Betrug – datensicherheit.de Informationen zu Datensicherheit und Datenschutz https://www.datensicherheit.de Datensicherheit und Datenschutz im Überblick Tue, 30 Jun 2026 18:29:57 +0000 de hourly 1 Kaspersky-Umfrage: Online-Betrug betraf 2025 bereits 56 Prozent der Internetnutzer https://www.datensicherheit.de/kaspersky-umfrage-online-betrug-2025-56-prozent-internetnutzer Wed, 01 Jul 2026 22:57:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=55306 Im März 2026 ließ Kaspersky vom eigenen Marktforschungszentrum unter 7.200 Personen aus 18 Ländern eine Umfrage durchführen

[datensicherheit.de, 02.07.2026] Laut einer aktuellen Meldung von Kaspersky waren im vergangenen Jahr – 2025mehr als die Hälfte (56%) der Internetnutzer weltweit von Betrug betroffen. In Deutschland lag dieser Anteil demnach bei 39 Prozent. 45 Prozent seien zudem von gehackten Social-Media-Konten, Datenlecks und Malware-Infektionen betroffen gewesen – in Deutschland 28 Prozent. Diese Erkenntnisse basieren auf einer aktuellen Kaspersky-Umfrage, welche im März 2026 vom eigenen Marktforschungszentrum unter 7.200 Personen aus 18 Ländern (Brasilien, China, Kolumbien, Ägypten, Frankreich, Deutschland, Indien, Indonesien, Italien, Malaysia, Mexiko, Russland, Saudi-Arabien, Spanien, Südafrika, Thailand, Türkei, Vietnam) durchgeführt worden sei.

Jeder neue Trend oder jedes globale Ereignis dient Betrügern schnell als Angriffsfläche

Die „Betrugslandschaft“ entwickelt sich laut Kaspersky rasant weiter: „Angriffe werden immer ausgefeilter und zielgerichteter sowie zunehmend durch KI unterstützt.“ Es wird gewarnt: Nutzer können bei nahezu jeder Art von Online-Interaktion auf Betrugsversuche treffen: E-Mails, Messenger, Soziale Medien, Online-Shops oder Apps. Allein im ersten Quartal 2026 hätten die Anti-Phishing-Technologien von Kaspersky über 140 Millionen Phishing- und Betrugsversuche blockiert.

  • Kaspersky-Experten betonen, dass sich Online-Betrug zunehmend verbreitet, da fast jeder neue Trend oder jedes globale Ereignis Betrügern schnell als Angriffsfläche dient. So hätten im März dieses Jahres die Anti-Phishing-Technologien von Kaspersky einen Anstieg betrügerischer Aktivitäten im Zusammenhang mit der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 entdeckt: „Sie deckten Fake-Angebote auf, die offizielle Turnierwebseiten imitierten oder das Ereignis ausnutzten, um Anwender zu unsicheren Interaktionen zu verleiten.“

Betrugskampagnen könnten heutzutage auch durch gestohlene personenbezogene Daten, Malware wie „Infostealer“, kompromittierte Konten und andere Online-Risiken erleichtert werden. Cyberkriminelle nutzten diese Informationen, um Nachrichten zu verfassen, sich als vertrauenswürdige Kontakte auszugeben oder ihre Betrugsversuche überzeugender zu gestalten.

KI-basierte Schutztechnologien helfen, der sich entwickelnden Bedrohungslage einen Schritt voraus zu sein

Auf Künstlicher Intelligenz (KI) basierte Schutztechnologien könnten indes erkennen, was dem menschlichen Auge verborgen bleibt. Um der sich entwickelnden Bedrohungslage einen Schritt voraus zu sein und seine Nutzer umfassend zu schützen, entwickelt Kaspersky nach eigenen Angaben seine Produkte kontinuierlich weiter:

  • „,Kaspersky Premium‘ schützt Anwender vor zahlreichen digitalen Bedrohungen und reduziert die damit verbundenen Risiken auf allen Geräten, einschließlich Smartphones.“ Die Schutztechnologien seien auf die jeweilige Plattform zugeschnitten und würden durch KI- und ML-basierte Erkennung verstärkt. Dazu gehörten die „Tools Data Leak Checker“ und „Identity Checker“, welche Nutzer vor der potenziellen Offenlegung persönlicher Daten warnten.

Der „Kaspersky Password Manager“ z.B. generiere, speichere und verwalte zudem sichere und einzigartige Zugangsdaten, während verhaltensbasierte Schutztechnologien wie „System Watcher“ mithilfe von App-Verhaltensüberwachung und Mustererkennung Anzeichen von Missbrauch oder schädlichen Aktivitäten in Echtzeit erkennen würden.

KI-gestützter Betrug ist die neue Realität und betrifft alle digitalen Bereiche

In den Kaspersky-Apps für „Windows“ und „macOS“ seien diese Funktionen jetzt in einem eigenen, KI-gestützten Betrugsschutz-Bereich zusammengefasst. Dadurch seien sie für Nutzer leichter zu finden und zu verstehen, während sie in mobilen Apps weiterhin im Hintergrund aktiv seien.

  • „KI-gestützter Betrug ist die neue Realität und betrifft alle digitalen Bereiche – von gefälschten Ticketseiten bis hin zu Betrügern, die sich in Messengern als Freunde ausgeben“, erläutert Marina Titova, „Vice President Consumer Business“ bei Kaspersky. Sie führt hierzu weiter aus: „Er kann selbst versierte Nutzer täuschen. Sich allein auf die Fähigkeit zu verlassen, Betrug zu erkennen, reicht nicht aus. Deshalb haben wir eine fortschrittliche KI-Erkennung direkt in unsere Produkte integriert. Unsere Technologie erkennt, was dem menschlichen Auge verborgen bleibt, und schützt Nutzer in Echtzeit.“

Neue KI-Kennzeichnungen wiesen auf die Funktionen hin, welche umfassenden Schutz vor verschiedenen Online-Bedrohungen böten. „Windows“- und „macOS“-Nutzer könnten so auf einen Blick sehen, „wie die Lösung ihre digitalen Aktivitäten schützt“.

Weitere Informationen zum Thema:

kaspersky
Cyberimmunität ist unser erklärtes Ziel / Wir sind ein Team von über 5.000 Fachleuten mit einer über 25-jährigen Erfolgsgeschichte im Schutz von Privatpersonen und Unternehmen weltweit und haben uns die weltweite Cyberimmunität als ultimatives Ziel gesetzt.

Secure Futures by kaspersky
Marina Titova / Head of Consumer Product Marketing at Kaspersky

datensicherheit.de, 22.06.2026
Bitkom-Aktionen zum Digitaltag 2026: KI-Betrug erkennen, digital ausweisen, virtuell treffen / Im Kontext des diesjährigen „Digitaltages“ m 26. Juni 2026 beteiligt sich auch der Digitalverband Bitkom e.V. mit zahlreichen Veranstaltungen und gibt mittels verschiedener Angebotsformate Antworten auf Fragen aus der digitalen Welt

datensicherheit.de, 20.06.2026
Identitätsbetrug: FTC meldet Verluste in Höhe von 3,5 Milliarden US-Dollar / Die Erkenntnisse der Federal Trade Commission (FTC) sind erschreckend – die Verluste stammen zu einem großen Teil aus Kontakten über Social-Media-Plattformen

datensicherheit.de, 14.04.2026
KI-Betrug im Netz: Quellen-Überprüfung nur von einem Fünftel der Nutzer / Fast die Hälfte der Internetnutzer in Deutschland sieht sich zwar in der Lage, mit KI generierte Inhalte zu erkennen – tatsächlich aber schaut bisher kaum jemand genauer hin

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Sicherheit auf Sommerreisen und Betrugsprävention – KnowBe4 gibt elementare Tipps https://www.datensicherheit.de/sicherheit-sommerreisen-betrugspraevention-knowbe4-elementar-tipps Mon, 29 Jun 2026 22:23:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=55275 Urlauber können durch konsequente Beachtung der Cybersicherheit verhindern, dass ihre Reise durch Betrug oder Cyberangriffe ruiniert wird

[datensicherheit.de, 30.06.2026] Dr. Martin J. Krämer, „CISO-Advisor“ bei KnowBe4, nimmt die diesjährige Sommerurlaub-Saison zu Anlass, in dieser Phase, welche ein erhöhtes Risiko mit sich trägt, elementare Tipps zur Sicherheit auf Sommerreisen und zur Betrugsprävention zu geben. Wenn die Sommerreisezeit ihren Höhepunkt erreicht, verstärken demnach Cyberkriminelle gezielt ihre Bemühungen, unachtsame Urlauber auszunutzen. Eine aktuelle Studie von McAfee verdeutlicht laut Krämer das zunehmende Risiko: Fast jeder zweite deutsche Bürger sei bereits von einer reisebezogenen Cyberbedrohung betroffen gewesen, wobei 47 Prozent der Betroffenen Geld verloren hätten – oft mehr als 500 Euro.

Dr. Martin J. Krämer, Security Awareness Advocate bei KnowBe4

Dr. Martin J. Krämer, Security Awareness Advocate bei KnowBe4, Foto: KnowBe4

Dr. Martin J. Krämer: Cyberkriminelle sind immer näher, als wir denken!

CAPY – eine kostenlose Online-Plattform zur Wissensvermittlung über digitale Sicherheit

„Egal, wie weit wir reisen, Cyberkriminelle sind immer näher, als wir denken!“, warnt Krämer und gibt zu motivierend bedenken: „Selbst wenn Verbraucher auf Reisen leicht unachtsam werden, können sie durch die konsequente Beachtung der Cybersicherheit verhindern, dass der Urlaub durch Betrug oder Cyberangriffe ruiniert wird.“

  • Um Reisenden dabei zu helfen, ihre Daten und Geldbörsen zu schützen, gibt KnowBe4 elementare Cybersicherheits-Tipps weiter und stellt sein neues, kostenloses „Cyber Awareness Program for You“ (CAPY) vor: „CAPY ist eine kostenlose Online-Plattform, die der ganzen Familie Wissen über digitale Sicherheit vermittelt.“

Tipps zur Cybersicherheit und Betrugsprävention (nicht nur) für Sommerurlauber:

  1. Fälschungen erkennen
    Verbraucher sollten äußerst skeptisch gegenüber Phishing-E-Mails mit Urlaubsbezug, zufälligen Buchungsbestätigungen oder günstigen Angeboten bleiben. Betrüger gäben sich häufig als Reisevermittler oder Veranstaltungsplaner aus, kassierten Anzahlungen (insbesondere für Kreuzfahrten) und würden dann verschwinden. Buchungen sollten immer direkt über offizielle Kanäle durchgeführt und diese auch überprüft werden.
  2. Verbindungen absichern
    Öffentliche WLAN-Netzwerke an Flughäfen, in Hotels und Cafés seien bevorzugte Ziele für Hacker: Diese richteten gefälschte Hotspots ein. Wenn sich Verbraucher immer beim Service-Personal über den genauen Netzwerknamen versichern und zusätzlich ein „Virtual Private Network“ (VPN) nutzen, könnten sie ihre Daten schützen.
  3. Eine lokale SIM-Karte kaufen
    Der Kauf einer physischen SIM-Karte an einem ausländischen Flughafen oder Bahnhof sei zwar eine gute Sache, um Roaming-Gebühren zu vermeiden. Dies könne aber durchaus auch riskant sein, da diese oft nur wenig Datenvolumen böten, bereits abgelaufen oder gar gestohlen seien. Wenn das Smartphone dies unterstützt, sei der Kauf einer sicheren eSIM bei einem seriösen Anbieter vor der Abreise eine viel sicherere Wahl.
  4. Digitale Schlüssel verwenden
    Es wurden laut KnowBe4 bereits Kriminelle überführt, die Ferienunterkünfte gemietet, die physischen Schlüssel kopiert und die Unterkunft ausgeraubt haben, während die nächsten Gäste auf Sightseeing-Tour waren. Verbraucher sollten darauf achten, dass sie bei der Buchung von Unterkünften rollierende digitale Codes verwenden, welche sich mit jedem Gast ändern.
  5. Geräte absichern
    Darüber hinaus sollten vor der Abreise biometrische Funktionen (Fingerabdruck-/Gesichtserkennung), Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA), Geräteortung und Funktionen zur Fernlöschung aktiviert werden. Physischer Diebstahl sei nach wie vor eine der Hauptursachen für Datenschutzverletzungen auf Reisen.
  6. Persönliche Gegenstände in der Nähe aufbewahren
    Taschendiebe hätten in überfüllten Gepäckausgabebereichen und Bahnhöfen leichtes Spiel. Verbraucher sollten ihre Handtasche mit geschlossenem Reißverschluss quer über den Körper tragen und das Portemonnaie in der Vordertasche aufbewahren.
  7. Online vor Abreise nicht zu viele Informationen mitteilen
    Auch wenn es schwer fällt: Reisende sollten mit dem Posten ihrer Urlaubsfotos warten, bis sie wieder zu Hause sind. Echtzeit-Updates ließen Kriminelle nämlich wissen, dass ein Zuhause unbewohnt ist, und erhöhten außerdem auch das Risiko, Opfer von Social-Engineering-Betrug zu werden.

Weitere Informationen zum Thema:

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KnowBe4 News und Wissenswertes

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Dr. Martin J. Krämer

knowbe4
Meet CAPY – The Cyber Awareness Program for You / Explore bite-sized, interactive lessons designed to protect your whole family. No fees. No fluff. Just safety.

McAfee, 20.05.2026
McAfee-Studie: Anhaltender Anstieg von Reisekosten führt Schnäppchenjäger vermehrt in Betrugsfallen. Jeder zweite Deutsche (48 %) ist bereits Opfer von Reisebetrug geworden!

datensicherheit.de, 20.07.2025
Zimperium-Warnung zum Sommerurlaub 2025: Weltweit mehr als fünf Millionen ungesicherte WLAN-Netze / Trotz bekannter WLAN-Risiken wählt sich jeder dritte Mobilnutzer in öffentliche Hotspots im Urlaub ein – und gefährdet ggf. private sowie dienstliche Daten

datensicherheit.de, 14.07.2025
Urlaub mit Social Media: Öffentliches WLAN nur geschützt nutzen / Wer unterwegs auf öffentlich zugängliche WLANs setzt – etwa um Urlaubsinhalte hochzuladen, Nachrichten zu verschicken oder zu browsen – setzt sich häufig unnötigen Risiken aus, warnt Kaspersky

datensicherheit.de, 09.07.2025
Urlaubsfotos in Sozialen Medien: Nur fünf Prozent machen Kindergesichter unkenntlich / Zwar ist das Bewusstsein für Risiken beim Posten von Kinderfotos gewachsen – doch sollten sich Eltern stets vorbildhaft um die eigene Privatsphäre und die ihrer Kinder bemühen

datensicherheit.de, 08.06.2025
WLAN auf Reisen: Jeder siebte Urlauber gefährdet eigene Datensicherheit / Fünf Prozent der Befragten haben sich bisher noch gar nicht mit Cybersicherheitsrisiken im Urlaub beschäftigt

datensicherheit.de, 30.05.2025
Sommerurlaub 2025 voraus: 7 KnowBe4-Cybersicherheitstipps für Reisen / KnowBe4 hat elementare Tipps für die Reisesicherheit veröffentlicht – speziell auf aktuelle Cybersicherheitsbedrohungen zugeschnitten

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Betrugsversuche voraus: Schnäppchenjagd zum Amazon Prime Day 2026 https://www.datensicherheit.de/betrugsversuche-voraus-schnaeppchenjagd-zum-amazon-prime-day-2026 Mon, 22 Jun 2026 22:14:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=55147 Große Einkaufsereignisse, wie aktuell der „Amazon Prime Day 2026“, vereinen genau jene von Cyberangreifern ausgenutzten Faktoren – eine weltweit vertrauenswürdige Marke, Zeitdruck und eine hohe Kaufbereitschaft

[datensicherheit.de, 23.06.2026] Der nächste „Amazon Prime Day“ findet vom 23. bis 26. Juni 2026 statt, an dem laut einer aktuellen Meldung von „Check Point Research“ (CPR) mehr als 25 Länder teilnehmen – demnach an einem der größten „Shopping-Events“ des Jahres. Verbraucher werden dann wohl mit „Millionen von Angeboten“ konfrontiert – jedenfalls für Cyberbetrüger eine ideale Gelegenheit, „fette Beute“ zu machen. Große Einkaufsereignisse vereinen eben genau die Faktoren, welche Angreifer ausnutzen – eine weltweit vertrauenswürdige Marke, Zeitdruck und eine hohe Kaufbereitschaft.

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Abbildung: CHECK POINT RESEARCH

Italienische „Prime“-Kunden im Visier: „amzn-buono[.]click“ – ein Beispiel für eine gefälschte Gutschein-Webseite

„Amazon Prime Day 2026“: Im Vorfeld eine deutliche Zunahme verdächtiger Infrastruktur festgestellt

Kampagnen für Cyberbetrug würden nicht spontan am Tag der jeweiligen Veranstaltung inszeniert – vielmehr handele es sich um eine nach einem festen Zeitplan ablaufende Aktion.

  • So seien zwischen Dezember 2025 und Mai 2026 weltweit 6.843 neue Domains mit „amazon“-Bezug registriert worden. Bereits im Vorfeld des „Prime Day 2026“ hätten CPR-Sicherheitsforscher eine deutliche Zunahme verdächtiger Infrastruktur beobachtet.

Der Höhepunkt sei im April 2026 mit 1.446 neuen Domains in nur einem Monat erreicht worden – und das rund zwei Monate vor dem „Event“. Im Mai 2026 seien weitere 1.267 Domains hinzugekommen. Bereits 9,2 Prozent der im Mai 2026 registrierten Domains seien als „bösartig“ oder „verdächtig“ eingestuft worden.

Angriffe im Kontext des „Amazon Prime Day“ treffen nicht nur Käufer

Auch die Branchen rund um den „Amazon Prime Day“ gerieten verstärkt unter Druck. So hätten Finanzdienstleister im Mai 2026 durchschnittlich 1.939 Angriffe pro Woche verzeichnet – ein Plus von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr.

  • Unternehmen aus den Bereichen Konsumgüter und Dienstleistungen – darunter Internethändler und Online-Shops – seien auf 1.809 Angriffe pro Woche gekommen, was einem Anstieg von vier Prozent entspreche.

Der „Prime Day“ sei somit nicht nur ein Marketingereignis, sondern stelle auch eine messbare Belastungsprobe für die gesamte Einzelhandels- und Zahlungsinfrastruktur dar.

Gefälschte „amazon“-Webseiten und regionale Kampagnen

Die Forscher hätten mehrere koordinierte „Domain Squatting“-Kampagnen identifiziert. Eine davon nutze Domains nach dem Muster „amazon-prime.[TLD]“, bei denen lediglich die Endung variiere.

  • Beispiele seien „.help“, „.cam“, „.cc“, „.club“, „.app“ und „.buzz“. Das Ziel bestehe darin, „Prime“-Mitglieder über verschiedene Domain-Endungen hinweg abzufangen und die Kampagne funktionsfähig zu halten – selbst bei Abschaltung einzelner Domains.

Ein weiteres Beispiel richte sich gezielt an italienische „Prime“-Mitglieder: „amzn-buono[.]click“, im Januar 2026 registriert, präsentiere eine gefälschte Gutscheinseite mit einer vermeintlichen „Buoni propositi“-Aktion. Diese Webseite sei zeitlich auf die „Prime Day“-Kommunikation abgestimmt und locke Nutzer mit angeblichen Sondergutschriften oder Prämien.

Gefälschte Shop- und Produktseiten mit „amazon“-Erscheinungsbild

Darüber hinaus erstellten Angreifer nicht nur gefälschte Login-Seiten, sondern ganze Shop- und Produktseiten mit „amazon“-Erscheinungsbild. Es gebe beispielsweise Webseiten, welche das „amazon“-Marktplatz-Erlebnis mit Branding, Kategorien und Produktanzeigen nachahmten.

  • Oder es gebe gefälschte Produktseiten mit Sterne-Bewertungen, „Prime“-Hinweisen und künstlicher Dringlichkeit. Das Ziel bestehe darin, Nutzer zum schnellen Klicken, Einloggen oder Bezahlen zu bewegen – eben noch vor einer möglichen Überprüfung der URL oder des Angebots.

Auch SMS-Betrug und Kontoübernahmeversuche nähmen rund um solche „Shopping-Events“ zu. Nachrichten über angeblich verzögerte Lieferungen, 2FA-Codes oder dringende Kontoaktionen sollten Zugangsdaten stehlen und echte „amazon“-Konten kompromittieren.

Sicherheitstipp für Verbraucher: „amazon“ immer nur direkt aufrufen

Verbraucher sollten „amazon“ direkt über die offizielle Website oder App aufrufen – und nicht über Links in E-Mails, SMS-Nachrichten oder Anzeigen. Vor dem Einloggen oder Bezahlen sollte die vollständige Web-Adresse genau geprüft werden, insbesondere auf zusätzliche Zeichen, Bindestriche oder ungewöhnliche Endungen. Das Vorhängeschloss-Symbol allein reiche nicht aus, da HTTPS lediglich eine verschlüsselte Verbindung bestätige, nicht aber die Seriosität der Website.

  • Sichere, einzigartige Passwörter und eine aktivierte Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) erschwerten die Übernahme des Kontos. Bei besonders günstigen Angeboten, künstlicher Dringlichkeit oder Drohungen mit Kontosperrung sei besondere Vorsicht geboten. Für Zahlungen würden sich Kreditkarten, virtuelle Karten oder vertrauenswürdige Zahlungsdienste empfehlen, da diese einen besseren Schutz bei Betrug böten und eine einfachere Streitbeilegung ermöglichten.

Der „Prime Day“ sollte für Verbraucher ein „Shopping-Event“ bleiben und kein Einfallstor für Betrug sein. Schon wenige zusätzliche Sekunden zur Prüfung einer URL, eines Angebots oder einer Nachricht könnten ausreichen, um einen kostspieligen Fehler zu vermeiden.

Weitere Informationen zum Thema:

cp<r> CHECK POINT RESEARCH
ABOUT US: Check Point Research provides leading cyber threat intelligence to Check Point Software customers and the greater intelligence community. The research team collects and analyzes global cyber attack data stored on ThreatCloud to keep hackers at bay, while ensuring all Check Point products are updated with the latest protections…

CHECK POINT, Check Point Research, 19.06.2026
Amazon Prime Day 2026: Bargains Begin June 23 — and So Do the Scams

datensicherheit.de, 05.10.2025
Schnäppchen und Phishing voraus: Amazon Prime Day am 7. und 8. Oktober 2025 / Die Shopping-Aktionstage bei „Amazon“ werden bereits von Phishing-Mails und hunderten bösartigen Domains überschattet, warnt Check Point Research (CPR)

datensicherheit.de, 14.02.2026
Fake-WebShops und -Dating-Plattformen: Verschärfung der Cyberbedrohungen rund um den Valentinstag / Der alljährliche Valentinstag am 14. Februar ist nicht nur für Liebende ein bedeutendes Datum – auch im cyberkriminellen Kalender hat er als Köder einen bedeutenden Platz

datensicherheit.de, 18.06.2021
Amazon Prime Day 2021: Thales gibt 5 Tipps für sicheres Shopping / Thales warnt, dass persönliche Daten noch lange nach der Lieferung durch Cyber-Angriffe gefährdet sind

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Identitätsbetrug: FTC meldet Verluste in Höhe von 3,5 Milliarden US-Dollar https://www.datensicherheit.de/identitaetsbetrug-ftc-meldung-verlust-3-komma-5-milliarden-us-dollar Fri, 19 Jun 2026 22:54:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=55084 Die Erkenntnisse der Federal Trade Commission (FTC) sind erschreckend – die Verluste stammen zu einem großen Teil aus Kontakten über Social-Media-Plattformen

[datensicherheit.de, 20.06.2026] Die US-amerikanische Federal Trade Commission (FTC) hat für 2025 Verluste in Höhe von 3,5 Milliarden US-Dollar durch Identitätsbetrug gemeldet. Dieses Phänomen kennt offenbar keine Grenzen und zeigt laut einer aktuellen Stellungnahme von Darren Guccione, CEO und Mitbegründer von Keeper Security, dass der Schutz digitaler Identitäten eine weltweite Notwendigkeit ist. Er beleuchtet die Hintergründe dieser Herausforderung und gibt Handlungsempfehlungen.

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Foto: Keeper Security

Darren Guccione warnt, dass die Identität zu einer hochwertigen Angriffsfläche geworden ist und sich Identitätsbetrug als bevorzugter Angriffsvektor etabliert

Über 2,1 Milliarden US-Dollar Verluste auf Social-Media-Plattformen zurückzuführen

Guccione führt aus: „Die Erkenntnisse der Federal Trade Commission (FTC), wonach Amerikaner im vergangenen Jahr 3,5 Milliarden Dollar durch Identitätsbetrug verloren haben – fast das Dreifache des Wertes von 2020 –, sind erschreckend. Aufschlussreicher ist jedoch, woher diese Verluste stammten.“

  • Über 2,1 Milliarden US-Dollar ließen sich demnach auf Social-Media-Plattformen zurückführen und fast jedes dritte Opfer sei zunächst über Soziale Kanäle kontaktiert worden.

„Zwar wäre es naheliegend, dies als ein Problem der Verbraucheraufklärung zu betrachten, doch in Wirklichkeit handelt es sich um ein Problem der Identitätsprüfung auf infrastruktureller Ebene“, unterstreicht Guccione.

Ausmaß der von der FTC gemeldeten Verluste spiegelt fehlende bzw. inkonsequente Kontrollmaßnahmen wider

Was Identitätsbetrugsangriffe laut Guccione so effektiv macht, ist die Authentizität der Interaktion: KI-generierte Stimmen, realistische Nachrichten und überzeugende Identitätsfälschungen hätten die Eintrittsbarriere für Betrüger drastisch gesenkt. Der Vertrauensverlust betreffe Unternehmen ebenso wie Privatpersonen. „Allein durch Identitätsbetrug im geschäftlichen Umfeld entstanden Verluste in Höhe von fast einer Milliarde US-Dollar.“

  • Eine Studie von Keeper aus dem Jahr 2026 zeige, dass KI-gestütztes „Social Engineering“ mittlerweile zu den größten Sorgen von Sicherheitsverantwortlichen weltweit zähle und von 35 Prozent der Befragten genannt werde. „Dies unterstreicht, wie sehr die Identität zu einer hochwertigen Angriffsfläche geworden ist und wie sich Identitätsbetrug als bevorzugter Angriffsvektor etabliert hat.“

Die Abwehr nun könne sich nicht allein auf Sensibilisierung stützen. Phishing-resistente Authentifizierung, strenge Verwaltung von Zugangsdaten und Echtzeitüberwachung auf identitätsbasierte Anomalien seien mittlerweile die grundlegenden Kontrollmaßnahmen, welche es erheblich erschwerten, Identitätsbetrugsangriffe erfolgreich durchzuführen. „Das Ausmaß der von der FTC gemeldeten Verluste spiegelt wider, was passiert, wenn diese Kontrollmaßnahmen fehlen oder inkonsequent angewendet werden“, gibt Guccione abschließend zu bedenken.

Weitere Informationen zum Thema:

KEEPER
Wir sind Keeper Security

KEEPER
Keeper Security Author Darren Guccione / Aktuelle Artikel von Darren

FEDERAL TRADE COMMISION, 25.03.2026
FTC Testifies before the Joint Economic Committee on Agency’s Efforts to Combat Fraud

datensicherheit.de, 30.03.2026
Cybercrime Report zeigt einen deutlichen Anstieg bei synthetischem Identitätsbetrug / Synthetische Identitäten und agentische Bots, die menschliches Verhalten imitieren, treiben den weltweiten Anstieg von Betrugsangriffen um 8 %, so LexisNexis Risk Solutions. Der neueste Cybercrime Report zeigt einen deutlichen Anstieg bei synthetischem Identitätsbetrug, Bot-gesteuerten Angriffen und Kontoübernahmen weltweit, während First-Party-Fraud weiterhin die am häufigsten gemeldete Betrugsform bleibt.

datensicherheit.de, 20.02.2026
Olympische Winterspiele – Angriffe auf digitale Identitäten als größtes Cyberrisiko / Die größte Herausforderung für die Cybersicherheit der Olympischen Winterspiele 2026 sind nicht Schadprogramme oder fehlende Sicherheitspatches, sondern Angriffe auf digitale Identitäten.

datensicherheit.de, 14.07.2025
KI-Waffe Deepfake: Betrug, Identitätsdiebstahl und Angriffe auf Unternehmen / Ein neuer Bericht von Trend Micro zeigt Methoden hinter deepfake-gestützter Cyberkriminalität auf

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Malwarebytes Scam Number Check: Kostenlose Rückwärtssuche für Telefonnummern zum Verbraucherschutz https://www.datensicherheit.de/malwarebytes-scam-number-check-kostenlos-rueckwaertssuche Fri, 05 Jun 2026 22:33:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=54802 Die neue eigenständige Malwarebytes-Anwendung kann Betrugsversuche schnell und ohne Anmeldung überprüfen

[datensicherheit.de, 06.06.2026] Malwarebytes hat „Malwarebytes Scam Number Check“ vorgestellt – dieses kostenlose, eigenständige Web-Angebot soll Verbrauchern dabei helfen, schnell herauszufinden, ob eine Telefonnummer mit Betrugsaktivitäten in Verbindung stehen könnte.

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Abbildung: Malwarebytes

„Malwarebytes Scam Number Check“ beruht auf bewährter „Threat Intelligence“ von Malwarebytes

Viele Betrugsversuche beginnen mit einem scheinbar harmlosen Anruf oder einer Textnachricht

Das neue „Tool“ von Malwarebytes beantwortet demnach die Frage „Ist diese Telefonnummer sicher?“ mit einer schnellen Rückwärtssuche. „Zusätzlich liefert es Hinweise aus der ,Community’: Nutzer werden informiert, wenn andere Personen bei dieser Nummer bereits Betrugsversuche gemeldet haben.“

  • Nutzer können selbst ebenfalls eine Nummer melden und weitere Angaben zur Art des Anrufs oder der Nachricht machen, etwa zu „Robocalls“, Betrug oder vermeintlichen Lieferbenachrichtigungen.

Laut dem aktuellen IC3-Bericht haben Betrüger US-Amerikanern im vergangenen Jahr mehr als 21 Milliarden US-Dollar gestohlen. Daten von „Malwarebytes Scam Guard“ zeigten zudem, dass telefongestütztes „Social Engineering“ zu den fünf häufigsten Betrugsmaschen gehört. „Dies macht deutlich, dass viele Betrugsversuche mit einem scheinbar harmlosen Anruf oder einer Textnachricht von einer seriös wirkenden Telefonnummer beginnen, die für betrügerische Zwecke gefälscht wurde.“

Verbraucher benötigen einfache und wirksame Werkzeuge zur Abwehr von Betrugsversuchen

Ein einfacher Check, ob eine Nummer tatsächlich legitim ist oder ob andere Menschen in der Region diese Masche schon gesehen haben, kann wertvolle Hinweise liefern. So könnten Betroffene schneller auflegen und die Nummer direkt melden. Das „Tool“ basiere auf der „Threat-Intelligence-Engine“ von Malwarebytes und werte Carrier-Daten, Kontextsignale und bekannte Betrugsindikatoren aus Millionen von Beispielen in der Unternehmensdatenbank aus, um relevante Erkenntnisse bereitzustellen.

  • „Die meisten Menschen haben keine IT-Abteilung, keinen CISO und keine formale Ausbildung in IT-Sicherheit. Trotzdem sollen sie sich in einer Welt zurechtfinden, in der Betrugsmaschen immer raffinierter werden“, kommentiert Michael Sherwood, „VP of Product“ bei Malwarebytes.

Er betont: „Wir müssen den Menschen einfache und wirksame Werkzeuge an die Hand geben, mit denen sie sich wehren können. Der ,Scam Number Check’ bietet eine schnelle und vertrauenswürdige Möglichkeit, eine Telefonnummer zu prüfen und eine fundierte Entscheidung zu treffen. Gleichzeitig können Nutzer anderen in ihrer ,Community‘ helfen, indem sie Betrugs- und Spam-Anrufe melden. Das macht alle ein Stück sicherer.“

Leicht verständliche Hinweise, wie sich Betrugsversuche erkennen und vermeiden lassen

Statt offenzulegen, wem eine Nummer gehört, konzentriere sich Malwarebytes auf das, worauf es wirklich ankommt: Nutzern schnell und verlässlich dabei zu helfen, einzuschätzen, ob eine Nummer sicher und vertrauenswürdig ist, ohne dabei die Privatsphäre zu gefährden. Das Angebot gebe außerdem leicht verständliche Hinweise, wie sich Betrugsversuche erkennen und vermeiden lassen.

Die wichtigsten Funktionen von „Malwarebytes Scam Number Check“:

  • Kostenlose Rückwärtssuche für Telefonnummern, ohne Anmeldung.
  • Erkenntnisse zur Betrugserkennung auf Basis der Threat-Intelligence-Engine von Malwarebytes, die Telefonnummern aus bösartigen Betrugskampagnen erkennt und extrahiert.
  • Zusätzliche Einordnung durch gebündelte Threat-Intelligence-Daten.

Der „Scam Number Check“ sei Teil der umfassenden Bemühungen von Malwarebytes, leicht zugängliche und benutzerfreundliche Cybersicherheits-Tools bereitzustellen, um Menschen zu helfen, sich online besser zu schützen. Es soll die wachsende Auswahl an kostenlosen Ressourcen ergänzen, welche bereits praktische Unterstützung rund um Sicherheit und Datenschutz bieten.

Weitere Informationen zum Thema:

Malwarebytes
All-in-one protection, trusted by millions. / Why choose individual apps and products when you can have all-in-one cybersecurity, identity, privacy, and device protection in one powerful dashboard? From free to subscription products and features, our mission is to make cybersecurity simple and accessible for everyone, no matter where or how you connect.

Malwarebytes
Got a suspicious call? / Check if a phone number is safe with Malwarebytes Scam Number Check. Identify spam and uncover scams for free.

Malwarebytes Labs
Posts By Michael Sherwood

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datensicherheit.de, 05.12.2025
Dreiste Anruf-Maschen: Trickbetrüger missbrauchen persönliche Informationen als Köder / Viele maliziöse Anrufer haben im November 2025 detaillierte Informationen wie Adressen, Geburtsdaten oder sogar den Pflegegrad missbraucht, um glaubwürdiger zu wirken

datensicherheit.de, 13.04.2025
Zunehmendes Unbehagen vor Telefonaten: Ein Drittel hat bereits notwendige Anrufe aufgeschoben / Vier von zehn Befragten schreiben Freunden und Familie lieber eine Textnachricht und ein Drittel wünscht vorab eine Ankündigung eines Telefonanrufs

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Warnung an Unternehmen: Gefälschte E-Mails der Verbraucherzentrale Hamburg https://www.datensicherheit.de/warnung-unternehmen-faelschung-e-mails-verbraucherzentrale-hamburg Sat, 09 May 2026 22:01:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=54376 Cyberkrimineller Absender fordert Stellungnahmen zu angeblichen Verbraucherbeschwerden auf – Opfer sollen verlinkten Online-Kalender zur angeblichen Terminvereinbarung nutzen

[datensicherheit.de, 10.05.2026] Ein dubioser Absender fordert von Unternehmen Stellungnahmen zu angeblichen Verbraucherbeschwerden an – die Verbraucherzentrale Hamburg (vzhh) warnt daher vor solchen betrügerischen E-Mails, welche demnach derzeit gezielt an Unternehmen versendet werden und fälschlicherweise den Eindruck erwecken, von der vzhh zu stammen. Darin werde behauptet, bei den Verbraucherschützern seien zahlreiche Beschwerden von Verbrauchern über die Geschäftspraktiken der angeschriebenen Unternehmen eingegangen. Insbesondere werde diesen vorgeworfen, Kunden bewusst an einer fristgerechten Kündigung bestehender Verträge zu hindern.

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Foto: © Matthias Kruettgen

Cyberkriminelle missbrauchen Reputation der Verbraucherzentrale Hamburg

Öffentliche Warnung über angebliches Web-Portal „Verbraucher-Radar“ angedroht

Die Empfänger der Nachrichten seien aufgefordert, zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen und über einen in der E-Mail verlinkten Online-Kalender einen Termin zu vereinbaren. Für den Fall einer ausbleibenden Rückmeldung werde mit einer öffentlichen Warnung auf einem Portal namens „Verbraucher-Radar“ sowie mit rechtlichen Schritten gedroht.

  • Diese Anschreiben seien unter anderem mit der Signatur einer angeblichen „Dr. Karin Jakobi, Rechtsanwältin • Fachanwältin für Handels- und Gesellschaftsrecht“ versehen. Als Absender erscheine die gefälschte E-Mail-Adresse „noreply@verbraucherzentrale-harnburg.bzfsm.de“ – auffällig hieran sei die fehlerhafte Schreibweise: „Harnburg“ statt „Hamburg“.

Die vzhh stellt ausdrücklich klar, dass diese E-Mails nicht von ihr stammen: „Wir betreiben kein Portal mit dem Namen ,Verbraucher-Radar’, auch die verwendeten Domains und verlinkten Internetseiten stehen in keinerlei Verbindung zu uns!“, betont Julia Rehberg von der vzhh.

Offizielle Anforderungen von Stellungnahmen zu Verbraucherbeschwerden in der Regel per Post

Rehberg führt weiter aus: „Zwar kommt es vor, dass wir Unternehmen im Rahmen unserer Arbeit um Stellungnahmen zu Verbraucherbeschwerden bitten, doch diese Schreiben versenden wir in der Regel per Post.“

  • Sie stellt klar: „Wenn wir E-Mails verschicken, dann haben die Adressen immer die offizielle Domain ,vzhh.de’.“

Die vzhh rät Unternehmen daher dringend dazu, nicht auf die in den E-Mails enthaltenen Links zu klicken, keine Daten preiszugeben und die Nachrichten umgehend zu löschen. Verdächtige E-Mails könnten zu Dokumentationszwecken an die vzhh weitergeleitet werden.

Weitere Informationen zum Thema:

Verbraucherzentrale Hamburg
Über uns: Von A wie Altersvorsorge bis Z wie Zusatzstoffe in Lebensmitteln – wir bieten Informationen, Beratung, Vorträge sowie Publikationen zu (fast) allen Themen, die Verbraucherinnen und Verbraucher betreffen. Wir unterstützen Ratsuchende bei der Durchsetzung ihrer Interessen in Fragen des privaten Konsums – kompetent und anbieterunabhängig.

Verbraucherzentrale Hamburg
Achtung, falsche Verbraucherschützer! Dubiose Geschäftemacher geben sich immer wieder als Mitarbeitende der Verbraucherzentrale Hamburg aus. Sie verwenden unseren Namen, um Vertrauen zu gewinnen und Menschen Geld oder persönliche Daten zu klauen. Die Maschen sind vielfältig. Aktuell sind auch Unternehmen betroffen. Seien Sie vorsichtig!

datensicherheit.de, 07.04.2021
Unseriöse Trittbrettfahrer: vzhh warnt vor Betrug / Dubiose Geschäftemacher geben sich Mitarbeiter der Verbraucherzentrale Hamburg (vzhh) aus

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USA auf Platz 1: Globaler Deepfake-Betrug hat 2,19 Milliarden US-Dollar erreicht https://www.datensicherheit.de/usa-platz-1-global-deepfake-betrug-219-milliarden-us-dollar Sat, 18 Apr 2026 22:33:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=54010 2019 noch als „Deepfake-Phänomen“ wahrgenommen, hat es sich inzwischen offensichtlich zu einer ernsthaften Cyberbedrohung entwickelt

[datensicherheit.de, 19.04.2026] 2019 noch als bloßes „Deepfake-Phänomen“ wahrgenommen, hat es sich inzwischen offensichtlich zu einer ernsthaften Cyberbedrohung entwickelt: Kriminelle nutzen demnach täuschend echte, mittels Künstlicher Intelligenz (KI) generierte Inhalte immer häufiger, um gezielt Geld zu erbeuten. Laut einer aktuellen SurfsharkAnalyse belaufen sich die weltweiten Verluste durch Deepfake-Betrug bereits auf 2,19 Milliarden US-Dollar (rund 2,0 Milliarden Euro). Die Surfshark-Auswertung zeigt auf, welche Länder besonders betroffen sind und welche Betrugsmaschen aktuell dominieren.

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Abbildung: Surfshark

Globaler Deepfake-Betrug erreicht 2,19 Milliarden USD – die USA auf Platz 1

USA aktuell der Deepfake-Hotspot

Die USA seien derzeit das Hauptziel von Deepfake-Betrug und verzeichneten Verluste in Höhe von 712 Millionen US-Dollar. Rund 43 Prozent davon entfallen auf Angriffe im Unternehmenskontext – etwa durch manipulierte Video- oder Audioinhalte, mit denen Unternehmen zu Überweisungen bewegt oder gefälschte Bewerber in Remote-Positionen eingeschleust würden.

  • Weitere 31 Prozent der Schäden gingen auf betrügerische Investmentangebote zurück. „Besonders auffällig ist ein alarmierender Trend, der bislang fast ausschließlich in den USA zu beobachten ist – sogenannte Deepfake-Familienbetrugsfälle.“

Die USA stehen derzeit für 99,9 Prozent der weltweiten Verluste in diesem Bereich – mit Schäden von bereits 124 Millionen US-Dollar. Diese Methode mache inzwischen 17 Prozent aller per Deepfake bedingten Verluste im Land aus. „Auch wenn es aktuell vor allem ein US-Phänomen ist, könnte sich diese Betrugsform schnell zu einer globalen Bedrohung entwickeln!“, warnt Dr. Luis Costa, „Research Lead“ bei Surfshark.

Auch Europa im Deepfake-Fokus – Deutschland auf Platz 14

Auch in Europa zeige sich die wachsende Dimension des Problems: Großbritannien (149 Mio. US-Dollar), Schweden (63 Mio. US-Dollar) und Spanien (56 Mio. US-Dollar) zählten zu den zehn am stärksten betroffenen Ländern weltweit. In diesen Märkten seien rund 90 Prozent der Verluste auf solche Deepfakes zurückzuführen, bei denen prominente Persönlichkeiten vermeintliche Investmentprodukte bewerben. In Deutschland summierten sich die Schäden durch Deepfake-Betrug bereits auf 8,6 Millionen Euro. Sämtliche untersuchten Fälle gingen auf manipulierte Inhalte zurück, in denen Prominente für betrügerische Investmentangebote eingesetzt worden seien.

  • Im internationalen Vergleich liege Deutschland damit auf Platz 14 von 36 untersuchten Ländern und gehöre bislang zu den weniger stark betroffenen Märkten. Zum Vergleich: In Österreich beliefen sich die Verluste bereits auf 19,4 Millionen Euro.

Der medial viel diskutierte Deepfake-Skandal um Collien Fernandes habe dem Thema hierzulande zusätzliche Aufmerksamkeit verliehen und die öffentliche Debatte maßgeblich geprägt. Dieser Fall zeige deutlich, wie realistisch und zugleich missbrauchsanfällig diese Technologie inzwischen sei.

Regionale Unterschiede bei Deepfake-Betrugsmaschen

Ein Blick auf weitere stark betroffene Länder zeige deutliche Unterschiede in den eingesetzten Methoden:

  • Malaysia belege mit 502 Millionen US-Dollar Platz 2 weltweit, wobei 99,7 Prozent der Schäden auf Deepfake-Investmentbetrug zurückzuführen seien.
  • Hongkong folge mit 229 Millionen US-Dollar und gelte als globaler Hotspot für Romance-Scams mit Deepfake-Technologie (105 Mio. US-Dollar).
  • Indonesien (139 Mio. US-Dollar) stelle einen Sonderfall dar: Dort seien Deepfakes gezielt eingesetzt worden, um Sicherheitsmechanismen von Banken zu umgehen und betrügerische Kredite zu erlangen.

Erfolgreichste Deepfake-Betrugsstrategien

Die mit Abstand erfolgreichste Methode sei die Nutzung von Deepfakes bekannter Persönlichkeiten oder Regierungsvertretern zur Bewerbung vermeintlicher Investmentmöglichkeiten.

Diese Masche sei für Schäden in Höhe von 1,13 Milliarden US-Dollar verantwortlich und mache 52 Prozent aller dokumentierten Fälle aus.

Weitere häufige Betrugsformen sind laut Surfshark:

  • Angriffe auf Unternehmen, etwa durch CEO-Imitationen zur Auslösung unautorisierter Transaktionen (25%)
  • Finanzbetrug durch Identitätsdiebstahl und missbräuchliche Kreditaufnahmen (9%)
  • Romance-Scams mit Deepfake-Inhalten (7%)
  • Betrug durch Nachahmung von Familienmitgliedern (6%)
  • Sonstige Deepfake-Betrugsformen (2 %)

Weitere Informationen zum Thema:

Surfshark
Wir entwickeln die populärsten Sicherheitsprodukte für Menschen in der ganzen Welt / Unser Ziel ist es, Menschen die volle Kontrolle über ihr digitales Leben zu ermöglichen, das Bewusstsein für die sich entwickelnden Online-Bedrohungen zu schärfen, Barrierefreiheit zu fördern und die Zukunft des Internets zu sichern. Wir arbeiten an einer Zukunft, in der das Internet eine offene, integrative und unschätzbare globale Ressource für alle bleibt.

Surfshark
About Surfshark’s research hub / Surfshark’s research hub team – Dr Luís Costa, Research Lead

Surfshark, Research, 31.03.2026
Global deepfake fraud reaches $2.19B — US leads in losses

datensicherheit.de, 02.02.2026
Zunahme Deepfake-Betrug: facebook bevorzugt im Visier Cyberkrimineller / Surfshark meldet, dass im Jahr 2025 ein Schaden von über eine Milliarde US-Dollar allein durch Deepfake-Betrug entstanden ist – Soziale Medien spielen dabei eine große Rolle

datensicherheit.de, 19.12.2025
Bekämpfung von KI-gestütztem Social Engineering: KnowBe4 stellt Deepfake-Training bereit / KnowBe4 hat als Anbieter einer weltweit renommierten Plattform, welche sich umfassend mit „Human Risk Management“ und agentenbasierter KI befasst, nun eine Deepfake-Schulung vorgestellt

datensicherheit.de, 08.12.2025
Deepfake-Angriffe: 2025 von quantitativer Zunahme wie qualitativer Raffinesse geprägt / Sowohl quanti- als auch qualitativ haben KI-basierte Betrugsfälle 2025 merklich zugelegt – bei jedem fünften von ihnen wird mittlerweile auf Deepfakes gesetzt

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Modellcharakter: Fakeshop-Finder mit Deutschem Präventionspreis 2026 ausgezeichnet https://www.datensicherheit.de/modellcharakter-fakeshop-finder-deutscher-praeventionspreis-2026 Thu, 16 Apr 2026 22:03:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=53886 Online-KI-Unterstützung für Verbraucher zur Aufspürung von Fakeshops im Internet

[datensicherheit.de, 17.04.2026] Der „Fakeshop-Finder“ ist ein Projekt der Verbraucherzentrale NRW sowie der Verbraucherzentralen in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hessen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein. Nun hat die Verbraucherzentrale NRW mit dem „Fakeshop-Finder“ als einer von drei Preisträgern den „Deutschen Präventionspreis 2026“ gewonnen. Diese Auszeichnung soll Projekte, Konzepte oder Maßnahmen würdigen, welche vorbeugend in die Gesellschaft wirken. Der Preis wird von der gemeinnützigen Gesellschaft Deutscher Präventionstag (DPT) in Kooperation mit der Deutschen Stiftung für Verbrechensverhütung und Straffälligenhilfe (DVS) vergeben.

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Abbildung: Verbraucherzentrale NRW

„Fakeshop-Finder“ seit 2022 Online-Hilfe für Verbraucher

„Fakeshop-Finder“ echtes Vorbild für einfache, wirksame und zukunftsweisende Prävention

Mit der sich auf Künstliche Intelligenz (KI) stützenden Anwendung „Fakeshop-Finder“, welche Verbraucher vor betrügerischen Onlineshops schützen soll, hat die Verbraucherzentrale NRW demnach in einem Feld von 20 Bewerbungen überzeugt und eindrucksvoll demonstriert, wie digitale Prävention wirksam in die Praxis umgesetzt werden kann.

  • Die Jury habe den „Modellcharakter“ gelobt: Dieses bundesweit einzigartige Projekt im Verbraucherschutz sei „ein echtes Vorbild für einfache, wirksame und zukunftsweisende Prävention“. Die Juroren hätten zudem die Übertragbarkeit des Modells auf andere Staaten hervorgehoben.

Das Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro fließe in die weitere Projektarbeit. „Der Fakeshop-Finder ist ein Beispiel dafür, wie Künstliche Intelligenz sinnvoll und verantwortungsvoll eingesetzt werden kann. Einfach, schnell und zuverlässig schützt das Online-Tool jeden Tag Tausende Menschen vor Betrug“, kommentiert Wolfgang Schuldzinski, Vorstand der Verbraucherzentrale NRW.

Seit 2022 bereits über 100.000 Fakeshops identifiziert

Der „Fakeshop-Finder“ erleichtert es Nutzern, betrügerische Shops im Internet frühzeitig zu erkennen. Er wird federführend von der Verbraucherzentrale NRW, aber gemeinsam mit ihrem technischen Partner, der mindUp GmbH aus Konstanz, sowie Verbraucherzentralen aus acht weiteren Bundesländern betrieben.

  • Seit dem Start im Jahr 2022 seien bereits mehr als 100.000 Fakeshops identifiziert worden. In jedem Monat finde der „Fakeshop-Finder“ etwa 1.800 neue gefälschte Onlineshops. Mehr als elf Millionen Mal hätten Verbraucher den „Fakeshop-Finder“ bisher genutzt. Aktuell verzeichne die Verbraucherzentrale etwa 14.500 Aufrufe pro Tag.

Der „Deutsche Präventionspreis“ wird von der gemeinnützigen Gesellschaft Deutscher Präventionstag (DPT) in Kooperation mit der Deutschen Stiftung für Verbrechensverhütung und Straffälligenhilfe (DVS) ausgelobt. Im Jahr 2026 wurde nun der „Deutsche Präventionspreis“ zum ersten Mal vergeben.

Weitere Informationen zum Thema:

Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen
Unsere Beratung im Überblick: Ob persönlich, per Telefon oder E-Mail – wir sind für Sie da!

Verbraucherzentrale
Fakeshop-Finder: Ist dieser Online-Shop seriös?

Institut für Verbraucherwissenschaften
Wolfgang Schuldzinski / Vorstand Verbraucherzentrale NRW

DPT Deutscher Präventionstag
Leitbild

DPT Deutscher Präventionstag
Deutsche Stiftung für Verbrechensverhütung und Straffälligenhilfe (DVS)

DPT Deutscher Präventionstag
Auslobung Deutscher Präventionspreis / Im Jahr 2026 wird der Deutsche Präventionspreis (DPP) zum ersten Mal vergeben!

datensicherheit.de, 05.08.2022
Fakeshop-Finder prüft Web-Shops auf Echtheit / Wer etwas online etwas bestellen möchte, sollte die Internet-Adresse damit vorab überprüfen lassen

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KI-Betrug im Netz: Quellen-Überprüfung nur von einem Fünftel der Nutzer https://www.datensicherheit.de/ki-betrug-quellen-ueberpruefung-ein-fuenftel-nutzer Mon, 13 Apr 2026 22:45:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=53870 Fast die Hälfte der Internetnutzer in Deutschland sieht sich zwar in der Lage, mit KI generierte Inhalte zu erkennen – tatsächlich aber schaut bisher kaum jemand genauer hin

[datensicherheit.de, 14.04.2026] Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) weist in einer aktuellen Stellungnahme darauf hin, dass sich fast die Hälfte der Internetnutzer in Deutschland zwar in der Lage fühlt, mit Künstlicher Intelligenz (KI) generierte Inhalte zu erkennen. Tatsächlich aber schaue kaum jemand genauer hin: Nur eine Minderheit habe schon einmal etwa nach Unstimmigkeiten im Bild gesucht oder die Quelle überprüft (28 bzw. 19%). Der den Erkenntnissen zugrundeliegende „Cybersicherheitsmonitor“ ist ein bereits seit 2019 bestehendes Kooperationsprojekt von BSI und dem Programm „Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes“ (ProPK).

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Foto: BMI, Hennig Schacht

Claudia Plattner betont, dass KI-generierte Inhalte längst im Verbraucher-Alltag angekommen sind

BSI-Verbraucherschutz: Orientierung und Sensibilisierung zu KI-generierten Inhalten

Der „Cybersicherheitsmonitor“ des BSI und des ProPK zeigt demnach, wie hoch das Risiko ist, Opfer digitaler Betrugsmaschen zu werden. Die BSI-Präsidentin, Claudia Plattner, führt hierzu aus:

  • „KI-generierte Inhalte sind längst im Alltag von Verbraucherinnen und Verbrauchern angekommen. Um Risiken und Falschinformationen zu identifizieren, ist es daher unverzichtbar, zu erkennen, welche Inhalte, Beiträge und Darstellungen in der Online-Welt KI-generiert sind!“

Hier nun setze der BSI-Verbraucherschutz an: „Wir bieten Orientierung und sensibilisieren dafür, was mit KI möglich ist, wie KI-generierte Inhalte erkannt und welche Maßnahmen ergriffen werden können“, so Plattner.

Rund ein Drittel hat noch keine gängige Maßnahmen zur Erkennung KI-generierter Inhalte ergriffen

Dr. Stefanie Hinz, Landespolizeipräsidentin und ProPK-Vorsitzende, berichtet: „Eine Straftat, die wir im Polizeialltag aktuell häufig beobachten, ist der sogenannte Cybertrading-Fraud. Dabei versprechen Kriminelle schnelle Gewinne und hohe Rendite beim Online-Trading. Oft erstellen sie hierfür mithilfe von KI Videos, in denen Prominente für lukrative Anlagemöglichkeiten zu werben scheinen.“

  • Sie legt dringend nahe: „Wer im Internet auf solche Anlagemöglichkeiten stößt, sollte im ersten Schritt überlegen, ob das Angebot überhaupt realistisch ist – oder zu gut, um wahr zu sein.“

Im „Cybersicherheitsmonitor“ habe rund ein Drittel der Befragten noch keine einzige der gängigen Maßnahmen zur Erkennung von KI-generierten Inhalten ergriffen (32%). Immerhin: 40 Prozent hätten schon einmal überlegt, ob eine dargestellte Szene realistisch ist. Nur 28 Prozent hätten nach Unstimmigkeiten – etwa fehlerhaften Schatten oder Gliedmaßen – gesucht. 19 Prozent hätten zudem die Seriosität der jeweiligen Quelle recherchiert.

BSI bietet u.a. Checkliste mit Erkennungszeichen für KI-generierte Bilder

Auch das Wissen rund um mögliche Betrugsszenarien sei gering: Nur 38 Prozent hielten es für möglich, dass Cyberkriminelle zum Beispiel ein KI-Programm manipulieren, damit dieses sensible Daten weitergibt. Auch dass Cyberkriminelle unsichtbare Anweisungen für KI-Systeme in Dokumente einfügten, hielten nur 40 Prozent für denkbar. Tatsächlich seien aber beide Szenarien technisch möglich.

Auf den Websites von BSI und ProPK finden sich außerdem der Studienbericht zum Fokusthema „Online-Betrug & Künstliche Intelligenz“ des „Cybersicherheitsmonitors 2026“ sowie die Ergebnispräsentation. Am 11. Mai 2026 soll die Veröffentlichung der Ergebnisse der Hauptbefragung folgen, welche sich mit der Betroffenheit und dem Schutzverhalten der Bevölkerung beschäftigt.

Weitere Informationen zum Thema:

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
Auftrag: Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ist die Cybersicherheitsbehörde des Bundes und Gestalter einer sicheren Digitalisierung in Deutschland.

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
Die Leitung des BSI: Die Präsidentin – Claudia Plattner

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, CYMON Der Cybersicherheitsmonitor
Online-Betrug & Künstliche Intelligenz: Nur ein Fünftel überprüft die Quelle / Fokusthema zum Cybersicherheitsmonitor 2026

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
Erkennung KI-generierter Bilder: Hinweise und Beispiele für die Erkennung KI-generierter Bilder

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
BETRUG BEIM ONLINEBANKING: CHECKLISTE FÜR DEN ERNSTFALL

Stark im Amt
Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes

Baden-Württemberg, Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen
Landespolizeipräsidentin Dr. Stefanie Hinz

POLIZEILICHE KRIMINALPRÄVENTION DER LÄNDER UND DES BUNDES, 08.12.2025
Trading-Scam: Vorsicht vor Online-Anlagebetrug

POLIZEILICHE KRIMINALPRÄVENTION DER LÄNDER UND DES BUNDES
Cybersicherheitsmonitor

datensicherheit.de, 27.01.2025
Deepfakes: Wie Internet-Nutzer täuschend echte Fälschungen erkennen können / Immer häufiger tauchen aktuell sogenannte Deepfakes auf, d.h. mit Künstlicher Intelligenz manipulierte Fotos und Videos

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Theoretische Führerscheinprüfung: Betrug gefährdet Verkehrssicherheit https://www.datensicherheit.de/theorie-fuehrerscheinpruefung-betrug-gefaehrdung-verkehrssicherheit Mon, 30 Mar 2026 09:18:09 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=53586 Laut TÜV-Verband bleibt Prüfungsbetrug beim Führerschein auf hohem Niveau – 2025 wurden bundesweit 4.239 Täuschungsversuche in der theoretischen Fahrerlaubnisprüfung registriert

[datensicherheit.de, 30.03.2026] Der TÜV-Verband e.V. meldet, dass der Prüfungsbetrug beim Führerschein auf einem hohen Niveau bleibt: Im Jahr 2025 wurden demnach bundesweit 4.239 Täuschungsversuche in der theoretischen Fahrerlaubnisprüfung registriert. Dies sei ein leichter Anstieg von einem Prozent im Vergleich zum Vorjahr: Im Jahr 2024 sei die Zahl der Betrugsfälle noch um 13 Prozent auf 4.198 Fälle gestiegen und im Jahr 2023 sogar um 36 Prozent auf 3.759. Diese Erkenntnisse beruhen laut TÜV-Verband auf Daten aus Erhebungen der „TÜV | DEKRA arge tp 21“ – der aktuelle Datenreport zu den Fahrerlaubnisprüfungen 2025 sei zum Stichtag 31. Januar 2026 erhoben worden.

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Abbildung: © TÜV-Verband

Erkenntnisse aus den Erhebungen der „TÜV | DEKRA arge tp 21“ zum Jahr 2025

Zunehmend Betrugsfälle im Kontext organisierter Strukturen

„Die aktuellen Zahlen zeigen, dass sich der Prüfungsbetrug nach einem starken Anstieg in den Vorjahren auf einem hohen Niveau stabilisiert“, berichtet Fani Zaneta, Referentin für „Fahrerlaubnis und Verkehrssicherheit“ beim TÜV-Verband.

  • Sie führt weiter aus: „Gleichzeitig gehen wir von einem großen Dunkelfeld aus, da mutmaßlich nur ein Bruchteil der Täuschungen entdeckt wird.“ Dies habe Konsequenzen für die Verkehrssicherheit. Fahrschülern, welche sich ihre Fahrerlaubnis erschlichen, fehlten wichtige Kenntnisse im Straßenverkehr – damit gefährdeten sie dessen Sicherheit.

Besonders besorgniserregend sei zudem, dass hinter vielen Täuschungsversuchen zunehmend organisierte Strukturen stünden. Der TÜV-Verband warnt vor den Folgen für die Verkehrssicherheit und fordert ein konsequenteres Vorgehen der Behörden.

Häufiger Einsatz komplexer Technik beim Prüfungsbetrug

Laut den Erhebungen ist nach Einschätzung des TÜV-Verbands inzwischen gut jeder zweite Fall (53%) professionell organisiert. In 36 Prozent der Fälle würden technische Hilfsmittel wie nahezu unsichtbare Ohrhörer, Mini-Kameras oder andere versteckte Kommunikationstechnik eingesetzt. In weiteren 17 Prozent der Fälle seien sogenannte Stellvertreter entlarvt worden, welche die Prüfung für eine andere Person ablegen wollten.

  • „Für professionelle Strukturen spricht, dass in den Betrug neben den Fahrschülern weitere Personen involviert sind, die den Prüfling technisch unterstützen, aus der Ferne Lösungen übermitteln oder sich als Fahrschüler ausgeben“, so Zaneta. Darüber hinaus sei entsprechendes technisches Know-how notwendig, um bestimmte Betrugsmaschen durchführen zu können.

Mit klassischen Hilfsmitteln wie Spickzetteln erfolgten 44 Prozent der Täuschungsversuche. In den allermeisten Fällen sei die PKW-Klasse betroffen: 96 Prozent der festgestellten Täuschungsversuche (4.052 Fälle) fänden in der Klasse B statt, welche auch den Großteil der abgelegten Prüfungen ausmachten.

Organisierte Betrugsversuche sollten künftig als Straftatbestand gewertet werden

Im bundesweiten Vergleich zeigten sich deutliche Unterschiede: Die meisten Täuschungsversuche seien in Nordrhein-Westfalen registriert worden – mit 1.378 Fällen auf einem ähnlich hohen Niveau wie im Vorjahr (2024: 1.368). Dahinter folge Berlin mit 497 Fällen, das im Bundesländervergleich den stärksten Anstieg verzeichne und gegenüber dem Vorjahr um rund 25 Prozent zugelegt habe. Platz 3 belege Bayern mit 449 Täuschungsversuchen. Deutlich niedriger seien die Fallzahlen in kleineren Bundesländern: Im Saarland sei mit 19 Fällen die geringste Zahl an Täuschungsversuchen erfasst worden, in Mecklenburg-Vorpommern seien es 23 und in Bremen 41.

  • „Organisierter Prüfungsbetrug ist kein Kavaliersdelikt!“, betont Zaneta. Sie stellt klar: „Wer bei der theoretischen Fahrprüfung täuscht, bringt sich und andere in Gefahr. Wir brauchen deshalb klare Regeln, die konsequent von den Behörden angewendet werden!“

Um eine wirksame Abschreckung sicherzustellen, sollten Instrumente wie Sperrfristen oder Medizinisch-Psychologische Untersuchungen (MPU) bei organisierten Täuschungsversuchen bundesweit angeordnet werden. Darüber hinaus sollten aus Sicht des TÜV-Verbands die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden, um organisierte Täuschungsversuche künftig als Straftatbestand zu werten, auch für beteiligte Dritte.

Weitere Informationen zum Thema:

TÜV VERBAND
Über uns

politik&kommunikation, 15.04.2024
Zaneta ist Referentin beim TÜV-Verband

TÜV | DEKRA ARGE TP 21
ÜBER UNS: Als Ingenieurs-Agentur für das Kraftfahrsachverständigenwesen arbeiten wir eng mit Behörden, Ministerien (Bund, Länder) und Prüforganisationen zusammen

TÜV VERBAND
Festgestellte Betrugsversuche bei der Theorieprüfung / Führerschein und Fahrerlaubniswesen 2026

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