für alle Varianten dieser Schadsoftware anbietet:
Das Werkzeug kann demnach Dateien mit den Endungen „bart.zip”, „.bart” und „.perl” entschlüsseln.
Die Entwicklung dieser Software sei ein direkter Erfolg der Zusammenarbeit von Bitdefender, Europol und der rumänischen Polizei, die allesamt die einst von Europols European Cybercrime Centre gestartete Initiative „No More Ransom” unterstützten.

Verschlüsselung ohne aktive Internetverbindung

Im Gegensatz zu anderen Ransomware-Familien könne „Bart“ Dateien befallener Opfer ohne aktive Internetverbindung verschlüsseln. Der Entschlüsselungs-Prozess hingegen bedürfe einer Internetverbindung, um auf den von den Angreifern kontrollierten Command-and-Control-Server zuzugreifen, über den normalerweise Bitcoins und der Entschlüsselungscode ausgetauscht würden.
Die ersten Versionen von „Bart“ hätten nur rudimentäre Verschlüsselungsmöglichkeiten enthalten, wie etwa die Erstellung von passwortgeschützten „.zip“-Archiven. Neuere Versionen nutzten diese Methode nicht mehr.

Funktionsweise der Ransomware „Bart“ laut Bitdefender:

  • „Bart“ löscht zuerst Wiederherstellungspunkte des Systems.
  • Anschließend erstellt „Bart“ einen Verschlüsselungscode aus Informationen auf dem Computer des Opfers.
  • Dann spezifiziert „Bart“ die Zieldateien und verschlüsselt sie mit dem erstellten Code.
  • Im nächsten Schritt nutzt „Bart“ einen Master-Code, um den erstellten Code noch einmal zu verschlüsseln – dieser neue Code wird dann die „Unique ID“ (UID) des Opfers.
  • Diese UID wird dann zu guter Letzt genutzt, um die Lösegeldforderung zu erstellen, die über einen Link mit der UID auf eine „.onion“-Webseite führt.

Mehr als eine Milliarde US-Dollar Schaden

Der Schaden durch Ransomware wird nach Angaben von Bitdefender bereits auf mehr als eine Milliarde US-Dollar geschätzt – private Nutzer sind genauso wie Unternehmen betroffen.
Generell wird Opfern nicht empfohlen, das geforderte Lösegeld zu bezahlen, da man nie sicher sein kann, ob man die Entschlüsselungscodes tatsächlich erhält und mit dem gezahlten Lösegeld aktiv zur weiteren Entwicklung noch raffinierterer Ransomware beiträgt.

Weitere Informationen zum Thema:

NO MORE RANSOM!
NEED HELP unlocking your digital life without paying your attackers*?

Bitdefender
BART RANSOMWARE DECRYPTION TOOL

datensicherheit.de, 22.08.2012
Bitdefender Android Malware Report: Verseuchte Apps senden eigenständig kostenpflichtige SMS

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„Bart“: proofpoint meldet Entdeckung neuee Ransomware https://www.datensicherheit.de/bart-proofpoint-meldet-entdeckung-neuee-ransomwareart https://www.datensicherheit.de/bart-proofpoint-meldet-entdeckung-neuee-ransomwareart#respond Mon, 04 Jul 2016 21:35:09 +0000 http://www.datensicherheit.de/?p=25665 „Dridex“ und „Locky“ sollen von den gleichen Tätern stammen

[datensicherheit.de, 04.07.2016] Forscher von proofpoint haben nach eigenen Angaben eine neue „Ransomware“ namens „Bart“ entdeckt, die von den Tätern hinter „Dridex“ und „Locky“ stammen soll.

Dateienverschlüsselung ohne Verbindung mit C&C-Server

Angreifer nutzen demnach die Malware „RockLoader“, um „Bart“ über HTTPS runterzuladen. „Bart“ verwende einen Bezahlbildschirm wie „Locky“, verschlüssele jedoch Dateien, ohne sich zuvor mit einem Command-and-Control-Server (C&C) zu verbinden.
Nach der Verschlüsselung werde an die Namen der verschlüsselten Dateien die Erweiterung „.bart.zip“ angehängt. Oberflächlich betrachtet seien diese Dateien dann verschlüsselte Zip-Archive.

Lösegeldforderung von rund 1.800 Euro

Bei der Lösegeldforderung werde der Benutzer aufgefordert, ein Bezahlportal zu besuchen und dort drei Bitcoins (beim derzeitigen Wechselkurs etwas weniger als 1.800 Euro) zu bezahlen. Dieses Bezahlportal ähnele demjenigen bei „Locky“ verwendeten; optisch sei nur die Überschrift „Decryptor Bart“ neu, anstelle der vorherigen Überschrift „Locky Decryptor“. Während die Bezahlportale für „Locky“ und „Bart“ optisch identisch seien, unterscheide sich der Ransomware-Code erheblich.

Weitere Informationen zum Thema:

proofpoint
Nein! Neue Ransomware „Bart“ von den Bedrohungsakteuren, die Dridex und Locky verbreiten

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