BBK – datensicherheit.de Informationen zu Datensicherheit und Datenschutz https://www.datensicherheit.de Datensicherheit und Datenschutz im Überblick Mon, 09 Mar 2026 13:59:14 +0000 de hourly 1 Warnung der Bevölkerung: BBK meldet erfolgreichen Abschluss des Bund-Länder-Projektes https://www.datensicherheit.de/warnung-bevoelkerung-bbk-erfolg-abschluss-bund-laender-projekt Tue, 10 Mar 2026 23:47:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=53114 Was vor fast zehn Jahren mit innovativen Ideen begonnen hatte, ist laut Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) heute fester Bestandteil der Warninfrastruktur in Deutschland

[datensicherheit.de, 11.03.2026] Laut einer aktuellen Meldung des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) wurde nun nach fast zehn Jahren intensiver Forschungs-, Entwicklungs- und Umsetzungsarbeit das EU-geförderte Bund-Länder-Projekt „Warnung der Bevölkerung“ erfolgreich abgeschlossen. Was mit innovativen Ideen begonnen habe, sei heute fester Bestandteil der Warninfrastruktur in Deutschland.

bbk-isf-bund-laender-projekt-warnung-bevoelkerung

Abbildung: BBK

„Warnung der Bevölkerung“ – vom Forschungsprojekt zur Selbstverständlichkeit im Alltag

Viele der im Projekt entwickelten Ansätze mittlerweile gelebte Praxis

Das vom BBK koordinierte und durch Mittel des „Inneren Sicherheitsfonds“ (ISF) der EU finanzierte Projekt habe die Bevölkerungswarnung in Deutschland weit vorangebracht – technisch, organisatorisch und gesellschaftlich.

  • Viele der in diesem Projekt entwickelten Ansätze seien inzwischen gelebte Praxis – vom flächendeckenden Ausbau und der Weiterentwicklung des Modularen Warnsystems (MoWaS) als zentrales technisches Element des deutschen Warnsystems über neue Warnkanäle, wie digitale Stadtinformationstafeln, bis hin zur sozialwissenschaftlich fundierten Warnkommunikation.

Ein prominentes Beispiel sei der „Bundesweite Warntag“, welcher laut BBK im Rahmen des ISF-Projekts konzipiert und erstmals umgesetzt wurde. Heute sei er ein fester Termin in den Kalendern – und ein zentrales Instrument zur Sensibilisierung der Bevölkerung und Erprobung der Bundeswarnsysteme.

Entwickelte Ergebnisse und Strukturen dauerhaft in die BBK-Arbeit und die der warnenden Behörden integriert

Ein besonderer Fokus des Projekts habe zudem auf den sozialwissenschaftlichen Aspekten gelegen: „Wie nehmen Menschen Warnungen wahr? Was führt dazu, dass sie verstanden und ernst genommen werden?“

  • Die gewonnenen Erkenntnisse fließen demnach seither unter anderem in Leitlinien, Handreichungen und praxisnahe Empfehlungen für warnende Stellen ein.

Dr. René Funk, Vizepräsident des BBK, kommentiert: „Das EU-geförderte ISF-Projekt hat die Warnung der Bevölkerung entscheidend vorangebracht. Vieles davon ist heute selbstverständlich – und genau das zeigt den Erfolg. Wir haben gemeinsam mit Bund, Ländern und Kommunen die Grundlagen für eine moderne, wirksame Warnung geschaffen. Mit dem Abschluss des Projekts endet die Forschungsphase – nicht aber die Wirkung: Die in diesem Rahmen entwickelten Ergebnisse und Strukturen werden dauerhaft in die Arbeit des BBK und der warnenden Behörden integriert.“

Projekt soll evtl. zu einem späteren Zeitpunkt fortgeführt werden

Philipp Wiemes, Projektleiter ISF-Projekt, berichtet: „Die Projektarbeit war geprägt von Innovationsfreude, wissenschaftlicher Tiefe und einer außergewöhnlich guten Zusammenarbeit über die verschiedenen Ebenen und Disziplinen hinweg. Dass unsere Ergebnisse auch die Warnung auf Landesebene stärken konnten und im Alltag der Menschen angekommen sind, ist für das gesamte Projektteam ein großartiger Erfolg.“

  • Auch die Bundesländer bewerteten die Ergebnisse als überaus wertvoll – etwa mit Blick auf die Warninfrastrukturen vor Ort durch den Ausbau des MoWaS und der Sirenen sowie die Etablierung des „Bundesweiten Warntages“. Zudem habe der regelmäßige Austausch zwischen den Ländern eine Weiterentwicklung der Warnsysteme gefördert.

„Der Austausch in diesem Bund-Länder-Projekt war ausgezeichnet und hat die Entwicklung der Warnsysteme in den Ländern entscheidend vorangetrieben. Die Bevölkerungswarnung ist so stark im Bewusstsein wie nie zuvor. Wir hoffen sehr, das Projekt zu einem späteren Zeitpunkt fortführen zu können“, so Uwe Becker, Vorsitzender der projektbegleitenden Arbeitsgruppe mit Vertretungen aus Bund und Ländern.

BBK sieht Wirken der Erkenntnisse über das abgeschlossene Projekt hinaus

Zwar sei die Projektförderung nun abgeschlossen, nicht jedoch die inhaltliche Auseinandersetzung mit wirksamer Bevölkerungswarnung.

  • Die gewonnenen Erkenntnisse etwa zu sozialen, psychologischen und kommunikativen Aspekten von Warnung würden auch weiterhin in die fachliche Arbeit des BBK einfließen – diese lieferten wichtige Impulse für die weitere Entwicklung einer klaren, verlässlichen und zielgruppengerechten Warnkommunikation.

Die im Projekt entwickelten Inhalte, Studien und Materialien blieben weiterhin verfügbar und bildeten eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung der Bevölkerungswarnung in Deutschland.

Weitere Informationen zum Thema:

Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
Das BBK

Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
ISF Bund-Länder-Projekt Warnung der Bevölkerung

Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
MoWaS

BBK BEVÖLKERUNGSSCHUTZ 3 | 2025, BÜRGERNAHER BEVÖLKERUNGSSCHUTZ, Karin Scherer
Das ISF Bund-Länder-Projekt Warnung der Bevölkerung / Knapp zehn Jahre Forschung, Entwicklung und Ausbau der Bevölkerungswarnung

datensicherheit.de, 14.09.2025
Bundesweiter Warntag 2025: BBK zieht erste positive Bilanz / Der „Bundesweite Warntag“ soll jedes Jahr am zweiten Donnerstag im September stattfinden und hat laut Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) das Ziel, die verschiedenen Warnkanäle in Deutschland zu testen und die Bevölkerung für Warnung und Eigenvorsorge zu sensibilisieren

datensicherheit.de, 08.12.2023
Taxi-Dachmonitore: BBK richtet neuen Kommunikationsweg für Warnungen ein / Bund, Länder und Kommunen können nun auch Taxi-Dachmonitore nutzen, um die Bevölkerung zu warnen

]]>
Drohnen im Bevölkerungsschutz: LBA setzt Pionierarbeit des BBK fort https://www.datensicherheit.de/drohnen-bevoelkerungsschutz-lba-fortsetzung-pionierarbeit-bbk https://www.datensicherheit.de/drohnen-bevoelkerungsschutz-lba-fortsetzung-pionierarbeit-bbk#respond Wed, 24 Dec 2025 23:14:06 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=51519 Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hatte im Auftrag des Bundesinnenministeriums in der Vergangenheit verschiedene bevölkerungsschutzspezifische Aspekte zum Einsatz von Drohnen erarbeitet

[datensicherheit.de, 25.12.2025] Laut einer Meldung des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) übernimmt ab sofort das Luftfahrt-Bundesamt (LBA) die Aufgaben zur Regelung des Einsatzes von Drohnen im Bevölkerungsschutz vom BBK. Als eine Konsequenz der Neuausrichtung des BBK im Jahr 2024 sei die Zuständigkeit für das Thema Drohnen nun angepasst und an das LBA übergeben worden.

bbk-ralph-tiesler

Foto: © Schacht

Ralph Tiesler betont: Drohnen sind wichtige Einsatzmittel im Bevölkerungsschutz!

EGRED wurden bisher bereits mit fachlicher Unterstützung des LBA erstellt

Das BBK hatte demnach im Auftrag des Bundesinnenministeriums in der Vergangenheit verschiedene bevölkerungsschutzspezifische Aspekte zum Einsatz von Drohnen bearbeitet.

Folgende Aufgaben wurden nun vom BBK an das LBA übergeben:

  • Weiterführung und regelmäßige Überarbeitung der „Empfehlungen für Gemeinsame Regelungen zum Einsatz von Drohnen im Bevölkerungsschutz“ (EGRED 2)
  • Organisation und Durchführung anlassbezogener Konferenzen des entsprechenden Expertenkreises
  • Wahrnehmung der Funktion als Ansprechpartner der „Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben“ (BOS) für Fragen des Betriebs unbemannter Luftfahrtsysteme (UAS, wie beispielsweise Drohnen)
  • Teilnahme an den Sitzungen des BOS-Arbeitskreises zum Betrieb von UAS.

Die EGRED seien bisher bereits mit fachlicher Unterstützung des LBA erstellt worden.

LBA bewertet EGRED 2 für den Einsatz von Drohnen durch BOS als äußerst sinn- und wertvoll

Thomas Burlage, der LBA-Vizepräsident, lobt in seinem Kommentar die Grundsatzarbeit: „In den vergangenen Monaten und Wochen hat es im Vorfeld der Aufgabenübertragung zwischen dem LBA und dem BBK, zwischen den beiden zuständigen Ministerien sowie mit den Vertretern der nichtpolizeilichen BOS einen guten und sehr intensiven Austausch gegeben.“

  • Das LBA halte die EGRED 2 für den Einsatz von Drohnen durch die BOS für äußerst sinn- und wertvoll. Das BBK habe hierzu „hervorragende Grundsatzarbeit“ verrichtet. Auch das LBA werde seine gesamte fachliche Expertise für die Fortführung dieser wichtigen Arbeit einsetzen.

Die Aufgaben seien dem LBA durch Erlass des Bundesministeriums für Verkehr (BMV) inzwischen übertragen worden. Publikationen wie die EGRED 2 sowie die neu erschienenen „BOS-Standardszenarien“ (BOS-STS) befinden sich bereits auf der Website des LBA.

Mindeststandards zu Rechtsaspekten, Risikomanagement und Ausbildung im Zusammenhang mit Drohnen

Der BBK-Präsident, Ralph Tiesler, führt aus: „Drohnen sind wichtige Einsatzmittel im Bevölkerungsschutz. Um besonders in großen und komplexen Schadenslagen die Zusammenarbeit der Organisationen zu erleichtern und die Risiken für Einsatzkräfte und Zivilbevölkerung zu minimieren, haben wir mit Expertinnen und Experten aus dem Bevölkerungsschutz und der Luftfahrt praxisnahe und rechtssichere Handlungsempfehlungen zum sicheren Drohneneinsatz erarbeitet.“

  • Ihr wichtigstes Ziel dabei sei es gewesen, dass die vornehmlich ehrenamtlichen Einsatzkräfte im Bevölkerungsschutz das Potenzial dieser Einsatzmittel voll ausschöpfen und sich auf ihre Rettungsaufgaben konzentrieren könnten.

Dabei sollten sie sich auf sorgfältig erarbeitete Mindeststandards zu Rechtsaspekten, Risikomanagement und Ausbildung im Zusammenhang mit den Drohnen stützen können. „Ich bin dankbar und sicher, dass das LBA diese Aufgabe im Sinne des Bevölkerungsschutzes weiterführen wird“, so Tiesler.

Hintergrund zum Einsatz von Drohnen im Bevölkerungsschutz

Drohnen gelten im Bevölkerungsschutz bei vielen BOS zunehmend als etablierte Einsatzmittel, vor allem zur Führungsunterstützung. Die BOS sind für den Betrieb der Drohnen von den Vorschriften des EU-Rechts ausgenommen, müssen aber dennoch die Sicherheitsziele des EU-Luftrechts angemessen berücksichtigen.

  • Dieser Anforderung sollen die EGRED dienen: „Durch die organisationsübergreifende Anwendung der EGRED soll gewährleistet werden, dass Einsatzplanung, -durchführung und -nachbereitung, Aus- und Fortbildung sowie die entsprechenden Übungen bundesweit nach gleichen Mindeststandards erfolgen, um der Sicherheit der Einsätze am Boden und in der Luft Rechnung zu tragen.“

Das BBK hatte die EGRED 2019 erstmals gemeinsam mit Fachleuten aus dem Bevölkerungsschutz und der Luftfahrt als Handreichung für die BOS-Praxis erarbeitet und veröffentlicht. Die Aktualisierung von 2023 (EGRED 2) soll die zwischenzeitlichen tiefgreifenden Änderungen im nationalen und europäischen Recht berücksichtigen.

Weitere Informationen zum Thema:

Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
Das BBK

Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
Neuausrichtung des BBK

Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
Leitung des BBK

Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, 18.12.2023
EGRED 2: Mehr Sicherheit beim Einsatz von Drohnen

LBA Luftfahrt-Bundesamt
Drohnen

LBA Luftfahrt-Bundesamt
EGRED 2

LBA Luftfahrt-Bundesamt
„BOS-Standardszenarien“ (BOS-STS)

datensicherheit.de, 17.11.2025
Drohnen-Erkennung und -Lokalisierung mittels intelligenter Sensordatenfusion / Drohnen lassen sich, wenn sie noch nicht in Sicht-, aber in Hörreichweite sind, dank intelligenter Sensordatenfusion erkennen und lokalisieren

datensicherheit.de, 20.10.2025
Künftig einfacher und sicherer: Neue C1-Klasse eröffnet Handwerk erweiterte Chancen beim Drohneneinsatz / Wärmebild-Drohnen können fortan einfacher und rechtssicher eingesetzt werden – C1-Klassifizierung senkt Hürden für deren Einsatz zur Dachinspektion, PV-Prüfung und Energieberatung

datensicherheit.de, 26.08.2025
Drohnenpiloten sollten allgemeine und spezielle Regelungen vorab kennen und vor Ort beachten / „Drohnen-Camp.de“ hat eine aktuelle Übersicht über europäische Urlaubsländer mit den dort geltenden wichtigsten Regeln veröffentlicht

]]>
https://www.datensicherheit.de/drohnen-bevoelkerungsschutz-lba-fortsetzung-pionierarbeit-bbk/feed 0
Bundesweiter Warntag 2025: BBK zieht erste positive Bilanz https://www.datensicherheit.de/bundesweiter-warntag-bbk-erste-positive-bilanz https://www.datensicherheit.de/bundesweiter-warntag-bbk-erste-positive-bilanz#respond Sun, 14 Sep 2025 17:24:09 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=50142 Der „Bundesweite Warntag“ soll jedes Jahr am zweiten Donnerstag im September stattfinden und hat laut Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) das Ziel, die verschiedenen Warnkanäle in Deutschland zu testen und die Bevölkerung für Warnung und Eigenvorsorge zu sensibilisieren

[datensicherheit.de, 14.09.2025] Der „Bundesweite Warntag“ soll jedes Jahr am zweiten Donnerstag im September stattfinden und hat laut dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) das Ziel, die verschiedenen Warnkanäle in Deutschland zu testen und die Bevölkerung für Warnung und Eigenvorsorge zu sensibilisieren. Das BBK hat den diesjährigen, den fünften bisherigen „Bundesweiten Warntag“ am 11. September 2025 in einer Bilanz als „positiv“ bewertet. Bund, Länder und Kommunen hatten gemeinsam ihre Warnsysteme für Krisen- und Katastrophenfälle erprobt.

bbk-ralph-tiesler

Foto: © Schacht

Ralph Tiesler: Wir haben gezeigt, dass unser Bundeswarnsystem und die angeschlossenen Kanäle funktionieren und haben Millionen von Menschen erreicht

Bürger konnten Warnmeldung aus dem Bundeswarnsystem über zahlreiche Kanäle empfangen

Am fünften „Bundesweiten Warntag“ wurden in ganz Deutschland wieder die Warnsysteme für Krisen- und Katastrophenfälle erprobt. Hierzu wurde um 11 Uhr eine Probewarnung ausgelöst – und um 11.45 Uhr folgte die Entwarnung über die meisten Warnkanäle.

Die Bürger konnten die Warnmeldung aus dem Bundeswarnsystem über zahlreiche Kanäle empfangen – darunter Fernsehen, Radio, Smartphones, „Cell Broadcast“, Warn-Apps sowie digitale Stadtinformationstafeln. Zusätzlich kamen vielerorts Sirenen und weitere lokale Warnkanäle wie Lautsprecherwagen zum Einsatz.

Partner liefern Warnungen, die täglich problemlos über das Bundeswarnsystem laufen

Der BBK-Präsident, Ralph Tiesler, kommentierte im Anschluss: „Nach ersten Erkenntnissen war der heutige fünfte ,Bundesweite Warntag’ erfolgreich. Wir haben gezeigt, dass unser Bundeswarnsystem und die angeschlossenen Kanäle funktionieren und haben Millionen von Menschen erreicht. Die Arbeit und Investitionen der vergangenen Jahre haben sich gelohnt. Wir werten nun die Rückmeldungen aller Beteiligten und auch aus der Bevölkerung aus, um gezielt Optimierungen vorzunehmen. Denn wir werden die Warnsysteme weiterentwickeln – etwa mit der zentralen Auslösung der Sirenen, einer Entwarnungsfunktion für ,Cell Broadcast’ und der Integration weiterer neuer Technologien, um den bestehenden Warnmix zu ergänzen.“

Der BBK-Vizepräsident, Dr. René Funk, ergänzte: „Die Warnkette hat heute wie vorgesehen gearbeitet. Entscheidend ist nun für uns, die technischen Messwerte mit den Erfahrungen aus Ländern und Kommunen sowie den Rückmeldungen der Bürgerinnen und Bürger abzugleichen. Ich danke den Ländern, Kommunen und Warnmultiplikatoren sowie allen unseren weiteren Partnern – von den Mobilfunknetzbetreibern bis hin zu Partnerbehörden, Unternehmen und technischen Dienstleistern. Sie machen nicht nur diese Erprobung zum ,Bundesweiten Warntag’ gemeinsam mit uns möglich, sondern auch die Warnungen, die täglich problemlos über das Bundeswarnsystem laufen.“

BBK arbeitet bundesweit mit 59 „Warnmultiplikatoren“ zusammen

Die Probewarnung wurde in diesem Jahr demnach an sechs Warn-Apps (inkl. Warn-App „NINA“) und rund 8.700 Stadtinformationstafeln ausgesteuert. Außerdem arbeite das BBK mit 59 sogenannten Warnmultiplikatoren zusammen. „Dahinter verbergen sich beispielsweise Rundfunk- und Fernsehanstalten, die ebenfalls die Probewarnung erhalten und an ihre Nutzerinnen und Nutzer weitergegeben haben.“

Die Online-Umfrage für die Bevölkerung läuft: Auch in diesem Jahr bittet das BBK die Bevölkerung, ihre Erfahrungen bis zum 18. September 2025 unter auf der Website „warntag-umfrage.de“ mitzuteilen. Die Ergebnisse sollen dann wissenschaftlich ausgewertet werden und in die weitere Optimierung der Warnsysteme einfließen .

Weitere Informationen zum Thema:

Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
Wie funktioniert der deutsche Bevölkerungsschutz­?

Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
Leitung des BBK

warntag-umfrage.de
Umfrage zum Bundesweiten Warntag 2025 / Zum Bundesweiten Warntag 2025 bitten wir um Ihr Feedback. An dieser Stelle können Sie uns ab dem 11.09.2025 um 11:00 Uhr Ihre Erfahrungen und Wahrnehmungen zum Warntag mitteilen. Vielen Dank!

datensicherheit.de, 05.09.2025
Bundesweiter Warntag 2025: Systemtest für Bund, Länder und Kommunen am 11. September / Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe wird am 11. September 2025 gegen 11 Uhr über das Modulare Warnsystem des Bundes die diesjährige bundesweite Probewarnung auslösen

datensicherheit.de, 03.04.2025
Litfaßsäule 4.0: Resiliente Krisenkommunikation in Darmstadt / Die energieautarke „Litfaßsäule 4.0“ soll Menschen in den Städten auch im Krisenfall weiterhin informieren

datensicherheit.de, 13.09.2024
Lokal angepasste Warnkonzepte: Leitfaden für Praktiker der Warnung vorgestellt / Warn-Leitfaden als Ergebnis der Zusammenarbeit des BBK mit Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg sowie den lokalen Feuerwehren der Städte Ludwigshafen und Mannheim

datensicherheit.de, 08.12.2023
Taxi-Dachmonitore: BBK richtet neuen Kommunikationsweg für Warnungen ein / Bund, Länder und Kommunen können nun auch Taxi-Dachmonitore nutzen, um die Bevölkerung zu warnen

datensicherheit.de, 23.02.2023
Cell Broadcast endgültig im Wirkbetrieb / Cell Broadcast laut BBK als weiteres Warnmittel etabliert

]]>
https://www.datensicherheit.de/bundesweiter-warntag-bbk-erste-positive-bilanz/feed 0
Bundesweiter Warntag 2025: Systemtest für Bund, Länder und Kommunen am 11. September https://www.datensicherheit.de/bundesweiter-warntag-2025-systemtest-bund-laender-kommunen-11-september https://www.datensicherheit.de/bundesweiter-warntag-2025-systemtest-bund-laender-kommunen-11-september#respond Thu, 04 Sep 2025 23:27:32 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=49986 Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe wird am 11. September 2025 gegen 11 Uhr über das Modulare Warnsystem des Bundes die diesjährige bundesweite Probewarnung auslösen

[datensicherheit.de, 05.09.2025] Der „Bundesweite Warntag“ findet jährlich am zweiten Donnerstag im September statt und hat laut Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) zum Ziel, die verschiedenen Warnsysteme in Deutschland zu testen und die Bevölkerung für Warnung und Eigenvorsorge zu sensibilisieren. Somit wird das BBK am 11. September 2025 gegen 11 Uhr über das „Modulare Warnsystem des Bundes“ (MoWaS) die diesjährige bundesweite Probewarnung auslösen.

bbk-warnzentrale

Foto: BBK

BBK-Warnzentrale in Bereitschaft

Viele Kommunen werden am „Bundesweiten Warntag 2025“ ergänzend ihre eigenen Warnmittel erporben

Die Probewarnung wird demnach an alle angeschlossenen Warnmultiplikatoren wie Rundfunk- und Fernsehsender, digitale Anzeigetafeln, Warn-Apps sowie „Cell Broadcast“ weitergeleitet und soll so Millionen Menschen in Deutschland erreichen.

  • Viele Kommunen testen laut BBK ergänzend ihre eigenen Warnmittel wie Sirenen oder Lautsprecherwagen.

Gegen 11.45 Uhr soll dann eine bundesweite Entwarnung erfolgen – mit Ausnahme vom „Cell Broadcast“-System, da darüber bisher ausschließlich Warnungen versendet würden.

„Bundesweiter Warntag“ – ein gemeinsamer Test von Staat und Gesellschaft

„Eine effektive Warnung geht über technische Funktionalitäten hinaus. Damit Warnung ankommt und verstanden wird, brauchen wir die Bevölkerung an unserer Seite: Ihre Rückmeldungen nach dem Warntag sind für uns ein zentraler Bestandteil der Auswertung!“, betont der BBK-Präsident, Ralph Tiesler.

  • Nur wenn die Bürger ihre eigenen Erfahrungen mit den verschiedenen Warnmitteln einbrächten, könnten sie das System gezielt weiterentwickeln und für den Ernstfall noch verständlicher und verlässlicher machen. „Der Warntag ist deshalb ein gemeinsamer Aktionstag – von Staat und Gesellschaft.“

BBK-Vizepräsident Dr. René Funk ergänzt: „Der ,Bundesweite Warntag’ ist unser ,Stresstest unter Volllast’: Wir prüfen die gesamte Übermittlungskette von der Auslösung bis zum Endgerät. Entscheidend ist dabei die enge Zusammenarbeit von Bund, Ländern, Kommunen und Warnmultiplikatoren – und das Zusammenspiel der unterschiedlichen Warnkanäle, die Millionen Menschen gleichzeitig erreichen.“

Bürgerbeteiligung zur Auswertung über Online-Umfrage erbeten

Begleitend soll am „Bundesweiten Warntag 2025“ direkt um 11 Uhr eine Online-Umfrage gestartet werden, „bei der Bürgerinnen und Bürger ihre Erfahrungen mit den verschiedenen Warnkanälen melden können“.

  • Die Ergebnisse sollen zusammen mit der technischen Auswertung in die Weiterentwicklung des Warnsystems einfließen.

Die Teilnahme ist laut BBK bis zum 18. September 2025 möglich auf der Website „warntag-umfrage.de“.

Weitere Informationen zum Thema:

Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
Wie funktioniert der deutsche Bevölkerungsschutz­?

Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
Leitung des BBK

warntag-umfrage.de
Umfrage zum Bundesweiten Warntag 2025 / Zum Bundesweiten Warntag 2025 bitten wir um Ihr Feedback. An dieser Stelle können Sie uns ab dem 11.09.2025 um 11:00 Uhr Ihre Erfahrungen und Wahrnehmungen zum Warntag mitteilen. Vielen Dank!

datensicherheit.de, 03.04.2025
Litfaßsäule 4.0: Resiliente Krisenkommunikation in Darmstadt / Die energieautarke „Litfaßsäule 4.0“ soll Menschen in den Städten auch im Krisenfall weiterhin informieren

datensicherheit.de, 13.09.2024
Lokal angepasste Warnkonzepte: Leitfaden für Praktiker der Warnung vorgestellt / Warn-Leitfaden als Ergebnis der Zusammenarbeit des BBK mit Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg sowie den lokalen Feuerwehren der Städte Ludwigshafen und Mannheim

datensicherheit.de, 08.12.2023
Taxi-Dachmonitore: BBK richtet neuen Kommunikationsweg für Warnungen ein / Bund, Länder und Kommunen können nun auch Taxi-Dachmonitore nutzen, um die Bevölkerung zu warnen

datensicherheit.de, 23.02.2023
Cell Broadcast endgültig im Wirkbetrieb / Cell Broadcast laut BBK als weiteres Warnmittel etabliert

]]>
https://www.datensicherheit.de/bundesweiter-warntag-2025-systemtest-bund-laender-kommunen-11-september/feed 0
Lokal angepasste Warnkonzepte: Leitfaden für Praktiker der Warnung vorgestellt https://www.datensicherheit.de/lokal-anpassung-warnkonzepte-leitfaden-praktiker-warnung-vorstellung https://www.datensicherheit.de/lokal-anpassung-warnkonzepte-leitfaden-praktiker-warnung-vorstellung#respond Thu, 12 Sep 2024 22:02:03 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=45323 Warn-Leitfaden als Ergebnis der Zusammenarbeit des BBK mit Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg sowie den lokalen Feuerwehren der Städte Ludwigshafen und Mannheim

[datensicherheit.de, 13.09.2024] Im Vorfeld des diesjährigen „Bundesweiten Warntags“ am 12. September 2024 hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) gemeinsam mit seinen Partnern den Leitfaden „Lokale Warnkonzepte“ vorgestellt, welcher demnach „wichtige Informationen und Empfehlungen für Praktikerinnen und Praktiker der Warnung“ bieten soll. Dieser Leitfaden sei das Ergebnis einer Zusammenarbeit des BBK mit den Ländern Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg sowie den lokalen Feuerwehren der Städte Ludwigshafen und Mannheim.

bbk-leitfaden-erstellung-lokale-warnkonzepte-2024

Abbildung: BBK

Lokale Warnkonzepte: Leitfaden zum Erstellen lokaler Warnkonzepte im Bevölkerungsschutz mit Beispielen aus Mannheim und Ludwigshafen am Rhein

Leitfaden „Lokale Warnkonzepte“ am 9. September 2024 vorgestellt

Laut BBK trafen sich am 9. September 2024 Ralph Tiesler (BBK-Präsident), Jutta Steinruck (Oberbürgermeisterin Ludwigshafens), Dr. Volker Proffen (Bürgermeister und Sicherheitsdezernent Mannheims) sowie Daniel Stich (Staatssekretär des Ministeriums des Innern und für Sport in Rheinland-Pfalz) im „Führungs- und Lagezentrum“ in Ludwighafen zusammen, um den Leitfaden „Lokale Warnkonzepte“ vorzustellen.

Dieser sei das Ergebnis einer bereits lange bestehenden Zusammenarbeit zwischen dem BBK, den Ländern Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg und den lokalen Feuerwehren der Städte Ludwigshafen und Mannheim. Der Leitfaden zum Erstellen lokaler Warnkonzepte biete wichtige Informationen und Erkenntnisse aus vergangenen Jahren sowie viele Tipps und Empfehlungen, welche Praktiker der Warnung dabei unterstützen sollten, ein eigenes regional angepasstes Warnkonzept zu entwickeln.

Neben individuellen Konstellationen gebe es jedoch Grundlagen und Elemente, welche in jedem Warnkonzept enthalten sein sollten. Diese Grundlagen werden laut BBK im nun vorliegenden Leitfaden strukturiert erläutert.

Für eine effektive Warnung reicht es nicht, sich ausschließlich auf die technischen Aspekte zu fokussieren!

BBK-Präsident Tiesler kommentiert: „Ob eine Warnung wirksam ist, zeigt erst die Reaktion darauf. Um eine effektive Warnung zu gewährleisten, reicht es nicht, sich ausschließlich auf die technischen Aspekte zu fokussieren. Ich bin davon überzeugt, dass wir hier eine wichtige Handreichung entwickelt haben, die uns unserem Ziel näherbringt, in Krisen und Notfällen so warnen zu können, dass wir möglichst viele Menschen erreichen – sowohl technisch als auch inhaltlich.“ Er würde sich sehr freuen, wenn der Leitfaden in vielen weiteren Kommunen bekannt wird, welche dann aus den hier gemachten Erfahrungen ihre Schlüsse für sich ziehen könnten.

„Es ist eine wichtige und anspruchsvolle Aufgabe, den Schutz und die Sicherheit für Hundertausende von Menschen zu gewährleisten, die sich in den Nachbarstädten Ludwigshafen und Mannheim befinden“, betont Ludwigshafens Oberbürgermeisterin Steinruck. Im vertrauten und über mehrere Jahrzehnte gewachsenen Zusammenspiel beider Kommunen gelinge dies zum Wohl aller über Stadt- und Landesgrenzen hinweg. Dabei würden die Mittel kontinuierlich optimiert, mit denen die Bevölkerung etwa bei Großschadenslagen Informationen und wichtige Handlungsanweisungen erhalte: „Nur wer informiert ist, kann sich und andere schützen beziehungsweise sich und anderen helfen.“

„Für die Städte Mannheim und Ludwigshafen ist eine reibungslose und enge Zusammenarbeit besonders wichtig, da unter anderem durch die ansässigen Störfallbetriebe das Gefahrenpotenzial sehr hoch ist. Daher bin ich froh, dass zahlreiche Einsatzlagen in den vergangenen Jahren bestätigt haben, wie gut die Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Städten funktioniert und man sich aufeinander verlassen kann“, betont Mannheimer Bürgermeister und Sicherheitsdezernent Dr. Proffen. Zusammen hätten sie eine gute Warnmittelzusammenstellung etabliert, „die es uns im Gefahrenfall ermöglicht, schnell und zielgerichtet zu warnen – auch über Stadtgrenzen hinaus“.

„Das Zusammenspiel von Bund, Ländern und Kommunen im Bevölkerungsschutz ist von größter Bedeutung. Dabei gilt es, auf lokale Besonderheiten einzugehen und die Warnkonzepte an die speziellen Herausforderungen vor Ort anzupassen“, so Staatssekretär Stich. Das lokale Warnkonzept in Ludwigshafen und Mannheim zeige, wie das gemeinsame Warnkonzept von Bund und Ländern nachhaltig und dauerhaft in bestehende lokale Strukturen eingebettet werden könne. Die interkommunale und länderübergreifende Zusammenarbeit in diesem Projekt sei vorbildlich.

Staatssekretär Thomas Blenke, Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen Baden-Württemberg unterstreicht: „Wir müssen Menschen in Gefahrenlagen bestmöglich schützen. Mit dem Projekt tun wir genau das. Und noch etwas macht das Projekt ganz besonders: Mit den Städten Mannheim und Ludwigshafen haben wir unsere gelebte, länderübergreifende Zusammenarbeit weiter gestärkt, die für beide Städte in der Metropolregion Rhein-Neckar schon lange gelebte Praxis ist und beispielhaft ist.“ Mit dem Leitfaden hätten die Kommunen nun eine gute Grundlage, auf der sie aufbauen können, um ihre eigenen, lokalen Warnkonzepte auf den Weg zu bringen.

Lokale Bevölkerung als Ankerpunkt für die Warnung

Seit 2016 arbeiteten Bund und Länder gemeinsam in dem EU-geförderten Projekt „Warnung der Bevölkerung“ zusammen – mit dem Ziel, die Warnung in Deutschland zu verbessern. Hierzu würden vor allem auch sozialwissenschaftliche Perspektiven berücksichtigt werden. Demnach stehe die Effektivität einer Warnung im direkten Zusammenhang mit den Erwartungs- und Handlungshorizonten der jeweiligen „Communities“ vor Ort, aber auch der Schnittstellenarbeit auf kommunaler, wie Länder- und Bundesebene.

Die Metropolregion Rhein-Neckar stehe dabei exemplarisch für eine Länder, Behörden und Akteure übergreifende Zusammenarbeit. Die Nähe der beiden Städte Mannheim und Ludwigshafen, zwar in unterschiedlichen Ländern gelegen, aber direkt aneinandergrenzend, fordere ein Warnkonzept, welches eben „nicht an Ländergrenzen stoppt“, sondern auf den lokalen Begebenheiten aufbaue. In den vergangenen Jahren seien so kontinuierlich Erfahrungen geteilt und „Best Practices“ ausgetauscht, fortgeführt und etabliert worden.

Weitere Informationen zum Thema:

Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe & WARNUNG DER BEVÖLKERUNG Ein Bund-Länder-Projekt
Lokale Warnkonzepte: Leitfaden zum Erstellen lokaler Warnkonzepte im Bevölkerungsschutz mit Beispielen aus Mannheim und Ludwigshafen am Rhein

Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe BBK, 23.05.2024
Neuer Leitfaden: „Lokale Warnkonzepte“ / Praxisnahe Unterstützung für Behörden

Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe BBK
Warnung in Deutschland

WARNUNG DER BEVÖLKERUNG Ein Bund-Länder-Projekt
ISF Bund-Länder-Projekt Warnung der Bevölkerung

]]>
https://www.datensicherheit.de/lokal-anpassung-warnkonzepte-leitfaden-praktiker-warnung-vorstellung/feed 0
Krisenmanagement in Deutschland: LÜKEX 23 brachte laut BBK neue Erkenntnisse https://www.datensicherheit.de/krisenmanagement-in-deutschland-luekex-23-brachte-laut-bbk-neue-erkenntnisse https://www.datensicherheit.de/krisenmanagement-in-deutschland-luekex-23-brachte-laut-bbk-neue-erkenntnisse#respond Fri, 07 Jun 2024 13:32:40 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=44837 BBK hat Auswertungsbericht der „Länder- und Ressortübergreifenden Krisenmanagementübung / Exercise LÜKEX 23“ vorgelegt

[datensicherheit.de, 07.06.2024] Wie der Staat bei einem großangelegten Cyber-Angriff auf seine Institutionen handlungsfähig bleibt, stand im Fokus der bundesweiten Übung „LÜKEX“ im Herbst 2023 – über 60 Ministerien, Behörden und weitere Beteiligte haben demnach die Aufrechthaltung der Staats- und Regierungsfunktionen trainiert. Darauf aufbauende Erkenntnisse für die gemeinsame Krisenbewältigung hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in einem Auswertungsbericht der „LÜKEX 23“ publiziert.

bbk-auswertungsbericht-luekex-23

Foto: BBK

Das BBK hat den Auswertungsbericht zur „LÜKEX 23“ vorgelegt

BBK hatte LÜKEX 23 koordiniert und gemeinsam mit den Partnern bis ins Detail vorbereitet

Laut BBK haben Ende September 2023 in der „Länder- und Ressortübergreifenden Krisenmanagementübung / Exercise LÜKEX 23“ über 2.500 Personen von Bund, Ländern und anderen Organisationen den Ernstfall einer bundesweiten Cyber-Krise und die Auswirkungen auf die Handlungsfähigkeit des Staates geübt.

Das BBK habe diese Übung koordiniert und gemeinsam mit den Partnern bis ins Detail vorbereitet. Anhand eines fiktiven IT-Angriffs hätten die beteiligten Behörden und Organisationen trainiert, „wie sie in einer IT-Krise am besten zusammenarbeiten und untereinander kommunizieren, um gemeinsame Entscheidungen zu treffen“.

BBK koordinierte zentral die gemeinsame Auswertung der LÜKEX 23 mit allen übenden Stellen

„Die Krisen der vergangenen Jahre haben uns vor Augen geführt, dass die Ebenen und ressortübergreifende Zusammenarbeit noch weiter ausgebaut werden muss – insbesondere im Ereignisfall kommt es auf ein eingespieltes Krisenmanagement an, kommentiert BBK-Präsident Ralph Tiesler. Insofern biete die „LÜKEX“ eine ideale Möglichkeit, die eigenen Krisenmanagementstrukturen zu erproben und daraus Lehren für den Ernstfall zu ziehen.

Das BBK habe zentral die gemeinsame Auswertung der „LÜKEX 23“ mit allen übenden Stellen koordiniert. Die Auswertung der Übung habe gezeigt, dass vieles bereits gut funktioniere, zugleich aber auch weiter Prozesse gestärkt und optimiert werden müssten. Folgende Schlussfolgerungen wurden laut BBK gezogen:

  • Die Behörden müssen noch vorausschauender planen und genauer festlegen, welche Prozesse und Aufgaben in einer Krise priorisiert werden.
  • Die technischen Voraussetzungen zur Kommunikation von wichtigen und vertraulichen Informationen sind von großer Bedeutung und müssen bestmöglich vor Cyber-Angriffen geschützt werden.
  • Damit alle Behörden und Ministerien ein möglichst genaues Lageverständnis haben und so bessere strategische Entscheidungen treffen können, benötigen sie ein gemeinsames übergreifendes Lagebild.
  • Für länderübergreifende und bundesweite Krisen werden Strukturen benötigt, die dauerhaft zur Verfügung stehen, um das Krisenmanagement schnell und effektiv zwischen allen Beteiligten koordinieren zu können.
  • Die bestehenden Netzwerke zwischen dem Krisenmanagement im Bevölkerungsschutz und den beteiligten IT-Behörden und -Dienstleistern auf Bundes- und Landesebene wurden gefestigt und werden weiter ausgebaut.
  • Krisen der Gegenwart werden immer komplexer und können nur durch routiniertes und entschlossenes Handeln gemeistert werden. Dafür müssen sich alle beteiligten Organisationen ihrer Rolle innerhalb des gesamtstaatlichen Krisenmanagements bewusst sein und ihr Personal dazu befähigen, entsprechende Aufgaben effektiv zu erfüllen.
  • Die Übungsserie „LÜKEX“ hat sich bewährt. Seit Jahren werden bereichsübergreifend wichtige Kontakte geknüpft, Kompetenzen gestärkt und Fachkenntnisse ausgetauscht. Um zukünftig noch wirksamer zur Stärkung des nationalen Krisenmanagements beizutragen, muss auch die Übung selbst weiterentwickelt werden.

Die im Auswertungsbericht formulierten Handlungsempfehlungen sollen nun in der jeweiligen Verantwortung der beteiligten Stellen umgesetzt werden.

Weitere Informationen zum Thema:

Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
LÜKEX 23 – Cyberangriff auf das Regierungshandeln

]]>
https://www.datensicherheit.de/krisenmanagement-in-deutschland-luekex-23-brachte-laut-bbk-neue-erkenntnisse/feed 0
NINA liefert seit 1. Februar 2024 regionale Hochwasser-Informationen https://www.datensicherheit.de/nina-lieferung-1-februar-2024-region-hochwasser-informationen https://www.datensicherheit.de/nina-lieferung-1-februar-2024-region-hochwasser-informationen#respond Thu, 15 Feb 2024 15:26:46 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=44143 Smartphones mit installierter Warn-App NINA erhalten Benachrichtigungen, wenn für die ausgewählte Region eine Hochwasser-Information herausgegeben wird

[datensicherheit.de, 15.02.2024] Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) teilt in einer aktuellen Meldung mit, dass über die Warn-App „NINA“ nun geographisch genauere Hochwasser-Informationen zur Verfügung stehen. Bisher seien diese jeweils für das ganze Bundesland ausgegeben worden, seit dem 1. Februar 2024 sind demnach nun regionale Informationen möglich. Alle Smartphones mit installierter Warn-App „NINA“ sollen dann eine Benachrichtigung erhalten, wenn für die von den Nutzern ausgewählte Region eine Hochwasser-Information herausgegeben wurde.

bbk-warnung-app-nina-region-hochwasser-information

Abbildung: BBK

NINA: Mit der Warn-App können jetzt regionale Hochwasser-Warnungen empfangen werden

NINA-Darstellung hydrologischer optimiert

Nutzer der Warn-App „NINA“ können laut BBK fortan regionale Hochwasser-Informationen erhalten – somit geographisch präzisere Informationen zu Hochwasser bzw. drohendem Hochwasser in ihrer Gegend. Hierzu sei insbesondere bei „NINA“ die Darstellung hydrologischer Daten optimiert worden. Bislang seien damit die Hochwasser-Informationen der Landes-Hochwasserzentralen für das gesamte Bundesland ausgegeben worden – „auch wenn nur einzelne Bereiche davon betroffen waren“.

Nunmehr werden auf die jeweilige Region bezogene Hochwasser-Informationen bereitgestellt: „Die herausgebenden Landesämter und -anstalten können diese Hochwasser-Informationen wahlweise für Fluss-Einzugsgebiete bzw. Fluss-Abschnitte innerhalb ihres Bundeslandes oder für ihre Landkreise herausgeben.“ Unberührt davon könnten die zuständigen Gefahrenabwehr- und Katastrophenschutz-Behörden weiterhin Bevölkerungs-Schutzwarnungen vor Hochwasser herausgeben, welche ebenfalls in „NINA“ enthalten seien.

Hochwasserwarnungen erhalten: Bei NINA-Einstellungen muss Funktion aktiviert werden

„Alle Smartphones mit installierter Warn-App ,NINA’ erhalten eine Benachrichtigung, wenn für das ausgewählte Gebiet eine Hochwasser-Information herausgegeben wurde.“ Hierzu müssten Nutzer entweder den aktuellen Standort abonnieren und sich im Einzugsgebiet befinden – „oder sie erhalten eine Benachrichtigung zu einer Hochwasser-Information für einen abonnierten Ort, wenn dieser im Einzugsgebiet liegt“. Wichtig ist dabei laut BBK, dass in den Einstellungen der App die Funktion „Hochwasserwarnungen erhalten“ aktiviert ist.

„Wir entwickeln die Warn-App ,NINA’ kontinuierlich weiter und passen sie auf neue Bedarfe oder technische Neuerungen an“, betont BBK-Präsident Ralph Tiesler. Dabei berücksichtigten sie auch immer die Rückmeldung aus der Bevölkerung, wie in diesem Fall: „Der Wunsch nach einer genaueren Information zu Hochwasser-Gefahren war groß. Ich bin froh, dass wir gemeinsam mit allen beteiligten Akteuren eine gute Lösung gefunden haben, die den Schutz vor Gefahren verbessert und damit das Vertrauen der Bevölkerung in unsere Systeme stärkt.“

NINA zeigt automatisch Hochwasser-Informationen des Länderübergreifenden Hochwasserportals an

Im Hochwasserfall oder bei drohendem Hochwasser würden Landesämter oder -anstalten für Umwelt oftmals fortlaufend hydrologische Lageberichte bzw. Hochwasser-Informationen auf ihren Hochwasser-Portalen veröffentlichen. Diese enthielten zumeist detaillierte Informationen zur jeweiligen Hochwasser-Gefahr der einzelnen Einzugsgebiete. Die deutschen Landesämter oder -anstalten für Umwelt seien an das „Länderübergreifende Hochwasserportal“ (LHP) angeschlossen.

Hinzu kämen das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie als Herausgeber für Sturmflut-Warnungen an den Nord- und Ostseeküsten sowie die Hochwasser-Warn- und -Vorhersagedienste der Anrainerstaaten Frankreich, Luxemburg, Schweiz und Tschechien. Das LHP bündele diese Hochwasser-Informationen und bilde in aktuellen Lagekarten die Gesamtsituation ab. Um nun eine große Reichweite der Informationen zu erzielen, zeige „NINA“ automatisch die Hochwasser-Informationen des LHP an – ebenso die „WarnWetter“-App des DWD.

Weitere Informationen zum Thema:

LHP Länderübergreifendes Hochwasser Portal
Aktuelle Hochwassersituation

BBK Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
Warnung in Deutschland

]]>
https://www.datensicherheit.de/nina-lieferung-1-februar-2024-region-hochwasser-informationen/feed 0
Taxi-Dachmonitore: BBK richtet neuen Kommunikationsweg für Warnungen ein https://www.datensicherheit.de/taxi-dachmonitore-bbk-warnungen https://www.datensicherheit.de/taxi-dachmonitore-bbk-warnungen#respond Fri, 08 Dec 2023 07:21:56 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=43909 Bund, Länder und Kommunen können nun auch Taxi-Dachmonitore nutzen, um die Bevölkerung zu warnen

[datensicherheit.de, 08.12.2023] Laut einer aktuellen Meldung des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) sollen fortan im Krisenfall auf den Taxi-Dachmonitoren der Firma UZE Mobility lokal angepasste Warnungen ausgespielt werden. Diese Monitore seien ebenso wie weitere Warnmittel an das vom BBK betriebene Modulare Warnsystem (MoWas) angeschlossen. „Sie ergänzen damit den sogenannten Warnmittelmix.“

Taxi-Dachmonitore als Ergänzung im Warnmittelmix

Die Option, Warnungen über Taxi-Dachmonitore abzuspielen, stelle eine weitere Ergänzung im sogenannten Warnmittelmix dar. „Verschiedene Warnmittel sind an das vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) betriebene Modulare Warnsystem (MoWas) angeschlossen, mit dessen Hilfe in Krisensituationen die Bevölkerung unmittelbar gewarnt werden kann.“ Zum bereits bestehenden Warnmittelmix gehören demnach neben Sirenen unter anderem auch „Cell Broadcast“, die Warn-App „NINA“ sowie Radio und Fernsehen.

Dabei eigneten sich die Dachmonitore der knapp 600 mit UZE-Technologie ausgestatteten Taxis, da diese eine lokal angepasste Warnung erlaubten. So könne gewährleistet werden, „dass die Bevölkerung vor Ort auf dem schnellstmöglichen Weg informiert und aufgeklärt werden kann“. Das Unternehmen UZE Mobility stelle das Warnmittel unter anderem in den Städten Berlin, Frankfurt am Main, München, Düsseldorf, Köln, Bremen und Hamburg zur Verfügung.

Ursprünglich dienten Taxi-Monitore für Werbung

„Die jüngst beschlossene Vereinbarung mit UZE Mobility stellt einen weiteren wichtigen Baustein in der Warnung und Information der deutschen Bevölkerung dar. Unsere Stärke liegt darin, viele verschiedene Warnmittel zu nutzen, um möglichst viele Menschen in den unterschiedlichsten Lebenssituationen zu erreichen“, erläutert hierzu BBK-Präsident Ralph Tiesler, und betont: „Diesen Warnmittelmix bauen wir kontinuierlich aus.“

Dr. Dr. Ing. Alexander N. Jablovski, Geschäftsführer von UZE Mobility, ergänzt: „Dank unserer Sensortechnologie können wir auf unseren Taxi-Dachmonitoren gezielt lokal angepasste Warnungen in Echtzeit an die Bevölkerung übermitteln.“ Ursprünglich hätten ihre Monitore auf den Taxis für Werbung gedient, welche sich der Umgebung oder der Wetterlage anpassen könne. Der Einsatz ihrer Dachmonitore als Warnmittel unterstreiche die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten ihrer Sensortechnologie.

Einsatz der Taxi-Monitore im Verteidigungsfall, Katastrophenschutz und zur Allgemeinen Gefahrenabwehr

Eine Warnung helfe der Bevölkerung, direkt auf eine konkrete Katastrophe zu reagieren, „indem beispielsweise augenblicklich Schutz gesucht werden kann“. Daher würden die vom Bund bereitgestellten Warnsysteme kontinuierlich überprüft, erweitert und ausgebaut. „Am jährlichen Bundesweiten Warntag werden diese Systeme generell überprüft, um auch weiterhin ihre Funktionsfähigkeit zu gewährleisten“, so das BBK.

Der Bund sei zuständig für den Schutz der Bevölkerung vor Gefahren und Risiken, welche im sogenannten Verteidigungsfall drohen. Hierzu würden Bund und Länder in einem solchen Fall die Bevölkerung warnen. Zu diesem Zweck betreibe der Bund mit dem MoWaS eine Warninfrastruktur für die Warnung der Bevölkerung. Diese stelle er den Ländern und Kommunen für die Warnung zur Verfügung, so dass die Bürger über den an MoWaS angeschlossenen Warnmittelmix nicht nur im Verteidigungsfall, sondern auch vor Gefahren im Bereich des Katastrophenschutzes und der Allgemeinen Gefahrenabwehr gewarnt werden könnten.

Weitere Informationen zum Thema:

Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
MoWaS

]]>
https://www.datensicherheit.de/taxi-dachmonitore-bbk-warnungen/feed 0
LÜKEX 23: Bund und Länder hatten gemeinsam fiktiven Hacker-Angriff zu bewältigen https://www.datensicherheit.de/luekex-23-bund-und-laender-gemeinsamkeit-fiktion-hacker-angriff-bewaeltigung https://www.datensicherheit.de/luekex-23-bund-und-laender-gemeinsamkeit-fiktion-hacker-angriff-bewaeltigung#respond Fri, 29 Sep 2023 19:30:04 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=43532 Am 27. und 28. September 2023 fand die 9. Länder- und Ressortübergreifende Krisenmanagementübung (LÜKEX 23) statt

[datensicherheit.de, 29.09.2023] Am 27. und 28. September 2023 fand nach Angaben der Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) die neunte Länder- und Ressortübergreifende Krisenmanagementübung (LÜKEX 23) statt. Das BBK hat demnach diese Übung koordiniert und wurde bereits bei der Vorbereitung vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) maßgeblich unterstützt. Das Szenario 2023 laut BBK: Die an der Übung beteiligte Bundes- und Landesbehörden sahen sich im Rahmen des fiktiven Szenarios eines Cyber-Angriffs auf das Regierungshandeln mit massiven Störungen ihrer kritischen Geschäftsprozesse konfrontiert. „Sie trainierten anhand dessen nicht nur ihre eigenen Krisenmanagementstrukturen, sondern tauschten sich übergreifend mit anderen Übungsbeteiligten beispielsweise über die sich verschärfende Lageentwicklung aus oder erarbeiteten aufeinander abgestimmte Kommunikationsstrategien.“ Erstmals in der fast 20-jährigen Geschichte der Übungsreihe LÜKEX seien alle Bundesländer beteiligt gewesen.

Rund 2.500 Teilnehmer am Stresstest der LÜKEX 23

„Über 60 Akteure aus Bund, Ländern sowie weiteren Organisationen und damit insgesamt rund 2.500 Personen haben teilgenommen und sich auf diesen Stresstest eingelassen“, berichtet der BBK-Präsident, Ralph Tiesler, in seiner aktuellen Stellungnahme. Das sei eine Rekordbeteiligung und ein großer Erfolg. Er selbst sei Teil des im Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) eingerichteten Krisenstabs gewesen und habe sich unmittelbar in die Krisenbewältigung einbringen können.

Tiesler führt weiter aus: „Nicht nur meine Eindrücke sind noch sehr frisch und nach den intensiven Übungstagen werden wir nun die bisherigen Planungen und Umsetzungen gründlich analysieren und auswerten.“ Die bei der LÜKEX 23 gewonnenen Erkenntnisse sollten dazu beitragen, „dass Bund und Länder auch bei zukünftigen Herausforderungen handlungsfähig bleiben. Er appelliert: „Wir wollen die Impulse nutzen, das ressortübergreifende Krisenmanagement gezielt weiterzuentwickeln.“

Auswertungsphase und Prozess zur Sicherung der Nachhaltigkeit der LÜKEX 23 gestartet

Das BBK koordiniere nun zentral die gemeinsame Auswertung der LÜKEX 23 mit allen übenden Stellen. Bereits während der Planung, Vorbereitung und vor allem bei der Erarbeitung des Drehbuchs seien erste Erkenntnisse gewonnen und dokumentiert worden. Schon jetzt zeige sich, „dass die bestehenden Netzwerke zwischen dem Krisenmanagement im Bevölkerungsschutz und den beteiligten IT-Behörden und -Dienstleistern auf Bundes- und Landesebene gefestigt und ausgebaut werden konnten“.

„Die zentralen Lehren werden nun in einem Auswertungsbericht zusammengefasst.“ Das BBK werde im kommenden Jahr (2024) zudem einen Auswertungsworkshop ausrichten, um sich über konkrete Umsetzungsschritte nach der LÜKEX 23 auszutauschen. Damit sollten die gewonnenen Erkenntnisse nachhaltig das Krisenmanagement weiter stärken.

Beteiligte der LÜKEX 23 unter anderem mit Problemen bei der Wasser- und Stromversorgung konfrontiert

Zentrales Ziel der Übung sei die Aufrechterhaltung der Staats- und Regierungsfunktionen vor dem Hintergrund eines Cyber-Angriffs durch eine Hacker-Gruppierung gewesen. Wichtige staatliche Aufgaben seien dabei einem Stresstest unterzogen worden. Dabei sei deutlich geworden, dass die Aufrechterhaltung unterschiedlicher Funktionen durch wesentliche Faktoren erschwert werde – darunter die hohe Abhängigkeit kritischer Verwaltungsprozesse von Informationstechnik und die Gefahr der schnellen Ausbreitung einer IT-Krise.

So hätten sich die Beteiligten unter anderem mit Problemen bei der Wasser- und Stromversorgung auseinandersetzen müssen und seien wie in echten Krisen damit konfrontiert gewesen, unter Unsicherheit und hohem Druck Entscheidungen treffen zu müssen. Geübt worden sei dabei auch der Umgang mit Desinformation oder die Reaktion auf Drohvideos der Angreifer-Gruppierung.

Übungsreihe LÜKEX soll komplexe Herausforderungen des 21. Jahrhunderts meistern helfen

Vor dem Hintergrund des fiktiven Hacker-Angriffs sei deutlich geworden, „dass Krisen der Gegenwart immer komplexer werden und nur durch routiniertes und geschlossenes Handeln gemeistert werden können“.

Dafür müssen sich alle beteiligten Organisationen laut BBK ihrer Rolle innerhalb des gesamtstaatlichen Krisenmanagements bewusst sein und ihr Personal dazu befähigen, entsprechende Aufgaben effektiv zu erfüllen. Im Rahmen der Übungsserie LÜKEX würden seit Jahren bereichsübergreifend wichtige Kontakte geknüpft, Kompetenzen gestärkt und Fachkenntnisse ausgetauscht.

Weitere Informationen zum Thema:

datensicherheit.de, 26.09.2023
LÜKEX 23: Simulierter Angriff auf das Regierungshandeln / Am 27. und 28. September 2023 findet die neunte Länder- und Ressortübergreifende Krisenmanagementübung (LÜKEX) statt

Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
LÜKEX 23 – Cyberangriff auf das Regierungshandeln

]]>
https://www.datensicherheit.de/luekex-23-bund-und-laender-gemeinsamkeit-fiktion-hacker-angriff-bewaeltigung/feed 0
Cell Broadcast endgültig im Wirkbetrieb https://www.datensicherheit.de/cell-broadcast-wirkbetrieb-23-februar-2023 https://www.datensicherheit.de/cell-broadcast-wirkbetrieb-23-februar-2023#respond Thu, 23 Feb 2023 21:02:28 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=42976 Cell Broadcast laut BBK als weiteres Warnmittel etabliert

[datensicherheit.de, 23.02.2023] Laut einer aktuellen Meldung des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) ist mit der Etablierung von „Cell Broadcast“ als weiteres Warnmittel „ein weiterer wichtiger Schritt zur Stärkung des Bevölkerungsschutzes erreicht“.

Cell Broadcast seit 23. Februar 2023 endgültig im Wirkbetrieb

Nach erfolgreichem Probebetrieb am „Warntag 2022“ sei „Cell Broadcast“ nun am 23. Februar 2023 endgültig in den Wirkbetrieb gegangen:

„Nun können auch alle Lagezentren der Bundesländer eine Warnung über ,Cell Broadcast’ zusätzlich zu den bereits existierenden Warnmitteln auslösen.“ Damit sei ein weiterer wichtiger Schritt zur Stärkung des Bevölkerungsschutzes erreicht worden.

Cell Broadcast als Erweiterung der in Deutschland verwendeten Warnmittel

„Cell Broadcast“ ist demnach eine Warnnachricht, welche direkt auf das Mobiltelefon geschickt wird. Über kein anderes Warnmittel könnten mehr Menschen erreicht werden.

„Cell Broadcast“ stelle somit eine wichtige Erweiterung der in Deutschland verwendeten Warnmittel wie z.B. Sirenen, Radio und Fernsehen, Warn-Apps oder digitale Stadtinformationstafeln dar.

Cell Broadcast: Warnungen nutzen Standardtechnologie des Mobilfunknetzes

Für „Cell Broadcast“-Warnungen werde eine Standardtechnologie des Mobilfunknetzes genutzt: „Handys und Smartphones registrieren sich automatisch in einer sogenannten Funkzelle, über die ein Netzempfang hergestellt wird.“

Der Vorteil dabei sei, dass so alle Personen anonym erreicht werden könnten. Der hierfür erforderliche Datenverkehr werde auch durch ein erhöhtes Aufkommen an Mobilfunk-Gesprächen nicht beeinflusst – „so funktioniert ,Cell Broadcast’ auch in stark ausgelasteten Netzen“.

Weitere Informationen zum Thema:

Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
BBK / Cell Broadcast

datensicherheit.de, 08.12.2022
Warntag 2022: BBK meldet Erfolg / Warnsysteme haben ausgelöst – bundesweit erstmalige Erprobung von Cell Broadcast

]]>
https://www.datensicherheit.de/cell-broadcast-wirkbetrieb-23-februar-2023/feed 0