Marke – datensicherheit.de Informationen zu Datensicherheit und Datenschutz https://www.datensicherheit.de Datensicherheit und Datenschutz im Überblick Wed, 21 Oct 2020 18:26:45 +0000 de hourly 1 Brand Phishing Report: Microsoft Top-Köder für Phishing https://www.datensicherheit.de/brand-phishing-report-microsoft-top-koeder-phishing https://www.datensicherheit.de/brand-phishing-report-microsoft-top-koeder-phishing#respond Tue, 20 Oct 2020 18:17:53 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=38098 Im dritten Quartal 2020 gelangte Microsoft auf Platz 1 der Top-10

[datensicherheit.de, 20.10.2020] Berichte der Sicherheitsforscher von Check Point zeigen nach eigenen Angaben klar auf, dass Cyber-Kriminelle aktuell für Phishing am häufigsten den Tech-Riesen Microsoft imitierten. Hierzu entgegen komme ihnen dabei der Trend „Fernzugriff“. Die Ergebnisse des „Brand Phishing Report“ für das dritte Quartal 2020 seien nun offengelegt.

Christine Schönig

Foto: Check Point Software Technologies

Christine Schönig: Nachahmung von Microsoft wird auch 2021 anhalten

Mit Microsoft als Tarnung versuchen Cyber-Kriminelle, unbedarfte Mitarbeiter im Home-Office hereinzulegen

Mit der zweiten großen Welle der „Corona-Pandemie“ in Deutschland habe sich ein Großteil der Arbeiterschaft in Unternehmen erneut öfter im sogenannten Home-Office wiedergefunden – ein Umstand, den sich Phishing-Betrüger zu Nutze machten:
Unter dem Deckmantel von Microsoft versuchten Cyber-Kriminelle, unbedarfte Mitarbeiter im Home-Office hereinzulegen, „die sich aktuell erhöhter Eigenverantwortung in Sachen IT-Betrieb, Fernzugriffen und Patches gegenüber sehen“.

Weltweit wird Microsoft in 19% aller Marken-Phishing-Versuche vorgetäuscht

44 Prozent der Betrugsversuche würden dabei per E-Mail verteilt, 43 Prozent seien Fallen im Netz und zwölf Prozent zielten auf mobile Endgeräte. Während Microsoft im zweiten Quartal 2020 noch lediglich in sieben Prozent der Fällen als Köder genutzt worden sei – „und damit auf Platz 5 der imitierten Unternehmen lag“ –, seien es nun 19 Prozent und Platz 1. Die „Top-10“ seien nunmehr:

  • Microsoft (in 19% aller „Marken“-Phishing-Versuche weltweit)
  • DHL (9%)
  • Google (9%)
  • PayPal (6%)
  • Netflix (6%)
  • facebook (5%)
  • Apple (5%)
  • Whatsapp (5%)
  • amazon (4%)
  • Instagram (4%)

Microsoft: Hacker imitieren für die Arbeit der Angestellten bekannteste Marke

„Mitarbeiter im Home-Office sind eine Anlaufstelle für Hacker. Weltweit lassen Unternehmen ihre Mitarbeiter wegen der ,Coronavirus-Pandemie‘ von Zuhause aus arbeiten, möglicherweise zum ersten Mal überhaupt. Der plötzliche Wandel hat viele Unternehmen und Mitarbeiter kalt erwischt – es mangelt an konkreter Vorbereitung auf die jüngsten Cyber-Angriffe“, berichtet Christine Schönig, „Regional Director Security Engineering CER“, „Office of the CTO“ bei Check Point Software Technologies GmbH.
Sie warnt: Hacker, die eine große Chance witterten, imitierten die für die Arbeit der Angestellten bekannteste Marke: Microsoft. „Ich gehe davon aus, dass die Nachahmung von Microsoft auch im neuen Jahr anhalten wird. Ich ermutige die Angestellten im Home-Office, besonders vorsichtig zu sein, wenn sie eine E-Mail erhalten. Besonders dann, wenn es in der Mail um Ihr ,Microsoft‘-Konto geht.“

Check Point gibt Tipps für Angestellte im Home-Office:

Lernen Sie die sogenannten Roten Flaggen kennen!
Es gibt bestimmte Merkmale (Rote Flagge), die einen Angriff durch eine E-Mail verraten können. Einige der Roten Flaggen sind schlechte Formatierung, Rechtschreib- und Grammatikfehler und allgemeine Begrüßungen wie „Lieber Benutzer“ oder „Lieber Kunde“. Stellen Sie sicher, dass Links mit „https://“ und nicht mit „http://“ beginnen. Vertrauen Sie niemals alarmierenden Nachrichten.

Vermeiden Sie die übermäßige Weitergabe von Informationen!
Als allgemeine Faustregel gilt: Teilen Sie nur das Nötigste, unabhängig davon, auf welcher Website Sie sich befinden. Unternehmen benötigen niemals Ihre Sozialversicherungsnummer oder Ihr Geburtsdatum, um mit Ihnen Geschäfte zu machen. Geben Sie Ihre Zugangsdaten niemals an Dritte weiter.

Löschen Sie verdächtige E-Mails!
Wenn Sie glauben, dass etwas nicht stimmt, ist es wahrscheinlich auch so. Löschen Sie verdächtige E-Mails, ohne sie zu öffnen oder auf irgendwelche Links zu klicken, oder leiten Sie sie zur Untersuchung an die IT-Abteilung weiter. Gehen Sie nach Ihrem Bauchgefühl.

Klicken Sie nicht auf Anhänge!
Öffnen Sie keine Anhänge in diesen verdächtigen oder seltsamen E-Mails – insbesondere keine „Word“-, „Excel“-, „PowerPoint“- oder PDF-Anhänge.

Überprüfen Sie den Absender!
Bei jeder E-Mail, die Sie erhalten, müssen Sie genau nachschauen, wer sie versendet. Wer oder was ist die Quelle der E-Mail? Gibt es Rechtschreibfehler in der E-Mail-Domäne? Achten Sie auf Rechtschreibfehler oder Änderungen in den E-Mail-Adressen des E-Mail-Absenders. Zögern Sie nicht, verdächtige E-Mail-Absender über Ihren E-Mail-Client zu blockieren.

Halten Sie Ihre Geräte und Software auf dem neuesten Stand!
Stellen Sie sicher, dass alle Ihre Anwendungen auf Ihrem Mobiltelefon und Desktop-Computer über die neuesten Software-Versionen verfügen. Diese Versionen verfügen über die neuesten Schwachstellen-Patches und Abwehrmechanismen, damit Sie sicher sind. Die Verwendung veralteter Software kann Hackern Tür und Tor öffnen, um an Ihre persönlichen Daten zu gelangen.

Weitere Informationen zum Thema:

Check Point SOFTWARE TECHNOLOGIES LTD
Microsoft is Most Imitated Brand for Phishing Attempts in Q3 2020

datensicherheit.de, 01.09.2020
Top 5 der Phishing-Angriffe in Deutschland / MobileIron warnt vor Phishing-Boom in geschäftskritischen Bereichen

datensicherheit.de, 07.07.2020
Phishing: Deutsche Unternehmen beliebtes Ziel / Das sogenannte Phishing als Angriffsmethode erfreut sich allgemein großer Beliebtheit unter Hackern

datensicherheit.de, 18.06.2020
Phishing-Kampagne: Samsung, Adobe und Oxford als Tarnung / Cyber-Kriminelle nutzten seriöse Aushängeschilder für Angriffe

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Check Point: Facebook ist die Top-Adresse für Phishing-Versuche https://www.datensicherheit.de/check-point-facebook-top-adresse-phishing-versuche https://www.datensicherheit.de/check-point-facebook-top-adresse-phishing-versuche#comments Tue, 11 Feb 2020 12:57:38 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=35592 ‚Brand Phishing Report 2019 Q4‘  veröffentlicht

[datensicherheit.de, 11.02.2020] Check Point Research, die Threat Intelligence-Abteilung von Check Point® Software Technologies Ltd., veröffentlicht den ‚Brand Phishing Report 2019‘ im vierten Quartal. Der Bericht betrachtet jene Unternehmen, deren Web-Adressen, Webseiten und Namen von Cyberkriminellen am häufigsten mißbraucht wurden, um persönliche Daten oder Zahlungsinformationen mittels Phishing zu stehlen.

Bei einem ‚Brand-Phishing-Angriff‘ versuchen Cyberkriminelle, die offizielle Website einer bekannten Marke zu imitieren, wobei sie einen ähnlichen Domänennamen, eine ähnliche URL und eine ähnliche Gestaltung wie die echte Webseite verwenden. Der Link zur Fälschung kann über E-Mail oder SMS an die Zielpersonen gesendet, von einer betrügerischen mobilen Anwendung ausgelöst, oder das Opfer während des Webbrowsings umgeleitet werden. Die gefälschte Seite enthält oft ein Formular, worin die Nutzer ihre Anmeldeinformationen, Zahlungsdaten oder andere, persönliche Informationen eintragen sollen. Diese Daten gehen dann direkt an die Kriminellen.

Top Phishing-Adressen im 4. Quartal 2019

Die Top-Adressen werden nach ihrem Aufkommen bei Phishing-Versuchen eingestuft

  1. Facebook (betraf 18 Prozent aller ‚Brand-Phishing-Versuche‘ weltweit)
  2. Yahoo (10 Prozent)
  3. Netflix (5 Prozent)
  4. PayPal (5 Prozent)
  5. Microsoft (3 Prozent)
  6. Spotify (3 Prozent)
  7. Apple (2 Prozent)
  8. Google (2 Prozent)
  9. JP Morgan Chase (2 Prozent)
  10. Ray-Ban (2 Prozent)

Top Phishing-Adresse nach Plattform

Im vierten Quartal gab es erhebliche Unterschiede bei den Adressen, die in den einzelnen Phishing-Attacken verwendet wurden: So lag der Schwerpunkt im mobilen Sektor auf den großen Technologie- und Social-Media-Unternehmen und auf Banken. Beim E-Mail-Phishing war der bekannten Brillenhersteller Ray Ban im Rahmen einer Shopping-Phishing-Kampagne vor dem Black Friday im November 2019 mißbraucht worden.

E-Mail (27 Prozent aller Phishing-Attacken während des vierten Quartals)

  1. Yahoo
  2. Ray-Ban
  3. Microsoft
  4. DropBox

Web (48 Prozent aller Phishing-Attacken während des vierten Quartals)

  1. Spotify
  2. Microsoft
  3. PayPal
  4. Facebook

Mobile (25 Prozent aller Phishing Attacken während des vierten Quartals)

  1. Chase Mobile Banking
  2. Facebook
  3. Apple
  4. PayPal

„Cyberkriminelle benutzen eine Vielzahl von Angriffs-Vektoren, um ihre Opfer dazu zu bringen, persönliche Informationen und Anmelde-Daten preiszugeben oder Geld zu überweisen. Dies geschieht oft über Spam-E-Mails. Wir konnten jedoch ebenso beobachten, wie Angreifer sich Zugangsdaten zu E-Mail-Konten beschafften, ihre Opfer wochenlang studierten und einen gezielten Angriff durchführten, um Geld zu stehlen“, erklärt Maya Horowitz, Head of Cyber Research and Threat Intelligence bei Check Point: „In den letzten zwei Jahren haben die Vorfälle dieser Art wegen der verstärkten Nutzung von Cloud-basierten E-Mail-Diensten zugenommen. Das macht es für Cyberkriminelle einfacher, sich als vertrauenswürdige Identität zu tarnen.“

Maya Horowitz

Foto: Check Point® Software Technologies Ltd.

Maya Horowitz, Head of Cyber Research and Threat Intelligence bei Check Point

Der ‚Brand Phishing Report‘ von Check Point auf der ThreatCloud Intelligence von Check Point, dem größten gemeinschaftlichen Netzwerk zur Bekämpfung der Cyberkriminalität, das Bedrohungsdaten und Angriffs-Trends aus einem globalen Netzwerk von Bedrohungssensoren (u.a. Honey Pots) liefert. Die ThreatCloud-Datenbank enthält über 250 Millionen für die Bot-Erkennung analysierte Adressen, mehr als 11 Millionen Malware-Signaturen und über 5,5 Millionen infizierte Websites. Außerdem identifiziert es täglich mehrere Millionen Typen von Malware.

Weitere Informationen zum Thema:

Check Point Software
Check Point Research Brand Phishing report – Q4

 

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