Corona-Pandemie – datensicherheit.de Informationen zu Datensicherheit und Datenschutz https://www.datensicherheit.de Datensicherheit und Datenschutz im Überblick Wed, 10 Jun 2020 18:24:04 +0000 de hourly 1 Digitaler Wandel: Aufschwung für die Telemedizin in Deutschland https://www.datensicherheit.de/telemedizin-digitaler-wandel-deutschland https://www.datensicherheit.de/telemedizin-digitaler-wandel-deutschland#respond Wed, 10 Jun 2020 17:47:55 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=36529 Fernbehandlung zwischen Arzt und Patien in Baden-Württemberg auch außerhalb von Modellprojekten erlaubt

[datensicherheit.de, 10.06.2020] Der Digitalwandel, begünstigt durch die Corona-Pandemie, beeinflusst auch das Gesundheitswesen und hat einem Aufschwung in der Telemedizin zur Folge, dessen Ziel es ist, mit Videokonferenzen eine sichere Alternative zu persönlichen Arztbesuchen zu bieten und die Gefährdung durch das Virus zu verringern. Seit dem 1. Juni ist die Fernbehandlung zwischen Arzt und Patient, ohne persönliches Vorabgespräch, in Baden-Württemberg auch außerhalb von Modellprojekten erlaubt. Anbieter von Videosprechstunden erfuhren Ende März einen Nachfragenanstieg von 1000 Prozent im Vergleich zum Vormonat und weitere Portale öffnen ihr Sprechstundenangebot für Kassenpatienten.

Dr. Martin Klapdor, NETSCOUT

Dr. Martin Klapdor, Bild: NETSCOUT

Dr. Martin Klapdor, Senior Solutions Architect bei NETSCOUT, kommentiert:

„Mit dem Angebot virtueller Sprechstunden geht der Anspruch an ein reibungsloses Erlebnis für sowohl Patienten als auch Mitarbeiter des Gesundheitswesens einher. Eine qualitativ hochwertige Verbindung ist dabei von wesentlicher Bedeutung – einerseits für eine präzise Diagnose und andererseits für die Gewährleistung und Förderung einer klaren Kommunikation zwischen Patienten und dem Ansprechpartner, um passgenaue Rezepte zu formulieren.

Anrufunterbrechungen, Einschränkungen beim Zugriff auf die Anwendung, nicht mögliche Verbindungsherstellung oder ruckartige Sprach- oder Videoübertragung sind beispielhafte Probleme, die es zu vermeiden gilt. Dafür muss eine technologische Infrastruktur bereitgestellt werden, die ein Vielfaches an Nachfragevolumen in kürzester Zeit aushält und die Transparenz schafft, um Ausfälle schnellstmöglich zu erkennen und schließlich das Angebot zu gewährleisten, das vor allem der Ansteckungsvermeidung für Risikogruppen gilt.

Netzwerkstrukturen mit der Verwendung und Konfiguration von Endpoints ermöglichen die Einplanung und proaktive Durchführung von HTTP-Tests gegen die Webseite (URL) für den Telemedizin-Anwendungsdienst, um die Performance und Verfügbarkeit zu prüfen.

Selbsterklärende Dashboards erlauben die schnelle Identifizierung von Nichtverfügbarkeiten und Ursachen, wie Bandbreitensättigung und eingeschränkte Serverkapazitäten. IT-Teams von Krankenhäusern und Praxen sind somit in der Lage, sich schnell mit den entsprechenden Anbietern zu koordinieren und zusätzliche Serverleistung hinzuzufügen, um das zu handhaben, was zur neuen Norm für die Einführung und Nutzung der Anwendung geworden ist.

Mit Blick auf unsere „Post-Pandemie“-Welt werden virtuelle Termine für einfache Konsultationen unbestreitbar weit verbreitet sein. Deshalb müssen IT- und Netzwerkteams sowie Hersteller sicherstellen, dass das Sprach- und Videoerlebnis auf Smartphones, Tablets und Computern von höchster Qualität ist.“

Weitere Informationen zum Thema:

datensicherheit.de, 03.11.2019
Patientendaten: Bundesregierung plant Weiterleitung

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Virus trifft Virus – IT-Sicherheit in Zeiten der Pandemie https://www.datensicherheit.de/virus-it-sicherheit-corona-pandemie https://www.datensicherheit.de/virus-it-sicherheit-corona-pandemie#comments Tue, 14 Apr 2020 07:23:02 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=35913 Aktuelle Vorfälle belegen die Risiken von Cyberattacken auf Strukturen des Gesundheitswesens

[datensicherheit.de, 14.04.2020] Angriffe auf die IT-Systeme von Krankenhäusern und andere Einrichtungen, wie Universitäten und Stadtverwaltungen haben die Risiken von Cyberattacken auf Strukturen des Gesundheitswesens deutlich vor Augen geführt. Dies gilt auch in der gegenwärtigen Phase der Corona-Pandemie, wie ein Vorfall in Tschechien zeigt, bei dem erneut ein Krankenhaus durch einen entsprechenden Angriff lahmgelegt wurde.

Angemessene IT-Sicherheit gerade in Krisenzeiten von Bedeutung

„Eine angemessene IT-Sicherheit ist gerade in Krisenzeiten von Bedeutung, dann zahlt es sich aus, wenn man bereits in ruhigeren Zeiten gut aufgestellt ist“, so der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, Prof. Dr. Dieter Kugelmann. „Wir wissen, dass das Gesundheitswesen allgemein und die Krankenhäuser im Besonderen gegenwärtig in außergewöhnlichem Umfang durch die Corona-Pandemie beansprucht sind. Das sollte jedoch nicht dazu führen, dass Sicherheitsaspekte vernachlässigt werden. Aktuelle Vorfälle wie der in Tschechien zeigen, dass auch und vielleicht gerade in Ausnahmesituationen Schwachstellen ausgenutzt werden und Cyberattacken auf Krankenhäuser stattfinden“, so der Landesbeauftragte. „Gerade dann, wenn schnelle Lösungen wichtig sind, um zeitnah und angemessen agieren zu können, sollten diese verlässlich und sicher sein. Dies gilt für die Datensicherheit ebenso wie für den Datenschutz. Wir haben jedoch den Eindruck, dass derzeit an vielen Stellen Digitalisierungslösungen Einzug halten, die unter großem zeitlichem Druck implementiert werden und Improvisationscharakter haben. So nachvollziehbar dies auch sein mag, so problematisch ist dies, wenn diese Provisorien die gegenwärtige Akutsituation überdauern. Es ist dann nur eine Frage der Zeit, bis noch andere Bedrohungen als Corona das Gesundheitssystem belasten.“

Runder Tisch IT-Sicherheit Krankenhäuser eingerichtet

Nach entsprechenden Vorfällen im zurückliegenden Jahr wurde in Rheinland-Pfalz ein „Runder Tisch IT-Sicherheit Krankenhäuser“ eingerichtet, der zwischenzeitlich unter Beteiligung des Landesbeauftragten Vorschläge für übergeordnete Maßnahmen und Empfehlungen an die Krankenhäuser erarbeitet hat, um diese dabei zu unterstützen, Angriffen auf Computersystemen präventiv entgegenzuwirken oder ihre Folgen einzudämmen. „Gemeinsam mit dem branchenspezifischen Sicherheitsstandard zur Informationssicherheit im Krankenhaus sind die Empfehlungen ein wichtiger Baustein zur Unterstützung der Krankenhäuser im Bereich der Informationssicherheit“, so Kugelmann. „Dies gilt auch in Zeiten einer Pandemie, in der IT-Strukturen anfälliger sind als in normalen Zeiten.“

Weitere Informationen zum Thema:

datensicherheit.de, 18.07.2019
Ransomware befällt elf deutsche Krankenhäuser

datensicherheit.de, 28.06.2019
Security Awareness: Faktor Mensch von zentraler Bedeutung

datensicherheit.de, 14.06.2019
Empfehlungen für den Aufbau eines Sicherheitsbewusstseins in Unternehmen

datensicherheit.de, 06.06.2019
Tendenz steigend: Sicherheitsrisiken im Gesundheitswesen

datensicherheit.de, 18.10.2018
IT-Sicherheit über die menschlichen Ebene erreichen

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