Bernhard Rohleder – datensicherheit.de Informationen zu Datensicherheit und Datenschutz https://www.datensicherheit.de Datensicherheit und Datenschutz im Überblick Fri, 16 Jan 2026 19:30:23 +0000 de hourly 1 Deutschland-Stack: Bitkom kommentiert zweite Beteiligungsrunde https://www.datensicherheit.de/deutschland-stack-bitkom-kommentar-zweite-beteiligungsrunde https://www.datensicherheit.de/deutschland-stack-bitkom-kommentar-zweite-beteiligungsrunde#respond Sat, 17 Jan 2026 23:29:49 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=51780 Dr. Bernhard Rohleder hebt dessen zentrale Bedeutung hervor und begrüßt das Voranschreiten der Entwicklung dieser nationalen souveränen Technologie-Plattform für die Digitalvorhaben in Deutschland

[datensicherheit.de, 18.01.2026] Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) hat am 16. Januar 2026 die zweite Runde des Beteiligungsprozesses zum „Deutschland-Stack“ gestartet. In seinem aktuellen Kommentar hebt der Hauptgeschäftsführer des Digitalverbands Bitkom e.V., Dr. Bernhard Rohleder, dessen zentrale Bedeutung hervor und begrüßt das Voranschreiten der Entwicklung:

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Foto: Bitkom e.V.

Dr. Bernhard Rohleder betont: Die IT-Modernisierung in unserem föderalen System gelingt nur, wenn alle Verwaltungen, Behörden und Institutionen auf einer gemeinsamen technischen Basis arbeiten!

Es gilt u.a. noch vorhandene Lücken in der „Tech-Stack“-Landkarte Deutschlands zu schließen

„Der ,Deutschland-Stack’ hat herausragende Bedeutung für die Digitalisierung der Verwaltungen in Bund und Ländern, Städten und Gemeinden.“ Das Digitalministerium mache dabei gleich zwei Dinge richtig:

„Es drückt aufs Tempo und holt sich Expertenrat aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft.“ So ließen sich zum Beispiel die noch vorhandenen Lücken in der „Tech-Stack“-Landkarte schließen.

Verwaltungsdigitalisierung in Deutschland massiv beschleunigen und technisch souverän ausrichten

„Die IT-Modernisierung in unserem föderalen System gelingt nur, wenn alle Verwaltungen, Behörden und Institutionen auf einer gemeinsamen technischen Basis arbeiten!“ Länder und Kommunen sollten sich deshalb verbindlich zur Nutzung der Komponenten des „Deutschland-Stacks“ verpflichten und sie in ihre Systeme integrieren.

Der „Deutschland-Stack“ müsse und könne die Verwaltungsdigitalisierung in Deutschland massiv beschleunigen, technisch souverän ausrichten und damit spürbare Verbesserungen für Bürger, Wirtschaft und Verwaltung gleichermaßen schaffen.

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Deutschland-Stack
Der Deutschland-Stack ist die nationale souveräne Technologie-Plattform für die Digitalvorhaben in Deutschland

Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung
Deutschland-Stack

datensicherheit.de, 06.12.2025
Deutschland-Stack: eco benennt klare Linie und Technologieoffenheit als Erfolgsfaktoren / Der Deutschland-Stack (D-Stack) ist laut eco eines der zentralen Digitalisierungsvorhaben dieser Legislatur – damit er zum Erfolg werden kann, müssen die Kriterien unbedingt klar definiert, konsistent ausgestaltet und technologieoffen angewendet werden

datensicherheit.de, 04.12.2025
Deutschland-Stack – Dirk Arendt fordert Cybersicherheit als strategischen Grundpfeiler / Der „Deutschland-Stack“ soll die ambitionierte Vision einer souveränen digitalen Verwaltung repräsentieren – Trend Micro erinnert an die zentrale Rolle der Cybersicherheit als Fundament dieser nationalen Infrastruktur

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Digitale Vergabe wird Standard: Zwei Drittel vereinbaren Arzttermine online https://www.datensicherheit.de/digital-vergabe-standard-zwei-drittel-vereinbarung-arzttermin-online https://www.datensicherheit.de/digital-vergabe-standard-zwei-drittel-vereinbarung-arzttermin-online#respond Thu, 25 Dec 2025 23:20:53 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=51561 Nach aktuellen Erkenntnissen des Digitalverbands Bitkom e.V. hat sich die digitale Terminvergabe in Arztpraxen etabliert und ist nunmehr fester Bestandteil im deutschen Gesundheitssystem

[datensicherheit.de, 26.12.2025] Nach aktuellen Erkenntnissen des Digitalverbands Bitkom e.V. hat sich die digitale Terminvergabe in Arztpraxen etabliert und ist somit zu einem festen Bestandteil im deutschen Gesundheitssystem geworden: Bereits 64 Prozent der Deutschen hätten inzwischen mindestens einmal einen Arzttermin online vereinbart. Bitkom Research habe im Auftrag des Digitalverbands 1.145 Personen in Deutschland ab 16 Jahren telefonisch befragt. Die Befragung habe im Zeitraum der Kalenderwochen 38 bis 43 2025 stattgefunden und sei repräsentativ.

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Foto: Bitkom e.V.

Dr. Bernhard Rohleder betont: Digitale Prozesse reduzieren den Aufwand in den Arztpraxen, sparen für alle Beteiligten Zeit und verbessern den Zugang zur medizinischen Versorgung

64% haben inzwischen mindestens einmal einen Arzttermin online vereinbart

Damit sei der Anteil innerhalb von zwei Jahren stark gestiegen: 2024 habe er noch bei 50 Prozent, 2023 sogar erst bei 36 Prozent gelegen.

  • Weitere 16 Prozent hätten zwar bislang keinen Online-Termin gebucht, könnten sich dies aber künftig vorstellen. Nur noch 18 Prozent lehnten die digitale Terminvergabe grundsätzlich ab.

Dies sind demnach Ergebnisse einer repräsentativen Befragung unter 1.145 Menschen ab 16 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

Arzttermine können über Web-Portale vereinbart werden

Besonders häufig genutzt würden spezialisierte Terminplattformen: 58 Prozent der Befragten hätten ihren Arzttermin bereits über Portale wie „Doctolib“, „Jameda“, „Clickdoc“, „Termed“ und andere vereinbart.

  • 25 Prozent nutzten dafür die Website einer Arztpraxis oder medizinischen Einrichtung, etwa über ein Online-Formular oder per E-Mail. Mehrfachnennungen seien möglich.

Als größter Vorteil der digitalen Terminbuchung gelte die Unabhängigkeit von den telefonischen Erreichbarkeiten der Praxen: 84 Prozent der Befragten, welche die Online-Terminvereinbarung nutzten oder sich dies vorstellen könnten, würden diesen Punkt benennen.

Digitale Terminvergabe für Arztpraxen wichtiges Instrument einer effizienteren Gesundheitsversorgung

58 Prozent schätzten die flexible Auswahl an Terminen, etwa zu Randzeiten. 43 Prozent sahen automatische Terminerinnerungen als Vorteil, 37 Prozent die bessere Verfügbarkeit kurzfristiger Termine.

  • Zudem gäben 26 Prozent an, dass sie die Möglichkeit, Termine online einfach abzusagen oder zu verschieben, besonders hilfreich fänden.

Der Bitkom-Hauptgeschäftsführer, Dr. Bernhard Rohleder, kommentiert: „Die digitale Terminvergabe ist ein wichtiges Instrument für eine effizientere Gesundheitsversorgung. Digitale Prozesse reduzieren den Aufwand in den Arztpraxen, sparen für alle Beteiligten Zeit und verbessern den Zugang zur medizinischen Versorgung.“

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bitkom, Bitkom-Dataverse
Zahlen zur digitalen Welt

datensicherheit.de, 24.09.2018
Digitalisierung in der Medizin: Dilemmata für Ärzte / Sprechstunde als Schutzraum für Patienten droht verloren zu gehen

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Smart-Home-Geräte bei Deutschen zunehmend verbreitet https://www.datensicherheit.de/smart-home-geraete-deutsche-zunahme-verbreitung https://www.datensicherheit.de/smart-home-geraete-deutsche-zunahme-verbreitung#respond Tue, 16 Dec 2025 23:42:14 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=51442 48 Prozent der Deutschen verwenden daheim mindestens eine Smart-Home-Anwendung – von ihnen wiederum greifen 59 Prozent sogar auf mehr als fünf smarte Lösungen zurück

[datensicherheit.de, 17.12.2025] Bitkom Research hat im Auftrag des Digitalverbands Bitkom e.V. 1.156 Personen in Deutschland ab 16 Jahren telefonisch befragt. Die Durchführung dieser repräsentativen Umfrage fand demnach im Zeitraum der Kalenderwochen 39 bis 43 2025 statt. Hierzu seien die folgenden Fragen gestellt worden: „Welche der folgenden Smart-Home-Anwendungen nutzen Sie in Ihrem Haushalt bereits?“ und „Wie viele verschiedene Smart-Home-Anwendungen nutzen Sie?“.

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Abbildung: Bitkom e.V.

Repräsentatives Umfrage-Ergebnis: Knapp die Hälfte der Deutschen nutzt Smart-Home-Geräte

Smart-Home-Nutzungszahlen im Vergleich zu Vorjahren noch einmal leicht angestiegen

„Ein Bewegungssensor schaltet bei Inaktivität die ,intelligente’ Beleuchtung ab, das ,smarte’ Thermometer regelt die Raumtemperatur, ein Roboter hält das Haus sauber – fast jeder zweite Haushalt in Deutschland ist mittlerweile ,smart’.“

  • 48 Prozent der Deutschen gäben an, im eigenen Zuhause mindestens eine Smart-Home-Anwendung zu nutzen. Von ihnen griffen 59 Prozent sogar auf mehr als fünf smarte Lösungen zurück. Die Nutzungszahlen stiegen im Vergleich zu den Vorjahren noch einmal leicht an:

„2022 waren es 43 Prozent, 2023 44 Prozent und 2024 46 Prozent, die zumindest Teile ihres Zuhauses ,smart’ ausgerüstet haben.“

Smart-Home-Technologien sollen auch helfen, Energie und damit Kosten zu sparen

Am häufigsten verwendet würden „intelligente“ Beleuchtungssysteme, welche zum Beispiel das Licht automatisch ausschalteten, wenn niemand mehr in der Wohnung ist: 38 Prozent aller Deutschen hätten die eigenen vier Wände bereits mit „smarten“ Lampen oder Leuchten ausgestattet.

  • Knapp dahinter folgten „smarte“ Heizkörperthermostate (35%), die etwa registrieren, wenn ein Fenster zum Lüften geöffnet wird, oder die Temperatur senken, wenn niemand zu Hause ist. Aber auch „smarte“ Steckdosen (35%) und „intelligente“ Verbrauchszähler für Strom, Gas oder Wasser (22%) seien bei Verbrauchern beliebt.

„Smart-Home-Technologien erhöhen nicht nur den Wohnkomfort, sondern helfen auch, Energie und damit Kosten zu sparen. Wir erwarten, dass die Nachfrage nach .intelligenten’, energieeffizienten Smart-Home-Lösungen weiter steigen wird“, kommentiert der Bitkom-Hauptgeschäftsführer, Dr. Bernhard Rohleder.

Verwendung von Smart-Home-Geräten zumeist in Kombination

Neben energiesparenden Anwendungen seien aber auch „smarte“ Haushaltsgeräte beliebt: „Rund ein Viertel (24%) verwendet Staubsauger-Roboter, und Rasenmäher-Roboter nutzen 16 Prozent. Geräte zur Verbesserung der Sicherheit sind bei den Deutschen ebenso hoch im Kurs: 16 Prozent nutzen intelligente Videoüberwachungen, zehn Prozent besitzen ,smarte’ Alarmanlagen und rund sieben Prozent haben ,intelligente’ Rauchmelder im eigenen Heim installiert.“

  • Wer Smart-Home-Technologien nutzt, beschränke sich dabei selten auf nur eine Anwendung: „59 Prozent der Smart-Home-Nutzerinnen und -Nutzer gaben an, sechs oder mehr ,intelligente‘ Anwendungen zu Hause im Einsatz zu haben.“ Knapp fünf Prozent der „smarten“ Haushalte nutzten fünf Anwendungen, sieben Prozent griffen auf vier intelligente Lösungen im Haushalt zurück. Gerade einmal zwei Prozent setzten nur eine bis drei solcher Anwendungen in den eigenen vier Wänden ein.

Rohleder führt abschließend aus: „Wenn ,Smart Home’, dann richtig – nach diesem Motto rüsten sich die Haushalte aus. Das ,Smart Home’ spielt seine Vorteile in der Kombination unterschiedlicher Technologien aus. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz eröffnet hier zusätzlich Möglichkeiten und hilft, die Installation, Vernetzung und Steuerung von Smart-Home-Geräten weiter zu optimieren. So werden intelligente Lösungen im eigenen Zuhause deutlich nutzerfreundlicher – und damit auch für Menschen mit geringerer Technikaffinität attraktiv.“

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Dr. Bernhard Rohleder: Hauptgeschäftsführer Bitkom e.V.

datensicherheit.de, 08.09.2025
Smart City Index 2025: Düsseldorf, Hannover, Heidelberg und Leipzig in Top 10 aufgerückt / Über die Spitzengruppe im „Smart City Index“ sind Veränderungen zu vermelden: Düsseldorf, Hannover, Heidelberg und Leipzig nun unter den „Top 10“ zu finden

datensicherheit.de, 10.09.2024
Smarte Geräte: IT-Sicherheit in Deutschland neben Benutzerfreundlichkeit entscheidendes Kaufkriterien / BSI hat Wahrnehmung, Relevanz und Akzeptanz des IT-Sicherheitskennzeichens durch Konsumenten untersuchen lassen

datensicherheit.de, 08.06.2024
Smart-Home-Geräte: Apps mit unstillbarem Datenhunger / Amazons „Alexa“ sammelt laut Surfshark-Studie mehr als das Dreifache des Durchschnitts typischer Smart-Home-Geräte

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Transformation der Web-Recherche: Hälfte der Internetnutzer setzt bereits auf KI-Chats https://www.datensicherheit.de/transformation-web-recherche-haelfte-internetnutzer-ki-chats https://www.datensicherheit.de/transformation-web-recherche-haelfte-internetnutzer-ki-chats#respond Sat, 22 Nov 2025 23:26:08 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=51106 Die Recherche mit klassischen Suchmaschinen hat nun offenbar ihren Zenit überschritten – allerdings haben 42 Prozent der Internetnutzer auch bereits falsche Antworten einer Künstlichen Intelligenz (KI) erhalten und dennoch prüfen nur 57 Prozent der Anwender die ihnen von der KI gelieferten Ergebnisse

[datensicherheit.de, 23.11.2025] Nach aktuellen Erkenntnissen des Digitalverbands Bitkom e.V. verwenden bereits 50 Prozent der Internetnutzer zumindest gelegentlich sogenannte KI-Chats – bei den 16- bis 29-jährigen Befragten sind es demnach sogar zwei Drittel. Die Recherche mit den klassischen Suchmaschinen hat also offenbar ihren Zenit inzwischen überschritten. Allerdings hätten 42 Prozent der Befragten durchaus auch schon falsche KI-Antworten geliefert bekommen und nur 57 Prozent prüften überhaupt die erhaltenen Ergebnisse.

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Foto: Bitkom e.V.

Dr. Bernhard Rohleder rät Anwender bei der Web-Recherche, der KI nicht blind zu vertrauen und die Ergebnisse immer zu prüfen

25% nutzen noch überwiegend klassische Suchmaschinen

So war es bisher üblich: Suchbegriffe eingeben, Trefferlisten durchklicken, Informationen zusammentragen… – viele Internetnutzer gehen indes laut Bitkom aber neue Wege und lassen sich Antworten direkt von einer Künstlichen Intelligenz (KI) liefern. Die Hälfte (50%) nutze zumindest manchmal den Chat mit einer KI statt klassische Internetsuche.

  • Ein Viertel (25%) nutze zwar weiterhin überwiegend die klassischen Suchmaschinen, 13 Prozent setzten etwa gleich häufig auf Online-Suche und KI-Chat, aber sieben Prozent nutzten bereits überwiegend KI, fünf Prozent sogar ausschließlich. 47 Prozent nutzten hingegen weiterhin ausschließlich die klassische Suche.

Dies seien Erkenntnisse auf Basis einer telefonischen Umfrage im Bitkom-Auftrag: Bitkom Research habe 1.156 Personen in Deutschland ab 16 Jahren telefonisch befragt, darunter 1.030 Internetnutzer, im Zeitraum der Kalenderwochen 39 bis KW 43 2025. Sie sei als Gesamtumfrage repräsentativ.

Kompakte Antworten aus KI-Chats triggern Bequemlichkeit

Unter den jüngeren Internetnutzern zwischen 16 und 29 Jahren sei die Suche mit KI sogar noch deutlich weiter verbreitet: Fünf Prozent nutzten sie ausschließlich, elf Prozent überwiegend, 20 Prozent etwa gleich häufig wie klassische Suchmaschinen und 30 Prozent zumindest hin und wieder.

  • Nur 30 Prozent setzten ausschließlich auf Suchmaschinen. „Viele Menschen nutzen lieber die kompakte Antwort aus dem KI-Chat, statt sich selbst durch Suchergebnisse zu klicken und auf den Webseiten nach Hinweisen zu ihrer Frage zu suchen“, erläutert der Bitkom-Hauptgeschäftsführer, Dr. Bernhard Rohleder. Er rät indes: „Allerdings sollte man der KI nicht blind vertrauen und Ergebnisse immer prüfen!“

So gäben nämlich 42 Prozent derjenigen, welche eine KI für die Suche nutzen, an, dass sie schon einmal falsche oder schlicht erfundene Informationen von der KI erhalten hätten. Zugleich prüften aber nur 57 Prozent die KI-Antworten, bevor sie sie verwenden.

64% mit der KI-Nutzung zur Informationssuche zufrieden

Insgesamt hielten rund drei Viertel (73%) der Befragten die Ergebnisse der KI-Chats für hilfreich, rund zwei Drittel (64%) seien mit der KI-Nutzung zur Informationssuche zufrieden. Allerdings finde nur etwas mehr als ein Drittel (36%), dass die KI ihre Antworten ausreichend mit Links belege, und nur 33 Prozent fänden auf diese Weise schneller eine Antwort als mit der klassischen Suche.

  • Inzwischen blendeten auch klassische Suchmaschinen wie „Google“ oder „Bing“ KI-Zusammenfassungen vor den Suchergebnissen ein. Nur drei Prozent der Internetnutzer hätten das noch nicht wahrgenommen, rund ein Viertel (26%) habe sie zwar schon einmal gesehen, aber nicht weiter beachtet.

Die Meinungen darüber gingen aber weit auseinander: So nutzten 24 Prozent häufig die KI-Zusammenfassung, ohne die Suchergebnisse zu betrachten. 43 Prozent hingegen klickten auf die Suchergebnisse, um sich selbst ein Bild zu machen. 45 Prozent sparten durch die Zusammenfassungen Zeit, aber 27 Prozent erschienen diese zu oberflächlich, 22 Prozent hätten darin schon einmal Fehler gefunden. Acht Prozent sind von den KI-generierten Texten einfach nur „genervt“.

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datensicherheit.de, 17.11.2025
Werkzeuge für Phishing-Angriffe: ESET-Warnung vor Missbrauch von KI-Chatbots / Neue Betrugsmasche „Grokking“ nutzt Sprachmodelle aus – Angreifer manipulieren KI-Bots, um gefährliche Phishing-Links zu verbreiten

datensicherheit.de, 16.09.2025
GhostRedirector missbraucht Google: ESET entdeckte Manipulation von Suchergebnissen / Cyberkriminelle missbrauchen Server für Suchmaschinenbetrug, um manipulierte Websites im „Google“-Ranking nach oben zu bringen

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Rechenzentren: KI treibt deren Verbreitung auch in Deutschland https://www.datensicherheit.de/rechenzentren-ki-treiber-verbreitung-deutschland https://www.datensicherheit.de/rechenzentren-ki-treiber-verbreitung-deutschland#respond Tue, 11 Nov 2025 00:18:08 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=50886 Deutschland muss sicherstellen, über ausreichend leistungsfähige Rechenzentren für Künstliche Intelligenz zu verfügen – nur dann kann die Digitale Souveränität gestärkt und gegenüber internationalen Technologieführern aufgeholt werden

[datensicherheit.de, 11.11.2025] Laut einer aktuellen Meldung des Digitalverbands Bitkom e.V. treibt Künstliche Intelligenz (KI) den Ausbau von Rechenzentren (RZ) – auch in Deutschland – voran. Demnach machen KI-Rechenzentren derzeit rund 15 Prozent der gesamten, in Deutschland installierten Kapazitäten aus. „Bis zum Jahr 2030 sollen sich diese KI-Kapazitäten – die in Watt gemessen werden – vervierfachen, von derzeit 530 Megawatt auf dann 2.020 Megawatt Anschlussleistung.“ Der Anteil von KI-Rechenzentren an den deutschen Gesamtkapazitäten werde dann bei 40 Prozent liegen. Die Erkenntnisse basierten auf Ergebnissen der aktuellen, vom Borderstep Institut im Auftrag durchgeführten Bitkom-Studie „Rechenzentren in Deutschland: Aktuelle Marktentwicklungen – Update 2025“.

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Foto: Bitkom e.V.

Dr. Bernhard Rohleder zum RZ-Ausbau in Deutschland: Künstliche Intelligenz wird zum entscheidenden Faktor für die Leistungsfähigkeit unserer Wirtschaft und unserer Verwaltung!

RZ-Ausbau erfordert verbesserte regulatorische Rahmenbedingungen sowie stabile Versorgung mit günstiger Energie

Insgesamt seien in Deutschland derzeit 2.000 Rechenzentren mit einer Anschlussleistung von jeweils mehr als 100 Kilowatt installiert, darunter 100 größere Rechenzentren mit mehr als fünf Megawatt Leistung. Die Leistung aller deutschen Rechenzentren sei 2025 um neun Prozent auf 2.980 Megawatt gewachsen – die hundert größten Rechenzentren steuerten dazu die Hälfte bei.

  • Anfang 2026 solle erstmals die Marke von 3.000 Megawatt und 2030 von 5.000 Megawatt überschritten werden. Verglichen mit 2024 würden sich Deutschlands Rechenzentrumskapazitäten dann nahezu verdoppelt haben. Vor allem der steigende Bedarf der KI und des „Cloud“-Computings trieben dieses Wachstum. „Künstliche Intelligenz wird zum entscheidenden Faktor für die Leistungsfähigkeit unserer Wirtschaft und unserer Verwaltung“, kommentiert der Bitkom-Hauptgeschäftsführer, Dr. Bernhard Rohleder.

Er legt nahe: „Deutschland muss sicherstellen, dass wir über ausreichend leistungsfähige Rechenzentren verfügen. Ohne Rechenzentren keine KI. Nur so können wir unsere Digitale Souveränität stärken und zu den internationalen Technologieführern aufschließen.“ Die Rechenzentrumsbetreiber brauchten dafür verbesserte regulatorische Rahmenbedingungen, schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren sowie vor allem eine stabile Versorgung mit günstiger elektrischer Energie.

Rückstand erheblich: Die USA verfügten 2024 bereits über zehnmal so viele RZ-Kapazitäten wie in Deutschland bis 2030 geplant

In diesem Jahr, 2025, investierten die Betreiber zwölf Milliarden Euro in IT-Hardware und 3,5 Milliarden Euro in Gebäude und technische Gebäudeausrüstung – ein neues Allzeithoch. Davon würden ca. 2,5 Milliarden Euro in die Geräte und Anlagen der Klimatechnik, der Stromversorgung und anderer Gebäudetechnik fließen.

  • Im internationalen Vergleich verlaufe die Entwicklung in Deutschland jedoch eher stockend. Anders als in den USA oder China existierten hierzulande noch keine ausschließlich für KI-Anwendungen betriebene Mega-Rechenzentren. Die leistungsstarken IT-Systeme in deutschen Rechenzentren seien im Vergleich zu Datacentern im Ausland deutlich kleiner. Die USA hätten 2024 bereits über zehnmal so viele Rechenzentrumskapazitäten verfügt, wie sie in Deutschland bis 2030 geplant seien.

Jedes Jahr würden in den USA mehr als viermal so viele Kapazitäten hinzugebaut, wie in Deutschland überhaupt installiert sind. Rohleder: „Beim Thema Rechenzentren müssen Bund und Länder ,all in’ gehen und die Investitionshürden radikal senken. Hier entscheidet sich, ob Deutschland zur ,Datenkolonie’ wird oder auch im Digitalen Zeitalter ein souveränes Land bleibt.“

Hälfte der RZ-Kapazitäten entfällt auf „Cloud“-Infrastrukturen

Treiber für das aktuelle Wachstum seien „Cloud“-Angebote für KI und sonstige Anwendungen, welche im laufenden Jahr – 2025 – um rund 17 Prozent auf 1.450 MW stiegen. Damit entfalle aktuell die Hälfte (49%) der deutschen RZ-Kapazitäten auf „Cloud“-Infrastrukturen; vor einem Jahr seien es noch 45 Prozent und im Jahr 2019 erst 29 Prozent gewesen.

  • Auch der Markt für „Edge“-Rechenzentren gewinne zunehmend an Dynamik und bewege sich mit einer Anschlussleistung von rund 240 MW im Jahr 2025 jedoch noch auf vergleichsweise niedrigem Niveau.

„Edge“-Rechenzentren befänden sich näher am Endkunden oder an der gewünschten Anwendung – damit die Reaktionszeit sehr kurz ist. Klassische Rechenzentren würden weiterhin betrieben, zeigten aber mittlerweile einen rückläufigen Trend (2025: 1.290 MW).

Trotz effizienterer Server steigender Energiebedarf

Auch der Bedarf an Elektrischer Energie der Rechenzentren in Deutschland sei gestiegen – und werde u.a. mit Blick auf die wachsende KI-Bedeutung weiter steigen. Er werde 2025 bei 21,3 Milliarden Kilowattstunden liegen – 2024 seien es 20 Milliarden Kilowattstunden und 2015 noch zwölf Milliarden Kilowattstunden gewesen. Rund zwei Drittel des Energiebedarfs entfielen dabei auf die IT-Infrastruktur der Rechenzentren, also Server, Speicher und Netzwerktechnik.

  • Das übrige Drittel entfalle auf die Gebäudeinfrastruktur, die Kühlung oder die Gewährleistung einer unterbrechungsfreien Stromversorgung. Die verwendeten IT-Systeme würden dabei immer effizienter. Beispielsweise sei die Energieeffizienz bei Standardservern in den Jahren 2017 bis 2022 um jährlich 26 Prozent gestiegen.

Rohleder erläutert: „Die Energieeffizienz von Rechenzentren hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen, und sie wird angesichts steigender Stromkosten und wachsender Anforderungen durch KI weiter an Bedeutung gewinnen.“ Es liege im ureigenen Interesse der Betreiber, den Energiebedarf zu optimieren. „Effizientere IT-Systeme und Gebäudetechnik senken nicht nur die Kosten, sondern schonen auch die Umwelt. Energieeffizienz ist nicht nur ein technisches Ziel, sondern ein entscheidender Wettbewerbsfaktor.“

Mehr als ein Drittel aller deutschen RZ-Kapazitäten ballt sich im Großraum Frankfurt/Main

Die Verfügbarkeit von Rechenleistungen sei in den 16 Bundesländern dabei höchst unterschiedlich verteilt. Das bei weitem größte Rechenzentrums-Cluster befinde sich in Hessen im Großraum Frankfurt am Main und verfüge mit gut 1.100 MW über mehr als ein Drittel aller Kapazitäten in Deutschland. Es folgten mit Abstand Bayern (420 MW) und Nordrhein-Westfalen (378 MW), dahinter lägen Baden-Württemberg (233 MW) und Berlin (146 MW).

  • Die geringste installierte Rechenleistung finde sich in Mecklenburg-Vorpommern (20 MW), Bremen (19 MW) und dem Saarland (17 MW). Für die nächsten Jahre seien zahlreiche neue große Rechenzentren angekündigt.

So würden nicht nur in Frankfurt/Main neue Projekte mit mehr als 1.800 MW geplant, sondern 888 MW in Brandenburg sowie mit einer IT-Anschlussleistung von 480 MW auch im rheinland-pfälzischen Nierstein. Dieses Projekt könnte noch übertroffen werden von einem Rechenzentrum mit einer IT-Anschlussleistung in der Größenordnung von 1.000 MW, über welches aktuell in der Gemeinde Dummerstorf in Mecklenburg-Vorpommern diskutiert werde. Erst in der vergangenen Woche seien Pläne für ein neues KI-Rechenzentrums bei München vorgestellt worden.

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Abbildung: Bitkom

Bitkom-Erhebung: Hessen bleibt der RZ-Standort Nr. 1 in Deutschland

DE-CIX: Konnektivität als Standortvorteil für Hessen

Die einzelnen Bundesländer böten dabei unterschiedliche Standortfaktoren, welche für die RZ-Betreiber interessant sein könnten: Von besonderer Bedeutung seien das wirtschaftliche Umfeld, die Konnektivität, das vorhandene RZ-„Ökosystem“ und die Verfügbarkeit von Stromnetz-Anschlusskapazitäten sowie von „grünem Strom“. Je nach Art des Rechenzentrums können diese Faktoren eine unterschiedliche Wichtigkeit haben.

  • So punkte Hessen unter anderem mit der Anbindung an Europas größten Netzwerkknoten „DE-CIX“, einem bereits vorhandenen Rechenzentrums-„Ökosystem“ und einem starken wirtschaftlichen Umfeld. Frankfurt/Main wachse aktuell mit einer Rate von rund 14 Prozent am schnellsten und dessen „Ökosystem“ dehne sich zunehmend nach Rheinland-Pfalz und Bayern aus.

Auch Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Berlin böten große Vorteile in puncto Konnektivität. Insbesondere die Region Berlin-Brandenburg positioniere sich immer deutlicher als zweiter großer Hub für Rechenzentren mit einer hohen internationalen Sichtbarkeit sowie einer attraktiven Lage als „Tor zum Osten“. Rheinland-Pfalz und Brandenburg seien zudem durch ihre räumliche Nähe zu den RZ-Clustern in Frankfurt/Main und Berlin attraktiv. Sie profitierten von der Konnektivität und dem „Ökosystem“ dieser Standorte und hätten ihnen gegenüber ein großes Flächenangebot.

Rechenzentren als wichtiger Standortfaktor für Entwicklung einer Region

Die nördlichen Bundesländer Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern könnten als Rechenzentrums-Standorte vor allem durch ihre Flächenverfügbarkeit punkten. Auch die internationale Anbindung über Seekabel und die Nähe zu den „Hyperscalern“ in Skandinavien böten Vorteile für die dortigen Standorte.

  • „Rechenzentren sind ein wichtiger Standortfaktor für die Entwicklung einer Region“, unterstreicht Rohleder. Länder und Kommunen sollten Rechenzentren gezielt in ihre Regionalstrategien einbeziehen und geeignete Flächen ausweisen.

„Rechenzentren ziehen technologieorientierte Unternehmen an und stärken die regionale Wertschöpfung. Wer heute Raum für Rechenzentren schafft, legt die Basis für das digitale ,Ökosystem’ von morgen.“

USA und China mit RZ-Kapazitäten um Welten voraus

Im internationalen Vergleich könne der deutsche Rechenzentrumsmarkt trotz des starken Wachstums aber nicht mithalten. Insbesondere die USA und China zögen davon. In China habe sich die IT-Anschlussleistung 2024 auf 38 Gigawatt belaufen – und in den USA hätten Rechenzentren bereits im vergangenen Jahr, 2024, über eine Leistung von 48 Gigawatt verfügt – 16-mal so viel wie in Deutschland im Jahr 2025. Allein die zehn größten US-Rechenzentren seien so stark wie alle 2.000 deutschen Rechenzentren zusammen.

  • Insbesondere in den USA seien zuletzt einige „Megaprojekte“ angekündigt worden: So plane Meta mit dem Projekt „Hyperion“ eines der größten Rechenzentren der Welt, welches ausschließlich für KI-Anwendungen ausgelegt sei und mehrere Milliarden US-Dollar kosten solle.

Auch OpenAI und Elon Musks Unternehmen xAI trieben den Ausbau von KI-Rechenzentren massiv voran – ihre künftigen Systeme sollten auf Hunderttausende bis zu einer Million spezieller Graphikprozessoren laufen. Rohleder gibt zu bedenken: „Die USA und China legen die Messlatte extrem hoch. Wenn Deutschland und Europa mithalten wollen, ist es höchste Zeit, gegenzusteuern. Die Bundesregierung sollte daher umgehend die angekündigte Rechenzentrumstrategie mit konkreten Maßnahmen vorlegen!“

Leistungs- und zukunftsfähige RZ-Infrastruktur Basis für Innovationen und Wettbewerbsfähigkeit in KI-getriebener Welt

So sollten Rechenzentren und auch die Telekommunikationsnetze bei den Stromkosten entlastet werden. Die im europäischen Vergleich sehr hohen Energiepreise stellen aus Bitkom-Sicht einen „substanziellen Wettbewerbsnachteil“ dar. Dies müsse mit Maßnahmen für eine bedarfsgerechte und koordinierte Verteilung von Stromnetzanschlüssen flankiert werden.

  • „Ein erfolgreicher Rechenzentrumsstandort setzt eine stabile, nachhaltige Stromversorgung zu wettbewerbsfähigen Preisen voraus“, betont Rohleder. Des Weiteren brauche es eine Vereinfachung, Digitalisierung und Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren. In Deutschland dauerten Planungs- und Genehmigungsverfahren für neue Rechenzentren deutlich länger als im EU-Durchschnitt – und rund sechs Monate länger als gesetzlich vorgesehen. Drittens schlägt Bitkom eine Überarbeitung des regulatorischen Rahmens vor. Insbesondere müssten praxisferne deutsche Sonderwege durch das „Energieeffizienzgesetz“ mit den europäischen Rahmenbedingungen harmonisiert werden – dies betreffe etwa Vorgaben zur Energie-Verbrauchseffektivität und zum Anteil an wiederverwendeter Energie. Gleichzeitig könne die Abwärmenutzung durch steuerliche Anreize für Abnehmer, eine bessere kommunale Wärmeplanung und den Ausbau moderner Wärmenetze deutlich gestärkt werden.

„Ohne starke Rechenzentren verliert Deutschland den Anschluss an den internationalen Wettbewerb“, warnt Rohleder und stellt abschließend klar: „Sie sind die Basis Digitaler Souveränität. Wer in leistungsfähige und zukunftsfähige Infrastruktur investiert, verbessert nicht nur die Resilienz von Wirtschaft und Verwaltung, sondern legt auch die Basis für Innovationen und Wettbewerbsfähigkeit in einer zunehmend KI-getriebenen Welt. Deutschland muss zu den führenden Nationen Schritt aufschließen und sich handlungsfähiger, resilienter und technologieorientierter aufstellen – und das geht nur mit einer starken und leistungsfähigen IT-Infrastruktur!“

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Studie: Rechenzentren in Deutschland: Aktuelle Marktentwicklungen 2024

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13. November 2025 | Berlin: Bitkom Data Centre Summit 2025 – Sustainable, Sovereign & Secure

Fraunhofer IIS
Edge Computing / Die Zukunft der Cloud liegt in der Edge – und zwar sicher!

DE CIX
We make interconnection easy. Anywhere. / Keine Angst vor wachsenden Datenmengen und Anwendungen: Optimieren und vereinfachen Sie Ihre Netzwerkinfrastruktur, um Ihr Unternehmen schon jetzt für die digitale Zukunft zu rüsten

BR24, Christian Sachsinger, 15.07.2025
Meta will KI-Rechenzentrum so groß wie Manhattan bauen / Der IT-Riese Meta will im Rennen um die besten KI-Modelle unbedingt auf Platz eins. Firmen-Boss Zuckerberg gibt gigantische Summen aus, sowohl für Topgehälter von Experten, als auch für Hardware. Ein Rechenzentrum soll die Größe von Manhattan haben.

Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, Bundesamt der Justit, 13.11.2023
Gesetz zur Steigerung der Energieeffizienz in Deutschland1 (Energieeffizienzgesetz – EnEfG)

datensicherheit.de, 04.09.2025
Strompreis: Bitkom fordert Entlastung auch für TK-Netze und Rechenzentren / Telekommunikationsnetze und Rechenzentren sind das Rückgrat der Digitalisierung – diese von Entlastungen bei der Stromsteuer auszuschließen, konterkariert das Ziel der Digitalen Souveränität

datensicherheit.de, 22.07.2025
Bitkom fordert mehr Rechenzentren: Deutschland droht sonst Anschluss zu verlieren / Ohne leistungsfähige Rechenzentren keine Digitale Souveränität – der Bitkom legt einen eigenen „Aktionsplan Rechenzentren“ vor

datensicherheit.de, 09.07.2025
Blaupause für Deutschland: Hessens Rechenzentren-Strategie als Vorbild / Die „Allianz zur Stärkung digitaler Infrastrukturen“ unter der Dach des eco begrüßt die am 3. Juli 2025 angekündigte Rechenzentren-Strategie für das Land Hessen

datensicherheit.de, 17.07.2024
Wachstumsinitiative der Bundesregierung: Ambitionierte Pläne zum Ausbau von KI-Rechenzentren / eco begrüßt Pläne der Bundesregierung, umfassende Maßnahmen zur Stärkung digitaler Infrastrukturen und Technologien zu verabschieden

datensicherheit.de, 14.08.2023
Drohender Totalausfall: Sicherheitslücken in Rechenzentren könnten Energieversorgung lahmlegen / Trellix Advanced Research Center veröffentlicht Bericht zur Bedrohung moderner Rechenzentren

datensicherheit.de, 26.04.2019
Bitkom: Standortnachteile bremsen deutsche Rechenzentren aus / Strom macht oft mehr als 50 Prozent der Betriebskosten aus / Große Abwärmemengen bleiben wegen fehlender Einspeisung ungenutzt / Policy Paper zu Rechenzentren veröffentlicht

datensicherheit.de, 23.01.2019
Entfernung georedundanter Rechenzentren von fünf auf 200 Kilometer angehoben / Johan van den Boogaart kommentiert Neufassung der BSI-Empfehlung

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Digitales Erbe: Nutzer sollten rechtzeitig verfügen, was mit ihren Online-Zugängen nach dem Tod passieren soll https://www.datensicherheit.de/digital-erbe-nutzer-verfuegung-online-zugaenge-todesfall https://www.datensicherheit.de/digital-erbe-nutzer-verfuegung-online-zugaenge-todesfall#respond Fri, 17 Oct 2025 17:24:30 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=50576 Modernes Leben hinterlässt auch im Digitalen viele Spuren – doch nur ein knappes Drittel der Internetnutzer legt bisher fest, was nach ihrem Tod damit passieren soll

[datensicherheit.de, 17.10.2025] Unser Leben hinterlässt auch im Digitalen viele Spuren: Fotos in der „Cloud“, Chat-Verläufe auf dem Smartphone oder Profile in Sozialen Netzwerken – doch nur ein knappes Drittel der Internetnutzer (32%) lege fest, was nach dem eigenen Tod damit passieren soll. 16 Prozent hätten ihren digitalen Nachlass vollständig geregelt, weitere 16 Prozent zumindest teilweise. Dies sind Erkenntnisse einer aktuellen repräsentativen Befragung unter 1.003 Personen in Deutschland ab 16 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom „darunter 917 Nutzerinnen und Nutzer des Internets“. 22 Prozent von ihnen planten zumindest, ihr digitales Erbe künftig zu regeln – 43 Prozent würden und wollten dies nicht tun. Damit gehe die Zahl der Menschen, welche sich um ihr digitales Erbe kümmern, seit der „Corona-Pandemie“ erneut zurück. Die Befragung habe im Zeitraum der Kalenderwochen 33 bis 38 2025 stattgefunden.

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Foto: Bitkom e.V.

Dr. Bernhard Rohleder: Wer rechtzeitig Regelungen trifft, entlastet Angehörige und schützt seine Privatsphäre über den Tod hinaus!

Digitaler Nachlass sollte als Thema ernst genommen werden

2021 hatte der Anteil mit 40 Prozent demnach seinen bisherigen Höchststand erreicht, 2023 waren es 37 Prozent. „Jeder und jede sollte sich frühzeitig darum kümmern, was im Falle des eigenen Todes mit dem eigenen digitalen Erbe geschieht. Wer rechtzeitig Regelungen trifft, entlastet Angehörige und schützt seine Privatsphäre über den Tod hinaus!“, unterstreicht der Bitkom-Hauptgeschäftsführer, Dr. Bernhard Rohleder, in seinem Kommentar. Während der „Pandemie“ seien die Themen „Vorsorge“ und „digitaler Nachlass“ besonders präsent gewesen – nun rückten sie wieder in den Hintergrund.

  • Unter jenen, die ihren digitalen Nachlass aktuell „ganz“ oder zumindest „teilweise“ geregelt haben, sei am weitesten verbreitet, Hinterbliebenen einen Zugang zu Geräten wie Smartphone, Laptop oder Tablet zu ermöglichen.

77 Prozent hätten die entsprechenden Login-Daten oder PINs hinterlegt. Jeweils 45 Prozent hätten dies mit den Zugängen für das Online-Banking bzw. zu E-Mail-Konten oder Messenger-Diensten wie „WhatsApp“ getan. Ein Drittel (33%) habe den Zugriff für Hinterbliebene auf Online-Speicher oder „Cloud“-Dienste wie „Google Drive“ oder „Dropbox“ sichergestellt.

Fast niemand nutzt kommerzielle Plattform oder App für digitale Nachlassplanung

Den Verbleib der eigenen Hardware und Geräte hätten 31 Prozent geregelt, nur 15 Prozent hätten jedoch Vorsorge für ihre Zugänge zu Sozialen Medien getroffen. Dieser Bereich sei für viele besonders sensibel. 60 Prozent der Internetnutzer möchten laut Erhebung explizit nicht, dass jemand nach ihrem Tod Zugriff auf ihre digitalen Inhalte hat. 40 Prozent wünschten indes, dass ihre Profile in Sozialen Netzwerken auch nach ihrem Tod bestehen bleiben. Doch nur drei Prozent hätten bei Online-Diensten oder Netzwerken auch eingestellt, dass ihr Profil nach ihrem Tod in einen Gedenkzustand versetzt wird.

  • Unter denjenigen, die ihr digitales Erbe „ganz“ oder „teilweise“ geregelt haben, habe die große Mehrheit (78%) eine Vertrauensperson aus dem Umfeld benannt, welche sich um den digitalen Nachlass und die Online-Accounts kümmern solle. Ein Drittel (34%) habe alle Zugänge und Passwörter für Hinterbliebene in einer Datei oder einer Notiz hinterlegt. Immerhin 15 Prozent hätten testamentarisch vorgesorgt.

Fast niemand (1%) nutze eine kommerzielle Plattform oder App für die digitale Nachlassplanung. „Wenn im Testament oder in einer Vollmacht nichts Anderes festgelegt ist, geht mit dem Erbe auch der Zugang zu digitalen Geräten und Konten über – und damit liegen alle Inhalte gegenüber den Erben offen“, so Rohleder – er gibt zu ebdenken: „Man sollte sich rechtzeitig überlegen, ob man diese völlige Offenheit wirklich will.“

Bitkom gibt Tipps zum Umgang mit dem eigenen digitalen Nachlass:

  1. Persönliche Informationen
    Wenn im Testament oder in einer Vollmacht nichts Anderes geregelt ist, würden Erben Eigentümer aller Gegenstände der verstorbenen Person, also auch des Computers, Smartphones oder lokaler Speichermedien.
    Seit einem Urteil des Bundesgerichtshofs im Jahr 2018 beinhalte dies auch den Zugang zu Konten etwa in Sozialen Medien. Es empfehle sich, bereits zu Lebzeiten eine Liste aller genutzten Geräte und Datenträger zu erstellen und festzuhalten, welche davon gelöscht, archiviert oder weitergegeben werden dürfen.
  2. Online-Dienste wie E-Mail-Konto oder „Cloud“-Speicher
    Hinterbliebene erbten nicht nur Sachwerte, sondern träten auch in die Verträge des Verstorbenen ein – auch, wenn es sich um kostenpflichtige Dienste handelt wie etwa ein Streaming-Abonnement. Gegenüber E-Mail- und „Cloud“-Anbietern hätten Erben in der Regel Sonderkündigungsrechte.
    In der Praxis gelinge der Zugang zu den Nutzerkonten am besten, wenn der Verstorbene zu Lebzeiten geregelt hat, ob und in welchem Umfang die Erben im Todesfall Zugriff auf die Konten erhalten. Außerdem könne man die Zugangsdaten für solche Dienste beim Notar hinterlegen. Manche Anbieter böten inzwischen eigene Nachlass- oder Inaktivitätsfunktionen, über die Nutzer festlegen könnten, was mit ihren Konten geschieht, wenn sie längere Zeit inaktiv sind.
  3. Profile in Sozialen Netzwerken
    Hinterbliebene sollten die Betreiber von Sozialen Netzwerken benachrichtigen, wenn sie entsprechende Mitgliedschaften des Verstorbenen kennen. Viele Betreiber verlangten die Vorlage einer Sterbeurkunde. Bei einigen Plattformen sei es möglich, zu Lebzeiten einen Nachlasskontakt zu bestimmen, welcher das Profilfoto des Verstorbenen ändern oder auf Freundschaftsanfragen reagieren dürfe.
    Angehörige können darüber hinaus beantragen, das Profil in einen „Gedenkzustand“ zu versetzen. Die Profilinhalte blieben dann erhalten und Freunde oder Familienmitglieder könnten in der Chronik Erinnerungen teilen. Wer mehrere Soziale Netzwerke nutzt, sollte in einer digitalen Nachlassliste vermerken, welche Profile bestehen und wie damit verfahren werden soll (z.B. löschen, in den Gedenkzustand versetzen, verwalten lassen).

Weitere Informationen zum Thema:

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Dr. Bernhard Rohleder / Hauptgeschäftsführer Bitkom e.V.

datensicherheit.de, 12.07.2018
Digitaler Nachlass: Deutscher AnwaltVerein sieht zukunftsweisendes BGH-Urteil / facebook muss Eltern Zugriff auf das Konto ihrer verstorbenen Tochter einräumen

datensicherheit.de, 12.07.2018
BGH-Urteil: Klarheit zum Thema Digitaler Nachlass geschaffen / DsiN begrüßt Beschluss aus Verbrauchersicht

datensicherheit.de, 12.07.2018
Digitaler Nachlass: Bitkom begrüßt grundsätzliche Klärung des Umgangs / Anlass ist eine aktuelle BGH-Verhandlung über Zugang von Erben auf Konto eines Sozialen Netzwerks

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Steuererklärung 2024: Zwei Drittel haben elektronisch eingereicht https://www.datensicherheit.de/steuererklaerung-2024-zwei-drittel-elektronisch-einreichung https://www.datensicherheit.de/steuererklaerung-2024-zwei-drittel-elektronisch-einreichung#respond Wed, 08 Oct 2025 22:48:59 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=50450 65 Prozent derjenigen, die schon einmal eine Steuererklärung abgegeben haben, haben ihre letzte rein elektronisch übermittelt – vor einem Jahr lag der Anteil noch bei 58 Prozent

[datensicherheit.de, 09.10.2025] Die Frist für die Einkommensteuererklärung 2024 ist für die meisten Bürger abgelaufen – und mehr Menschen denn je reichen sie nach aktuellen Erkenntnissen des Digitalverbands Bitkom e.V. inzwischen digital beim Finanzamt ein. Zwei Drittel (65%) derjenigen, die schon einmal eine Steuererklärung abgegeben haben, haben demnach ihre letzte Steuererklärung rein elektronisch übermittelt – vor einem Jahr habe der Anteil noch bei 58 Prozent gelegen.

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Dr. Bernhard Rohleder: Die elektronische Steuererklärung beweist, dass die deutsche Verwaltung ihre Prozesse erfolgreich digitalisieren kann und dies von den Menschen auch angenommen wird

37% befürworten verpflichtende elektronischen Steuererklärung für alle

Nur noch jeder Fünfte (20%) habe zu Papier und Stift gegriffen, nach einem Viertel (25%) noch vor einem Jahr. 15 Prozent hätten auf die Hilfe einer Steuerberatung zurückgegriffen. „Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Befragung unter 1.003 Personen ab 16 Jahren in Deutschland im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.“

  • Erstmals hätten also mehr Menschen die Steuererklärung elektronisch via „Elster“ direkt beim Finanzamt abgegeben (31%, 2024: 23%) als mit einer meist kostenpflichtigen Software für PC oder Notebook (27%, 2024: 26%), welche zumeist zusätzliche Plausibilitätsprüfungen und Hinweise enthalte.

Eine App auf dem Smartphone hätten sieben Prozent verwendet (2024: 9%). Mehr als ein Drittel (37%) wollten, „dass die Nutzung der elektronischen Steuererklärung für alle verpflichtend wird“.

Steuerpflichtige sollten im Idealfall bereits vorbereitete Steuererklärung nur noch überprüfen und abschicken

„Die elektronische Steuererklärung beweist, dass die deutsche Verwaltung ihre Prozesse erfolgreich digitalisieren kann und dies von den Menschen auch angenommen wird“, kommentiert der Bitkom-Hauptgeschäftsführer, Dr. Bernhard Rohleder.

  • Der nächste Schritt sei, digitale Technologien so zu nutzen, dass die Steuerpflichtigen im Idealfall nur noch die bereits vorbereitete Steuererklärung überprüfen und abschicken müssten.

Rund die Hälfte (51%) derjenigen, die schon einmal eine Einkommensteuererklärung gemacht haben, und sogar fast zwei Drittel (62%) der 16- bis 29-Jährigen wünsche sich, dass das Finanzamt mit den vorhandenen Daten die Formulare ausfülle, welche dann nur noch freigegeben werden müssten. Ein entsprechendes Pilotprojekt finde in diesem Jahr beim Finanzamt Kassel statt.

38% der 16- bis 29-Jährigen können sich vorstellen, dass eine KI die eigene Steuererklärung vornimmt

Ein Viertel (27%) und mehr als ein Drittel (38%) der 16- bis 29-Jährigen könne sich vorstellen, dass eine Künstliche Intelligenz (KI) die eigene Steuererklärung erledigt.

  • Denn für die große Mehrheit sei die Steuererklärung ein notwendiges Übel, „rund zwei Drittel (63%) schieben sie immer bis zum letzten Drücker vor sich her“. Aber immerhin: Jede Zehnten (10%) mache die Steuererklärung Spaß.

Grundlage der Angaben ist eine von Bitkom Research im Auftrag durchgeführte Umfrage unter 1.003 Personen in Deutschland ab16 Jahren per Telefon (darunter 816 Personen, die schon einmal eine Einkommensteuererklärung abgegeben haben). Die Befragung fand laut Bitkom im Zeitraum der Kalenderwochen 33 bis 38 2025 statt und sei als Gesamtumfrage repräsentativ.

Weitere Informationen zum Thema:

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Dr. Bernhard Rohleder / Hauptgeschäftsführer Bitkom e.V.

datensicherheit.de, 21.05.2025
Abgriff persönlicher Daten: Phishing-Welle attackiert Steuerzahler in Deutschland / Gefälschte E-Mails im Umlauf – angeblich vom Bundeszentralamt für Steuern, Finanzamt oder „ELSTER“-Portal

datensicherheit.de, 22.08.2024
Scam-Alarm: Warnung vor zunehmendem Cyber-Betrug anlässlich der Abgabe von Steuererklärungen / 31. August ist Deadline zur Einreichung der Steuererklärung – Cyber-Kriminelle missbrauchen Gelegenheit für -Betrug

datensicherheit.de, 22.09.2023
Registermodernisierung: Von der Steuer-Identifikationsnummer zur Bund ID / EAID diskutiert, ob sich ein Weg zu einem Allgemeinen Personenkennzeichen abzeichnet

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Modernisierungsagenda des Bundes: Bitkom lobt Aufbruchssignal für den Digitalen Staat https://www.datensicherheit.de/modernisierungsagenda-bund-bitkom-lob-aufbruchssignal-digital-staat https://www.datensicherheit.de/modernisierungsagenda-bund-bitkom-lob-aufbruchssignal-digital-staat#respond Wed, 01 Oct 2025 22:39:28 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=50386 „Deutschlands erster Digitalminister hat in Rekordtempo geliefert!“, anerkennt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder

[datensicherheit.de, 02.10.2025] Das Bundeskabinett hat am 1. Oktober 2025 die von Bundesdigitalminister Dr. Karsten Wildberger vorgelegte „Modernisierungsagenda“ beschlossen. Ziele sind demnach unter anderem der Abbau von Bürokratie und eine beschleunigte Digitalisierung der Verwaltung. „Die ,Modernisierungsagenda’ der Bundesregierung gibt ein echtes Aufbruchssignal für den digitalen Staat. Deutschlands erster Digitalminister hat in Rekordtempo geliefert!“, kommentiert der Hauptgeschäftsführer des Digitalverbands Bitkom, Dr. Bernhard Rohleder.

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Dr. Bernhard Rohleder betont: 65 Prozent plädieren für eine Reform des Föderalismus

Bitkom-Warnung: Staatsmodernisierung in Deutschland von komplexen föderalen Strukturen bedroht

Die vorliegende Agenda enthalte Maßnahmen, welche zu spürbaren Verbesserungen für Bürger und Unternehmen führen könnten. „Dazu gehören das Versprechen von Gründungen innerhalb von 24 Stunden, der Abbau überbordender Bürokratie und die Förderung von KI-Projekten in der Verwaltung bis hin zur Rechtsgrundlage für vollautomatisierte Verwaltungsakte ebenso wie die Bereitstellung von Basiskomponenten für die digitale Verwaltung durch den Bund oder die konsequente Umsetzung des ,Once-Only’-Prinzips.“

  • Danach müssten bereits bei der Verwaltung vorliegende Daten nicht immer wieder neu bei jeder Behörde und bei jeder Antragstellung angegeben und erfasst werden. Wichtig sei auch das Bekenntnis, EU-Recht „1 zu 1“ umzusetzen. „In der Vergangenheit sind wir zu oft über das Ziel hinausgeschossen, zum Schaden von Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen“, so Rohleder.

Entscheidend werde jetzt sein, diese Agenda in praktisches Handeln zu überführen. Die Erfahrung zeige, dass die Staatsmodernisierung in Deutschland immer wieder an komplexen föderalen Strukturen, mangelnder Koordination und fehlenden einheitlichen IT-Standards scheitere.

Bitkom-Forderung, dass Bund, Länder und Kommunen nun gemeinsam verbindliche Standards setzen

Vor diesem Hintergrund sei insbesondere eine Neuordnung der Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Kommunen erforderlich, um Entscheidungen schneller treffen, Ressourcen gezielter einsetzen und Doppelstrukturen abbauen zu können.

  • „Nur wenn Bund, Länder und Kommunen gemeinsam verbindliche Standards setzen und der Bund sich auch direkt an IT-Projekten mit gesamtstaatlicher Bedeutung beteiligen kann, wird die Modernisierung gelingen!“

In einer Bitkom-Umfrage hätten zuletzt 69 Prozent der Bundesbürger gefordert, dem Bund mehr Einfluss auf die Digitalisierung von Ämtern und Behörden in Bundesländern und Kommunen zu geben: „65 Prozent plädieren für eine Reform des Föderalismus.“

Bitkom hat eigene Vorschläge für eine „Modernisierungsagenda für Staat und Verwaltung“

Die wichtigsten Strukturreformen – etwa zur Stärkung des „IT-Planungsrats“ oder zur dauerhaften Finanzierung digitaler Daseinsvorsorge vor Ort in den Kommunen – würden deshalb im zweiten Teil der „Modernisierungsagenda“ enthalten sein müssen, welcher derzeit zwischen Bund, Ländern und Kommunen abgestimmt werde.

Bundesdigitalminister Wildberger wird die „Modernisierungsagenda“ auch am 2. Oktober 2025 bei seiner Keynote auf der „Smart Country Convention“ in Berlin um 13.30 Uhr vorstellen.

Weitere Informationen zum Thema:

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Dr. Bernhard Rohleder / Hauptgeschäftsführer Bitkom e.V.

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Positionspapier: Modernisierungsagenda für Staat und Verwaltung

SMART COUNTRY CONVENTION
Das führende Event für den digitalen Staat und öffentliche Dienste. Drei Tage Kongress, Expo, Workshops & Networking. / 30. September – 02. Oktober 2025 hub27 |Messegelände Berlin

datensicherheit.de, 27.09.2025
Föderalismusreform erforderlich: Bund sollte Kommunen bei der Digitalisierung direkt helfen / Der Bitkom fordert, dass der Bund mehr Möglichkeiten erhalten sollte, die Digitalisierung von Kommunen zu unterstützen, um so auch teure Doppelstrukturen zu vermeiden

datensicherheit.de, 28.08.2025
Bitkom-Forderung: Nationaler Sicherheitsrat muss Cyberraum in den Blick nehmen / Der „Nationale Sicherheitsrat“ soll wesentlichen Fragen einer integrierten Sicherheitspolitik koordinieren, Strategieentwicklung und strategische Vorausschau leisten sowie eine gemeinsame Lagebewertung vornehmen

datensicherheit.de, 30.04.2025
Bitkom-Glückwünsche an neuen Digitalminister / Mehr denn je muss Deutschland jetzt wettbewerbsfähig, innovativ und digital handlungsfähig werden

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Karlsruher Staatstrojaner-Urteil: Bitkom begrüßt Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts https://www.datensicherheit.de/karlsruher-staatstrojaner-urteil-bitkom-begruessung-entscheidung-bundesverfassungsgericht https://www.datensicherheit.de/karlsruher-staatstrojaner-urteil-bitkom-begruessung-entscheidung-bundesverfassungsgericht#respond Fri, 08 Aug 2025 07:25:50 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=49546 Die Karlsruher Richter betonen laut Bitkom zu Recht, dass der Eingriff in die digitale Privatsphäre nur bei schwersten Straftaten zulässig ist

[datensicherheit.de, 08.08.2025] Am 7. August 2025 hat das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) den Einsatz sogenannter Staatstrojaner teilweise für verfassungswidrig erklärt. „Bitkom begrüßt das Urteil des Bundesverfassungsgerichts, das dem Einsatz des sogenannten Staatstrojaners enge Grenzen setzt“, kommentiert der Bitkom-Hauptgeschäftsführer, Dr. Bernhard Rohleder.

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Dr. Bernhard Rohleder sieht den Gesetzgeber nun in der Pflicht nachzubessern

Bitkom fordert für Unternehmen klare und verlässliche rechtliche Rahmenbedingungen

Die Karlsruher Richter hätten zu Recht betont, dass der Eingriff in die digitale Privatsphäre nur bei schwersten Straftaten zulässig sei.

  • „Der Gesetzgeber ist nun in der Pflicht nachzubessern und Rechtssicherheit für die Anbieter digitaler Dienste und von Telekommunikationslösungen zu schaffen!“

Die Unternehmen benötigten klare und verlässliche rechtliche Rahmenbedingungen, um ihren Beitrag zur Inneren Sicherheit zu leisten, ohne dabei die Rechte ihrer Kunden zu verletzen.

Bitkom rät zu mehr Ressourcen für Ermittlungen – und bessere Ausbildung im Bereich Cybercrime

Rohleder moniert indes: „Grundsätzlich halten wir es jedoch für problematisch, wenn weiterhin bestehende Sicherheitslücken in Kommunikationsmitteln für staatliche Überwachung genutzt werden dürfen, beispielsweise um ,Staatstrojaner’ zu installieren!“

  • Unbekannte Sicherheitslücken seien eine Gefahr für die IT-Sicherheit aller Bürger sowie der Unternehmen und Verwaltungen. Statt Schwachstellen bewusst offen zu halten und zu nutzen, sollten sie nach Bekanntwerden unverzüglich an die Hersteller gemeldet werden, um diese dann schnellstmöglich schließen können.

Die Kriminalität im Netz nehme indes stetig zu – die Ermittlungsbehörden brauchten daher insgesamt dringend mehr Ressourcen und eine bessere Ausbildung im Bereich Cybercrime, um den Tätern das Handwerk legen zu können. Aber Rohleder warnt abschließend: „Indem man Sicherheitslücken offenlässt, konterkariert man dieses Ziel!“

Weitere Informationen zum Thema:

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datensicherheit.de, 08.08.2025
Staatstrojaner-Einsatz wird eingeschränkt: Digitalcourage meldet Erfolg vor Bundesverfassungsgericht / Die vom Digitalcourage e.V. initiierte und von zahlreichen Menschen unterstützte Verfassungsbeschwerde wird nach dem BVerfG-Urteil vom 7. August 2025 weitreichende Folgen für staatliche Überwachungsbefugnisse haben

datensicherheit.de, 08.08.2025
BVerfG-Urteil zu Staatstrojanern: eco begrüßt Klarstellung / Zu dem, was dieses Urteil bedeutet und warum der Gesetzgeber jetzt handeln muss, führt eco-Vorstand Klaus Landefeld in seiner aktuellen Stellungnahme aus

datensicherheit.de, 07.08.2025
Bürger unter Generalverdacht: DAV kritisiert überbordende Befugnisse / Deutscher Anwaltverein (DAV) nimmt Stellung zum „Sicherheitspaket“ des Bundesinnenministeriums – Einsatz biometrischer Gesichtskontrolle und umstrittener Datenanalyse geplant

datensicherheit.de, 06.08.2025
Digitalcourage-Verfassungsbeschwerden: Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts am 7. August 2025 erwartet / Das Bundesverfassungsgericht entscheidet über zwei Digitalcourage-Verfassungsbeschwerden zu „Staatstrojanern“ und zum „Polizeigesetz NRW“

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Bitkom-Position zu Smartphones an Schulen: Leitlinien setzen statt pauschal Verbote auszusprechen https://www.datensicherheit.de/bitkom-positionspapier-smartphone-nutzung-schulen https://www.datensicherheit.de/bitkom-positionspapier-smartphone-nutzung-schulen#respond Mon, 14 Jul 2025 23:04:06 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=48968 Bitkom hat eigenes Positionspapier veröffentlicht und fordert die Bundesländer nun auf, Leitlinien für Schulen zu entwickeln

[datensicherheit.de, 15.07.2025] Smartphones sind inzwischen offensichtlich ein fester Bestandteil des Alltags junger Menschen geworden – so auch in der Schule. Doch ihre Nutzung sorgt nun zunehmend für Diskussionen: So wurden in den Ländern Hessen und Bremen zuletzt weitgehende Verbote der Smartphone-Nutzung beschlossen. Der Digitalverband Bitkom hat bei Bitkom Research eine repräsentative Umfrage in Auftrag gegeben: Hierzu seien 502 Schüler in Deutschland zwischen 14 und 19 Jahren in den Kalenderwochen 9 bis 15 2025 telefonisch befragt worden. Die Smartphone-Nutzung in der Schule wird offenbar von den Schülern selbst durchaus ambivalent bewertet.

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Foto: Bitkom e.V.

Dr. Bernhard Rohleder: Medienbildung ist zentral für Digitale Teilhabe – sie muss systematisch im Unterricht verankert werden!

Smartphone-Nutzung in der Schule durchaus ambivalent bewertet

Zwei Drittel (66%) der Schüler ab 14 Jahren sagten, dass ihnen ohne Smartphone wichtige Informationen wie zum Beispiel zum Unterrichtsausfall entgehen würden.

  • Gleichzeitig bemerkten 42 Prozent der Schüler, dass sie vom Smartphone im Unterricht abgelenkt würden.

Alle befragten Schülern (100%) seien sich einig, dass man ein Smartphone brauche, um in der Schule dazuzugehören. Dabei fühlten sich viele von ihren Lehrern nicht verstanden: „37 Prozent meinen, Lehrkräfte würden nicht begreifen, wie wichtig das Smartphone heute für junge Menschen ist.“

Mit pauschalen Smartphone-Verboten schießen Schulen über das Ziel hinaus

In einem neuen Positionspapier fordert der Bitkom die nun Bundesländer auf, statt Verboten rechtssichere, differenzierte Leitlinien bereitzustellen, welche die Schulen dann an ihre pädagogischen Konzepte anpassen könnten.

  • Eine private Nutzung dürfe den Unterricht nicht stören – „aber mit pauschalen Smartphone-Verboten schießen die Schulen über das Ziel hinaus!“, betont der Bitkom-Hauptgeschäftsführer, Dr. Bernhard Rohleder. Er ergänzt: „Gerade dort, wo digitale Infrastrukturen oder schulische Endgeräte fehlen, ermöglichen private Geräte überhaupt erst digitalen Unterricht.“

Statt pauschaler Verbote brauche es rechtssichere, differenzierte Regelungen, welche die Lebensrealität junger Menschen abbildeten, Medienkompetenz gezielt förderten und sich an die pädagogischen Konzepte der jeweiligen Schule anpassen ließen. „Medienbildung ist zentral für Digitale Teilhabe – sie muss systematisch im Unterricht verankert werden!“

Weitere Informationen zum Thema:

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Positionspapier: Zum Einsatz von Smartphone und mobilen Endgeräten an Schulen

datensicherheit.de, 14.04.2024
Bitkom-Umfrage zum Anvertrauen des Smartphones an andere / Bitkom-Experte Dr. Sebastian Klöß: Vielen behagt es nicht, das eigene Smartphone anderen zu überlassen

datensicherheit.de, 29.06.2023
Smartphone-Nutzung auf der Toilette: Gefahren lassen sich nicht aussperren / Über 54% der Deutschen verwenden ihr Smartphone auch auf der Toilette

datensicherheit.de, 23.06.2021
Blindes Vertrauen: Deutschen vernachlässigen Smartphone-Sicherheit / Neue McAfee-Studie zeigt, dass die Deutschen zu wenig für ihre Smart-Device-Sicherheit tun

datensicherheit.de, 06.01.2021
Sichere Smartphones: Umfrage zu Maßnahmen der Nutzer / bitkom gibt zehn Tipps zur Smartphone-Sicherheit

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