Dialog – datensicherheit.de Informationen zu Datensicherheit und Datenschutz https://www.datensicherheit.de Datensicherheit und Datenschutz im Überblick Sat, 20 Apr 2019 12:32:50 +0000 de hourly 1 Fünf-Punkte-Plan: Deutschland Dialog für digitale Aufklärung https://www.datensicherheit.de/fuenf-punkte-plan-deutschland-dialog-digital-aufklaerung https://www.datensicherheit.de/fuenf-punkte-plan-deutschland-dialog-digital-aufklaerung#respond Mon, 11 Feb 2019 15:25:22 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=30066 Nutzerkompetenz als Grundlage für sichere Entfaltungsmöglichkeiten im Netz

[datensicherheit.de, 11.02.2019] Der Deutschland sicher im Netz e.V. (DsiN) meldet, dass als Reaktion auf aktuelle Doxing-Angriffe im „Deutschland Dialog für digitale Aufklärung“ fünf Eckpunkte eben für digitale Aufklärungsarbeit vorgelegt wurden. In diesem neuen DsiN-Bündnis mit Repräsentanten der Wirtschaft und Zivilgesellschaft unter Beteiligung der Bundesregierung, sollen aktuelle Schutz- und Schulungsbedarfe identifiziert werden, um zielgenaue Maßnahmen anzustoßen.

Digitalisierung erhöht Anforderungen an sicheres und selbstbestimmtes Handeln im Alltag

„Der ,Deutschland Dialog für digitale Aufklärung‘ bündelt die Schlagkraft für digitale Kompetenzvermittlung. Das ist ein neuer Ansatz, um mit Hilfe der Zivilgesellschaft digitale Aufklärungsbedarfe schneller und wirksamer zu adressieren“, erläutert Klaus Vitt, Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat.
Dessen Initiativen hätten Grundfragen der IT-Sicherheit im Blick sowie Aufklärungsbedarfe in neuen Themenfeldern wie Gesundheit, Mobilität und Neue Arbeit. „Die Digitalisierung erhöht auch die Anforderungen an ein sicheres und selbstbestimmtes Handeln im Alltag. Wir werden uns der Themen annehmen, wo Verbraucherinnen und Verbraucher mehr Unterstützung brauchen“, so Gerd Billen, Staatssekretär im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.
Bereits zuvor, so DsiN, hatten beide Ministerien zum „Round-Table für IT-Sicherheit bei Verbrauchern“ eingeladen, um die Potenziale technischer Schutzmaßnahmen im Dialog zu erkennen und zu verbessern. Beide zivilgesellschaftlichen und staatlichen Initiativen gingen Hand in Hand.

Ein „Fünf-Punkte-Plan“

Dr. Daniel Holz, Vize-Vorsitzender bei DsiN, und Vorsitzender der Geschäftsführung von SAP Deutschland, erklärte zum „Fünf-Punkte-Plan“: „Nutzerkompetenz ist die Grundlage für sichere Entfaltungsmöglichkeiten im Netz. Wir laden alle engagierten Akteure der Digitalisierung ein, an dieser Herkulesaufgabe mitzuwirken.“
Die Eckpunkte des „Deutschland Dialogs“ sehen laut DsiN vor:

  1. Identifikation von digitalen Aufklärungsbedarfen in der Gesellschaft für einen sicheren und selbstbestimmten Umgang mit digitalen Medien im Alltag
  2. Schaffung konkreter Aufklärungsprojekte, die über Multiplikatoren in Verbänden und Unternehmen Unterstützung und Orientierung bieten
  3. Einbindung der Zivilgesellschaft für eine reichweitenstarke Verbreitung und Rückkopplung relevanter Themen und Angebote
  4. Ermunterung zum Diskurs über Fragen digitaler Lebensgestaltung unter Berücksichtigung ethischer Aspekte aus Sicht von Bürgern
  5. Erweiterung bereits bestehender Angebote um neue Maßnahmen für eine bestmögliche Verbreitung in allen relevanten Zielgruppen

Mehr zielgruppengerechte Aufklärungsangebote

Neu angekündigt wurde laut DsiN ein Projekt, das sich explizit an Politiker richtet und den sicheren Zugang zum Onlinekonto über Passwörter hinaus verbessern soll. „Wir sehen die Zwei-Faktor-Authentifizierung als zentralen Baustein, um Online-Konten zu schützen und so neue Vorfälle von Doxing zu vermeiden. Deshalb startet die Initiative Deutschland sicher im Netz mit Unterstützung von Google ein neues Schulungsangebot für politisch aktive Personen – und verstärkt gleichzeitig auch die Informationsangebote für Bürgerinnen und Bürger“, erläutert DsiN-Vorstandsmitglied Stephan Micklitz, zugleich Direktor für Datenschutz und -sicherheit bei Google.
Die Zielrichtung des „Deutschland Dialogs“ gründet sich demnach auch auf den Ergebnissen des „DsiN-Sicherheitsindexes“. Danach wünschten sich über 60 Prozent aller Menschen mehr zielgruppengerechte Aufklärungsangebote. Im Lenkungsausschuss des „Deutschland Dialogs“ seien rund 25 Organisationen aus Gesellschaft, Wirtschaft sowie sechs Ressorts der Bundesregierung vertreten, um den Dialog strategisch zu begleiten.

Weitere Informationen zum Thema:

DsiN Deutschland sicher im Netz
Deutschland Dialog für digitale Aufklärung

datensicherheit.de, 30.10.2018
DsiN: DigiBitS startet im Saarland für 11.000 Schüler an 30 Schulen

datensicherheit.de, 09.07.2018
DsiN: Digitale Nachbarschaft auf Datenschutz-Tour zu Vereinen

datensicherheit.de, 12.06.2018
Verunsicherung im Netz nimmt laut DsiN-Sicherheitsindex 2018 zu

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BfDI-DsiN-Dialogkonferenz: Bundesdatenschützerin und DsiN laden zum Dialog mit Kindern https://www.datensicherheit.de/bfdi-dsin-dialogkonferenz-kinder-bildung-digital https://www.datensicherheit.de/bfdi-dsin-dialogkonferenz-kinder-bildung-digital#respond Tue, 03 Jul 2018 20:21:19 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=27859  Digitalen Kinderschutz stärken / 82 Prozent der Jugendlichen fordern mehr Unterstützung

[datensicherheit.de, 03.07.2018] Rund eine Woche nach Veröffentlichung des Bildungsberichts 2018 luden die oberste Datenschützerin, Andrea Voßhoff (BfDI) und Deutschland sicher im Netz (DsiN) am Dienstag zur Dialogkonferenz über digitalen Kinderdatenschutz nach Berlin. „Wenn es um die Nutzung digitaler Medien geht, wird über Kinder gesprochen, aber zu wenig mit ihnen“, erklärt Dr. Thomas Kremer, Vorstandsvorsitzender von Deutschland sicher im Netz. „Es geht um Schulen und digitale Bildungskonzepte, aber auch um verantwortungsvollen Umgang mit Medien in Freizeit und Familie.“ An der Konferenz nahmen auch 60 Kinder aus Berliner Schulen teil, die von DsiN-Pädagogen im Rahmen des Projekts DigiBitS – Digitale Bildung trifft Schule zusammen mit der Initiative Datenschutz geht zur Schule auf das Thema vorbereitet wurden.

82 Prozent der Jugendlichen fordern mehr Unterstützung

Die Bundesdatenschutzbeauftragte, Andrea Voßhoff, wies zur Konferenz auf die besondere Schutzbedürftigkeit junger Menschen hin: „Bei der Vermittlung digitaler Kompetenzen in der Erziehung und im Unterricht sollte der Datenschutz für Kinder ein zentrales Thema sein. Dieses Thema sollte aber  nicht alleine den Schulen auferlegt werden. Auch das Erziehungsumfeld der Kinder und Jugendlichen ist stärker einzubinden und aufzuklären, um Kindern auf die Risiken der neuen digitalen Welt vorzubereiten und für den Schutz eigener Daten zu sensibilisieren.“

Tatsächlich gaben 82 Prozent der Jugendlichen laut dem DsiN-Sicherheitsindex 2018 an, sich eine verstärkte Unterstützung im sicheren Umgang mit digitalen Medien zu wünschen. Nachholbedarf sehen die Schüler beim bewussten Umgang mit Risiken. Bei den digitalen Diensten stehen soziale Netzwerke (77 Prozent) und der Austausch vertraulicher Inhalte (55 Prozent) an erster Stelle. Auch Risiken des Diebstahls persönlicher Daten (30 Prozent) und Cybermobbing (11 Prozent) sorgen die jungen Verbraucher.

Einbeziehung junger Menschen bei Bildungsthemen

Aus Sicht von DsiN stehen die Chancen derzeit gut, dass der Blickwinkel für einen Kinder-Datenschutz deutlich gestärkt werden kann. So könnte die Enquete-Kommission des Bundestags zur digitalen Bildung künftig die Bedarfe junger Menschen explizit einbeziehen. Zahlreiche Schülerprojekte bei DsiN erlaubten einen Einblick in die Bedarfe und Anliegen der Betroffenen. Diese Erfahrungen könnten laut DsiN in diesen Dialog eingebracht werden.

Digitalpakt: Praxiserprobte Konzepte das A und O für Schulen

Zur Konferenz wies DsiN darauf hin, dass Kinder schon heute Anspruch auf einen Schulunterricht haben, der Digitalkompetenz im Fachunterricht vermittelt. Es gehe um Bildung und Begeisterung für einen verantwortlichen Umgang mit digitalen Medien. „Der Digitalpakt bietet die Chance, Schulen ins digitale Zeitalter zu bringen. Entscheidend ist, dass digitale Infrastrukturen in den Fachunterricht integriert werden“, so der DsiN-Vorstandsvorsitzende Kremer.

Der Verein hatte erst vor wenigen Tagen verkündet, über die nächsten Monate im Raum Berlin rund weiteren 80 Schulen eine Teilnahme am Projekt DigiBitS – Digitale Bildung trifft Schule für rund 20.000 Schüler zu ermöglichen. Das Angebot umfasst einen Medienkoffer mit umfangreichen Unterrichtskonzepten zur altersgemäßen Vermittlung von Digitalkompetenzen im Fachunterricht, einen Online-Materialpool sowie Lehrerfortbildungen. Geplant sei eine Ausweitung des Angebots auf weitere Städte und Bundesländer in den nächsten Monaten.

Weitere Informationen zum Thema:

datensicherheit.de, 30.06.3018
DigiBitS-Programm soll Bildungsangebot für Schulen im Raum Berlin erweitern

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