Lenovo – datensicherheit.de Informationen zu Datensicherheit und Datenschutz https://www.datensicherheit.de Datensicherheit und Datenschutz im Überblick Tue, 11 Nov 2025 11:39:22 +0000 de hourly 1 Otus: Neuer Supercomputer am 10. November 2025 in Betrieb genommen https://www.datensicherheit.de/otus-neu-supercomputer-10-november-2025-inbetriebnahme https://www.datensicherheit.de/otus-neu-supercomputer-10-november-2025-inbetriebnahme#respond Thu, 13 Nov 2025 00:45:33 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=50902 Ab sofort können Forscher aus ganz Deutschland mit „Otus“ anspruchsvolle Computersimulationen und Wissenschaft auf höchstem Niveau betreiben

[datensicherheit.de, 13.11.2025] Das neue IT-Herzstück der Universität Paderborn ist demnach der Supercomputer „Otus“ – ein Computer, welcher Hunderte wissenschaftliche Aufgaben gleichzeitig berechnen und somit zur Lösung zentraler gesellschaftlicher Herausforderungen beitragen kann: „Otus“ wurde nun am 10. November 2025 im „Paderborn Center for Parallel Computing“ (PC2) in Betrieb genommen. Ab sofort könnten Forscher aus ganz Deutschland mit ihm anspruchsvolle Computersimulationen und Wissenschaft auf höchstem Niveau betreiben.

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Foto: Universität Paderborn / Thorsten Hennig

Supercomputer „Otus“ soll mit seiner Leistung und auch mit seiner Nachhaltigkeit überzeugen

Vielfältige Fragestellungen stehen für „Otus“ an

„,High Performance Computing’ hat eine enorme Relevanz für die drängenden Herausforderungen unserer Zeit“, betonte so Prof. Dr. Matthias Bauer, Präsident der Universität Paderborn, bei der Einweihungsfeier. Forscher können mithilfe von Superrechnern innerhalb kurzer Zeit riesige Datenbestände durchforsten und Muster erkennen.

  • Auch Experimente, welche extrem aufwändig, gefährlich oder schlicht unmöglich wären, ließen sich mit „Otus“ simulieren. Bauer führte aus: „So können wir auch Vorhersagen über mögliche zukünftige Entwicklungen treffen. Ich freue mich sehr, dass wir in Paderborn mit dem PC2 und mit ‚Otus‘ über eine hochmoderne Infrastruktur auf Weltklasseniveau in diesem Bereich verfügen!“

Die Fragestellungen, welche mit dem neuen Superrechner in Paderborn behandelt werden sollen, sind vielfältig. „In der Grundlagenforschung geht es beispielsweise darum, physikalische und chemische Prozesse auf atomarer Ebene zu verstehen – etwas, das allein durch Experimente oft gar nicht möglich ist. Andere Projekte haben einen direkten praktischen Nutzen, z.B. die Routenoptimierung von Containerschiffen zur Reduktion des Treibstoffverbrauchs, die Verbesserung des Wirkungsgrads von Solarzellen oder die Entwicklung neuer, energieeffizienterer KI-Methoden“, erläuterte Prof. Dr. Christian Plessl, Computerwissenschaftler am Paderborner Institut für Informatik und Leiter des PC2.

„Otus“ und auch Vorgänger „Noctua 2“ stehen Wissenschaftlern aus ganz Deutschland zur Verfügung

Als Nationales Hochleistungsrechenzentrum (NHR) stelle das PC2 seinen Supercomputer „Otus“ – wie auch den Vorgänger „Noctua 2“ – Wissenschaftlern aus ganz Deutschland zur Verfügung. Der Zugang erfolge über ein Antragsverfahren, bei dem unabhängige Fachgutachter die wissenschaftliche Qualität und Angemessenheit des beantragten Rechenzeitbedarfs bewerteten.

  • Die Nutzer könnten ihre Aufgaben an ein intelligentes Warteschlangensystem übermitteln. Die Simulationen kämen dann automatisch zur Ausführung, sobald Rechenzeit auf dem Rechner verfügbar ist. Plessl: „So schaffen wir es, den Rechner rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr beschäftigt zu halten.“

Auch in puncto Nachhaltigkeit mache „Otus“ von sich reden: Durch eine indirekte freie Kühlung könne der Supercomputer beispielsweise ganzjährig energieeffizient betrieben und die Abwärme zur Gebäudeheizung auf dem Campus genutzt werden. Der Strom werde aus regenerativer Energieerzeugung gewonnen. Zudem habe es die Universität Paderborn bereits auf Platz 5 der sogenannten „Green 500“ geschafft, also ins Ranking der weltweit effizientesten Rechnersysteme.

Supercomputer „Otus“ gilt als performativ und sehr effizient

Das Dateisystem mit fünf Petabyte Speicherkapazität, 142.656 Prozessorkernen und 108 GPUs wurde von Lenovo in Zusammenarbeit mit der pro-com Datensysteme GmbH entwickelt. „Der Wert von Technologie entsteht erst dann, wenn sie anwendbar und nutzbar wird. Dann wird wie hier in Paderborn aus enormer Rechenleistung Erkenntnis gewonnen. Wir bei Lenovo wollen Technologien entwickeln, die innovativ und gleichzeitig für alle umsetzbar sind“, kommentierte Andreas Thomasch, Direktor und „Chief Technology Officer“ von Lenovo GAT.

  • Das Team der Uni Paderborn treibe sie dazu an, genau das zu tun. „Wir sind gespannt auf die Ergebnisse der Spitzenforschung, so Thomasch. „Der Supercomputer ‚Otus‘ ist nicht nur performativ, sondern auch sehr effizient. Wir freuen uns sehr, Bestandteil dieser Installation zu sein“, ergänzte Torsten Keuter von AMD.

Prof. Dr. Jörg Behler von der Ruhr-Universität Bochum referierte bei der Einweihungsfeier zum Thema „Moderne Computersimulationen in der Chemie: Maschinelles Lernen oder Quantenmechanik?“. Prof. Dr. Stefan Schumacher und Prof. Dr. Axel Ngonga, beide von der Universität Paderborn, sprachen außerdem über Quantenphotonik und Sprachmodelle.

Weitere Informationen zum Thema:

UNIVERSITÄT PADERBORN
Ge­schich­te der Hoch­schu­le

PC2
Paderborn Center for Parallel Computing (PC2)

PC2
Otus – Tech­ni­cal De­s­crip­ti­on

UNIVERSITÄT PADERBORN
High Per­for­mance Com­pu­ting: Super­rech­ner als In­no­va­ti­ons­mo­to­ren

UNIVERSITÄT PADERBORN
Prof. Dr. Christian Plessl

datensicherheit.de, 26.06.2025
Neuer Supercomputer: „Otus“ der Universität Paderborn auf Platz 5 der „Green 500“ / 142.656 Prozessorkerne, 108 GPUs, AMD-Prozessoren der aktuellen „Turin“-Generation und ein „IBM Spectrum Scale“-Dateisystem mit fünf Petabyte Speicherkapazität hat Supercomputer „Otus“ zu bieten

datensicherheit.de, 15.05.2020
Internationaler Cyberangriff auf Supercomputer / Vectra sieht im Missbrauch privilegierter Zugänge große Bedrohung der Cybersicherheit

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Neuer Supercomputer: „Otus“ der Universität Paderborn auf Platz 5 der „Green 500“ https://www.datensicherheit.de/neu-supercomputer-otus-universitaet-paderborn-platz-5-green-500 https://www.datensicherheit.de/neu-supercomputer-otus-universitaet-paderborn-platz-5-green-500#respond Wed, 25 Jun 2025 22:32:02 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=48591 142.656 Prozessorkerne, 108 GPUs, AMD-Prozessoren der aktuellen „Turin“-Generation und ein „IBM Spectrum Scale“-Dateisystem mit fünf Petabyte Speicherkapazität hat Supercomputer „Otus“ zu bieten

[datensicherheit.de, 26.06.2025] 142.656 Prozessorkerne, 108 GPUs, AMD-Prozessoren der aktuellen „Turin“-Generation und ein „IBM Spectrum Scale“-Dateisystem mit fünf Petabyte Speicherkapazität – diese herausragenden „inneren Werte“ hat demnach „Otus“, der neue Supercomputer der Universität Paderborn, zu bieten. Bereits vor seinem offiziellen Nutzungsstart im dritten Quartal 2025 breche er Rekorde: „Auf der ,ISC’ in Hamburg, der internationalen Messe für ,High Performance Computing’ (HPC), Künstliche Intelligenz, ,Data Analytics’ und Quantencomputing, schafft es das System auf Platz 5 der sogenannten Green 500 – der Liste der weltweit effizientesten Rechnersysteme.“

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Foto: Universität Paderborn, Stefan Rohde

„Otus“ – der neue Supercomputer der Universität Paderborn

„Otus“ soll aktuelle Infrastruktur des HPC-Rechenzentrums erweitern

Die „Green 500“ und „Top 500“-Ranglisten gälten in Wissenschafts- und IT-Fachkreisen als die Referenz schlechthin. Während es bei der „Top 500“ ausschließlich um Geschwindigkeit gehe, werde in der „Green 500“ die Geschwindigkeit ins Verhältnis zur elektrischen Leistungsaufnahme gesetzt. „Dadurch ergibt sich ein Maß für die Energieeffizienz.“

„Otus“, entwickelt von Lenovo in Zusammenarbeit mit der pro-com Datensysteme GmbH, soll die aktuelle Infrastruktur des HPC-Rechenzentrums erweitern und eine Vielzahl rechenintensiver Anwendungen ermöglichen – von atomistischen Simulationen bis zum Quantencomputing.

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Foto: Universität Paderborn

Prof. Dr. Christian Plessl: Dass wir mit der Platzierung nun so einen fulminanten Startschuss von „Otus“ feiern können, ist auch für uns besonders!

Mittels indirekter freier Kühlung kann „Otus“ ganzjährig energieeffizient betrieben werden

Das vom „Paderborn Center for Parallel Computing“ (PC2), einer interdisziplinären Forschungseinrichtung der Universität, betriebene Rechnersystem besitze in etwa die doppelte Rechenleistung des bisherigen „Noctua“-Systems. Prof. Dr. Christian Plessl, Computerwissenschaftler am Paderborner Institut für Informatik und Leiter des PC2, kommentiert: „Mit ,Otus’ entwickeln wir eine innovative und zukunftsweisende Infrastruktur, die es Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ermöglicht, komplexe Forschungsfragen in Disziplinen wie der Physik und der Chemie oder dem Maschinellen Lernen auf höchstem Niveau zu bearbeiten.“

Gleichzeitig setzten sie Maßstäbe in Sachen Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. „Schon erste Tests haben die hohe Leistungsfähigkeit bestätigt“, so Plessl. Durch eine indirekte freie Kühlung könne dieser Supercomputer beispielsweise ganzjährig energieeffizient betrieben und die Abwärme mit ihren hohen Temperaturen zur Gebäudeheizung genutzt werden.

Unter den „Top 10“ der akademischen Rechenzentren in Deutschland

Das System sei auf bis zu 100 FPGA-Karten („Field Programmable Gate Arrays“) erweiterbar. Die innovativen Hardware-Komponenten böten ein ideales Experimentierfeld für die Computersystemforschung. „Damit stehen auch in Zukunft beste Voraussetzungen für herausragende Wissenschaft zur Verfügung“, betont Prof. Dr. Matthias Bauer, Präsident der Universität Paderborn.

Bauer führt weiter aus: ,High Performance Computing’ wird heutzutage für verschiedene Disziplinen wie die Quanten-, Klima- oder Materialforschung eingesetzt. Hier in Paderborn haben wir nicht nur eine lange Tradition und einschlägige Expertise im Bereich der rechnergestützten Wissenschaften, sondern bieten gleichzeitig hochmoderne Infrastruktur auf Weltklasseniveau.“

„Otus“ durchläuft letzte Abnahmetests und steht danach zur Verfügung

Davon profitierten nicht nur die Wissenschaftler der heimischen Hochschule, denn ein Großteil werde zudem im Rahmen des „Nationalen Hochleistungsrechnens“ (NHR) für Forscher aus dem gesamten Bundesgebiet bereitgestellt. Viele Forschungseinrichtungen hätten lokale Rechenzentren für den Eigenbedarf – zusätzlich gebe es die nationalen Hochleistungsrechenzentren im NHR-Verbund, zu denen auch das PC2 gehöre. Sie stellten ihre Superrechner für Nutzer von Hochschulen aus ganz Deutschland zur Verfügung. Bereits mit „Noctua 2“ habe die Universität zu den „Top 10“ der akademischen deutschen Rechenzentren gehört und damit zur Spitze des universitären „High Performance Computings“.

Die Beschaffung sei im Rahmen des NHR-Verbunds erfolgt und werde zu gleichen Teilen durch das Land Nordrhein-Westfalen und den Bund gefördert: „Die Kosten liegen bei rund 14 Millionen Euro.“ „Otus“ durchläufe in den kommenden Wochen die letzten Abnahmetests und stehe ab dann zur Verfügung. „Dass wir mit der Platzierung nun so einen fulminanten Startschuss von ,Otus’ feiern können, ist auch für uns besonders!“, betont Plessl abschließend.

Weitere Informationen zum Thema:

TOP 500 The List.
Green500

TOP 500 The List.
Otus (GPU only) – ThinkSystem SD665-N V3, AMD EPYC 9655 96C 2.6GHz, NVIDIA H100 SXM5 80GB, Infiniband NDR, Rocky Linux 9.4

UNIVERSITÄT PADERBORN
High Per­for­mance Com­pu­ting: Super­rech­ner als In­no­va­ti­ons­mo­to­ren

Paderborn Center for Parallel Computing
Paderborn Center for Parallel Computing (PC2)

NHR NATIONALES HOCHLEISTUNGSRECHNEN
Nationales Hochleistungsrechnen

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Quantencomputer werden die Welt verändern: Herausforderungen sowie Risiken kennen und Chancen nutzen / Rückblick auf das „FrühlingsForum 2025“ des VDI/VDE-AK Sicherheit und des ETV in Berlin mit Dr. Jan Goetz als Sprecher zum Thema „Quantencomputer – Was kommt nach KI? Wie Quantencomputer die Welt verändern können“

datensicherheit.de, 15.05.2020
Internationaler Cyberangriff auf Supercomputer / Vectra sieht im Missbrauch privilegierter Zugänge große Bedrohung der Cybersicherheit

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Neuer Supercomputer für Forschung der Heidelberger Astrophysiker / „Milky Way“‐Rechner ermöglicht aufwendige Computersimulationen zur Entwicklung der Milchstraße

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