Luis Corrons – datensicherheit.de Informationen zu Datensicherheit und Datenschutz https://www.datensicherheit.de Datensicherheit und Datenschutz im Überblick Wed, 28 Apr 2021 17:53:36 +0000 de hourly 1 LinkedIn: Malware-Verbreitung über falsche Jobangebote https://www.datensicherheit.de/linkedin-malware-verbreitung-falschungen-jobangebote https://www.datensicherheit.de/linkedin-malware-verbreitung-falschungen-jobangebote#respond Wed, 28 Apr 2021 17:52:57 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=39698 Cyber-Krimielle nutzen LinkedIn derzeit vermehrt für Phishing-Kampagnen

[datensicherheit.de, 28.04.2021] Vor Kurzem hätten Hacker nicht nur die Daten von 500 Millionen „LinkedIn“-Nutzern gestohlen und zum Verkauf angeboten, sondern Cyber-Krimielle nutzten „LinkedIn“ derzeit auch vermehrt für Phishing-Kampagnen: „Dabei werden ahnungslose Jobsuchende dazu verleitet, auf ein Jobangebot zu klicken, welches sie per ,LinkedIn‘ gesendet bekommen und das denselben Titel trägt wie ihre aktuelle Position.“ Die Nutzer erhielten in Wirklichkeit jedoch kein Jobangebot, sondern installierten unwissend Malware auf ihren Geräten. Einmal heruntergeladen, könne diese Schadsoftware mit dem Namen „more eggs“ dem Angreifer Zugang zum System des Opfers verschaffen und weitere Malware herunterladen, wie beispielsweise Banking-Trojaner, Ransomware oder Spyware.

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Foto: Avast

Luis Corrons: Warnung vor getarntem Phishing via LinkedIn

Seriöse Netzwerke wie LinkedIn von Cyber-Kriminellen missbraucht

„Cyber-Kriminelle nutzen zunehmen gefälschte Jobangebote über seriöse Netzwerke wie ,LinkedIn‘, um ihre Malware zu verbreiten. Wir raten Nutzern daher, keine Kontaktanfragen von Personen anzunehmen, die sie nicht kennen“, rät Luis Corrons, „Security Evangelist“. Dies gelte besonders, „wenn sich die Personen in ihrer Anfrage nicht vorstellen und keine Informationen darüber geben, warum sie eine Verbindung herstellen möchten“. Darüber hinaus sollten Nutzer bei Anfragen von Recruitern vorsichtig sein. „Hier empfiehlt es sich zunächst nach mehr Details über die Position zu fragen, um herauszufinden, ob es sich um ein seriöses Angebot handelt.“

Tipps zur Vorsicht – nicht nur bei LinkedIn

Corrons ergänzt: „Anwender sollten stets nach Hintergrund-Informationen über das Unternehmen fragen, damit Sie eigene Nachforschungen anstellen können, bevor sie weitere Schritte unternehmen.“ Zudem sollten Dateianhänge, die von einem unbekannten Kontakt kommen, auf keinen Fall einfach geöffnet werden. „Und auch bei Dateien, die Nutzer von einem bekannten Kontakt erhalten, sollte zunächst bei diesem nachgefragt werden, ob er tatsächlich der Absender der Datei ist.“ Eine zuverlässige Antiviren-Software biete zudem Schutz, falls ein Anwender versehentlich doch auf einen bösartigen Link oder eine Datei klickt.

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Smart-Home-Geräte: Avast rät zu mehr Sicherheit in 7 Schritten https://www.datensicherheit.de/smart-home-geraete-avast-rat-sicherheit-7-schritte https://www.datensicherheit.de/smart-home-geraete-avast-rat-sicherheit-7-schritte#respond Thu, 04 Feb 2021 20:09:42 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=38923 Bereits 37% der Deutschen haben Smart-Home-Anwendungen im Haushalt

[datensicherheit.de, 04.02.2021] Laut einer aktuellen Meldung von Avast wurden auf der „CES“ in Las Vegas im Januar 2021 einige neue Smart-Home-Produkte angekündigt, welche bald auch in Deutschland verfügbar seien – Avast-Sicherheitsexperten raten daher den Deutschen, „beim Kauf neuer Smart-Home-Technologien, besonders auf die Sicherheit zu achten“. Aufgrund der steigenden Anzahl von Smart-Home-Geräten werde das Thema Sicherheit immer wichtiger. Die folgenden von Avast benannten sieben einfachen Schritte könnten deutschen Haushalten dabei helfen, die Sicherheit rund um Smart-Home-Geräte und -Anwendungen zu erhöhen.

  1. Schritt: Die richtigen Smart-Home-Geräte auswählen!
    Beim Kauf von neuen Smart-Home-Geräten sollten Anwender auf Produkte von bekannten, renommierten Herstellern zurückgreifen. Es sei wahrscheinlicher, dass diese bei der Entwicklung der Geräte auf den Sicherheitsaspekt geachtet hätten. Auch Sicherheitsupdates seien ein wichtiger Faktor, „damit die Firmware bei Bedarf repariert werden kann“.
    Bevor ein neues Gerät zum Netzwerk hinzugefügt wird, sollten sich Anwender die Zeit nehmen, alle Aspekte dieses Gerätes zu verstehen. Dazu gehörten neben den Gerätefunktionen auch die Art und Weise, wie Daten gesammelt und verwendet werden. So werde sichergestellt, „dass die Nutzer wissen, welche Funktionen sie für zusätzliche Sicherheit deaktivieren müssen“.
  2. Schritt: Das Standardpasswort ändern!
    Diese Regel gelte nicht nur für WLAN-Router, sondern als Grundregel für alle Geräte, die mit einem Standardpasswort ausgestattet sind. Das Standardpasswort sollte immer in ein komplexes Kennwort geändert werden. „Idealerweise besteht es aus einer Kombination von Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen sowie Sonderzeichen.“
    Werden die Standardanmeldedaten nicht aktualisiert, hätten Hacker leichtes Spiel. Die meisten Angreifer könnten ein Standardpasswort leicht erraten. Dies ermögliche es ihnen, in ein Netzwerk einzudringen und Smart-Home-Geräte mit einem Botnet zu verbinden. Dabei handele es sich um eine Sammlung von mit dem Internet verbundenen Geräten, welche von Cyber-Kriminellen kontrolliert würden.
  3. Schritt: Eine zweistufige Authentifizierung einrichten!
    Wo immer möglich, sollten Anwender die Gerätesicherheit zusätzlich stärken, „indem sie eine zweistufige Verifizierung verwenden“. Dies sei ein Verfahren, bei dem zwei Authentifizierungsmethoden erforderlich seien, um Zugang zu erhalten:
    So müsse beispielsweise neben dem Passwort zusätzlich ein Code eingegeben werden. Dieser werde an ein zweites Gerät, wie zum Beispiel ein Smartphone, gesendet oder von diesem gescannt. Dadurch könnten Angriffe verhindert werden, sollten Cyber-Kriminelle in den Besitz eines Passworts gelangen.
  4. Schritt: So schnell wie möglich aktualisieren!
    „Dieser Punkt kann nicht oft genug betont werden – die Firmware von IoT-Geräten muss immer mit den neuesten verfügbaren Versionen und Patches auf dem aktuellen Stand gehalten werden.“ Der Grund für die meisten Updates sei, dass in der vorherigen Version eine Sicherheitslücke gefunden und ausgenutzt worden sei.
    Die kompromittierte Version sollte daher sofort ersetzt werden. Beim Kauf eines neuen IoT-Gerätes gelte es auch den Update-Prozess zu berücksichtigen. Dieser müsse einfach und unkompliziert sein und dem Anwender eine Benachrichtigung senden, wenn ein neues Update verfügbar ist.
  5. Schritt: Das Heimnetzwerk aufteilen!
    Die Trennung eines Heimnetzwerks in zwei Teile könne ebenfalls von Vorteil sein. So empfehle das Federal Bureau of Investigation (FBI) Anwendern, Geräte mit sensiblen Daten – wie beispielsweise Laptops oder Smartphones – in einem anderen Netzwerk zu betreiben als Smart-Home-Geräte.
    Auf diese Weise könne ein Hacker nicht direkt auf einen persönlichen Laptop zugreifen, wenn er ein Smart-Home-Gerät hackt. Gleichzeitig könne dieses Netzwerk auch für Gäste genutzt werden, falls deren unangemessenes Surfverhalten zu einem Sicherheitsproblem führen könnte.
  6. Schritt: An Cyber-Sicherheit denken!
    Heutzutage liege der persönliche Schutz in der eigenen Verantwortung der Nutzer. Sie sollten daher ein digitales Sicherheitsprodukt installieren, welches „alle mit dem Netzwerk verbundenen IoT-Geräte überprüft und ungewöhnliche Vorgänge meldet“.
    „Wi-Fi Inspector“ z.B. – ein Teil von „Avast Free Antivirus“ und „Premium Security“ – laufe lokal auf dem PC des Anwenders und führe Netzwerk-Scans des Subnetzes durch. Dabei suche das Programm nach Geräten, „die unsichere Anmeldeinformationen akzeptieren oder aus der Ferne ausnutzbare Schwachstellen aufweisen“ und warne Anwender vor gefundenen Sicherheitsproblemen.
  7. Schritt: Daten von alten Geräten löschen!
    Werden ältere Smart-Home-Geräte ausrangiert, gelte es sicherzustellen, „dass alle Daten und persönlichen Informationen vorher gelöscht werden“. Das komplette Benutzerkonto sollte gelöscht werden, sofern es nicht mehr benötigt wird.
    Außerdem empfiehlt es sich laut Avast, das Gerät auf die Werkseinstellungen zurückzusetzen. Auch aus allen Online-Konten, Netzwerken und Apps, mit denen das Gerät verknüpft war, müsse es entfernt werden.

Angreifer könnten Sicherheitslücken von Smart-Home-Produkten ausnutzen und sich Zugang zu Heimnetzwerken verschaffen

„Smart-Home-Geräte dienen der Unterhaltung und verschaffen uns Zeit für die wichtigen Dinge im Leben, aber sie können auch zur Bedrohung werden, wenn Cyber-Kriminelle sie als einfache Ziele ins Visier nehmen. Angreifer können die Sicherheitslücken von Smart-Home-Produkten ausnutzen und sich Zugang zu Heimnetzwerken verschaffen, um sensible Daten zu stehlen oder die Kontrolle über die Geräte zu übernehmen und Nutzer auszuspionieren“, warnt Luis Corrons, „Global Security Expert“ bei Avast.
Die „Corona-Pandemie“ habe einen Mini-Boom bei vernetzten Geräten ausgelöst, da viele Deutsche ihren Lebensstandard in den eigenen vier Wänden verbessern wollten. Untersuchungen von Avast zeigten, dass der Anteil der deutschen Haushalte, die fünf oder mehr vernetzte IoT-Geräte (Internet of Things) hätten, von 38 Prozent im Dezember 2019 auf 52 Prozent im September 2020 gestiegen sei. Auch Smart-Home-Anwendungen würden immer beliebter – so nutzten laut einer aktuellen Bitkom-Studie zum Thema Smart Home 2020 bereits 37 Prozent der Deutschen Smart-Home-Anwendungen in ihrem Haushalt.

Weitere Informationen zum Thema:

bitkom, September 2020
Das intelligente Zuhause: Smart Home 2020 / Ein Bitkom-Studienbericht

datensicherheit.de, 09.12.2020
Tausende IoT-Schwachstellen unter dem Weihnachtsbaum / IoT Inspector warnt vor gefährlichen Sicherheitslücken in beliebten Geschenken

datensicherheit.de, 13.07.2020
EN 303 645: Mehr Sicherheit im Smart Home / BSI maßgeblich an Entwicklung des neuen Europäischen Standards beteiligt

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