Jugendliche – datensicherheit.de Informationen zu Datensicherheit und Datenschutz https://www.datensicherheit.de Datensicherheit und Datenschutz im Überblick Tue, 23 Dec 2025 20:23:08 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.6.16 Gaming mit Risiko: Kostenfallen für Kinder https://www.datensicherheit.de/gaming-risiko-kostenfallen-kinder https://www.datensicherheit.de/gaming-risiko-kostenfallen-kinder#respond Fri, 26 Dec 2025 23:17:14 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=51570 Die Verbraucherzentrale NRW klärt über „Lootboxen“ und „Dark Patterns“ beim Gaming auf und gibt Eltern Tipps zur Risikominderung

[datensicherheit.de, 27.12.2025] Sogenanntes Gaming gilt inzwischen als fester Bestandteil der Freizeit vieler Menschen: Gespielt wird hierbei in Apps oder umfangreichen Videospielen. Dabei bleibt es laut einer Stellungnahme der Verbraucherzentrale NRW selten bei den einmaligen Kaufkosten: Die meisten Spiele ermöglichten Zusatzkäufe im Spielverlauf, „die zusätzliche Inhalte bieten, höhere Levels oder eine bessere oder seltenere Ausstattung der Avatare“. Burak Tergek, Digitalexperte bei der Verbraucherzentrale NRW, führt hierzu aus: „Um das attraktiv zu machen, setzt die Gaming-Branche verschiedene psychologische Tricks ein“. Insbesondere Kinder und Jugendliche gerieten dadurch leicht in eine Situation, in der sie Kosten und Mechanismen nicht vollständig durchschauten.

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Foto: © VZ NRW / adpic

Gaming mit Schattenseiten: Insbesondere Kinder und Jugendliche können leicht in eine Situation geraten, in der Kosten und Mechanismen nicht vollständig erkannt werden

Gaming-Geschäftsmodell Zusatzkäufe durch „Lootboxen“

Ein weit verbreitetes Geschäftsmodell sind demnach die sogenannten Lootboxen – digitale Pakete, welche Spieler gegen echtes Geld kaufen können und bei denen der Inhalt rein vom Zufall abhängt. Viele Käufe enden enttäuschend, was zu erneuten Käufen und Versuchen führt – bis eben der gewünschte Inhalt herauskommt.

  • Aufgrund des Zufallsprinzips ähnelten „Lootboxen“ dem Glücksspiel und würden daher ein hohes Suchtpotenzial bergen – vor allem bei Jugendlichen. International betrachtet seien „Lootboxen“ sehr umstritten und in Belgien bereits verboten. In Deutschland seien sie zwar erlaubt, würden aber bei der Alterskennzeichnung durch die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) berücksichtigt.

Eltern sollten deshalb stets auf die USK achten und prüfen, ob die Spiele ihrer Kinder kostenpflichtige Inhalte wie „Lootboxen“ enthalten. Sie sollten ihre Kinder frühzeitig über Kostenrisiken und die Funktionsweise solcher Zufallsmechanismen aufklären.

Manipulative Designs zur Beeinflussung beim Gaming

Manipulative Designs, auch „Dark Patterns“ genannt, nutzten optische und psychologische Tricks, um Spieler zu mehr Ausgaben oder längerer Spielzeit zu verleiten. Dazu gehörten Pop-up-Fenster mit Kaufangeboten mitten im Spiel, zeitlich begrenzte „Deals“ mit Countdowns, ständige Shop-Anzeigen am Bildschirmrand oder darauf hinweisende Pfeile.

  • Weitere Mechanismen seien Belohnungen für das Anschauen von Werbung oder für tägliches Einloggen, was exzessives Spiel-Verhalten fördere. Solche Praktiken könnten das Suchtpotenzial verstärken und seien besonders problematisch bei Minderjährigen, welche durch ihre Unerfahrenheit leichter beeinflusst würden.

„In-Game“- oder „In-App“-Käufe würden in der Regel über Benutzerkonten in App-Stores abgewickelt. Hinterlegte Zahlungsdaten wie Kreditkarten, Kontonummern oder Mobilnummern ermöglichten rasche Transaktionen mit nur wenigen Klicks. „Unser Beratungsalltag zeigt, dass unbekannte Posten auf der Handyrechnung oder Kreditkartenabrechnung oft auf solche Käufe zurückgeführt werden können.“

Was Eltern für sich und ihre Kinder beim Gaming tun sollten:

  1. Keine Zahlungsdaten hinterlegen!
    Idealerweise sollten gar keine Kreditkarten-, Konto- oder Mobilnummern in den App-Store-Accounts gespeichert werden. Falls dies unvermeidbar ist, sollten Käufe immer passwortgeschützt werden, das ist meistens in den Einstellungen möglich.
  2. Guthabenkarten nutzen!
    Bei bewussten Zusatzkäufen sollten Prepaid- oder Guthabenkarten eingesetzt werden. So bleiben Ausgaben übersichtlich und die Limits sind klar kontrollierbar.
  3. Bei Abbuchungen handeln!
    Falls unerwartete Posten auf Rechnungen oder Kreditkarten vorliegen, sollte sofort geprüft werden, ob Kinderkäufe dahinterstecken sowie die Rückerstattung eingefordert werden. Bei Fragen können sich Betroffene gerne an die Verbraucherzentralen wenden.

Weitere Informationen zum Thema:

Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen
So erreichen Sie die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen: Unsere Beratungsstellen erreichen Sie per Telefon und E-Mail. Auch über eine zentrale Hotline, das zentrale Kontaktformular auf unserer Internetseite sowie bei Facebook, Instagram und Twitter können Sie uns kontaktieren.

Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, 19.12.2025
In-Game- und In-App-Käufe: Wenn virtueller Spielspaß teuer wird / Kostenlose Spiele können durch In-Game-Käufe schnell zur Kostenfalle werden. Bei den Verbraucherzentralen erfahren Sie, wie Sie sich vor Abzocke und auch vor unnötiger Datenpreisgabe schützen.

datensicherheit.de, 25.08.2021
Gaming: TÜV-Verband gibt Sicherheits-Tipps / TÜV warnt vor Phishing-Angriffen, die Zugangs- und Zahlungsdaten abgreifen

datensicherheit.de, 13.06.2018
Online-Gaming: Eltern oft hilflos gegenüber Gefahren / McAfee gibt Tipps, um den Risiken zu begegnen

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Digitales Kinder- bzw. Jugendzimmer: Rund 500 Euro jährliche Ausgaben der Eltern https://www.datensicherheit.de/digital-kinder-jugendliche-500-euro-jahresausgaben-eltern https://www.datensicherheit.de/digital-kinder-jugendliche-500-euro-jahresausgaben-eltern#respond Wed, 20 Aug 2025 15:15:35 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=49723 Durchschnittlich geben Eltern allein 362 Euro pro Jahr für digitale Geräte ihres Kindes aus

[datensicherheit.de, 20.08.2025] Digitale Geräte und Medien sind inzwischen offensichtlich fester Bestandteil des Alltags von Kindern und Jugendlichen geworden – ob das erste eigene Smartphone fürs Kind nebst passendem Vertrag dazu, ein neuer Laptop für die Hausaufgaben oder ein Lernspiel u.a. – jedenfalls geben Eltern laut aktuellen Erkenntnissen des Branchenverbands Bitkom insgesamt 503 Euro durchschnittlich pro Jahr für digitale Geräte und Medien ihres Nachwuchses aus. Auf Hardware wie Smartphone, Laptop, Spielkonsole oder Kopfhörer entfallen demnach dabei im Schnitt 362 Euro und für Kommunikation sowie den Zugang zu digitalen Medien, also zum Beispiel für den Mobilfunkvertrag, kostenpflichtige Lernsoftware oder -Apps sowie Computer- und Videospiele durchschnitlich 141 Euro. Dies seien Ergebnisse einer repräsentativen Befragung unter 1.004 Eltern mit Kindern im Alter zwischen sechs und 18 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Die im Auftrag von Bitkom Research durchgeführte telefonische Umfrage habe im Zeitraum der Kalenderwochen 22 bis 27 2025 stattgefunden.

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Abbildung: Bitkom Research

Bitkom-Umfrage: Geschätzt rund 500 Euro durchschnittliche Ausgaben für digitale Grundausstattung des Kindes p.a.

Digitale Geräte gehören heute zur Grundausstattung auch vieler Kinder

Was die Geräteausstattung angeht, so hätten sieben Prozent der Eltern in den vergangenen zwölf Monaten unter 100 Euro für ihr Kind ausgegeben. Weitere 24 Prozent hätten 100 Euro bis 199 Euro ausgegeben, 25 Prozent 200 bis 499 Euro und 23 Prozent 500 bis 999 Euro.

  • Fünf Prozent gaben laut Bitkom sogar 1.000 Euro und mehr aus, sechs Prozent hingegen gar nichts (0 Euro).

„Ob für die Schule oder die Freizeit – eigene digitale Geräte gehören heute zur Grundausstattung vieler Kinder. Bei der Auswahl sollten Eltern darauf achten, dass die Geräte altersgerecht sind und sie sollten die Schutzeinstellungen anpassen!“, kommentiert der Bitkom-Hauptgeschäftsführer, Dr. Bernhard Rohleder.

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Foto: Bitkom e.V.

Dr. Bernhard Rohleder rät Eltern, bei der Auswahl digitaler Geräte auf Altersgerechtigkeit und angepasste Schutzeinstellungen zu achten

Bei Ausgaben für digitale Geräte deutlicher Sprung ab einem Alter von 13 Jahren

Bei den Geräteausgaben gebe es einen deutlichen Sprung ab einem Alter von 13 Jahren: Während die Eltern von Sechs- bis Neunjährigen im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben rund 302 Euro für Geräte ihres Kindes ausgegeben hätten sowie die Eltern von Zehn- bis Zwölf-Jährigen rund 290 Euro, seien es bei den Eltern von 13- bis 15-Jährigen mit 437 Euro und bei den 16- bis 18-Jährigen mit 435 Euro deutlich mehr.

  • Im Vergleich etwas geringer fielen die Ausgaben der Eltern für Mobilfunkvertrag, Spiele, Lern-Apps und ähnliche digitale Medien bzw. Angebote aus. Unter 50 Euro hätten vier Prozent in den letzten zwölf Monaten dabei für ihr Kind ausgegeben, 50 bis 99 Euro weitere 17 Prozent. Zwischen 100 und 199 Euro seien es bei 45 Prozent gewesen. 200 bis 499 Euro hätten 21 Prozent ausgegeben, 500 Euro und mehr nur ein Prozent. Gar keine Ausgaben für digitale Medien ihres Kindes habe ein Prozent der Eltern im vergangenen Jahr.

Bei den Ausgaben für Mobilfunkvertrag, Spiele, Apps etc. gebe es ab einem Alter von zehn Jahren kaum noch Unterschiede: Eltern mit einem Kind zwischen sechs und neun Jahren hätten im Schnitt 127 Euro für digitale Medien ausgegeben. Bei Zehn- bis Zwölfjährigen seien es 149 Euro, bei 13- bis 15-Jährigen 144 Euro und bei 16- bis 18-Jährigen 146 Euro gewesen.

Weitere Informationen zum Thema:

bitkom
Über uns

bitkom
Dr. Bernhard Rohleder – Hauptgeschäftsführer Bitkom e.V.

datensicherheit.de, 27.05.2025
Medienkompetenz und digitales Know-how für Kinder werden immer wichtiger / 2024 nutzten bereits über 50 Prozent der sechs- bis siebenjährigen Kinder ein Smartphone – bei den zehn- bis elfjährigen sogar 90 Prozent

datensicherheit.de, 19.12.2024
Angesichts digitaler Geschenkflut zu Weihnachten: Mehrheit der Deutschen fordert laut eco-Umfrage bessere Medienkompetenz für Kinder / eco gibt fünf Tipps zum optimalen Umgang mit digitalen Geräten für Kinder und Jugendliche

datensicherheit.de, 09.02.2021
Finn der Fuchs: Kindern spielerisch IT-Sicherheit vermitteln / Anlässlich des „Safer Internet Day 2021“ begrüßt und unterstützt der TeleTrusT das Projekt für kindgerechte Bildung

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eco-Beschwerdestelle: Surfguide für Kinder und Jugendliche veröffentlicht https://www.datensicherheit.de/eco-beschwerdestelle-surfguide-kinder-jugendliche-veroeffentlichung https://www.datensicherheit.de/eco-beschwerdestelle-surfguide-kinder-jugendliche-veroeffentlichung#respond Thu, 30 Jul 2020 14:37:15 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=37271 Plädoyer und Informationen für eine verantwortungsvolle Internetnutzung

[datensicherheit.de, 30.07.2020] Im vergangenen Jahr, 2019, verzeichnete die Beschwerdestelle des Internetverbands eco nach eigenen Angaben „den höchsten Wert an berechtigten Beschwerden über mutmaßlich illegale Inhalten in ihrer Geschichte“. Um für mehr Sicherheit im Netz zu sorgen, hat die eco-Beschwerdestelle nun einen „Surfguide“ (nicht nur) für die Sommerferien 2020 vorgestellt.

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Abbildung: eco – Verband der Internetwirtschaft e.V.

eco Beschwerdestelle: Zuerst sollte der eigene Umgang im Netz kritisch reflektiert werden!

eco rät zur Prävention

Der eco – Verband der Internetwirtschaft e.V. setzt sich „für eine verantwortungsvolle Internetnutzung“ ein hat nun über die eigene Beschwerdestelle einen „Surfguide für Kinder und Jugendliche“ veröffentlicht.
Nachgegangen wird der Frage, wie Eltern sichergehen können, dass ihr Nachwuchs auch während der Sommerferien digitale Angebote sicher und optimal nutzt. „Neben technischem Support wie Jugendschutzsoftware hilft vor allem eine gute Prävention“, betont Alexandra Koch-Skiba, Leiterin der Beschwerdestelle des Internetverbands eco.
So sollte zuerst der eigene Umgang im Netz kritisch reflektiert werden. „Für ein sicheres Internet muss jeder Einzelne Verantwortung tragen“, so Koch-Skiba: „Vor allem Kinder und Jugendliche sind sich häufig nicht darüber bewusst, welche Reichweite ihre privaten Inhalte auf Social-Media-Kanälen oder im Internet allgemein erzielen – hier sollten Eltern unbedingt frühzeitig das Gespräch suchen und als Vorbild handeln.“ Gleichzeitig sollten illegale Inhalte im Netz nie toleriert, sondern immer gemeldet werden.

eco-Beschwerdestelle engagiert sich seit über 20 Jahren

Für den Verband der Internetwirtschaft bedarf es demnach für ein gutes Aufwachsen mit digitalen Medien einer grundlegenden und kontinuierlichen Wissens- und Kompetenzvermittlung, sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen.
Ergänzend könnten technische Lösungen Eltern und Erziehungsberechtigten helfen, Kinder und Jugendliche vor entwicklungsbeeinträchtigenden Inhalten im Internet zu schützen.
Das Team der eco-Beschwerdestelle engagiere sich seit über 20 Jahren gegen rechtswidrige Internetinhalte und setze sich auch aktiv dafür ein, dass Kinder und Jugendliche sicher und gut im Netz surfen. Die eco-Beschwerdestelle gibt fünf Tipps für die optimale Nutzung digitaler Dienste für Kinder und Jugendliche im Netz:

Surfguide der eco-Beschwerdestelle für Kinder und Jugendliche

1. Sicheren Internetzugang schaffen!
Gerade kleinere Kinder sollten die ersten Schritte im Internet nicht allein machen. Eltern könnten ihren Kindern Webseiten empfehlen, die speziell für junge Nutzer geeignet sind. Die Kindersuchmaschine „FragFinn.de“ etwa biete nicht nur einen geschützten Surfraum, sie sei auch ein kindgerechtes Internetportal mit Nachrichten und Surf-Tipps.

2. Schutzsoftware einrichten!
Auch Jugendschutzprogramme könnten Eltern dabei helfen, dass Kinder und Jugendliche nur Inhalte im Internet abrufen können, die für ihr Alter geeignet sind. Es gebe Jugendschutzprogramme für einzelne Dienste/Angebote wie beispielsweise „Netflix“, „Nintendo“ oder „Prime Video“. Darüber hinaus werden laut eco „diensteübergreifende Jugendschutzprogramme“ beispielsweise unter „jugendschutzprogramm.de“ zum Download angeboten.

3. Schutz persönlicher Daten!
Eltern sollten gemeinsam mit ihrem Kind eine E-Mail-Adresse oder ein Nutzerprofil in einem Sozialen Netzwerk einrichten. Vor der Anmeldung sollten Eltern die Geschäftsbedingungen und Datenschutzerklärungen einsehen und sich vergewissern, ob das Angebot überhaupt für ihr Kind geeignet ist. Kinder müssten darüber aufgeklärt werden, dass sie beim Surfen Spuren im Internet hinterlassen. Die Benutzernamen von Kindern sollten keinen Bezug zu persönlichen Daten enthalten. Das richtige Passwort sollte mit Bedacht gewählt werden und aus einer Variation aus Klein- und Großbuchstaben, Zahlen sowie Sonderzeichen bestehen. „Passwörter sind zudem geheim zu halten und nur für jeweils ein Benutzerkonto zu verwenden.“

4. Medienkompetenz und Urheberrechte vermitteln!
Grundsätzlich sollten Medien gemeinsam mit den Eltern von Kindern erlebt und entdeckt werden: Soziale Werte und rechtliche Rahmenbedingungen müssten im Internet genauso wie in der analogen Welt vermittelt werden. Insbesondere im Umgang mit Sozialen Medien und mobilen Messenger-Diensten sollte, neben einem respektvollen „Miteinander online“, auch die richtige Verwendung von eigenen und fremden Bildern gelehrt werden. Gerade Kindern und Jugendlichen sei häufig gar nicht bewusst, welche Bilder sie von sich selbst erstellen und dass in vielen Fällen das Verbreiten („Teilen“) von eigenen oder fremden Bildern gegen straf- und/oder urheberrechtliche Gesetze verstoßen könne. Bei der Vermittlung dieser Medienkompetenz sollte auch der Lehrsatz „Das Internet vergisst nicht“ keinesfalls vergessen werden. Unterstützung und Materialien könnten Eltern zum Beispiel unter „klicksafe.de“ finden.

5. Rechtsverstöße im Internet sofort melden!
Ältere Kinder und Jugendliche sollten über Melde- und Hilfsangebote informiert sein, um richtig zu reagieren, sobald ihnen rechtswidrige Inhalte im Internet begegnen. So nimmt die eco-Beschwerdestelle nach eigenen Angaben Hinweise zu allen Internetdiensten entgegen: Webseiten, E-Mails, Datenaustauschdiensten, Chats, Newsgroups und Foren. Inhalte melden könne jeder Internetnutzer. Die Juristen der eco-Beschwerdestelle prüften dann, ob der gemeldete Inhalt tatsächlich rechtswidrig ist, und ergriffen entsprechende Maßnahmen, damit der Inhalt aus dem Internet entfernt wird. Strafbare Inhalte würden zudem grundsätzlich bei den Strafverfolgungsbehörden angezeigt. Haben Kinder und Jugendliche zudem Redebedarf, sei das Kinder- und Jugendtelefon vom Nummer gegen Kummer e.V. der richtige Anlaufpunkt.

Über die eco-Beschwerdestelle:

Diese sei engagiert „gegen rechtswidrige Inhalte im Internet“ – seit über 20 Jahren bekämpfe sie erfolgreich illegale Inhalte im Internet. „Jeder Hinweis zählt im Kampf gegen rechtswidrigen Content!“
Wem im Internet Inhalte begegnen, die für rechtswidrig gehalten werden können, sollte nicht zögern und Verantwortung übernehmen: „Melden Sie den Inhalt bei der eco-Beschwerdestelle!“

Weitere Informationen zum Thema:

eco VERBAND DER INTERNETWIRTSCHAFT
eco Beschwerdestelle

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Digitalcourage: Datenschutz-Lexikon für Schüler als Neuauflage https://www.datensicherheit.de/digitalcourage-datenschutz-lexikon-fuer-schueler-als-neuauflage https://www.datensicherheit.de/digitalcourage-datenschutz-lexikon-fuer-schueler-als-neuauflage#respond Mon, 01 Jul 2019 14:33:35 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=33195 „#Kids #digital #genial – Schütze dich und deine Daten“ stark nachgefragt

[datensicherheit.de, 01.07.2019] Der gemeinnützige Verein Digitalcourage e.V. als Herausgeber des Buchs „#Kids #digital #genial – Schütze dich und deine Daten“ freut sich über die hohe Nachfrage. „Wir setzen auf digitale Mündigkeit durch Aufklärung – je früher man damit beginnt, desto größer ist der Spaß“, erklärt Gründungsmitglied padeluun. Ab sofort sei die erweiterte Auflage dieses Jugend- und Kinderlexikons online und im Buchhandel erhältlich.

Neue Begriffe, Übungen und Tipps…

Die Neuauflage des Lexikons umfasst im Softcover demnach mehr als 100 Begriffe aus den Bereichen Mediennutzung und Datenschutz. Es soll „Zusammenhänge und Hintergründe von Algorithmen, ,Clickbaiting‘, Tracking, Cyber-Mobbing, ,Fake News‘ & Co.“ auf einfache Art und Weise erklären. Zum Mitmachen und Mitdenken enthalte das Lexikon viele neue Aufgaben und zahlreiche weitere Tipps zum Schutz der Privatsphäre.

Digitaltraining für Kinder und Jugendliche

Das Ziel sei es, Kinder und Jugendliche dort abholen, „wo sie täglich mit privaten Daten hantieren“: Am Smartphone, in Sozialen Netzwerken und sogar im Supermarkt. Kinder sollten verstehen, wieso Daten gesammelt, ausgewertet und verkauft werden und, „warum Datensparsamkeit wichtig ist“.
Die Autorin, Jessica Wawrzyniak, zieht eine erste Zwischenbillanz: „Es ist toll, wie viele Eltern und Schulen das Buch bereits nutzen, um Kinder über Datenschutz kompetent aufzuklären. Aber richtig erstaunt bin ich, wie gut das Buch bei Erwachsenen ankommt, die sich ebenfalls über die leicht verständlichen Texte freuen. Hier haben wir wohl einen Nerv getroffen.“

Gut geeignet für Schule und Bildungsarbeit

„#Kids #digital #genial“ sei so konzipiert, dass es auch ohne Vorkenntnisse der Lehrkräfte und ressourcensparend im Unterricht eingesetzt werden könne. Das Buch eigne sich ohne intensive Begleitung ab der 5. Klasse und mit etwas mehr Betreuung einiger Themen auch schon für den Grundschulunterricht (3./4. Klasse).
Das Buch gebe es, mit Rabatt für Klassen- und Schulsätze, online im Shop von Digitalcourage oder im Buchhandel vor Ort.

#Kids #digital #genial - Das Lexikon von App bis .zip

Foto: Digitalcourage e.V. (Hrsg.)

#Kids #digital #genial – Schütze dich und deine Daten!
Das Lexikon von App bis .zip
2. erweiterte Auflage, Januar 2019
96 Seiten mit ca. 100 bunten Illustrationen
Softcover
ISBN 978-3-934636-20-0
3,85 EUR (Vergünstigungen für Klassensätze)

Weitere Informationen zum Thema:

digitalcourage
Buch (Softcover): #Kids #digital #genial – Das Lexikon von App bis .zip / Die erweiterte Neuauflage ist da! Jetzt (vor)bestellen! Mehr Inhalt, mehr Wissen!

#kids #digital #genial im Unterricht
Tipps und Tricks im Umgang mit Medien und Datenschutz

datensicherheit.de, 07.08.2018
Staatstrojaner: Digitalcourage hat Verfassungsbeschwerde eingereicht

datensicherheit.de,  30.07.2018
Radio LORA: Digitalcourage geht auf Sendung

datensicherheit.de,  20.07.2018
Staatstrojaner in der Strafprozessordnung: Digitalcourage geht nach Karlsruhe

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Lexikon von App bis .zip: Digitalcourage möchte Basiswissen vermitteln https://www.datensicherheit.de/lexikon-von-app-bis-zip-digitalcourage-moechte-basiswissen-vermitteln https://www.datensicherheit.de/lexikon-von-app-bis-zip-digitalcourage-moechte-basiswissen-vermitteln#respond Mon, 11 Jun 2018 19:35:25 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=27590 Begriffserklärungen, Anleitungen, Übungen sowie Praxistipps zum sicheren und kritischen Surfen

[datensicherheit.de, 11.06.2018] Es besteht ganz offensichtlich ein Bedarf, Jugendliche und Kinder „fit fürs Netz“ zu machen, also Basiswissen zu Datenschutz und Technik in die Schulen und in die Kinderzimmer zu bringen. Jessica Wawrzyniak als Autorin hat zusammen mit dem Digitalcourage e.V. das Jugend- und Kinderlexikon „Kids digital genial“ herausgegeben:

Es erklärt auf 68 Seiten mehr als 100 Begriffe und enthält Anleitungen, Übungen sowie zahlreiche Praxistipps zum sicheren und kritischen Surfen.

Lehrkräfte könnten dieses „Lexikon von App bis .zip“ im Unterricht nutzen. Auch Eltern und Kinder hätten mit diesem Lexikon immer eine Antwort parat.

Buch: „#Kids #digital #genial – Das Lexikon von App bis .zip“
Im Buchhandel erhältlich unter ISBN: 978-3-934636-17-0

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Digitales verdrängt das Soziales: Alltag von Jugendlichen löstgelöst von der Realität https://www.datensicherheit.de/digitales-verdraengt-das-soziales-alltag-von-jugendlichen-loestgeloest-von-der-realitaet https://www.datensicherheit.de/digitales-verdraengt-das-soziales-alltag-von-jugendlichen-loestgeloest-von-der-realitaet#respond Fri, 01 Dec 2017 13:18:02 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=27100 Der Bundesverband Medien und Marketing fordert ein politisches Präventionsprogramm

[datensicherheit.de, 01.12.2017] Laut einer aktuellen Studie setzt sich diese Tendenz der zurückliegenden drei Jahre ungehindert fort: Jugendliche überfrachten demnach ihren Alltag durch dauerhafte Digitalnutzung („Das Digitale verdrängt das Soziale“). Sozialkompetenzen und Arbeitsmotivation blieben so immer öfter auf der Strecke – mit großem Schaden für die Gesellschaft und die Wirtschaft. Der Bundesverband Medien und Marketing (BVMM) fordert nach eigenen Angaben ein politisches Präventionsprogramm.

„WhatsApp“ bevorzugter Kommunikationskanal Jugendlicher

Die aktuelle, am am 1. Dezember 2017 veröffentlichte „JIM-Studie“ des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest zeige die derzeitigen Nutzungsprioritäten Jugendlicher eindrücklich – und leider auch erschreckend – auf: 94 Prozent der Jugendlichen zwischen zwölf und 19 Jahren tauschten sich in Deutschland regelmäßig über „WhatsApp“ aus.
Auf Platz 2 der mindestens mehrmals pro Woche genutzten Kommunikationsanwendungen stehe „Instagram“ (57 Prozent), knapp dahinter liege „Snapchat“ mit 49 Prozent regelmäßigen Nutzern. Damit sei das Kommunikationsverhalten Jugendlicher nunmehr komplett in die virtuelle Welt abgedriftet.

Besorgniserregende Entwicklung aufgezeigt

„Diese besorgniserregende Entwicklung muss zu einem Aufschrei in unserer Gesellschaft führen“, so Verbandspräsident Prof. Dr. Gerald Lembke und hauptamtlicher Professor für Digitale Medien an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg.
„Es ist nach der aktuellen JIM-Studie eben nicht nur die Durchdringung in der Breite der jugendlichen Zielgruppe, sondern auch in die Tiefe, gemessen in der täglichen Nutzungsdauer“, erläutert Lembke. Die aggregierte Bildschirmzeit betrage in den Spitzengruppen bis zu sieben Stunden pro Tag, durchschnittlich schauten Jugendliche in Deutschland bis zu dreieinhalb Stunden täglich auf ihr Smartphone, zum größten Teil auf „WhatsApp“ und ähnliche Dienste – und verlören somit die sie umgebende Umwelt aus dem Blick.

Jugendliche geht Bezug zur realen Welt verloren

Damit würden originäre Kulturtechniken wie das persönliche Aufeinanderzugehen in realen Welten für immer mehr Jugendliche schwieriger, weil diese Zeit durch die virtuelle Kommunikation substituiert werde. „Das wird Konsequenzen für die sozialen Kompetenzen in nahezu allen Unternehmen mit sich bringen“, warnt der BVMM-Verbandspräsident: „Die Zusammenarbeit zwischen Individuen, die in einer von Narzissmus, Egoismus und Entertainment dominierten Digitalwelt groß werden, wird in Zukunft die größte Herausforderung für die Wirtschaft, insbesondere für das Personalmanagement und die Führungskräfte werden. Noch werden die jungen Leute von älteren Führungskräften angeleitet. Das mögen die Digitalkids nicht – und die Chefs auch nicht.“

Digitale Risiken und Konsequenzen für die eigene Persönlichkeitsentwicklung aufzeigen!

Um diese Fehlentwicklungen zu stoppen, bedürfe es in allen Altersstufen staatlich geförderter Präventionsprogramme, um sozialen Devianzen in großen Teilen der Wirtschaft entgegenzuwirken, fordert Professor Lembke.
Die Wirtschaft trage nämlich mit einem erheblichen Anteil zum sozialen Frieden in unserer Gesellschaft bei – und das pausenlose Chatten und Daddeln auf dem Smartphone sei gerade nicht geeignet, Frieden und Motivation am Arbeitsplatz zu wahren, geschweige denn zu entwickeln.
Präventionsprogramme dagegen könnten systematisch und über die verschiedenen Lebensphasen der Jugendlichen hinweg die aktuellen digitalen Risiken und Konsequenzen für die eigene Persönlichkeitsentwicklung behandeln. Zudem sollte es „verpflichtende Trainingsprogramme zum Erlernen von Sozialkompetenzen schon für die Kinder und Jugendliche“ geben.

Weitere Informationen zum Thema:

mpfs
Basisuntersuchungen zur Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen / JIM-Studie 2017

datensicherheit.de, 19.09.2016
Verbraucherzentrale: WhatsApp überschreitet Rote Linie

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Cybermobbing: Viele Jugendliche betroffen https://www.datensicherheit.de/cybermobbing-viele-jugendliche-betroffen https://www.datensicherheit.de/cybermobbing-viele-jugendliche-betroffen#comments Mon, 22 Sep 2014 12:39:17 +0000 http://www.datensicherheit.de/?p=24052 Peinliche Fotos oder Beschimpfungen belasten junge Menschen/ BITKOM gibt Hinweise zum Umgang mit Cybermobbing

[datensicherheit.de, 22.09.2014] Jeder siebte Jugendliche (14 Prozent) im Alter von 10 bis 18 Jahren ist im Internet gemobbt worden. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Hightech-Verbands BITKOM hervor. In absoluten Zahlen entspricht das rund einer Million Fälle. „Mobbing im Internet ist unter Jugendlichen ein verbreitetes Phänomen. Die Folgen können dramatisch sein und bis zum Suizid reichen“, sagt BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. In den unterschiedlichen Altersgruppen variieren die Werte laut Umfrage leicht: Unter den 10- bis 12-Jährigen sind bereits 9 Prozent Opfer von Cybermobbing oder Beleidigungen geworden. Unter den 13- bis 15-Jährigen sind es 16 Prozent und unter den 16- bis 18-Jährigen 15 Prozent. Mädchen sind mit einem Anteil von 15 Prozent etwas häufiger betroffen als Jungen mit 13 Prozent.

Im Zusammenhang mit Mobbing im Internet machen die Jugendlichen weitere unangenehme Erfahrungen. So geben 10 Prozent der Jugendlichen von 10 bis 18 Jahren an, dass über sie im Internet Lügen verbreitet worden sind. Bei den 16- bis 18-Jährigen liegt der Anteil sogar bei 16 Prozent. 4 Prozent der 10- bis 18-Jährigen sagen, dass jemand peinliche Fotos von ihnen im Internet veröffentlicht hat (16 bis 18 Jahre: 9 Prozent). Das Spektrum der Gehässigkeiten im Web reicht von subtilen Formen wie dem Ausschluss aus bestimmten Chat-Gruppen bis zur Gründung so genannter Hass-Webseiten, die nur dem Ziel dienen, eine bestimmte Person zu beleidigen oder schlecht zu machen. Rohleder: „Im Gegensatz zu Hänseleien in der Schule können sich die Betroffenen dem Cybermobbing kaum entziehen. Die Angriffe verfolgen sie über Smartphone und Computer an fast jeden Ort.“

Der BITKOM gibt einige grundlegende Hinweise zum Umgang mit Mobbing:

  • Sparsam mit persönlichen Daten: Als präventives Handeln gegen Mobbing sollten Kinder und Jugendliche im Internet mit ihren persönlichen Daten sehr sorgfältig umgehen. Das gilt für Zugangsdaten zu Online-Diensten, aber auch für private Adressen oder Telefonnummern und ganz besonders für intime Fotos.
  • Sicherheitseinstellungen nutzen: Im konkreten Mobbing-Fall können die Betroffenen den Täter oder die Täterin über die Einstellungen eines Online-Dienstes sperren und bei den Betreibern die Löschung von beleidigenden Inhalten verlangen.
  • Virtuell unsichtbar werden: Die Initiative „Mobbing – Schluss damit“ rät den Betroffenen, eine Zeit lang im Internet „unsichtbar“ zu werden. Profile in sozialen Netzwerken sollten gelöscht, die E-Mail-Adresse oder sogar die Handy-Nummer geändert werden. Cybermobbing läuft dann weitgehend ins Leere und die Situation kann sich beruhigen.
  • Schule und Polizei informieren: Bei anhaltendem Mobbing sollte nicht nur die Schule, sondern auch die Polizei benachrichtigt werden. Viele Beleidigungen oder sonstige Angriffe verstoßen gegen das Gesetz und würden vor Gericht geahndet werden. Deshalb sollten Betroffene Beweismittel zum Beispiel in Form von Screenshots sammeln.

Weitere Informationen und Kontakte zu Anlaufstellen sind im Internet verfügbar unter:

http://www.klicksafe.de/themen/kommunizieren/cyber-mobbing

http://www.mobbing-schluss-damit.de

http://www.bündnis-gegen-cybermobbing.de

https://www.i-kiz.de/hilfe/kinder

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Persönlicher Datenschutz bei facebook: Initiative des Hamburgischen Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit https://www.datensicherheit.de/persoenlicher-datenschutz-facebook-initiative-hamburgischen-beauftragten-fuer-datenschutz-informationsfreiheit https://www.datensicherheit.de/persoenlicher-datenschutz-facebook-initiative-hamburgischen-beauftragten-fuer-datenschutz-informationsfreiheit#respond Fri, 04 Jan 2013 20:23:50 +0000 http://www.datensicherheit.de/?p=21244 Publikation der Broschüre „selbst & bewusst“ sowie Unterrichtseinheit in der Rudolf Steiner Schule Hamburg-Wandsbek

[datensicherheit.de, 04.01.2013] Die erste Anmeldung bei facebook erfolge durchschnittlich mit 12,7 Jahren; 81 Prozent aller zwölf- bis 19-jährigen hätten ein facebook-Account meldet der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit (HmbBfDI). Diese Zahlen der „JIM-Studie 2012“ (Basisuntersuchung zum Medienumgang zwölf- bis 19-jähriger, Medienpädagogischer Forschungsverband Südwest) belegten, welchen Stellenwert das Soziale Netzwerk im Leben von Kindern und Jugendlichen einnehme, so der HmbBfDI. Dabei habe nur ein Zehntel der jugendlichen Nutzer das Gefühl, dass ihre eigenen Daten dabei sicher sind – nicht zuletzt weil sich die Datenschutzbestimmungen häufig veränderten und schwer verständlich seien.
Es sei höchste Zeit, etwas zu tun und die jugendlichen Nutzer zu unterstützen – gefragt seien Eltern und Schulen, denn die Datenschutzkompetenz müsse erlernt werden. Ein zentraler Baustein hierfür sei es, zu zeigen, wie die Möglichkeiten, die facebook für den persönlichen Datenschutz bietet, richtig angewendet werden.
Der HmbBfDI will in der kommenden Woche mit seiner Broschüre „selbst & bewusst – Tipps für den persönlichen Datenschutz bei Facebook“ eine Anleitung dazu veröffentlichen. In 14 Tipps werden darin verschiedene Einstellungsmöglichkeiten gezeigt und ergänzende Hinweise gegeben.
Anlässlich dieser Veröffentlichung findet am 10. Januar 2013 um 13 Uhr in der Rudolf Steiner Schule Hamburg-Wandsbek, Rahlstedter Weg 60 in 22159 Hamburg, eine Unterrichtseinheit „Persönlicher Datenschutz bei Facebook“ statt. Anhand der neuen Broschüre will der HmbBfDI Schülerinnen und Schülern die Datenschutzeinstellungen bei facebook näherbringen und mit ihnen über Datenschutz in Sozialen Netzwerken sprechen.

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Warnung an Jugendliche: Bilder von Ausweisen haben in Sozialen Netzwerken nichts verloren https://www.datensicherheit.de/warnung-jugendliche-bilder-ausweisen-haben-sozialen-netzwerken-nichts-verloren https://www.datensicherheit.de/warnung-jugendliche-bilder-ausweisen-haben-sozialen-netzwerken-nichts-verloren#respond Fri, 07 Dec 2012 16:26:38 +0000 http://www.datensicherheit.de/?p=21226 TREND MICRO beobachtet gefährlichem Trend, der den Einsatz von Trojanern überflüssig machen könnte

[datensicherheit.de, 07.12.2012] Cyber-Kriminelle investierten viel Zeit und Geld, um Schadsoftware zu schreiben, mit denen sich persönliche Informationen ausspionieren lassen, erinnert TREND MICRO in einem aktuellen Warnhinweis. Doch dieser Aufwand müsse vielleicht gar nicht sein, so TREND MICRO, denn mit Sorge sei zu beobachten, dass immer mehr Menschen, darunter auch viele Jugendliche, Bilder von Ausweisen aller Art – Personalausweise, Führerscheine, Bibliotheksausweise – im Internet und vor allem auf Instagram veröffentlichten. Es sei schade, „dass es keine Internetvariante von Knecht Ruprecht gibt, welche die digitale Rute schwingt gegen so viel Unvernunft“, denn diese Art von Selbstentblößung sei nicht nur am Tag nach dem Nikolaustag ein echtes Geschenk für Cyber-Kriminelle. Nach einer einfachen Suche auf twitter – es gebe sogar ein eigenes twitter-Konto und eine Liste namens „NeedDebitCard“ für Leute, die ihre Kreditkarten veröffentlichen wollen – oder Instagram sei „der Sack gut gefüllt mit wertvollen persönlichen Daten“. Damit könnten sie auf Rechnung ihrer Opfer im Internet einkaufen, deren Konten plündern oder im Namen Unschuldiger sogar Verbrechen begehen.
Vor allem Jugendliche und auch junge Erwachsene seien sich anscheinend dieser Gefahren nicht bewusst zu sein – stolz präsentierten sie ihren ersten Führerschein, ihre erste Kreditkarte oder ihren Universitätsausweis im Internet. Dies scheine ein regelrechter Trend zu sein, den sie im Augenblick zwar vor allem in den USA beobachten. Aber wer eine einfache Internetsuche startet, finde auch hierzulande zahlreiche Fälle dieser freiwilligen und gefährlichen Preisgabe persönlicher Informationen. Deshalb mahne er alle Internetnutzer hierzulande zur Vorsicht – wer seine Ausweise auf Instagram postet, sei besonders gefährdet und mache den Online-Gangstern das kriminelle Treiben sehr leicht. Denn die Fotos würden dann automatisch mit den Kontakten auf facebook, twitter, flickr oder tumblr ausgetauscht, warnt Udo Schneider, „Solution Architect EMEA“ bei TREND MICRO.

Weitere Informationen zum Thema:

blog.trendmicro.de, 07.12.2012
Posten von Kreditkarten und Ausweisen erledigt den Job von Trojanern

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Cyber-Mobbing: Vier von fünf jungen Menschen sehen sich unerwünschtem Online-Verhalten ausgesetzt https://www.datensicherheit.de/cyber-mobbing-vier-fuenf-jungen-menschen-sehen-unerwuenschtem-online-verhalten-ausgesetzt https://www.datensicherheit.de/cyber-mobbing-vier-fuenf-jungen-menschen-sehen-unerwuenschtem-online-verhalten-ausgesetzt#comments Mon, 05 Nov 2012 13:22:07 +0000 http://www.datensicherheit.de/?p=21086 Eltern mit aggressivem Sprachausdruck machen ihre Kinder laut aktueller Bitdefender-Studie zu Cyber-Mobbern

[datensicherheit.de, 05.11.2012] Laut einer aktuellen Studie des Antivirussoftware-Herstellers Bitdefender beeinflusst ein aggressiver Sprachgebrauch der Eltern die Internetgewohnheiten ihrer Kinder. So werde ein guter oder schlechter familiärer Umgang von den „Kids“ häufig auch in deren Social-Media-Aktivitäten übertragen. 82 Prozent der 2.300 befragten Eltern hätten z.B. angegeben, dass deren Sprösslinge bereits Cyber-Mobbing ausgesetzt gewesen seien.
Die Studie wurde zwischen Juli und September 2012 in den USA, in Großbritannien, Deutschland, Rumänien, Spanien, Italien, Brasilien, in den Niederlanden sowie in Frankreich und Österreich in zwei Phasen durchgeführt. In der ersten Phase seien 1.800 zufällig ausgewählte Eltern von Kindern zwischen sieben und 18 Jahren zum Internetverhalten ihrer Kinder interviewt worden. In der zweiten Phase habe man 500 Eltern für einen Tag in ihrem familiären Umfeld durch nicht-invasive Methoden beobachtet.
Die Bitdefender-Experten wollten insbesondere herausfinden, ob diverse Zusammenhänge zwischen dem Online-Verhalten der Kinder und deren familiären Umfeld bestehen. Dabei sei deutlich geworden, dass sich ein aggressives Verhalten der Kinder im Web vor allem durch eine eher aggressive und unhöfliche Sprache innerhalb der Familie verstärke – eine der Folgen sei das aktive Cyber-Mobbing.

Zu den „Top 5-Cyber-Mobbing-Aktivitäten“ gehören der Umfrage zufolge:

  • Gerüchte über jemand anderen zu verbreiten (93%),
  • andere online zu verspotten (83%), zu beleidigen (75%) oder gar zu bedrohen (63%)
  • und das unerlaubte Veröffentlichen von Bildern (58%).

82 Prozent der insgesamt 2.300 befragten Eltern seien bereits mit Cyber-Mobbing gegen ihre Kinder konfrontiert gewesen. Annähernd genauso viele Eltern hätten angegeben, dass sie nur einige der „virtuellen Freunde“ ihrer Kinder überhaupt kennen.

Cyber-Mobbing sei weiterhin eine Bedrohung und schade Kindern auf verschiedene Art und Weise. Mit Cyber-Mobbing konfrontiert würden sie meist in E-Mails oder per SMS am Handy, auf Social-Media-Plattformen, via „Instant Messaging“ oder auf speziellen Websites sowie Blogs, erklärt Bitdefender-Researcher Dr. Sabina Datcu. Egal ob Kinder die Opfer sind oder die Täter – für junge Menschen gehöre Cyber-Mobbing zunehmend zum Alltag, und einige bräuchten sogar professionelle Hilfe, um die psychischen Folgen in den Griff zu bekommen.

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