Bayerischer Rundfunk – datensicherheit.de Informationen zu Datensicherheit und Datenschutz https://www.datensicherheit.de Datensicherheit und Datenschutz im Überblick Tue, 02 Dec 2014 22:53:33 +0000 de hourly 1 Verletzung von Datenschutzvorschriften durch Videoüberwachung an Schulen https://www.datensicherheit.de/verletzung-datenschutz-vorschriften-videoueberwachung-schulen https://www.datensicherheit.de/verletzung-datenschutz-vorschriften-videoueberwachung-schulen#respond Tue, 02 Dec 2014 22:53:33 +0000 http://www.datensicherheit.de/?p=24530 Ergebnis umfangreicher Recherchen des Bayerischen Rundfunks

[datensicherheit.de, 02.12.2014] Viele Schulen verstießen gegen Datenschutzvorschriften – dies habe der Bayerische Rundfunk in umfangreichen Recherchen zur Videoüberwachung an deutschen Schulen festgestellt. Dabei fehle es an Weitsicht mancher Schulen, bemängelt Axis Communications, Hersteller von Netzwerkkameras. Edwin Beerentemfel, „Manager Business Development“ bei Axis Communications, fordert in einer aktuellen Stellungnahme die Einhaltung der Datenschutzrichtlinien.

Balance zwischen Sicherheit und Datenschutz

Zahlreiche Vorfälle – von Gewalt bis hin zu Missbrauch – hätten dazu geführt, dass Sicherheitskameras auch in Schulen zum Einsatz kommen. Gerade in Deutschland herrschten dabei noch starke Bedenken, wie auch der Beitrag des Bayerischen Rundfunks zeige. Daher sei es essenziell, dass Schulen Gesetze und Datenschutzrichtlinien einhalten und das Thema Videosicherheit offen und transparent kommunizieren. Immerhin schreibe nicht nur das Gesetz kenntlich gemachte Überwachung vor, betont Beerentemfel. Transparenz erhöhe auch die Akzeptanz.
Sensible Bereiche sollten so weit wie möglich von der Überwachung ausgespart werden, die Privatsphäre von Schülern wie dem (Lehr-)Personal müsse gewährleistet sein. So könnten Kameras mit sogenannten Masken arbeiten, die bestimmte Bereiche ausblenden und so eine geschützte Privatsphäre garantieren.

Edwin Beerentemfel, Axis

Foto: Axis Communications GmbH, Ismaning

Edwin Beerentemfel: Transparenz erhöht Akzeptanz!

Augenmaß behalten

Schulen dürften bei den vorherrschenden Sicherheitsbedenken das Augenmaß nicht verlieren. Gerade im Innenbereich der Schulen stellten Aufsichtspersonen eine gute Alternative dar. Selbst wenn Schulen Kameras nur im Außenbereich einsetzen und sie die Eingangsbereiche und Wege zwischen Gebäuden überwachen, gewährleisteten sie eine hohe Sicherheitsstufe, betont Beerentemfel. Vorfälle, wie das Auftauchen von unbefugten Personen auf dem Gelände oder Vandalismus, würden so rechtzeitig erkannt – die Privatsphäre der Schüler im Gebäude bleibe aber erhalten.

Weitere Informationen zum Thema:

BR.de, 01.12.2014
Videoüberwachung in Bayern / Kameras an Schulen empören Datenschützer

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BR: Hausdurchsuchung bei unschuldiger Bankkundin wegen unzureichenden Angaben auf Steuersünder-CD https://www.datensicherheit.de/br-hausdurchsuchung-unschuldiger-bankkundin-wegen-unzureichenden-angaben-steuersuender-cd https://www.datensicherheit.de/br-hausdurchsuchung-unschuldiger-bankkundin-wegen-unzureichenden-angaben-steuersuender-cd#respond Thu, 13 Dec 2012 15:01:28 +0000 http://www.datensicherheit.de/?p=21235 Fälschlicherweise von der Credit Suisse sämtliche Kontounterlagen einer namensgleichen Bankkundin erhalten

[datensicherheit.de, 13.12.2012] Nach eigenen Angaben habe das bayerische Finanzministerium rund eine Million Euro für Daten von mutmaßlichen „Steuersündern“ nach Nordrhein-Westfalen überwiesen, meldet der Bayerische Rundfunk (BR) / Hörfunk.
Nach BR-Recherchen weise aber eine CD mit Credit-Suisse-Kunden in der Schweiz eine bescheidene Datenqualität auf, denn sie habe nur Namen sowie die Schweizer Kontonummern enthalten. Dies habe allein im Freistaat Bayern zu mindestens einer falschen Hausdurchsuchung und zu einem ungerechtfertigten Verfahren geführt, so der BR.
Christel Müller (so der von der BR-Redaktion geänderte Name) aus Oberbayern habe auf einer „Steuersünder-CD“ gestanden. Da sie ein Konto bei der Credit Suisse in Frankfurt/Main gehabt habe, sei sie ins Visier der Steuerfahndung geraten. Anfang September 2012 sei es zur Hausdurchsuchung gekommen, so Müller im Gespräch mit dem BR. Ein Dutzend Ordner sei beschlagnahmt und ein Strafverfahren eröffnet worden.
Dies sei ein Fehler, wie der BR belegen könne und wie es inzwischen auch das Landesamt für Steuern bestätigt habe. Allerdings versuche die Behörde, Nordrhein-Westfalen die Schuld zu geben. In einem Schreiben an den BR heiße es: „Die Daten stammen aus einem anderen Bundesland, das eine Daten-CD erworben hatte. Dort wurden die Daten Steuerpflichtigen in Bayern zugeordnet und dann mit dem Hinweis versehen, dass in allen Fällen eine Zuordnung erfolgen konnte, eine Namensverwechslung o.ä. also ausgeschlossen sei.“
Müllers Anwalt spreche von „Schlamperei“. Man habe nicht einmal das Geburtsdatum überprüft. Müller habe fälschlicherweise von der Credit Suisse sämtliche Kontounterlagen einer namensgleichen mutmaßlichen „Steuersünderin“ erhalten. Das Verfahren gegen Müller sei nun eingestellt. Aber erst nachdem der BR nachgehakt habe, habe sich das Finanzamt München bereit erklärt, Müllers Anwaltskosten zu übernehmen. Ihre Unterlagen und eine Entschuldigung habe die Rentnerin erst jetzt bekommen. Vom Hauptsitz der Credit Suisse in Zürich heiße es nur, man äußere sich generell nicht zu Kunden.

Weitere Informationen zum Thema:

Bayerischer Rundfunk, B5 aktuell
Steuersünder-Daten Pleiten, CDs und Pannen

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