IT-Sicherheit – datensicherheit.de Informationen zu Datensicherheit und Datenschutz https://www.datensicherheit.de Datensicherheit und Datenschutz im Überblick Sat, 15 Aug 2026 16:07:59 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.7 https://www.datensicherheit.de/wp-content/uploads/cropped-datensicherheit-favicon-300x300-1-32x32.jpg IT-Sicherheit – datensicherheit.de Informationen zu Datensicherheit und Datenschutz https://www.datensicherheit.de 32 32 Existenzielle IT-Sicherheit treibt Deutschlands Krankenhäuser zur digitalen Aufrüstung https://www.datensicherheit.de/it-sicherheit-deutschland-krankenhaeuser-digital-aufruestung Fri, 07 Aug 2026 22:54:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=56125

Laut aktueller ESET-Studie treiben Kliniken die Modernisierung ihrer IT-Sicherheit voran – und die große Mehrheit plant noch zusätzliche Schutzmaßnahmen. Besonders bemerkenswert sei, dass sich die große Mehrheit der befragten Einrichtungen heute bereits „gut“ auf IT-Sicherheitsvorfälle vorbereitet sehe.

[datensicherheit.de, 08.08.2026] Laut einer aktuellen ESET-Meldung geht trotz zunehmender Cyberbedrohungen das deutsche Gesundheitswesen die Digitale Transformation „mit wachsendem Sicherheitsbewusstsein“ an. Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen investierten zunehmend in moderne Schutztechnologien, etablierten Notfallpläne und bauten ihre Cyberresilienz aus. ESET beruft sich auf Erkenntnisse aus eine eigenen Studie in Kooperation mit dem Marktforschungsinstitut Techconsult, basierend auf eine Befragung unter 165 Gesundheitseinrichtungen in Deutschland. Besonders bemerkenswert sei dabei, dass die große Mehrheit der befragten Einrichtungen sich heute bereits „gut“ auf IT-Sicherheitsvorfälle vorbereitet sehe. Rund vier von fünf Krankenhäusern verfügten über einen Notfallplan für schwere Cyberangriffe wie Ransomware-Attacken. Viele Organisationen testeten diese Prozesse regelmäßig und schafften damit wichtige Voraussetzungen, um auch in Krisensituationen handlungsfähig zu bleiben.

Moderne IT-Sicherheit wesentlicher Bestandteil zuverlässiger Patientenversorgung

„Die Ergebnisse zeigen, dass Cybersecurity im Gesundheitswesen längst auf der strategischen Agenda angekommen ist. Viele Einrichtungen investieren gezielt in ihre Widerstandsfähigkeit und erkennen, dass moderne IT-Sicherheit ein wesentlicher Bestandteil einer zuverlässigen Patientenversorgung ist“, kommentiert Christian Lueg, IT-Sicherheitsexperte bei ESET.

Besonders deutlich werde der Wandel bei den geplanten Investitionen: Mehr als 85 Prozent der befragten Krankenhäuser wollten in den kommenden zwölf Monaten moderne Lösungen zur Angriffserkennung und -abwehr einführen oder ausbauen. Dazu zählten insbesondere „Managed Detection and Response“ (MDR) sowie „Endpoint Detection and Response“ (EDR), um Sicherheitsvorfälle frühzeitig erkennen und Gegenmaßnahmen einleiten zu können.

Die Ergebnisse zeigen laut ESET: Krankenhäuser begnügten sich nicht mehr mit klassischen Schutzmaßnahmen. Stattdessen wachse das Interesse an Technologien, welche Bedrohungen aktiv erkennen und die Reaktionsfähigkeit verbessern. Ein weiteres klares Signal der Studie sei, dass die Gesundheitsbranche zunehmend auf Digitale Souveränität setze. Bereits heute nutze die Hälfte der befragten Einrichtungen IT-Sicherheitslösungen europäischer Anbieter. Mehr als 80 Prozent könnten sich vorstellen, künftig auf einen Anbieter aus der Europäischen Union (EU) zu wechseln.

Zunehmende Leistungsfähigkeit der KI-Agenten als zusätzliche Herausforderung an die IT-Sicherheit

Datenschutz, „Compliance“ und Vertrauen gewinnen demnach bei Investitionsentscheidungen weiter an Bedeutung. Diese Ergebnisse unterstrichen den Wunsch vieler Einrichtungen, kritische IT-Infrastrukturen auf Basis europäischer Standards abzusichern.

Mit zunehmender Leistungsfähigkeit von KI-Agenten müssten auch die Sicherheitsanforderungen steigen. Dazu gehörten strikt abgeschottete Testumgebungen, wirksame Zugriffskontrollen, unabhängige Sicherheitsprüfungen sowie eine schnelle und transparente Information betroffener Organisationen. Die Branche sollte laut ESET bewährte Sicherheitsstandards konsequent anwenden, bevor solche Systeme in großem Maßstab eingesetzt werden.

Die wichtigste Erkenntnis laute: Innovation entbinde KI-Unternehmen nicht von ihrer Verantwortung: Für sie müssten dieselben hohen Sicherheitsstandards gelten wie für jeden anderen Technologieanbieter.

Grundlagen für digitale Kliniken: IT-Sicherheitssysteme sowie Schulungen, „Awareness“-Programme und Modernisierung der Netzwerkarchitektur

Auch bei den Basismaßnahmen zeige sich ein positives Bild: Die Mehrheit der Krankenhäuser setze bereits auf etablierte Schutzmechanismen wie Firewalls, E-Mail-Sicherheitslösungen und Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA).

Gleichzeitig planten viele Einrichtungen zusätzliche Investitionen in Schulungen, „Awareness“-Programme und die Modernisierung ihrer Netzwerkarchitektur.

Damit entwickele sich Cybersicherheit zunehmend von einer reinen IT-Aufgabe zu einem festen Bestandteil moderner Krankenhausstrategien.

Auf dem Weg zu mehr Resilienz mittels stärkerer strategischer Verankerung der IT-Sicherheit

Die ESET-Studie mache deutlich: Der Cyberbedrohung begegneten deutsche Krankenhäuser nicht mit Resignation, sondern mit Investitionen, neuen Technologien und einer stärkeren strategischen Verankerung der IT-Sicherheit. Angesichts der fortschreitenden Digitalisierung würden diese Maßnahmen zu einem wichtigen Baustein für die Stabilität und Zukunftsfähigkeit der Gesundheitsversorgung in Deutschland.

Doch, wo „Licht“ ist, gebe es auch „Schatten“: Trotz der erkennbaren Fortschritte stünden viele Gesundheitseinrichtungen weiterhin vor erheblichen Herausforderungen. Mehr als die Hälfte der Krankenhäuser sei innerhalb der vergangenen zwölf Monate von einem Cyberangriff betroffen gewesen – und jede fünfte Einrichtung habe daraus resultierende Betriebsunterbrechungen gemeldet.

Gleichzeitig bremsten veraltete IT-Systeme und der anhaltende Fachkräftemangel vielerorts den Ausbau der Cyberresilienz. Die Studie zeige damit: „Der eingeschlagene Weg stimmt, doch die Modernisierung der digitalen Sicherheitsstrukturen bleibt eine Daueraufgabe!“

Zentrale Erkenntnisse der DS-Redaktion

  • Das Gesundheitswesen in Deutschland hat sich in Fragen der IT-Sicherheit auf den Weg gemacht und für Veränderungen geöffnet.
  • In Krankenhäusern wurde mehrheitlich die Notwendigkeit erprobter Notfallplanung für schwere Cyberangriffe wie etwa Ransomware-Attacken erkannt.
  • IT-Grundschutz setzt auf etablierte Schutzmechanismen wie Firewalls, E-Mail-Sicherheitslösungen und Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA).
  • Da mehr als die Hälfte der Krankenhäuser innerhalb der vergangenen zwölf Monate von einem Cyberangriff betroffen gewesen war, wird indes die Dringlichkeit der Transformation zu mehr Sicherheit und Resilienz fast alltäglich deutlich.
  • Die hohe Dynamik der Digitalen Transformation, mithin die Wechselwirkung zwischen IT-Nutzern und Cyberkriminellen, unterstreicht die Erkenntnis, dass die Modernisierung der digitalen Sicherheitsstrukturen keine einmalige Aufgabe, sondern ein fortwährender Prozess ist und bleibt.

Weitere Informationen

eseT
Wir sind ein weltweites Unternehmen für digitale Sicherheit und schützen Millionen von Kunden sowie Hunderttausende von Unternehmen rund um den Globus. / Technologie ermöglicht Fortschritt. ESET macht ihn sicher.

welivesecurity by eseT
Christian Lueg

eseT, Juli 2026
ESET Studie: Stand der IT-Sicherheit im Gesundheitswesen

datensicherheit.de, 14.05.2026
NIS-2-Umsetzung: Trotz Investitionen in IT-Sicherheit hinken viele Krankenhäuser hinterher / Aktuelle ESET-Studie zeigt Fortschritte bei der Cybersicherheit auf – Universitätskliniken kämpfen aber mit der Umsetzung regulatorischer Vorgaben im NIS-2-Kontext

datensicherheit.de, 04.04.2025
IT in Krankenhäusern: SIT-Sicherheitsstudie deckt signifikante Schwachstellen auf / SIT-Forscher fanden Schwachstellen in Informationssystemen für Krankenhäuser

datensicherheit.de, 20.02.2024
Mangelnde Cyber-Sicherheit im Gesundheitswesen: Deutsche Krankenhäuser bringen sich untereinander in Gefahr / Proofpoint warnt: DMARC-Implementierung in deutschen Krankenhäusern noch alarmierend gering

]]>
KI-Systeme: Wer testet, haftet für die Folgen https://www.datensicherheit.de/ki-systeme-test-haftung-folgen Sun, 02 Aug 2026 22:01:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=55989 KI-Unternehmen müssen nun die richtigen „Leitplanken“ installieren, damit ihre Produkte nicht zur Gefahr werden

[datensicherheit.de, 03.08.2026] Juraj Jánošík, „Vice President of Artificial Intelligence“ bei ESET, ordnet in seiner Stellungnahme aktuelle Vorfälle mit Systemen Künstlicher Intelligenz (KI) ein – diese machten deutlich, „wie sehr die neue Technologie die IT-Sicherheit beeinflusst“. Er betont, dass KI-Unternehmen nun die richtigen „Leitplanken“ installieren müssten, „damit ihre Produkte nicht zur Gefahr werden“.

eset-juraj-janosik
Foto: ESET

Juraj Jánošík: Innovation entbindet KI-Unternehmen nicht von ihrer Verantwortung!

„Claude“ hatte Schwachstellen in IT-Systemen von drei Organisationen ausgenutzt

Wie das KI-Unternehmen Anthropic berichtet hatte, war es demnach mehreren Versionen des eigenen Sprachmodells „Claude“ im Rahmen von Cybersicherheitstests gelungen, aufgrund eines Konfigurationsfehlers auf öffentliche Netzwerke zuzugreifen und dabei Schwachstellen in den IT-Systemen von drei Organisationen auszunutzen.

  • „Die jüngsten Vorfälle bei OpenAI und Anthropic sollten vor allem als Warnsignal für die IT-Sicherheit verstanden werden und nicht als Beleg dafür, wie leistungsfähig moderne KI bereits ist!“, gibt Jánošík zu bedenken.

Wenn ein klassischer Software- oder Sicherheitsanbieter ein System testen würde, das seine vorgesehenen Grenzen überschreitet und auf fremde IT-Infrastrukturen zugreift, wären kritische Nachfragen und eine umfassende Untersuchung selbstverständlich. „Für KI-Unternehmen sollten die gleichen Maßstäbe gelten!“, betont Jánošík.

KI-Aufstieg ähnelt prinzipiell früheren „Techtrends“

Dieses Muster sei in der Technologiebranche nicht neu. Auch beim Aufstieg des „Cloud Computing“ habe zunächst die schnelle Verbreitung der Technologie im Vordergrund gestanden, während Sicherheitskonzepte erst später nachgezogen worden seien.

  • „Ähnliches sehen wir heute bei Künstlicher Intelligenz: Die Entwicklung und Vermarktung neuer KI-Systeme schreitet rasant voran, während Sicherheitsfragen häufig erst im Nachhinein adressiert werden. Angesichts der wachsenden Fähigkeiten dieser Systeme ist das jedoch keine tragbare Strategie mehr!“

Der aktuelle Vorfall werde eher als ein Marketing-Gag denn als ein Problem behandelt: „Besonders problematisch ist, dass solche Vorfälle teilweise so kommuniziert werden, dass die technischen Fähigkeiten der KI im Mittelpunkt stehen. Dadurch entsteht der Eindruck, ein Sicherheitsproblem sei gleichzeitig eine Art Leistungsnachweis.“ Dies sei der falsche Fokus. Sicherheitsvorfälle sollten transparent aufgearbeitet werden und nicht als Marketinginstrument im Wettbewerb der KI-Anbieter dienen.

KI-Branche sollte bewährte Sicherheitsstandards konsequent anwenden

Mit zunehmender Leistungsfähigkeit von KI-Agenten müssten auch die Sicherheitsanforderungen steigen. Dazu gehörten strikt abgeschottete Testumgebungen, wirksame Zugriffskontrollen, unabhängige Sicherheitsprüfungen sowie eine schnelle und transparente Information betroffener Organisationen.

  • „Die Branche sollte bewährte Sicherheitsstandards konsequent anwenden, bevor solche Systeme in großem Maßstab eingesetzt werden!“

Die wichtigste Erkenntnis lautet laut Jánošík: „Innovation entbindet KI-Unternehmen nicht von ihrer Verantwortung! Für sie müssen dieselben hohen Sicherheitsstandards gelten wie für jeden anderen Technologieanbieter.“

Weitere Informationen zum Thema:

eseT
Wir sind ein weltweites Unternehmen für digitale Sicherheit und schützen Millionen von Kunden sowie Hunderttausende von Unternehmen rund um den Globus. / Technologie ermöglicht Fortschritt. ESET macht ihn sicher.

welivesecurity by eseT
Juraj Jánošík – ESET Vice President of Artificial Intelligence

tagesschau, 31.07.2026
Vorfälle bei Testläufen Anthropic-KI greift eigenständig Unternehmen an

DIE ZEIT, 31.07.2026
Künstliche Intelligenz: Anthropic gesteht ebenfalls Hackerangriff von KI-Modell Claude / Ein weiterer KI-Agent ist bei Sicherheitstests entkommen und hat sich in drei Unternehmen gehackt. Das teilte US-Konzern Anthropic mit. Grund sei ein Programmierfehler.

datensicherheit.de, 03.08.2026
„Claude“-Ausbrüche mahnen: KI-Modelle durch „Zero Trust“ einhegen
Sobald ein autonomer KI-Agent eine kontrollierte Umgebung verlassen kann, nimmt er die Grenzen einer Organisation nicht auf die gleiche Art und Weise wahr wie Menschen

datensicherheit.de, 17.06.2026
Embargo für Anthropic-KI-Modelle: eco moniert mögliche Folgen für Europas Cybersicherheit / Die US-Regierung hat direkte Exportkontrollen gegen KI-Software verhängt – hierunter fallen auch Anthropics Modelle „Fable 5“ und „Mythos 5“

datensicherheit.de, 23.04.2026
Claude Mythos: Anthropic könnte Büchse der Pandora geöffnet haben​ / Über einen Mangel an Publicity kann sich Anthropic-Chef Dario Amodei dieser Tage sicher nicht beschweren, kommentiert Jochen Koehler

]]>
Information und Austausch: 15. IT-Sicherheitstag Mittelstand am 4. September 2026 in Wildau https://www.datensicherheit.de/information-austausch-15-it-sicherheitstag-mittelstand-wildau Wed, 29 Jul 2026 22:47:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=55925 IT-Sicherheit ist auch für Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU) „Chefsache“ – Informationen sind Holschuld für Entscheider, aber zugleich auch die Chance sich für die Zukunft erfolgreich und sicher aufzustellen

[datensicherheit.de, 30.07.2026] Das IT-Sicherheitsnetzwerk Berlin-Brandenburg, vertreten durch den it’s.BB e.V., lädt als Mitveranstalter zum „15. IT-Sicherheitstag Mittelstand“ ein, der gemeinsam mit den Handwerkskammern und Industrie- und Handelskammern aus Berlin und Brandenburg sowie dem SIBB – Verband der Software-, Informations- und Kommunikations-Industrie in Berlin und Brandenburg e.V. durchgeführt wird. Die NIS-2-Richtlinie, der „Cyber Resilience Act“ (CRA), der Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) u.a. machen es auch für mittelständische Entscheider unerlässlich, sich kontinuierlich zu informieren und auszutauschen.

15-it-sicherheitstag-mittelstand-hauptprogramm
Abbildung: Screenshot von https://events.ihk-ostbrandenburg.de/b?p=IT-Sicherheitstag2026#sweap-section-section_trb

Hauptprogramm für den „15. IT-Sicherheitstag Mittelstand“ (ohne Gewähr)

IT-Sicherheit als Januskopf – Chancen vs. Herausforderungen

Die fortschreitende Digitalisierung bringe viele Chancen, aber auch neue Herausforderungen – insbesondere im Bereich der IT-Sicherheit.

  • Aktuelle Entwicklungen wie die NIS-2-Richtlinie, der „Cyber Resilience Act“ (CRA) und der Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) machten es unerlässlich, sich kontinuierlich zu informieren und auszutauschen.

„Nutzen Sie die Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch mit anderen KMU, Sicherheitsexperten sowie wichtigen Ansprechstellen aus Berlin und Brandenburg!“

„15. IT-Sicherheitstag Mittelstand“

Freitag, 4. September 2026, 9.00 bis 15.30 Uhr
Technische Hochschule Wildau, Halle 17, Hochschulring 1, 15745 Wildau
Anmeldung erforderlich.

  • Geboten wird demnach ein „abwechslungsreiches Programm aus Vorträgen und Workshops“, welches praxisnahe Einblicke und Lösungen rund um die Prävention und den Umgang mit IT-Sicherheitsvorfällen vermitteln soll.

Renommierte Branchenexperten und Sicherheitsbehörden werden aufgeboten, um aufzuzeigen „wie Sie Ihr Unternehmen vor aktuellen Bedrohungen aus dem Cyberraum schützen können“. Zudem sollen „wertvolle Tipps, wie Sie Ihre Geschäftsleitung und Mitarbeitenden für dieses wichtige Thema sensibilisieren und fortbilden können“ gegeben werden.

Weitere Informationen zum Thema und Anmeldung:

it’s.BB DAS IT_SICHERHEITSNETZWERK BERLIN-BRANDENBURG
it’s.BB – über uns / IT-Sicherheit für Berlin und Brandenburg

IHK Ostbrandenburg
15. IT-Sicherheitstag Berlin-Brandenburg / Freitag, den 04.09.2026 um 09:00 Uhr / Technische Hochschule Wildau, Halle 17, Hochschulring 1, 15745 Wildau

datensicherheit.de, 12.07.2026
Eskalation digitaler Angriffe auf die Produktion: NIS-2-Haftungsfalle für den Mittelstand / Die NIS-2-Richtlinie trifft aktuell auf einen leeren Fachkräftemarkt: ISACA beschreibt, warum der Schutz der Fertigung gerade jetzt KMU dazu zwingt, völlig neue Wege zu gehen

datensicherheit.de, 15.11.2025
NIS-2-Herausforderung: Deutscher Mittelstand im Spannungsfeld zwischen Eigenwahrnehmung und Bedrohungslage / Einerseits bewerten Unternehmen ihren eigenen IT-Sicherheits-Reifegrad als „hoch“, sind jedoch einer hohen Zahl schwerwiegender Vorfälle ausgesetzt

datensicherheit.de, 06.08.2025
Mittelstand: KRITIS-Prinzipien als Inspiration für strukturierte IT-Sicherheit / Derweil noch viele mittelständische Unternehmen auf der Suche nach der passenden IT-Sicherheitsstrategie sind, wird das Umfeld offenkundig immer komplexer – neue Regulierungen wie z.B. NIS-2 oder DORA erhöhen den Druck, nicht nur auf große KRITIS-Betreiber

]]>
Cybersecurity-Kompetenz: Kleine Unternehmen holen sich zunehmend externe Expertise https://www.datensicherheit.de/cybersecurity-kompetenz-klein-unternehmen-zunahme-extern-expertise Mon, 13 Jul 2026 22:59:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=55560 Laut aktueller ESET-Studie gewinnen MDR, „Cloud“-Management und externe Spezialisten gerade für kleine Unternehmen an Bedeutung

[datensicherheit.de, 14.07.2026] Im Kontext der IT-Sicherheit stehen nach aktuellen ESET-Erkenntnissen kleine Unternehmen vor ähnlichen Herausforderungen wie große – indes könnten sie eben nicht auf deren hohe Budgets für ihre IT-Security zurückgreifen. Aus diesem Grund holten sich viele Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU) Hilfe von externen Spezialisten, so ein Ergebnis einer aktuellen ESET-Umfrage. Insbesondere die Investitionen in „Managed Detection and Response“ (MDR) wachsen demnach leicht, aber auch in das eigene Security-Know-How investierten diese Firmen. Für die Studie „Stand der IT-Sicherheit 2026“ hat ESET nach eigenen Angaben zwischen Januar und April 2026 insgesamt 281 Organisationen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt – rund 87 Prozent der teilnehmenden Unternehmen beschäftigten weniger als 50 Mitarbeiter.

eset-umfrage-it-sicherheit-kmu-2026
Abbildung: ESET

Aktuelle Selbsteinschätzung zur Aufstellung kleiner Unternehmen in Fragen der IT-Sicherheit

Viele kleinere Unternehmen setzen auf „Managed Services“ und spezialisierte Dienstleister

Wer in einem kleinen Unternehmen für die IT verantwortlich ist, muss laut ESET heute oft viele Rollen gleichzeitig erfüllen: Administrator, Helpdesk, „Cloud“-Manager und Sicherheitsbeauftragter. Angesichts steigender Cyberrisiken und knapper Ressourcen setzten deshalb immer mehr Unternehmen auf externe Unterstützung.

  • Die Befragung von 281 Organisationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz mache deutlich: Statt eigene IT-Security-Teams aufzubauen, griffen viele kleinere Unternehmen auf „Managed Services“ und spezialisierte Dienstleister zurück. Gleichzeitig nehme das IT-Sicherheitswissen in den Unternehmen deutlich zu. Hätten 2023 noch weniger als die Hälfte der Befragten über IT-Personal mit -Security-Fachwissen verfügt, liege dieser Anteil inzwischen bei über 70 Prozent.

„Viele kleinere Unternehmen wissen sehr genau, welchen Risiken sie ausgesetzt sind. Gleichzeitig fehlt oft die Möglichkeit, eigene Security-Spezialisten einzustellen oder rund um die Uhr Sicherheitsvorfälle zu überwachen“, erläutert Michael Schröder, „Head of Product Marketing“ bei ESET Deutschland. Er führt aus: „Deshalb beobachten wir, dass externe Security-Services zunehmend Teil der regulären IT-Strategie werden.“

Bewusstseinswandel: Viele kleine Unternehmen schlagen inzwischen anderen Weg ein als noch vor wenigen Jahren

Besonders gefragt seien Dienstleistungen, die Unternehmen im Tagesgeschäft entlasten können. Dazu zählten eben MDR, „cloud“-basierte Verwaltungsplattformen und externe IT-Security-Experten, welche bei der Erkennung und Analyse von Sicherheitsvorfällen unterstützten. Die Ergebnisse zeigten, dass viele kleine Unternehmen inzwischen einen anderen Weg einschlügen als noch vor wenigen Jahren. Statt jede Sicherheitsaufgabe intern abzubilden, setzten sie gezielt auf spezialisierte Partner und ergänzten damit ihre eigenen Ressourcen.

  • Auffällig sei ein scheinbarer Widerspruch der Studie: „Obwohl das Security-Know-how in den Unternehmen wächst, fühlt sich mehr als die Hälfte der Befragten den aktuellen Bedrohungen nicht vollständig gewachsen.“ Für ESET sei dies ein Zeichen zunehmender Reife anstatt einer negativen Entwicklung. „Wer sich intensiver mit Cyberrisiken beschäftigt, erkennt nicht nur die eigenen Stärken, sondern auch bestehende Schwachstellen.“ Diese kritischere Selbsteinschätzung spiegele daher vor allem ein gestiegenes Bewusstsein für die tatsächliche Bedrohungslage wider.

Auch moderne Sicherheitskonzepte würden weiter an Akzeptanz gewinnen. Mehr als 95 Prozent der Befragten sähen in dem „Zero Trust Security“-Modell von ESET einen sinnvollen Ansatz für den Aufbau einer widerstandsfähigen Sicherheitsstrategie.

IT-Sicherheit zunehmend Führungsaufgabe auch in kleinen Unternehmen

Die Studie zeige außerdem, dass Cybersecurity in kleinen Unternehmen zunehmend strategisch betrachtet werde. Investitionen in IT-Security-Know-how, externe Expertise und moderne Sicherheitsplattformen seien längst nicht mehr allein ein Thema für die IT-Abteilung.

  • „Viele Unternehmen haben erkannt, dass Cybersecurity nicht an der Firewall endet“, kommentiert Schröder.

Abschließend merkt er an: „Es geht darum, Risiken beherrschbar zu machen und die eigene Handlungsfähigkeit im Ernstfall zu sichern! Genau deshalb gewinnen professionelle Security-Services weiter an Bedeutung.“

Weitere Informationen zum Thema:

eseT
Wir sind ein weltweites Unternehmen für digitale Sicherheit und schützen Millionen von Kunden sowie Hunderttausende von Unternehmen rund um den Globus. / Technologie ermöglicht Fortschritt. ESET macht ihn sicher.

eseT, 08.08.2016
ESET stärkt Marktposition mit Michael Schröder – Fokus auf Technologie-Allianzen und ganzheitliche Produktentwicklung

eseT
Stand der IT-Sicherheit 2026

datensicherheit.de, 10.07.2026
ISMS: Sieben Tipps für mehr Datensicherheit in KMU / Informationen gehören zu den wertvollsten Ressourcen von Unternehmen und sind zugleich vielfältigen Risiken ausgesetzt. Neben externen Cyberangriffen gefährden auch interne Schwachstellen wie unzureichende Zugriffskontrollen, veraltete Systeme oder mangelhafte Datensicherungen die Informationssicherheit. Der Beitrag zeigt, warum ein systematischer Schutz geschäftskritischer Informationen unverzichtbar ist und welche Maßnahmen Unternehmen ergreifen sollten, um Risiken frühzeitig zu erkennen und ihre Daten nachhaltig zu sichern.

datensicherheit.de, 21.05.2026
KI-basierte Cyberbedrohungen: KMU bisher meist nicht vorbereitet / Kleine und Mittlere Unternehmen unterschätzen oft die Risiken mittels Künstlicher Intelligenz (KI) durchgeführter Cyberangriffe

datensicherheit.de, 16.05.2026
HarfangLab: Europas KMU laut Bundeslagebild Cyberkriminalität 2025 stärker gefährdet als je zuvor / Dieser Bericht weist vor allem auf ein strukturelles Sicherheitsproblem für Europas Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU) hin

datensicherheit.de, 30.04.2026
FTAPI gibt CRA-Tipps für KMU: Cyber Resilience Act oft ein Buch mit 7 Siegeln / Erste Meldepflichten greifen ab September 2026 – FTAPI benennt fünf Schritte, damit Anbieter digitaler Produkte noch rechtzeitig „CRA-ready“ werden

datensicherheit.de, 16.03.2026
KMU-Sicherheitslücke beim Drucken: Drucksicherheit für 62 Prozent von geringer Priorität / Intelligentes Drucken könnte KMU dabei unterstützen, Risiken zu reduzieren, indem es die Transparenz, „Compliance“ und Kontrolle verbessert und so ihre Zukunft der Arbeit schützt

]]>
Open Source und moderne Authentifizierung: TeleTrusT-Podcast zur IT-Sicherheit und Digitalen Souveränität https://www.datensicherheit.de/open-source-authentifizierung-teletrust-podcast-it-sicherheit Tue, 23 Jun 2026 22:59:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=55165 Christian Schorr, Dr. Johannes Loxen und Carsten Vossel diskutieren die Bedeutung von „Open Source“ für die IT-Sicherheit, die Rolle Digitaler Souveränität in Deutschland sowie aktuelle Entwicklungen bei 2FA, Passkeys und PKI

[datensicherheit.de, 24.06.2026] Im aktuellen TeleTrusTPodcast „Open Source und moderne Authentifizierung“ erörtern Christian Schorr (keyONE), Dr. Johannes Loxen (SerNet) und Moderator Carsten Vossel (CCVOSSEL) die Bedeutung von „Open Source“ für die IT-Sicherheit, die Rolle Digitaler Souveränität in Deutschland sowie aktuelle Entwicklungen bei Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA), Passkeys und Public-Key-Infrastructures (PKI).

teletrust-podcast-open-source-moderne-authentifizierung
Quelle: TeleTrusT

Der aktuelle TeleTrusT-Podcast: „Open Source und moderne Authentifizierung“

Bedeutung offener Technologien als Grundlage zahlreicher digitaler Infrastrukturen im Fokus

Die Diskussion soll beleuchten, welche Rolle offene Technologien für Innovation, Transparenz und technologische Unabhängigkeit spielen und warum die Frage digitaler Handlungsfähigkeit zunehmend an strategischer Bedeutung gewinnt. Dabei wird ausgeführt, dass „Open Source“ für sich genommen noch keine erhöhte Sicherheit gewährleistet.

  • Entscheidend sind demnach vielmehr die Qualität der Entwicklung, die kontinuierliche Pflege von Software sowie die Möglichkeit zur unabhängigen Prüfung von Quellcode. Gleichzeitig wird die Bedeutung offener Technologien als Grundlage zahlreicher digitaler Infrastrukturen hervorgehoben.

Auch die aktuellen Debatten um Digitale Souveränität werden aufgegriffen: „Die Experten diskutieren, welche Voraussetzungen Deutschland und Europa schaffen müssen, um technologische Abhängigkeiten zu reduzieren und Innovationspotenziale besser zu nutzen.“

Technische und strategische Herausforderungen für Unternehmen und Organisationen

Themen wie Digitalisierung, Standortbedingungen für Unternehmen und die langfristige Sicherung technologischer Handlungsspielräume werden dabei ebenso beleuchtet wie die Rolle von „Open Source“ in modernen IT-Strategien.

  • Praxisnahe Einblicke soll zudem die Auseinandersetzung mit modernen Verfahren zur Authentifizierung und digitalen Vertrauensbildung bieten. So ordnet Schorr die Entwicklung von PKI, Passkeys und FIDO-basierten Verfahren ein und erläutert, wie sich moderne Authentifizierungslösungen in den vergangenen Jahren weiterentwickelt haben. Insbesondere die zunehmende Verbreitung von Passkeys eröffne neue Möglichkeiten, die Sicherheit digitaler Zugänge zu erhöhen und gleichzeitig die Benutzerfreundlichkeit zu verbessern.

Diese neue Podcast-Episode soll aufzeigen, welche technischen und strategischen Herausforderungen Unternehmen und Organisationen künftig adressieren müssen, um sichere und unabhängige digitale Infrastrukturen aufzubauen.

Weitere Informationen zum Thema:

TeleTrusT Bundesverband IT-Sicherheit e.V.
Ziele und Nutzen Bundesverband IT-Sicherheit e.V. (TeleTrusT)

TeleTrusT Bundesverband IT-Sicherheit e.V.
TeleTrusT-Podcast: Podcasts sind von Jahr zu Jahr populärer geworden und spätestens seit 2020 aus der deutschen Medienlandschaft nicht mehr wegzudenken. Bis zu 4,2 Mio. Bundesbürger hören in Deutschland Podcast. TeleTrusT-Podcasts sind als Interviews angelegt. Fachleute aus Wirtschaft, Forschung, Beratung, Politik und Verwaltung werden eingeladen, um zu einem bestimmten Thema befragt zu werden.

SOUNDCLOUD, TeletRusT
Open Source und moderne Authentifizierung

LinkedIn
Christian Schorr / CEO | keyONE GmbH – PKI & ISMS-Experte für digitale Vertrauensinfrastrukturen in KRITIS & Enterprise-IT

LinkedIn
Johannes Loxen

LinkedIn
Carsten Christian Vossel / IT-Sicherheit für KRITIS, Mittelstand & Konzerne | 24/7 SOC & IRT | ISO27001 & NIS2 | Pentests & ISMS | IT-Sicherheitsberatung | CEO mit Fokus auf Cyberresilienz

datensicherheit.de, 17.09.2025
Open Source: Drei von vier Unternehmen in Deutschland bereits Nutzer / Eine große Mehrheit der Unternehmen in Deutschland sieht in „Open Source“-Software auch eine Chance für mehr Digitale Souveränität

datensicherheit.de, 10.10.2024
Open Source Software – unbestreitbare Vorteile sowie Risiken / Open Source Software (OSS) hat sich als unverzichtbarer Bestandteil moderner IT-Infrastrukturen etabliert

datensicherheit.de, 19.06.2020
Kultusbehörden: Abhängigkeit statt Open Source / Andrea Wörrlein kritisiert und warnt

]]>
KritisV: TeleTrusT-Kommentar und -Kritik zum vorliegenden Entwurf https://www.datensicherheit.de/kritisv-teletrust-kommentar-kritik-vorlage-entwurf Mon, 15 Jun 2026 22:07:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=55002 Die „Verordnung zur Bestimmung kritischer Anlagen nach dem KRITIS-Dachgesetz (Kritisverordnung – KritisV)“ soll durch Festlegung von Sektoren, Branchen, kritischen Dienstleistungen, Anlagenkategorien und Schwellenwerten jene Anlagen definieren, welche als „kritisch“ einzustufen sind

[datensicherheit.de, 16.06.2026] Der Bundesverband IT-Sicherheit e.V. (TeleTrusT) kommentiert in seiner Stellungnahme vom 15. Juni 2026 den vorliegenden Entwurf einer „Verordnung zur Bestimmung kritischer Anlagen nach dem KRITIS-Dachgesetz (Kritisverordnung – KritisV)“. Diese KritisV bestimmt demnach durch die Festlegung von Sektoren, Branchen, kritischen Dienstleistungen, Anlagenkategorien und Schwellenwerten, welche Anlagen als „kritisch“ einzustufen sind. Sie soll damit die bisherige BSI-Kritisverordnung auch für Zwecke der IT-Sicherheit nach dem BSIG ablösen und künftig als gemeinsame Rechtsverordnung für physische Resilienz und IT-Sicherheit fungieren. Der TeleTrusT begrüßt einerseits diesen Ansatz, kritische Anlagen für Zwecke der IT-Sicherheit und der physischen Resilienz einheitlich zu identifizieren und dadurch für mehr Rechtssicherheit und Verständlichkeit der Regelungen zu sorgen. Gleichwohl weise der vorliegende Entwurf nicht nur redaktionelle, sondern auch semantische und methodische Schwächen auf.

Zügiges Umsetzen der überfälligen „Kritisverordnung“ gefordert

Unverständlich bleibe, „warum die Verordnung sich noch im vorgelegten, nicht abgestimmten Entwurfsstadium befindet“. Die viel zu späte Umsetzung der „CER-Richtlinie“ habe hierzu eine ungewöhnlich lange Vorbereitungszeit geboten. „Die betroffenen Unternehmen werden ohne Übergangsfrist materiell verpflichtet sein.“

  • RA Karsten U. Bartels LL.M. (HK2 RAe, stellv. TeleTrusT-Vorstand) führt aus: „Es ist sinnvoll wie naheliegend, durch eine einheitliche ,Kritisverordnung’ die Anwendbarkeit sowohl des ,KRITIS-Dachgesetzes’ als auch des ,BSI-Gesetzes’ auszugestalten. Wir wünschen uns Klarheit für die Unternehmen und hoffen deshalb auf ein zügiges Umsetzen der überfälligen Verordnung.“

Indes moniert er: „Die Schwellenwert-Methode in der hergebrachten Weise ist jedoch nicht im Mindesten geeignet, die tatsächlichen Risiken in ein angemessenes Verhältnis zum Anwendungsrahmen des Gesetzes zu bringen. Mit anderen Worten: Die Bezugsgröße von 500.000 versorgten Personen hielt und hält keiner Überprüfung stand, ist methodisch widerlegt – und leider ein Risiko für sich!“

KritisV-Entwurf bleibt noch hinter Anforderungen zurück

Der Referentenentwurf der KritisV greife die europäischen Vorgaben der „CER-Richtlinie“ zwar im Grundsatz auf und schaffe eine begrüßenswerte Kohärenz zwischen physischer Resilienz und IT-Sicherheit. In seiner derzeitigen Fassung bleibe der Entwurf jedoch noch hinter den Anforderungen an eine rechtssichere, praktisch handhabbare und methodisch überzeugende Regulierung zurück.

  • Insbesondere fehle es an einer hinreichend nachvollziehbaren Auseinandersetzung mit den angelegten Schwellenwerten. Die Zahl von 500.000 versorgten Personen werde zwar als Regelschwellenwert herangezogen – ihre Herleitung und Übertragung auf unterschiedliche Sektoren überzeuge jedoch keinesfalls.

Hinzu kommt laut TeleTrusT, dass eine Auseinandersetzung mit weiteren in Art. 7 „CER-Richtlinie“ ausdrücklich genannten Kriterien, etwa sektorübergreifenden Abhängigkeiten, geographischen Auswirkungen, Substituierbarkeit sowie Dauer und Ausmaß möglicher Störungen, zur Geltung kommen müsse.

Weitere Informationen zum Thema:

TeleTrusT Bundesverband IT-Sicherheit e.V.
Ziele und Nutzen Bundesverband IT-Sicherheit e.V. (TeleTrusT)

TeleTrusT Bundesverband IT-Sicherheit e.V.
Arbeitsgruppe „IT-Sicherheitsrecht“ – RA Karsten U. Bartels, LL.M., HK2 Rechtsanwälte

TeleTrusT Bundesverband IT-Sicherheit e.V., 15.06.2026
Stellungnahmen 2026: Stellungnahme zum Referentenentwurf – Verordnung zur Bestimmung kritischer Anlagen nach dem KRITIS-Dachgesetz (Kritisverordnung – KritisV)

DVNW Deutsches Vergabenetzwerk, Vergabeblog, 28.05.2026
Politik und Markt / BMI legt Entwurf der neuen KRITIS-Verordnung vor

openkritis.de, Paul Weissmann, 26.05.2026
KRITIS – auf den zweiten Blick / Neue KRITIS-Verordnung 2026 Entwurf

openkritis.de
EU CER Resilienz

Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, Bundesamt für Justiz
Verordnung zur Bestimmung kritischer Anlagen nach dem BSI-Gesetz (BSI-Kritisverordnung – BSI-KritisV)

datensicherheit.de, 23.03.2026
CPS im Visier: Cyberkriminelle Attacken zunehmend auf KRITIS / Claroty warnt vor opportunistischen Angriffen auf Cyber-Physische Systeme (CPS) – beeinflusst durch geopolitische Ereignisse, indes technisch nicht besonders ausgefeilt

datensicherheit.de, 09.03.2026
KRITIS-Dachgesetz: Bitkom warnt vor kurzfristiger Absenkung des Schwellenwertes / Das „KRITIS-Dachgesetz“ soll die Umsetzung der europäischen CER-Richtlinie in deutsches Recht ermöglichen und schreibt KRITIS-Betreibern u.a. eine Risikobewertung für hybride Bedrohungen vor

datensicherheit.de, 03.02.2026
KRITIS-Dachgesetz verabschiedet: Deutschland muss dringend seine Kritischen Infrastrukturen besser schützen / Die Umsetzungsfrist für das „KRITIS-Dachgesetz“ lief am 18. Oktober 2024 ab – gegen die Bundesrepublik wurde bereits ein „Vertragsverletzungsverfahren“ der EU-Kommission eingeleitet

datensicherheit.de, 01.02.2026
KRITIS-Dachgesetz: eco begrüßt Verabschiedung bundesweit einheitlichen Rahmens für den Schutz Kritischer Infrastrukturen / Für die Internetwirtschaft sind stabile Stromversorgung, funktionierende Netze und verlässliche Rahmenbedingungen essenziell – das „KRITIS-Dachgesetz“ setzt hierzu grundsätzlich an der richtigen Stelle an

]]>
Fokussierte Wahrnehmung: Physische Abhörbedrohung im Schatten der Cybersecurity-Debatte zu oft vernachlässigt https://www.datensicherheit.de/physisch-abhoerbedrohung-cybersecurity-debatte-vernachlaessigung Sun, 17 May 2026 22:07:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=54427 Während Unternehmen ihre digitale Angriffsfläche systematisch verkleinern, bleibt die analoge Bedrohung mittels physischer Abhörgeräte weitgehend außerhalb des Bewusstseins

[datensicherheit.de, 18.05.2026] Hendrik Pabst, Gründer von Kontrapol, hat sich nach eigenen Angaben auf Lauschabwehr spezialisiert. In seiner aktuellen Stellungnahme erörtert er seine Beobachtungen, wonach physische Abhörbedrohungen im Schatten der Cybersecurity-Debatte in der Wahrnehmung zu verschwinden drohen: Die analoge Bedrohung mittels physischer Abhörgeräte bleibe weitgehend außerhalb des Bewusstseins.

kontrapol-hendrik-pabst
Abbildung: Kontrapol

Hendrik Pabst warnt vor unterschätzter Bedrohung: Der globale Markt für verdeckte Überwachungstechnik wächst seit Jahren

Kompromittierte Netzwerke als Bedrohung im Bewusstsein präsent – Besprechungen übertragende Wanzen eher nicht

Oft verwendete Begriffe wie NIS-2, „Zero Trust“, SIEM-Systeme u.a. zeugen vom Boom der IT-Sicherheitsbranche. Doch während Unternehmen ihre digitale Angriffsfläche systematisch verkleinerten, bleibe eine analoge Bedrohung weitgehend außerhalb des Bewusstseins – physische Abhörgeräte in Besprechungsräumen, Fahrzeugen und Büros.

  • Er beobachtet demnach diesen Blinden Fleck in der Praxis regelmäßig. „Die Cybersecurity-Debatte hat dazu geführt, dass Entscheider Bedrohungen fast ausschließlich digital denken. Ein kompromittiertes Netzwerk ist im Bewusstsein präsent – ein Sender, der seit Wochen Besprechungen überträgt, nicht.“

Bei rund 30 Prozent der Einsätze finde das Kontrapol-Team tatsächlich Abhörgeräte – „wobei das Unternehmen typischerweise dann gerufen wird, wenn bereits konkrete Verdachtsmomente bestehen“. Bei anlasslosen Routineprüfungen wäre die Trefferquote deutlich niedriger.

Bedrohungen vertraulicher Kommunikation muss ganzheitlich begegnet werden

Was diese Zahl laut Pabst dennoch nicht abbildet: Der globale Markt für verdeckte Überwachungstechnik wachse seit Jahren. Selbst wenn nur einer von tausend Räumen tatsächlich verwanzt ist, seien dies in der Summe Hunderttausende betroffene Personen und Unternehmen, von denen die meisten nie eine Überprüfung veranlassen würden.

  • Man dürfe sich von niedrigen Einzelquoten nicht in Sicherheit wiegen lassen. Erschwerend komme hinzu, dass viele Abhörgeräte gar nicht sendeten – und damit für gängige RF-Detektoren unsichtbar blieben. Diktiergeräte etwa, welche Gespräche aufzeichnen und später manuell ausgelesen werden, hinterlassen kein Funksignal.

Nur eine vollständige technische Überprüfung – Frequenzanalyse, Spektrumanalyse und visueller „Sweep“ kombiniert – schaffe belastbare Klarheit. „Cybersecurity schützt die Leitung. Lauschabwehr schützt den Raum. Beides zusammen ergibt erst einen vollständigen Schutz vertraulicher Kommunikation!“, kommentiert Pabst abschließend.

Weitere Informationen zum Thema:

KONTRAPOL Abhörschutz-Systeme
Abschirmdienst / Über uns

KONTRAPOL Abhörschutz-Systeme
Werde ich abgehört? Dieser Ratgeber erklärt, woran Sie wirklich erkennen, ob Sie abgehört werden – und welche Internet-Mythen Sie ignorieren können.

]]>
NIS-2-Umsetzung: Trotz Investitionen in IT-Sicherheit hinken viele Krankenhäuser hinterher https://www.datensicherheit.de/nis-2-umsetzung-investitionen-it-sicherheit-krankenhaeuser-verzug Wed, 13 May 2026 22:54:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=54446 Aktuelle ESET-Studie zeigt Fortschritte bei der Cybersicherheit auf – Universitätskliniken kämpfen aber mit der Umsetzung regulatorischer Vorgaben im NIS-2-Kontext

[datensicherheit.de, 14.05.2026] Viele Krankenhäuser investierten zwar in ihre IT-Sicherheit, blieben aber dennoch bei der Umsetzung der neuen EU-Richtlinie NIS-2 zurück, so eine Schlussfolgerung aus einer aktuellen Umfrage des IT-Sicherheitsherstellers ESET unter Entscheidern im deutschen Gesundheitswesen. Rund 36 Prozent der befragten Kliniken geben demnach an, in den vergangenen zwölf Monaten gezielt Maßnahmen zur Erfüllung von KRITIS- oder NIS-2-Anforderungen umgesetzt zu haben. Besonders aktiv zeigten sich Fachkliniken (46%) und Allgemeinkrankenhäuser (38%) – indes bildeten Universitätskliniken mit 29 Prozent das Schlusslicht. Eine Analyse der Studienergebnisse, inklusive Einordnung der Auswirkungen von NIS-2 auf Universitätskliniken, Notfallmanagement und organisatorische Reifegrade, ist im „ESET Blog“ zu finden. Die kommenden Monate würden zeigen, welche Einrichtungen den Schritt von Einzelmaßnahmen hin zu einem robusten, organisationsweit verankerten Sicherheits‑ und Krisenmanagement schaffen.

eset-studie-umsetzung-nis-2-kritis-krankenhaeuser
Abbildung: ESET

Fachkliniken nach ESET-Erkenntnissen bei der NIS-2-Umsetzung voraus

NIS-2 kein reines „Compliance“‑Thema, sondern Belastungstest für reale Cyberresilienz

„Unsere Ergebnisse zeigen, dass viele Krankenhäuser die Zeichen der Zeit erkannt haben. Investitionen in Technik und ,Awareness’ nehmen zu. Gleichzeitig fehlt häufig noch ein ganzheitlicher Ansatz, der Prozesse, Verantwortlichkeiten und regelmäßige Übungen verbindlich festschreibt“, berichtet Michael Schröder, „Head of Product Marketing“ bei ESET. NIS-2 sei kein reines ,Compliance’‑Thema, sondern ein Belastungstest für die reale Cyberresilienz der Kliniken.

  • Die Umfrage habe gezeigt, dass Kliniken vor allem operative Sicherheitsmaßnahmen vorantrieben. 52 Prozent der Kliniken führten Notfall‑ oder Ransomware‑Übungen durch, 48 Prozent setzten auf Schulungen und „Awareness“‑Programme. Auch die Absicherung medizinischer Geräte und vernetzter IoMT‑Systeme gewinne mit 41 Prozent spürbar an Bedeutung.

Diese Maßnahmen blieben jedoch häufig projektbezogen. Eine strategische Verankerung in Organisation und Management fehle in vielen Fällen noch. Trotzdem sei es positiv zu werten, „dass durch NIS-2 die IT‑Sicherheit die IT‑Abteilung verlässt und zu einem Management‑Thema wird!“

Operativ starke Universitätskliniken verweilen noch regulatorisch im Rückstand

Universitätskliniken gälten als digitale Hochleistungsumgebungen, seien Forschungsstandorte, Maximalversorger und international vernetzt. Entsprechend hoch sei ihre Attraktivität für Cyberangriffe.

  • Die Umfrage zeige jedoch: Während Unikliniken überdurchschnittlich oft Notfallübungen durchführten oder externe IT-Security‑Audits nutzten, trieben sie die formale Umsetzung von NIS-2‑Vorgaben seltener voran als andere Krankenhaustypen.

Ein möglicher Grund sei die hohe Komplexität historisch gewachsener IT‑Landschaften, internationaler Forschungsnetze und Tausender vernetzter Medizinsysteme. NIS-2 verschärfe für Universitätskliniken damit nicht nur die formalen Pflichten, sondern auch die operative Realität.

Vorhandenes Notfallmanagement wird noch zu selten erprobt

Fast alle befragten Krankenhäuser geben laut ESET an, über Notfallpläne für schwere IT‑Sicherheitsvorfälle wie Ransomware zu verfügen. Doch nur rund jeder Dritte beschreibe diese Pläne als „strukturiert“ und „regelmäßig getestet“. Knapp die Hälfte überprüfe ihre Notfallkonzepte lediglich „gelegentlich“.

  • Besonders kritisch sei die Lage bei Universitätskliniken: Zwar verfügten alle über Notfallpläne, doch nur etwa 21 Prozent testeten diese regelmäßig. Gerade hierbei hätten Cybervorfälle weitreichende Folgen – von der Patientenversorgung über Forschung bis hin zur Lehre. NIS-2 stelle deshalb klare Anforderungen an Reaktionszeiten, Meldepflichten und Krisenorganisation auf Leitungsebene.

Cybersicherheit sei im Krankenhaus untrennbar mit Versorgungssicherheit verbunden. IT‑Ausfälle würden sich schnell zur medizinischen und organisatorischen Krise entwickeln. NIS-2 wirke als struktureller Wendepunkt: Punktuelle Maßnahmen reichten nicht mehr aus. Gefordert seien gelebte Prozesse, klar definierte Rollen, belastbare Notfallpläne und regelmäßige Tests unter realistischen Bedingungen.

Weitere Informationen zum Thema:

eseT
Wir sind ein weltweites Unternehmen für digitale Sicherheit und schützen Millionen von Kunden sowie Hunderttausende von Unternehmen rund um den Globus. / Technologie ermöglicht Fortschritt. ESET macht ihn sicher.

eseT, 08.08.2016
ESET stärkt Marktposition mit Michael Schröder – Fokus auf Technologie-Allianzen und ganzheitliche Produktentwicklung

eseT Blog, Editorial Team, 12.05.2026
NIS2 im Krankenhaus: Besserung in Sicht, strukturelle Defizite bleiben / Eine aktuelle ESET Umfrage zur IT Sicherheit im Gesundheitswesen offenbart klaffende Lücke zwischen Anspruch und Realität

datensicherheit.de, 04.04.2025
IT in Krankenhäusern: SIT-Sicherheitsstudie deckt signifikante Schwachstellen auf / SIT-Forscher fanden Schwachstellen in Informationssystemen für Krankenhäuser

datensicherheit.de, 20.02.2024
Mangelnde Cyber-Sicherheit im Gesundheitswesen: Deutsche Krankenhäuser bringen sich untereinander in Gefahr / Proofpoint warnt: DMARC-Implementierung in deutschen Krankenhäusern noch alarmierend gering

datensicherheit.de, 07.01.2021
Cyberangriffe auf Krankenhäuser: Anstieg um 220 Prozent / Diese Zahl meldet Check Point Research für die vergangenen zwei Monate / Region Zentraleuropa am stärksten betroffen mit einem Anstieg 145 Prozent

]]>
Cybersicherheitsmonitor 2026: Jeder zehnte Verbraucher im Vorjahr von Cyberkriminalität im Alltag betroffen https://www.datensicherheit.de/cybersicherheitsmonitor-2026-jeder-zehnte-verbraucher-im-vorjahr-von-cyberkriminalitaet-im-alltag-betroffen Mon, 11 May 2026 22:53:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=54410 Der nun vorliegende „Cybersicherheitsmonitor 2026“, eine repräsentative Befragung vom BSI und ProPK, beleuchtet das Schutzverhalten der Bevölkerung und ihre Betroffenheit von Cyberkriminalität

[datensicherheit.de, 12.05.2026] Nach Erkenntnissen des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) informieren sich viele Menschen über ihre persönliche IT-Sicherheit erst im Ernstfall: Der nun vorliegende „Cybersicherheitsmonitor 2026“, eine repräsentative Befragung des BSI und des Programms „Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes“ (ProPK) beleuchtet demnach das Schutzverhalten der Bevölkerung und ihre Betroffenheit von Cyberkriminalität. Dabei zeige sich auch: Allein in den vergangenen zwölf Monaten sei gut jeder Zehnte (11%) von einer Straftat im Internet betroffen gewesen – der häufigste Tatbestand bleibe Betrug beim Onlineshopping. Für den „Cybersicherheitsmonitor“ erheben BSI und ProPK gemeinsam das Informations- und Schutzverhalten der Bevölkerung sowie ihre Betroffenheit von Cyberkriminalität. Die diesjährige Befragung sei vom 6. bis zum 12. Januar 2026 durchgeführt worden. „Dabei wurden 3.060 Personen ab 16 Jahren bundesweit befragt und die Ergebnisse anhand der Bevölkerungsstrukturmerkmale Alter, Geschlecht, Bundesland und Bildung in Deutschland gewichtet.“

bsi-praesidentin-claudia-plattner
Foto: BMI, Hennig Schacht

Claudia Plattner: Viele Menschen wollen sich sicher online bewegen, brauchen dafür aber niedrigschwellige Informationen

Im Digitalen Raum Schutz gegen Cyberkriminalität

Die BSI-Präsidentin, Claudia Plattner, führt aus: „Cybersicherheit muss im Alltag von Verbraucherinnen und Verbrauchern einfacher, präsenter und verständlicher werden! Viele Menschen wollen sich sicher online bewegen, brauchen dafür aber niedrigschwellige Informationen. Diese liefern wir – etwa indem wir Anleitungen für Sicherheitsmaßnahmen im digitalen Alltag bereitstellen und Lehrkräfte befähigen, das Thema in ihren Unterricht zu holen.“

  • Zugleich dürfe die Verantwortung nicht allein bei den Nutzern abgeladen werden: Hersteller und Anbieter digitaler Geräte und Anwendungen müssten sichere Produkte und Dienste zum Standard machen.

Dr. Stefanie Hinz, Landespolizeipräsidentin und Vorsitzende des ProPK-Programms, kommentiert: „Cyberkriminalität ist längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen – sei es durch gefälschte E-Mails oder Betrug beim Einkauf im Internet. Um den Methoden der Täterinnen und Täter den Boden zu entziehen, macht die Polizei deren Vorgehensweisen transparent. Das Zusammenspiel aus Prävention, Aufklärung und entschlossenem Vorgehen der Strafverfolgungsbehörden trägt entscheidend dazu bei, den Digitalen Raum sicherer zu machen.“

In Ergänzung zum „Cybersicherheitsmonitor“ zwei neue „Checklisten für den Ernstfall“

Besonders häufig hätten Betroffene im Vorjahr (2025) Betrug beim Onlineshopping sowie -banking, Fremdzugriffe auf Online-Accounts und Phishing erlitten. Zugleich hätten sich deutliche Lücken beim Schutzverhalten gezeigt: Nur 14 Prozent informierten sich regelmäßig über Cybersicherheit, während sich 40 Prozent nur hin und wieder damit beschäftigten.

  • Unter den gängigen Schutzmaßnahmen seien zudem nur starke Passwörter sowie Antiviren-Programme mehr als der Hälfte der Befragten (55 bzw. 54%) überhaupt bekannt. Die Folgen von Cyberkriminalität seien für Betroffene jedoch oft spürbar: 88 Prozent berichteten von einem Schaden, ein Drittel von finanziellen Verlusten (33%).

Im Rahmen ihrer Kooperation bauten BSI und ProPK auch ihr Unterstützungsangebot weiter aus. Neben allen Ergebnissen des Cybersicherheitsmonitors fänden sich auf den Websites der Partner auch zwei neue „Checklisten für den Ernstfall“: Diese sollen Verbrauchern niedrigschwellige Orientierung in den Fällen von Betrug beim Onlineshopping und Identitätsdiebstahl geben.

Weitere Informationen zum Thema:

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
Auftrag: Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ist die Cybersicherheitsbehörde des Bundes und Gestalter einer sicheren Digitalisierung in Deutschland.

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
Die Leitung des BSI: Die Präsidentin – Claudia Plattner

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
Cybersicherheitsmonitor 2026: Jede zehnte Person allein im Vorjahr betroffen / Befragung zur Cybersicherheit

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
Wegweiser im digitalen Alltag

Stark im Amt
Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes

Baden-Württemberg, Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen
Landespolizeipräsidentin Dr. Stefanie Hinz

POLIZEILICHE KRIMINALPRÄVENTION DES BUNDES UND DER LÄNDER, 11.05.2026
Cybersicherheitsmonitor 2026

POLIZEILICHE KRIMINALPRÄVENTION DES BUNDES UND DER LÄNDER
Mit dem Sicherheitskompass vor Internetgefahren schützen

CYMON Der Cybersicherheitsmonitor
Befragung zur Cybersicherheit 2026

]]>
World Password Day 2026: ESET-Empfehlung zur MFA-Nutzung für zentrale Zugänge zu Netzwerken und Konten https://www.datensicherheit.de/world-password-day-2026-eset-empfehlung-mfa-nutzung-netzwerke-konten Thu, 30 Apr 2026 22:34:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=54201 Eine Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) ergänzt ein Passwort um mindestens einen weiteren Nachweis – und kann damit verhindern, dass sich Cyberkriminelle wie berechtigte Nutzer einfach einloggen können

[datensicherheit.de, 01.05.2026] Der „World Password Day“, nun wieder am 7. Mai 2026, soll jedes Jahr daran erinnern, unbedingt sichere Kennwörter zu verwenden. ESET betont in einer Stellungnahme zu diesem Tag, dass Passwörter wichtig blieben. Indes: „Allein tragen sie die Sicherheit von Unternehmen aber nicht mehr!“ Denn die ursprüngliche Botschaft dieses Jahrestages greife inzwischen zu kurz: „,Cloud’-Dienste, VPN-Zugänge, ,Remote Desktop’, E-Mail-Konten und Administrationsoberflächen brauchen mehr Schutz als Benutzername und Passwort!“ Der Grund sei einfach: Angreifer müssten heute nicht immer technische Schwachstellen ausnutzen – oft genüge eine gültige Identität. Gestohlene oder wiederverwendete Zugangsdaten öffneten den Weg in Postfächer, „Cloud“-Umgebungen oder interne Systeme. Für IT-Sicherheitsabteilungen sei dies besonders tückisch: Im ersten Moment sehe ein solcher Zugriff nicht wie ein Einbruch aus, sondern eben wie eine normale Anmeldung.

eset-external-networks-intrusion-vectors-2025
Abbildung: ESET

„External network intrusion vectors reported by unique clients in H2 2025“: Das Erraten von Passwörtern ist Haupt-Angriffsvektor für cyberkriminelle Zugänge

MFA sollte ordentlich eingeführt und im Alltag akzeptiert werden

Wie konkret dieses Risiko ist, zeigt demnach die aktuelle ESET-Telemetrie: Laut „ESET Threat Report H2 2025“ sind E-Mail-Bedrohungen gegenüber der ersten Jahreshälfte um 36 Prozent gestiegen. Unter den Top-Bedrohungen bei E-Mails habe „HTML/Phishing.Agent“ mit 30,8 Prozent klar vorne gelegen.

  • Auch klassische Passwortangriffe blieben relevant. Bei externen Netzwerkangriffsvektoren sei mit 43,3 Prozent der größte Anteil auf „Password Guessing“ entfallen. Hinzu kämen sogenannte Infostealer wie „Formbook“, „Agent Tesla“ oder „SnakeStealer“, welche Zugangsdaten, Browser-Daten und weitere sensible Informationen von kompromittierten Geräten abgreifen könnten.

„Viele Angriffe beginnen heute mit einer ganz normalen Anmeldung“, erläutert Michael Schröder, „Head of Product Marketing“ bei ESET Deutschland. Er mahnt: „Genau deshalb dürfen Unternehmen Passwörter nicht länger alleinlassen. Multi-Faktor-Authentifizierung sorgt dafür, dass ein gestohlenes Passwort nicht automatisch zum Zugang ins Unternehmen wird. Wichtig ist aber, dass MFA sauber eingeführt und im Alltag akzeptiert wird!“

MFA-Nutzung eine Verpflichtung

Eine Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) ergänzt ein Passwort um mindestens einen weiteren Nachweis: Das kann eine App-Freigabe sein, ein Einmalcode, ein Hardware-Token, ein biometrisches Merkmal oder ein FIDO-basierter Sicherheitsschlüssel. Der Nutzen ist offensichtlich: Selbst wenn ein Passwort kompromittiert wurde, fehlt Angreifern ein weiterer Faktor für den Zugang.

  • Auch regulatorisch gewinnt MFA offenbar an Bedeutung. Das BSI verweist jedenfalls im NIS-2-Kontext auf MFA und gesicherte Kommunikation als Teil der Risikomanagementmaßnahmen für wichtige und besonders wichtige Einrichtungen. Damit wird MFA für viele Unternehmen in Deutschland, aber auch in Österreich und der Schweiz, nicht nur zu einer technischen Empfehlung, sondern zu einem Baustein professioneller Unternehmensführung.

ESET rät Unternehmen deshalb, MFA nicht als Einzelprojekt zu betrachten. Entscheidend sei eine Strategie, welche kritische Zugänge priorisiere, Nutzergruppen einbinde und Sonderfälle sauber regele. Dazu gehörten verlorene Smartphones, Gerätewechsel, Dienstleister-Zugänge, Notfallkonten und ältere Anwendungen, welche moderne Authentifizierung nur eingeschränkt unterstützten.

Trotz MFA sind gute Passwörter entscheidend

Aber auch mit MFA blieben gute Passwörter wichtig: Diese sollten lang, einzigartig und nicht mehrfach verwendet werden. Passwortmanager könnten helfen, sichere Zugangsdaten praktikabel zu machen. Der regelmäßige Zwangswechsel ohne konkreten Anlass sei hingegen kein Allheilmittel.

  • Wichtiger sei, unsichere oder kompromittierte Kennwörter zu erkennen und kritische Zugänge zusätzlich abzusichern. Der diesjährige „World Password Day“ sollte für Unternehmen deshalb mehr sein als ein Hinweis auf Sonderzeichen und Mindestlängen:

Er sei ein guter Anlass, die eigene Identity-Security-Strategie zu prüfen. „Welche Konten sind besonders kritisch? Wo fehlt MFA noch? Welche Dienstleister haben Zugriff? Welche Altanwendungen umgehen moderne Sicherheitsregeln? Und wie schnell erkennt das Unternehmen, wenn Zugangsdaten missbraucht werden?“

Weitere Informationen zum Thema:

eseT
Wir sind ein weltweites Unternehmen für digitale Sicherheit und schützen Millionen von Kunden sowie Hunderttausende von Unternehmen rund um den Globus. / Technologie ermöglicht Fortschritt. ESET macht ihn sicher.

eseT, 08.08.2016
ESET stärkt Marktposition mit Michael Schröder – Fokus auf Technologie-Allianzen und ganzheitliche Produktentwicklung

welivesecurity by eseT, Jiří Kropáč, 16.12.2025
ESET Research / ESET Threat Report H2 2025: A view of the H2 2025 threat landscape as seen by ESET telemetry and from the perspective of ESET threat detection and research experts

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
#nis2know: Multi-Faktor-Authentisierung, kontinuierliche Authentifizierung und gesicherte Kommunikation

NATIONAL DAY CALENDAR
WORLD PASSWORD DAY

datensicherheit.de, 01.05.2026
Einloggen statt Einbruch: Warnung vor cyberkriminellem Trend / Rich Greene nimmt den bevorstehenden diesjährigen „World Password Day“ am 7. Mai 2026 zum Anlass, IT-Sicherheitsteams mit einer unangenehmen Wahrheit über Passwörter zu konfrontieren – Cyberkriminelle suchen vermehrt den direkten Zugang

datensicherheit.de, 02.05.2025
World Password Day sollte überflüssig werden – in einer von Passwörtern befreiten Zukunft / Menschliches Verhalten bei der Auswahl der Passwörter kann mit Hilfe von KI und Rechenleistung ausgenutzt werden

datensicherheit.de, 26.01.2023
Statt häufiger Passwortwechsel: eco empfiehlt starke Passwörter / eco gibt zum bevorstehenden Ändere-dein-Passwort-Tag am 1. Februar 2023 drei Tipps für sichere Log-Ins

datensicherheit.de, 05.05.2022
Passwörter als Sicherheitsrisiko – Experten plädieren zum Wechsel zur passwortlosen Authentifizierung / Statt sich auf eine gute Kennworthygiene zu konzentrieren, sollte der Einsatz der Passwort-Authentifizierung hinterfragt werden

]]>