Fastly – datensicherheit.de Informationen zu Datensicherheit und Datenschutz https://www.datensicherheit.de Datensicherheit und Datenschutz im Überblick Tue, 10 Jun 2025 15:29:42 +0000 de hourly 1 E-Commerce im Visier: Angriffe auf Onlinehandel verdoppelt https://www.datensicherheit.de/e-commerce-angriffe-onlinehandel https://www.datensicherheit.de/e-commerce-angriffe-onlinehandel#respond Mon, 09 Jun 2025 22:46:59 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=48280 Laut aktuellem Fastly-Report treffen inzwischen 31 Prozent aller Cyberattacken den Onlinehandel

[datensicherheit.de, 10.06.2025] Laut aktuellen Erkenntnissen der Fastly Inc. Haben sich Angriffe auf den Onlinehandel im Jahresvergleich verdoppelt: 31 Prozent aller Cyberattacken treffen demnach den E-Commerce. Zudem hätten sogenannte Bots quasi das Netz übernehmen – 37 Prozent des Internetverkehrs seien automatisiert, indes 89 Prozent davon unerwünscht. Fastly hat am 4. Juni 2025 seinen „Threat Insights Report“ für das erste Quartal 2025 veröffentlicht: Dieser Bericht soll einen Überblick über Sicherheitstrends, Angriffsvektoren und Bedrohungen im Bereich der Anwendungssicherheit geben.

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Abbildung: Fastly

Fastlys „Threat Insights Report“ für das erste Quartal 2025 soll einen Überblick über Sicherheitstrends, Angriffsvektoren und Bedrohungen im Bereich der Anwendungssicherheit geben

Unterscheidung zwischen erwünschtem und unerwünschtem „Bot-“Traffic für Unternehmen entscheidend

Die vorliegenden Ergebnisse zeigen laut Fastly: „Angriffe auf den Onlinehandel haben sich von 15  Prozent im ersten Quartal 2024 auf 31 Prozent im ersten Quartal 2025 verdoppelt.“ Dies deute auf einen veränderten Fokus der Angreifer hin. Zudem sei festgestellt worden, dass 37 Prozent des gesamten beobachteten Internetverkehrs von automatisiertem „Traffic“ oder „Bots“ stammten. Davon gälten 89  Prozent als unerwünscht. „Das unterstreicht die wachsenden Herausforderungen für das Online-Geschäft von Unternehmen!“

Die Unterscheidung zwischen erwünschtem und unerwünschtem „Bot-“Traffic sei für Unternehmen entscheidend: „Unerwünschter ,Bot’-Traffic, insbesondere durch schädliche ,Bots’, kann zu Konto-Übernahmen, Werbebetrug oder Datendiebstahl führen.“ Im Gegensatz dazu trügen Suchmaschinen-Crawler, welche 66  Prozent des erwünschten „Bot“-Traffics ausmachten, zur Sichtbarkeit und Reichweite von Websites bei. „Wer diese Unterschiede erkennt und managt, kann schädliche Aktivitäten blockieren, ohne den reibungslosen Betrieb essenzieller Dienste zu gefährden.“

Zwischen nützlicher und unerwünschter Automatisierung unterscheiden!

„Da ,Bots’ einen immer größeren Anteil des Internetverkehrs ausmachen, wird es zunehmend wichtiger, zwischen nützlicher und unerwünschter Automatisierung zu unterscheiden“, betont Simran Khalsa, „Security Researcher“ bei Fastly. Er warnt:„Unternehmen, die ,Bot’-Traffic nicht aktiv managen, riskieren, Ressourcen für schädlichen oder ineffizienten ,Traffic’ zu verschwenden – auf Kosten von Infrastruktur, Bandbreite oder Performance.“

Fastlys vierteljährlicher „Threat Insights Report“ basiere auf der Analyse von 6,5 Billionen monatlichen Anfragen über Fastlys „Next-Gen Web Application Firewall“ (WAF), Bot-Management- sowie DDoS-Schutzlösungen. Diese sicherten mehr als 130.000 Anwendungen und APIs in den unterschiedlichsten Branchen – darunter führende E-Commerce-, Streaming-, Medien-, Finanz- und Technologieunternehmen.

Zentrale Fastly-Erkenntnisse aus dem ersten Quartal 2025:

  • Der Anteil an Angriffen auf den Onlinehandel habe sich auf 31 Prozent verdoppelt (Q1 2024: 15%).
  • 37  Prozent des gesamten beobachteten „Traffics“ stammten von „Bots“ – 89 Prozent davon hätten als „unerwünscht“ gegolten.
  • Onlineshops hätten den größten Anteil unerwünschten „Bot-Traffics“ auf sich (39%) gezogen.
  • Technologieunternehmen seien insgesamt am stärksten betroffen gewesen und hätten 35 Prozent aller Angriffe ausgemacht.
  • Im März 2025 seien im Schnitt täglich über 1,3 Millionen Login-Versuche mit kompromittierten Passwörtern registriert worden – oft automatisiert über Proxy-Dienste.

Der auf Fastlys Telemetriedaten basierende Bericht soll Sicherheitsteams helfen, „ihre Abwehrstrategien zu stärken, Ressourcen gezielter einzusetzen und effektiver auf gängige Bedrohungen zu reagieren“ – von „Bot“-Management über DDoS auf Anwendungsebene bis hin zu kompromittierten Zugangsdaten.

Weitere Informationen zum Thema:

fastly
REPORT: Explore the latest AppSec attack trends / Get the latest security intelligence from Fastly’s Security Research Team… 

datensicherheit.de, 30.05.2022
E-Commerce in Deutschland zweitgrößtes Ziel von Cyber-Angriffen

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Fastly-Cloud-Server: Kurzkommentar von Check Point zu Ausfällen https://www.datensicherheit.de/fastly-cloud-server-kurzkommentar-check-point-ausfaelle https://www.datensicherheit.de/fastly-cloud-server-kurzkommentar-check-point-ausfaelle#respond Tue, 08 Jun 2021 18:00:50 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=40026 Lotem Finkelsteen von Check Point erläutert, weshalb dieser Vorfall so weite Kreise zieht

[datensicherheit.de, 08.06.2021] Noch kenne man den Grund für den weitreichenden Ausfall des Cloud-Service-Unternehmens Fastly nicht, doch es sei wichtig, bereits jetzt zu verstehen, „warum die Auswirkungen so umfangreich sind“, so Lotem Finkelsteen, „Head of Threat Intelligence“ bei Check Point Software Technologies, in einer ersten Stellungnahme. Fastly sei ein „Content Delivery Network“ (CDN) – solche CDN‘ erzeugten Replika von Web-Seiten für deren Besitzer, um einen Lastenausgleich zu ermöglichen.

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Foto: Check Point

Lotem Finkelsteen fühlt sich an ähnlichen Zwischenfall vom Oktober 2016 mit dem „Mirai“-Bot-Netz erinnert

Cloud-Service-Unternehmens Fastly ermöglicht beschleunigte Verbindungen

Finkelsteen erläutert den Vorteil eines derartigen Lastenausgleichs: „So muss nicht jeder Nutzer dieser Welt auf einen zentralen Server zugreifen, was bei hohen Zugriffszahlen eine Überlastung verursachen kann.“ Stattdessen verteilten sich die Anfragen auf verschiedene Replika, „die auf anderen Servern liegen – sogar in anderen Ländern“:
Zum Beispiel könnte der ursprüngliche Server einer Website in San Francisco stehen, aber es gebe Replika in Paris, Manhattan, Tel Aviv und Hongkong. „Jeder wird zu dem Server geleitet, der seinem Gerät am nächsten liegt, was die Verbindung sehr beschleunigt.“

Wenn der Cloud-Service ausfällt, sind Replika nicht mehr verfügbar

Zu den Folgen des aktuellen Vorfalls führt Finkelsteen aus: „Wenn nun das CDN ausfällt, sind alle Replika nicht mehr verfügbar und niemand ist zudem in der Lage, die Inhalte des ursprünglichen Servers abzurufen.“ Es scheine in diesem Fall daher so, als ob Amazon, Reddit, Twitch, Twitter, Financial Times und all die anderen großen Websites gleichzeitig angegriffen worden seien – doch es handele sich nicht um eine Attacke gegen diese Unternehmen: „Sie erlitten keine Ausfälle.“ Die einzige Störung habe sich bei Fastly, dem CDN, ereignet, welches alle genannten bediene.
„Wir kennen, wie gesagt, den Grund des Ausfalls noch nicht und es gibt viele Möglichkeiten, doch das Ereignis erinnert an einen ähnlichen Zwischenfall vom Oktober 2016, als das ,Mirai‘-Bot-Netz mehrere hochkarätige Ziele mit Distributed-Denial-of-Service-(DDoS)-Attacken lahmlegte“, so Finkelsteen. „Mirai“ sei ein IoT-Bot-Netz gewesen, welches die Kontrolle über Kameras und andere vernetzte Geräte erlangt habe und diese dazu brachte, Anfragen an einen bestimmten Server zu senden, nämlich den des Unternehmens Dyn, um ihn abzuschalten. Dieses sei ein DNS-Unternehmen, welches viele Marken wie Twitter, BBC und Reddit bediene.

Weitere Informationen zum Thema:

METRO, Harrison Jones, 08.06.20214
Huge internet outage as dozens of world’s biggest websites are forced offline

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