Erkennungszeit – datensicherheit.de Informationen zu Datensicherheit und Datenschutz https://www.datensicherheit.de Datensicherheit und Datenschutz im Überblick Wed, 31 Jul 2019 20:31:10 +0000 de hourly 1 Cyberangriff auf Großbank Capital One https://www.datensicherheit.de/cyberangriff-grossbank-capital-one https://www.datensicherheit.de/cyberangriff-grossbank-capital-one#respond Wed, 31 Jul 2019 20:29:58 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=33975 Zugang zu Daten von ca. 100 Millionen Kunden

Ein Kommentar von Ross Brewer, VP & MD EMEA bei LogRhythm

[datensicherheit.de, 31.07.2019] Immer mehr Unternehmen investieren in die eigene Security, lassen jedoch noch oft die Bedeutung der Erkennungszeit eines Cyberangriffs außer Acht. Aktuell wurde die Bank Capital One Opfer eines Angriffs, der über ein Cloud-System stattfand und Zugriff auf Daten von rund 100 Millionen Kunden ermöglichte. Nach derzeitigem Informationsstand war die Großbank mindestens seit März von dem Angriff betroffen.

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Ross Brewer, VP & MD EMEA bei LogRhythm kommentiert:

„Details zu diesem Fall sind noch nicht bekannt, aber es ist ein weiteres Beispiel dafür, wie einzelne Cyberkriminelle das Netzwerk großer multinationaler Unternehmen erfolgreich infiltrieren können. Hier geht es darum, dass das Unternehmen trotz korrekter Sicherheitsreports erst nach einem Hinweis per E-Mail feststellte, dass ein Problem vorliegt. Angesichts der Tatsache, dass insbesondere Banken und Finanzunternehmen kritische Ziele für Cyberkriminelle sind, ist es entscheidend, dass Unternehmen wie Capital One über Tools verfügen, mit denen anomale Aktivitäten und Exploits bereits beim ersten Auftreten erkannt werden. Der Erfolg der Sicherheitssysteme lässt sich dabei mithilfe von Metriken wie der mittleren Erkennungszeit (MTTD) und der mittleren Antwortzeit (MTTR) effizient messen und evaluieren.

Wie nicht anders zu erwarten, wird eine der Schlüsselfragen sein, ob auf europäische – und damit DSGVO-geschützte – Kundendaten zugegriffen wurde. Wir wissen derzeit, dass mehr als 100 Millionen Amerikaner und 6 Millionen Kanadier betroffen sind. Wenn wir uns an die Geldbuße in Höhe von knapp 205 Millionen Euro für laxe Sicherheit von British Airways vor ein paar Wochen zurückerinnern, muss das Sicherheitsteam von Capital One sofort loslegen, um zusätzliche Kunden außerhalb Nordamerikas zu identifizieren, die betroffen sein könnten. Die europäischen Aufsichtsbehörden haben gezeigt, dass sie nicht so zahnlos sind wie bisher angenommen und Capital One könnte weit oben auf ihrer Liste der nächsten Bußgeld-Kandidaten landen.“

Weitere Informationen zum Thema:

datensicherheit.de, 11.07.2019
Leak von Kundendaten: Geldbuße für British Airways

datensicherheit.de, 18.09.2018
Nach British Airways-Hack drohen der Fluggesellschaft DSGVO-Sanktionen

datensicherheit.de, 24.06.2018
Überlebensfrage: Abwehr von Cyber-Attacken auf kritische Infrastruktur

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ThreatQuotient präsentiert den ersten virtuellen Kontrollraum für Cybersicherheit https://www.datensicherheit.de/threatquotient-virtueller-kontrollraum-cybersicherheit https://www.datensicherheit.de/threatquotient-virtueller-kontrollraum-cybersicherheit#respond Tue, 24 Apr 2018 18:58:08 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=27486 Die Lösung ermöglicht den Austausch von Erkenntnissen zu Bedrohungen, teamübergreifende Analysen und koordinierte Reaktionen, um Sicherheitsmaßnahmen zu beschleunigen.

[datensicherheit.de, 24.04.2018] ThreatQuotient™, Anbieter einer Threat-Intelligence-Plattform, hat die Lösung ThreatQ™ Investigations vorgestellt. Die Branchenneuheit liefert den ersten virtuellen Kontrollraum für Cybersicherheit. ThreatQ Investigations versetzt Unternehmen in die Lage, Bedrohungen teamübergreifend zu analysieren, ein einheitliches Verständnis herzustellen und die Reaktionen zu koordinieren. Der Verlauf von Untersuchungen wird in einer gemeinsamen Umgebung in Echtzeit visualisiert, sodass die Teams Bedrohungen besser verstehen und vorhersehen und ihre Reaktionen aufeinander abstimmen können.

Ordnung zwischen isoliert agierenden Teams

Basierend auf dem Hauptprodukt ThreatQ erlaubt ThreatQ™ Investigations den effizienten Austausch und Ordnung zwischen isoliert arbeiten Teams. Ohne die Lösung können Erkenntnisse und Aufgaben nur schwer austauscht werden. Dabei ergänzt Investigations die Threat-Intelligence-Plattform ThreatQ und bietet die Möglichkeit Aufgaben zu verteilen.

MTTD und MTTR im Zentrum des Interesses

Die Sicherheitsbranche versucht laufend, die mittlere Erkennungszeit (Mean-Time-to-Detection, MTTD) und die mittlere Reaktionszeit (Mean-Time-to-Respond, MTTR) durch Automatisierung zu verkürzen. Schnelles Handeln allein genügt jedoch noch nicht: Vielmehr kommt es darauf an, die richtigen Maßnahmen schneller als je zuvor zu treffen. Zwar können Unternehmen heute Millionen von Datenpunkten zu Bedrohungen priorisieren und in Kontext setzen, doch fällt es ihnen immer noch schwer zu entscheiden, welche Informationen die wichtigsten sind, und die geeigneten Reaktionen zu bestimmen. Handlungsfähigkeit setzt voraus, dass die Mitarbeiter und Teams ein Ereignis, eine Bedrohung oder Gefahrensituation gemeinsam analysieren und verstehen, damit sie dann ihre Reaktionen zuverlässig koordinieren und automatisieren können. Bisher war es jedoch schwierig, schnell ein gemeinsames Verständnis einer Situation herzustellen. Die Lösung ThreatQ Investigations beseitigt dieses Problem, indem sie die gesamte gegebene Situation auf einer einheitlichen visuellen Oberfläche darstellt und dabei auch zeigt, welche Maßnahmen wann und von wem getroffen wurden.

„Wenn verschiedene Analytiker und Teams alle an parallelen Aufgaben arbeiten, werden nicht selten wichtige Gemeinsamkeiten übersehen. Mit ThreatQ Investigations kann jeder Mitwirkende an einer Untersuchung automatisch sehen, wie sich die Aktionen der anderen auf seine eigene Arbeit auswirken und sie ergänzen“, erklärt Leon Ward, VP of Product Management, ThreatQuotient. „ThreatQ Investigations führt Bedrohungsdaten, Beweismaterial, Benutzer und Aktionen in einer einheitlichen, gemeinsamen Umgebung zusammen. Dieses einzigartige Interface fördert die Zusammenarbeit zwischen sämtlichen Parteien, die in den Untersuchungsprozess eingebunden sind.“

Verschärft werden die Probleme bei Sicherheitsoperationen dadurch, dass die Securityteams heute oft stark verteilt sind. ThreatQ Investigations erleichtert die unternehmensweite Kooperation, lässt den einzelnen Mitarbeitern aber zugleich die Freiheit, Theorien zu testen, um sie auf Genauigkeit und Relevanz zu prüfen, bevor sie sie mit der Gruppe austauschen. Von ThreatQ Investigations profitieren sowohl die technischen Mitarbeiter, die die Analysen durchführen, als auch die Entscheider, die auf die Ergebnisse angewiesen sind. Incident-Responder, Malware-Forscher, SOC-Analytiker und Untersuchungsleiter gewinnen mehr Kontrolle, können die richtigen Schritte zur richtigen Zeit einleiten und den gesamten Sicherheitsbetrieb beschleunigen.

„So wie viele Unternehmen sucht auch NTT Security laufend nach neuen und besseren Wegen, um Daten aus verschiedenen Quellen zu erfassen, sie mit eigener Threat Intelligence zu korrelieren und zu analysieren und sie dann zum proaktiven Schutz vor den tagtäglichen realen Bedrohungen zu nutzen“, so Jeremy Scott, Director, Global Threat Research, Global Threat Intelligence Center (GTIC), NTT Security. „ThreatQ Investigations befähigt unser Team nicht nur, Untersuchungen zu koordinieren und zu dokumentieren, sondern auch große Datenmengen visuell zu überblicken. Dies steigert die Effektivität unseres Teams und unserer Analyseprozesse, sodass wir unseren Kunden letztlich eine bessere Erkennung und bessere Erkenntnisse zu Bedrohungen bieten können.“

ThreatQ Investigations nutzt die bestehenden Funktionen der ThreatQ-Plattform und ermöglicht es, Wissen zu gewinnen und auszutauschen. Zu den Anwendungsfällen von ThreatQ Investigations gehören: Erwartungssituationen, in denen die Lösung hilft, neue Bedrohungen schneller zu verstehen, um die Abwehr proaktiv verstärken zu können; Reaktionssituationen, in denen ThreatQ dazu beiträgt, schneller als bisher die richtigen Maßnahmen zu bestimmen und entsprechend zu handeln; und nachträgliche Analysen, um zu erkennen, was künftig besser gemacht werden kann.

Weitere Informationen tum Thema:

ThreatQ Investigations
The industry’s first cybersecurity situation room

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