Digital Sovereignty – datensicherheit.de Informationen zu Datensicherheit und Datenschutz https://www.datensicherheit.de Datensicherheit und Datenschutz im Überblick Sat, 23 May 2026 20:16:36 +0000 de hourly 1 Digitale Souveränität: Europa erneuert seine Cloud-Infrastruktur für 180 Millionen Euro https://www.datensicherheit.de/digitale-souveraenitaet-europa-erneuerung-cloud-infrastruktur https://www.datensicherheit.de/digitale-souveraenitaet-europa-erneuerung-cloud-infrastruktur#respond Sat, 23 May 2026 22:48:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=54619 Die „GITEX AI EUROPE 2026“ in Berlin soll führende Unternehmen zusammenbringen, welche Europas „Cloud“- und KI-Zukunft gestalten – darunter IONOS und Trend Micro mit praxisreifen Lösungen für die Anforderungen des Marktes

[datensicherheit.de, 24.05.2026] Europas „Cloud“-Architektur soll im Kontext Digitaler Souveränität von Grund auf umgebaut werden. Doch zentrale Fragen bleiben indes offen: „Wo liegen die Daten, und wer kontrolliert die Infrastruktur?“ Die „GITEX AI EUROPE 2026“ in Berlin soll führende Unternehmen zusammenbringen, welche Europas „Cloud“- und KI-Zukunft gestalten – darunter IONOS und Trend Micro mit praxisreifen Lösungen für die Anforderungen des Marktes.

Cloud“-Architekten, IT-Sicherheitsverantwortliche und Technologieeinkäufer kommen bei der diesjährigen „GITEX AI EUROPE“ in Berlin zusammen

Die Europäische Kommission prognostiziert, dass bis 2028 rund 91 Prozent aller Unternehmens-„Workloads“ in die „Cloud“ migriert sein werden – offensichtlich ein klares Zeichen, dass Europa bereit ist, diese Transformation im großen Maßstab umzusetzen.

  • Die eigentliche Frage lautet dabei nicht, ob Unternehmen migrieren sollen, sondern wie sie dabei digitale Autonomie aufbauen und zu welchen Bedingungen.

Genau diese Herausforderung soll nun „Cloud“-Architekten, IT-Sicherheitsverantwortliche und Technologieeinkäufer bei der diesjährigen „GITEX AI EUROPE“ in Berlin zusammenbringen.

Bei der „Cloud“ ist die Eigentümerschaft entscheidend – nicht der Server-Standort

Ein weit verbreiteter Irrtum lautet: „Wer Daten auf einem Server in Europa speichert, ist automatisch durch europäisches Recht geschützt…“ Laut Dr. Andreas Nauerz, „Chief Product Officer“ bei IONOS – einem der größten europäischen „Cloud“- und Hosting-Anbieter – hängt „Cloud“-Souveränität nicht allein vom physischen Standort eines Rechenzentrums ab: „Maßgeblich ist vielmehr, wo das Unternehmen seinen Hauptsitz hat.”

  • Globale Anbieter könnten also Rechenzentren in Europa betreiben und dennoch den Rechtsvorschriften ihres Herkunftslandes unterliegen – ein Konflikt mit der DSGVO, den keine vertragliche Regelung auflösen könne. „Souveränität geht über DSGVO-Konformität hinaus: Sie erfordert technologische Kontrolle über den ,Cloud-Stack’, offene Standards und echte Interoperabilität“, unterstreicht Nauerz.

Am stärksten betroffen seien regulierte Branchen: Finanzdienstleister, die dem „Digital Operational Resilience Act“ (DORA) unterliegen, sowie Unternehmen im Gesundheitswesen und Betreiber Kritischer Infrastrukturen (KRITIS), welche der NIS-2-Richtlinie („Network and Information Security“) unterliegen – vor allem in Bereichen, in denen sensibles Geistiges Eigentum oder staatsnahe „Workloads“ verarbeitet werden.

Cloud“ in Wechselwirkung mit KI

IONOS wird demnach auf der „GITEX AI EUROPE 2026“ souveräne „Cloud“-Infrastruktur- und KI-Lösungen auf rein europäischer Basis vorstellen – konzipiert für Skalierbarkeit, Datensicherheit und vollständige Datenkontrolle.

  • Die Debatte um „Cloud“-Souveränität gewinne eine neue Dimension, sobald Künstliche Intelligenz (KI) ins Spiel komme. Im Mittelpunkt stehe längst nicht mehr nur die Frage, „wo Daten gespeichert werden, sondern auch, wo Modelle trainiert und wo Inferenz stattfindet“.

Nauerz verdeutlicht die Dringlichkeit: „Wenn sich KI-Inferenz auf nicht-europäischer Infrastruktur etabliert, bevor souveräne Rechenkapazitäten in ausreichendem Maßstab aufgebaut sind, geraten die KI-Strategien von Unternehmen in rechtliche Abhängigkeiten außerhalb Europas – und zwar unabhängig davon, wo die Daten liegen. Dieses Zeitfenster schließt sich schneller, als die meisten ,Cloud’-Roadmaps einkalkulieren.“

Komplexität als neue Angriffsfläche – hybride „Cloud“-Architekturen sehr gefragt

Unternehmen, die souveräne Infrastruktur von Beginn an in ihre KI-Strategie integrieren, statt sie im Nachhinein einzubauen, seien klar im Vorteil, wenn KI zum Kern ihres Geschäfts wird. Diese Abfolge stehe im Mittelpunkt der Produktpräsentationen auf der „GITEX AI EUROPE 2026“.

  • Richard Werner, „Cybersecurity Platform Lead Europe“ bei „TrendAI“ (einem Geschäftsbereich von Trend Micro), ergänzt eine weitere Perspektive: Aus rein technischer Sicht verändere die Rechtsordnung des „Cloud“-Anbieters die Natur von Cyberrisiken nicht grundlegend.

Während die Souveränitätsdebatte weiter an Fahrt gewinne, hätten sich viele Unternehmen für hybride „Cloud“-Architekturen entschieden, bei denen „Workloads“ auf mehrere Anbieter verteilt würden. Dies sei ein nachvollziehbarer Schritt – und zugleich jener Bereich, in dem laut Werner die häufigsten und folgenreichsten Sicherheitslücken entstehen.

Hybride „Cloud“-Ansätze weiten Sicherheitslücken aus

Werner führt aus: „Hybride ,Cloud’-Ansätze erhalten die Flexibilität, doch die damit verbundene Komplexität erzeugt häufig die häufigsten Sicherheitslücken – inkonsistentes Identitäts- und Zugriffsmanagement, Fehlkonfigurationen sowie fragmentierte Monitoring- und Incident-Response-Prozesse.“

  • Auf der „GITEX AI EUROPE 2026“ werde Trend Micro seine KI-gestützte Cybersicherheitsplattform „TrendAI Vision One“ präsentieren: Eine konsolidierte Lösung, die „Cyber Risk Exposure Management“, „Security Operations“ und mehrstufigen Schutz in einer einzigen Plattform zusammenführen soll.

Sie lasse sich an unterschiedliche „Compliance“- und regulatorische Anforderungen anpassen. Die flexible Bereitstellung für „Public-Cloud“-, „Sovereign-Cloud“- und „Air-Gapped“-Umgebungen sei gezielt auf die von europäischen Unternehmen heute betriebenen heterogenen Infrastrukturen zugeschnitten.

Weitere Informationen zum Thema:

GITEX AI EUROPE Berlin 2026
A BOLDER DIGITAL EUROPE IS OPEN. CHOOSE EUROPE.

datensicherheit.de, 24.05.2026
GITEX AI EUROPE: Vom 30. Juni bis 1. Juli 2026 in zweiter Auflage in Berlin / Die „GITEX AI EUROPE 2026“ führt mehr als 800 Unternehmen und Start-ups, 500 Investoren sowie 120 Referenten aus über 100 Ländern zusammen

datensicherheit.de, 21.05.2025
GITEX EUROPE 2025: Europas größte Technik-Messe in Berlin gestartet / „GITEX“ als Forum für Spitzenpolitiker und Tech-Vordenker zur Diskussion der digitalen Zukunft Europas

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GITEX AI EUROPE: Vom 30. Juni bis 1. Juli 2026 in zweiter Auflage in Berlin https://www.datensicherheit.de/gitex-ai-europe-30-juni-1-juli-2026-zweiter-auflage-berlin Sat, 23 May 2026 22:47:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=54618 Die „GITEX AI EUROPE 2026“ führt mehr als 800 Unternehmen und Start-ups, 500 Investoren sowie 120 Referenten aus über 100 Ländern zusammen

[datensicherheit.de, 24.05.2026] Vom 30. Juni bis 1. Juli 2026 wird nach Angaben der Veranstalter auf dem Gelände der Messe Berlin die „GITEX AI EUROPE“ in zweiter Auflage stattfinden – angelegt als „Europas branchenübergreifendes Technologieevent und Plattform für die Digitalwirtschaft“. Der Veranstalter, inD, ist globaler Organisator der „GITEX“, demnach der „weltgrößten Technologie- und KI-Messe“. Die Veranstaltung soll mehr als 800 Unternehmen und Start-ups, 500 Investoren sowie 120 Referenten aus über 100 Ländern zusammenbringen. Das Themenspektrum reicht von Künstlicher Intelligenz (KI) über Quantencomputing und „Cloud“-Infrastruktur, Cybersicherheit bis hin zu Nachhaltigkeitstechnologien. Unterstützt wird diese Veranstaltung von der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe sowie Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie.

datensicherheit-messe-sued-gitex-europa-berlin-2025

Foto: Dirk Pinnow

Die „GITEX AI EUROPE“ mit ihrer zweiten Ausgabe nach dem erfolgreichen Auftakt 2025 soll ihre Rolle als globale Plattform für Europas Digitalwirtschaft vertiefen

„Digital Sovereignty“ als Leitthema der diesjährigen Auflage der „GITEX“ in Berlin

Als Sprecher wurden folgende Persönlichkeiten bestätigt:

  • Dr. Karsten Wildberger, Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung der Bundesrepublik Deutschland
  • Stefan B. Wintels, Vorstandsvorsitzender der KfW Bankengruppe
  • Benjamin Merle, „Chief Product Officer“ bei Enpal
  • Ryan Foutty, „Vice President Business“ bei Perplexity
  • Dr. Jarek Kutylowski, Founder & CEO von DeepL

Mit „North Star Europe“ – der europäischen Ausgabe des weltweit größten Start-up- und Investorenevents – sowie eigenen Bereichen für „Unicorns“, „Scale-ups“ und KMU soll die „GITEX AI EUROPE“ gezielt das europäische „Innovationsökosystem“ stärken.

„Digital Sovereignty“ ist das Leitthema der diesjährigen Auflage. Für Europa gehe es beim Thema Digitale Souveränität um nicht weniger als die Kontrolle über die eigene digitale Infrastruktur: Rund 91 Prozent aller Unternehmens-„Workloads“ sollten bis 2028 in die „Cloud“ migriert sein – doch globale Anbieter könnten Rechenzentren in Europa betreiben und gleichzeitig dem Recht ihres Herkunftslandes unterliegen.

  • Souveränität entstehe deshalb nicht durch den Server-Standort allein, sondern durch Eigentümerschaft, offene Standards und technologische Kontrolle über den gesamten „Cloud“- und „KI-Stack“.

werpunkt der „GITEX AI EUROPE 2026“: Souveränität als Infrastrukturfrage

Europa hat das Thema Digitale Souveränität jahrelang in politischen Debatten, „Whitepapers“ und Strategiepapieren behandelt. Was sich jetzt verändert, ist offensichtlich der kommerzielle Handlungsdruck.

  • Der im April 2026 bekanntgegebene Zuschlag für eine europäische „Sovereign Cloud“-Ausschreibung im Volumen von 180 Millionen Euro treibt den Wandel spürbar voran. „Sovereign Control“ wird sich vom theoretischen Prinzip zur konkreten Beschaffungsentscheidung entwickeln.

Unterstützt von der deutschen Bundesregierung, dem Europäischen Innovationsrat und der institutionellen Infrastruktur Berlins findet die „GITEX AI EUROPE 2026“ zu einem Zeitpunkt statt, an dem grundlegende Weichenstellungen für die digitale Selbstbestimmung Europas getroffen werden müssen – mit Folgen, die weit über das aktuelle Geschäftsjahr hinausreichen werden.

Weitere Informationen zum Thema:

GITEX AI EUROPE Berlin 2026
A BOLDER DIGITAL EUROPE IS OPEN. CHOOSE EUROPE.

datensicherheit.de, 24.05.2026
Digitale Souveränität: Europa erneuert seine Cloud-Infrastruktur für 180 Millionen Euro / Die „GITEX AI EUROPE 2026“ in Berlin soll führende Unternehmen zusammenbringen, welche Europas „Cloud“- und KI-Zukunft gestalten – darunter IONOS und Trend Micro mit praxisreifen Lösungen für die Anforderungen des Marktes

datensicherheit.de, 21.05.2025
GITEX EUROPE 2025: Europas größte Technik-Messe in Berlin gestartet / „GITEX“ als Forum für Spitzenpolitiker und Tech-Vordenker zur Diskussion der digitalen Zukunft Europas

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