Informationsgesellschaft – datensicherheit.de Informationen zu Datensicherheit und Datenschutz https://www.datensicherheit.de Datensicherheit und Datenschutz im Überblick Fri, 22 Jun 2012 09:42:40 +0000 de hourly 1 Privacy by Default: Peter Schaar spricht sich für Airbag der Informationsgesellschaft aus https://www.datensicherheit.de/privacy-by-default-peter-schaar-spricht-fuer-airbag-informationsgesellschaft https://www.datensicherheit.de/privacy-by-default-peter-schaar-spricht-fuer-airbag-informationsgesellschaft#respond Fri, 22 Jun 2012 09:42:40 +0000 http://www.datensicherheit.de/?p=20289 Datenschützer fordern seit Langem, informationstechnische Systeme schon im Auslieferungszustand so zu konfigurieren, dass der Datenschutz gewahrt ist

[datensicherheit.de, 22.06.2012] Wer heute einem Sozialen Netzwerk beitritt, dessen Daten seien zunächst weitgehend öffentlich zugänglich, kritisiert der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) und nennt in einer aktuellen Stellungnahme weitere absurde Beispiele für die Gefährdung des Datenschutzes im Zusammenhang mit moderner IT. Unternehmen, speziell solche, deren Geschäftsmodelle auf der Sammlung persönlicher Daten beruhen, passe diese Diskussion indes nicht. In vielen Fällen werde den Nutzern der wahre Umfang der Datensammelei und Profilbildung bewusst verheimlicht, erläutert Peter Schaar. Sodann werde die Verantwortung für die Registrierung und Überwachung auf die Nutzer abgewälzt. Sollten die Nutzer mit der Registrierung nicht einverstanden seien, könnten sie ja die „Datenschutzeinstellungen“ des Dienstes ändern oder auch die Browserkonfiguration umstellen und die gespeicherten Cookies löschen, erläutert Schaar die fragwürdige Argumentation solcher Anbieter. Sich selbst sähen die Unternehmen jedenfalls nicht in der Pflicht – die Nutzer könnten ja den Umgang mit persönlichen Daten auch den sehr ausführlichen (bisweilen 100-seitigen) Anleitungen, Geschäftsbedingungen, rechtlichen Hinweisen und Datenschutzerklärungen entnehmen, sagten die Unternehmenssprecher.
Der BfDI meint, dass es sich viele Internet-Unternehmen damit zu leicht machen – und sie machten es den Betroffenen schwer, die eigene Privatsphäre zu wahren. Dies liege häufig auch im Geschäftsinteresse.
Datenschützer fordern nun schon seit Langem, informationstechnische Systeme bereits im Auslieferungszustand so zu konfigurieren, dass der Datenschutz gewahrt ist – „datenschutzgerechte Voreinstellungen oder“ („Privacy by Default“). Ein Beispiel dafür ist die Konfiguration von Web-Browsern. Der diskutierte „Do Not Track“- Mechanismus könnte hierbei einen Durchbruch bringen.
Trotzdem bedürfe es zusätzlicher wirksamer Maßnahmen zur Durchsetzung datenschutzfreundlicher Voreinstellungen, denn das freie Spiel des Marktes funktioniere hierbei nur begrenzt. Um den Grundsatz „Privacy by Default“ durchzusetzen, müssten auch die rechtlichen Rahmenbedingungen weiterentwickelt werden, fordert Schaar. Es zeichne sich aber schon jetzt ab, dass Vorgaben zu „Privacy by Default“ von Lobbyisten heftig kritisiert würden, deren Auftraggeber von der massenweisen Anhäufung personenbezogener Daten in besonderem Maße profitierten. Es sei zu hoffen, dass der europäische Gesetzgeber in der Frage von „Privacy by Default“ nicht nachgibt und sich die Interessen unserer Gesellschaft an vertrauenswürdigen und sicheren IT-Systemen durchsetzen. Die verpflichtende Einführung von Airbags in Autos habe übrigens vielen Menschen das Leben gerettet – „Privacy by Default“ könnte laut Schaar ein „Airbag“ für die Informationsgesellschaft werden.

Weitere Informationen zum Thema:

Datenschutz FORUM, 17.06.2012
Privacy by Default: Airbag für die Informationsgesellschaft

datensicherheit.de, 17.06.2012
Transparenzgesetz für Hamburg als gesellschaftspolitischer Meilenstein / Hamburg belegt damit laut HmbBfDI in Sachen transparenter Verwaltung einen Spitzenplatz im Vergleich der Bundesländer

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Europäischer Datenschutzbeauftragter möchte Vertrauen der Anwender in die Informationsgesellschaft stärken https://www.datensicherheit.de/europaeischer-datenschutzbeauftragter-moechte-vertrauen-der-anwender-in-die-informationsgesellschaft-staerken https://www.datensicherheit.de/europaeischer-datenschutzbeauftragter-moechte-vertrauen-der-anwender-in-die-informationsgesellschaft-staerken#respond Mon, 22 Mar 2010 20:10:15 +0000 http://www.datensicherheit.de/?p=10704 Datensicherheit als grundlegendes Gestaltungselement der Informations- und Kommunikationstechnologie

[datensicherheit.de, 22.03.2010] Mit einer Eingabe zur künftigen Digitalen Agenda der Europäischen Kommission hat sich der Europäische Datenschutzbeauftragte (EDPS) Peter Hustinx für die Stärkung des Datenschutzes und der Privatsphäre zur Beförderung des Vertrauens in die Informationsgesellschaft engagiert:
Darin erläutert Hustinx Maßnahmen, die von der EU unterstützt werden könnten, um die individuelle Privatsphäre und Datenschutzrechte beim Gebrauch von Informations- und Kommunikationstechnologie (IuK) zu garantieren. Als Beispiele werden RFID, Soziale Netzwerke, „eHealth“ und „eTransport“ genannt. Er betont, dass Vertrauen grundlegend für die Ausbreitung und erfolgreiche Inbetriebnahme von IuK ist. Solche Technologien böten großartige Möglichkeiten – aber würden eben auch neue Risiken bergen.

© EUROPEAN DATA PROTECTION SUPERVISOR

© EUROPEAN DATA PROTECTION SUPERVISOR

Der Europäische Datenschutzbeauftragte Peter Hustinx fordert „Privacy by Design“.

Obwohl die EU bereits über ein starkes Datenschutz-Regelwerk verfügt, rufe IuK in vielen Fällen neue Bedenken hervor, denen mit dem bestehenden Regelwerk nicht begegnet werden könne. Hustinx setzt sich daher für das Prinzip „Privacy by Design“ ein – wonach IuK von der Entwurfsphase an so zu gestalten ist, dass durch die ganze Entwicklung hindurch Datensicherheitsaspekten Genüge getan wird.

Weitere Informationen zum Thema:

EDPS, 22.03.2010
EDPS opinion on privacy in the digital age: „Privacy by Design“ as a key tool to ensure citizens‘ trust in ICTs

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Zunahme des Datenverkehrs erhöht Bedarf an elektrischer Energie https://www.datensicherheit.de/zunahme-des-datenverkehrs-erhoeht-bedarf-an-elektrischer-energie https://www.datensicherheit.de/zunahme-des-datenverkehrs-erhoeht-bedarf-an-elektrischer-energie#respond Fri, 03 Jul 2009 12:11:16 +0000 http://www.datensicherheit.de/?p=4052 StudieWeiterentwicklung der Informationsgesellschaft und Energieversorgungsfrage eng verknüpft

[datensicherheit.de, 03.07.2009] Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) hat eine beim „Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration“ (IZM) und dem „Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung“ (ISI) in Auftrag gegebene Studie vorgestellt, die den zukünftigen Energiebedarf der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) abschätzen sowie Schlussfolgerungen für die Entkopplung von IKT-Fortschritt und Elektrizitätsbedarf ableiten soll:
Die Ergebnisse der Studie mit dem Titel „Abschätzung des Energiebedarfs der weiteren Entwicklung der Informationsgesellschaft“ zeigen etwa, dass der IKT-bedingte Verbrauch elekrischer Energie in Deutschland bereits im Jahr 2007 etwa 55 Mrd. kWh betragen haben soll. Das seien 10,5 Prozent des gesamten Jahresstromverbrauchs. Das sei deutlich mehr als der globale Durchschnitt!
Wenn sich nichts ändert, sei laut Studie bis 2020 eine Steigerung um 20 Prozent auf jährlich 67 Mrd. kWh zu erwarten. Das liege vor allem an der Zunahme des Datenverkehrs, der Geräte und der damit einhergehenden Rechen- und Speicherleistung. Den größten Anteil am IKT-bedingten Strombedarf hätten die Anwendungen in privaten Haushalten mit knapp 60 Prozent.
Mit der Studie wurde u. a. auch ein wichtiger Beitrag zur Umsetzung des „Aktionsplan Green IT“ geleistet, der auf dem IT-Gipfel 2008 am 20.11.2008 in Darmstadt von Wirtschaft, Wissenschaft und Bundesregierung verabschiedet wurde.


Weitere Informationen zum Thema:

Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, 03.07.2009
IKT-Strombedarf liegt in Deutschland bei über zehn Prozent / Ergebnisse der Studie „Abschätzung des Energiebedarfs der weiteren Entwicklung der Informationsgesellschaft“ liegen vor

Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, 03.07.2009
Abschätzung des Energiebedarfs der weiteren Entwicklung der Informationsgesellschaft / Abschlussbericht an das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie

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