Münchner Sicherheitskonferenz – datensicherheit.de Informationen zu Datensicherheit und Datenschutz https://www.datensicherheit.de Datensicherheit und Datenschutz im Überblick Sun, 15 Feb 2026 18:13:52 +0000 de hourly 1 eco-Kommentar zur Münchner Sicherheitskonferenz 2026: Digitale Resilienz auf Basis europäischer Lösungen https://www.datensicherheit.de/eco-kommentar-munchner-sicherheitskonferenz-2026-digitale-resilienz-basis-europaische-loesungen Sun, 15 Feb 2026 23:59:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=52563 Die Mehrheit der im eco-Auftrag befragten Unternehmen votiert für europäisch abgestimmte Sicherheits-Lösungen statt nationaler Alleingänge und fordert verlässliche Rahmenbedingungen, Investitionssicherheit sowie eine konsequente Stärkung digitaler Infrastrukturen

[datensicherheit.de, 16.02.2026] Die „Münchner Sicherheitskonferenz“ hat laut dem eco – Verband der Internetwirtschaft e.V. Cyberangriffe als zentrales sicherheitspolitisches Risiko einordnet, indes bewerteten IT-Entscheider die Lage deutlich differenzierter. Der aktuelle „eco Branchenpuls“ zeigt demnach: „In den Unternehmen dominiert eine sachliche Einschätzung der Bedrohungslage statt Alarmismus.“ Zugleich plädiere die Mehrheit für europäisch abgestimmte Lösungen statt nationaler Alleingänge und fordere verlässliche Rahmenbedingungen, Investitionssicherheit sowie eine konsequente Stärkung digitaler Infrastrukturen. Der „eco Branchenpuls“ ist eine vierteljährliche, repräsentative Umfrage unter IT-Entscheidern zu zentralen Digitalthemen.

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Foto: eco e.V.

Prof. Dr. Norbert Pohlmann: In den Unternehmen erleben wir keinen Alarmismus, sondern eine sachliche Auseinandersetzung mit realen Bedrohungen

Cyberangriffe für viele Deutsche größtes sicherheitspolitisches Risiko

Cyberangriffe gälten für die deutsche Bevölkerung als das größte sicherheitspolitische Risiko: Dies zeige der aktuelle, im Vorfeld der diesjährigen „Münchner Sicherheitskonferenz“ veröffentlichte „Munich Security Index 2026“.

  • Eine vom eco beauftragte Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey unter IT-Entscheidern in Deutschland zeichne jedoch ein differenzierteres Bild: Trotz anhaltender Bedrohungslage bewerteten rund zwei Drittel der Befragten das Cybersicherheitsniveau in Deutschland nicht als schlecht: Über die Hälfte der Befragten (55%) hielten das Cybersicherheitsniveau für „mittelmäßig“, rund neun Prozent sogar für „hoch“ bis „sehr hoch“.

„In den Unternehmen erleben wir keinen Alarmismus, sondern eine sachliche Auseinandersetzung mit realen Bedrohungen“, kommentiert Prof. Dr. Norbert Pohlmann, der eco-Vorstand für das Ressort „IT-Sicherheit“. Er führt weiter aus: „Cybersecurity ist für IT-Verantwortliche kein abstraktes Angstszenario, sondern tägliche Praxis.“

Cybersecurity als fortlaufender Prozess – Investitionen in Cybersicherheit wirken

Die Ergebnisse des „eco Branchenpulses“ legen laut Pohlmann nahe, dass viele Unternehmen ihre Sicherheitsarchitekturen kontinuierlich ausbauen und ihre eigene Widerstandsfähigkeit realistisch einschätzen. „Cybersecurity ist ein fortlaufender Prozess“, so Pohlmann. Dass IT-Entscheider die Lage differenziert bewerteten, zeige, dass Investitionen in Sicherheit wirkten – „auch wenn die Bedrohungslage objektiv angespannt bleibt“.

  • Als größte Herausforderungen im Bereich Cybersicherheit definierten IT-Entscheider in Deutschland an erster Stelle die schwache Sicherheitskultur (22%), gefolgt von veralteten IT-Systemen (14%) und einer langsamen Gesetzgebung (11%).

Für den eco ergebe sich daraus ein klarer Handlungsauftrag an die Politik: „Unternehmen brauchen in erster Linie verlässliche Rahmenbedingungen, Investitionssicherheit und eine konsequente Stärkung digitaler Infrastrukturen!“

Europäisch abgestimmte Cybersicherheitspolitik schafft mehr Planungssicherheit für Wirtschaft und Verwaltung

„Entscheidend ist, ob Maßnahmen tatsächlich digitale Resilienz ermöglichen. Eine stabile Sicherheitsarchitektur bemisst sich daran, ob sie im Ernstfall trägt“, erläutert Pohlmann und unterstreicht: „Dafür brauchen wir ausreichend Fachkräfte, gezielte Investitionsanreize und eine praxistaugliche Regulierung, die auch den Mittelstand berücksichtigt. Darüber hinaus braucht es einen klaren Vertrauensrahmen für die Zusammenarbeit zwischen Staat und Wirtschaft. Nur wenn geregelt ist, wie Informationen ausgetauscht werden, wie Verantwortlichkeiten verteilt sind und wie Unternehmen konkret unterstützt werden, kann Resilienz im Alltag wirksam werden.“

  • Hierfür seien europäische Lösungen grundsätzlich zu bevorzugen. „Nationale Alleingänge, verursachen Kosten und gefährden so mittelfristig den Innovationsstandort Europa. Eine europäisch abgestimmte Cybersicherheitspolitik schafft zudem mehr Planungssicherheit für Wirtschaft und Verwaltung und stärkt Europas Fähigkeit selbstbestimmt, digitale Resilienz aufzubauen, statt auf nationale Lösungen zu setzen, die Cyberangriffe erleichtern”, gibt Pohlmann abschließend zu bedenken.

Dies bewerteten auch die meisten Unternehmen so: Politische Maßnahmen für mehr Cybersicherheit sollten für die Mehrheit der Befragten klar europäisch geregelt werden (47%), nur 33 Prozent bevorzugen demgegenüber nationale Lösungen.

Weitere Informationen zum Thema:

eco VERBAND DER INTERNETWIRTSCHAFT
Über uns: eco – Verband der Internetwirtschaft e.V. / Wir gestalten das Internet.

eco VERBAND DER INTERNETWIRTSCHAFT
Vorstand@eco: Prof. Dr. Norbert Pohlmann – Vorstand Ressort IT-Sicherheit

eco, Februar 2026
eco Branchenpuls: Die Internetwirtschaft im Fokus

msc
Munich Security Report 2026

datensicherheit.de, 12.02.2026
eco-Forderung: EU sollte als Einheit auftreten und Europas digitale Wettbewerbsfähigkeit stärken / Der eco – Verband der Internetwirtschaft e.V. hat anlässlich des „EU-Gipfels“ vom 12. Februar 2026 appelliert, ein klares Signal für europäische Einheit und digitale Wettbewerbsfähigkeit zu setzen

datensicherheit.de, 08.02.2026
Strategische Notwendigkeit: Die drei Grundpfeiler Digitaler Souveränität Europas / Digitale Souveränität ist die Fähigkeit, als Organisation in Europa handlungsfähig zu bleiben – selbst wenn globale Lieferketten reißen oder politische Spannungen digitale Datenflüsse unterbrechen

datensicherheit.de, 26.01.2026
IT made in Europe: Basis für Digitale Souveränität Deutschlands und Europas / Franz Kögl moniert, dass bislang trotz zahlreicher Lippenbekenntnisse vielfach fast schon reflexartig die Vergabe milliardenschwerer öffentlicher Aufträge an US-amerikanische IT-Konzerne erfolgte

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Verteidigung: Umfassende Resilienz gehört ins Zentrum der Sicherheitspolitik https://www.datensicherheit.de/verteidigung-resilienz-sicherheitspolitik Sun, 15 Feb 2026 10:41:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=52546 Zur Sicherheitsarchitektur eines Landes gehört auch das verlässliche Funktionieren der Gesellschaft – gerade in Krisen

[datensicherheit.de, 15.02.2026] Dr. Joachim Bühler, Geschäftsführer des TÜV-Verbands, geht in seiner aktuellen Stellungnahme auf das Treffen der internationale Sicherheitspolitik vom 13. bis 15. Februar 2026 München anlässlich der „62. Münchner Sicherheitskonferenz“ ein. Er unterstreicht in seinem Kommentar: Sicherheit im 21. Jahrhundert bedeutet mehr als militärische Stärke! Zur Sicherheitsarchitektur eines Landes gehört auch das verlässliche Funktionieren unserer Gesellschaft – gerade in Krisen. Resilienz heißt: handlungsfähig bleiben – und dafür braucht es klare Regeln, regelmäßige Prüfungen und eine stärkere europäische Koordinierung.“

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Foto: TÜV-Verband / Tobias Koch

Dr. Joachim Bühler kommentiert die „62. Münchner Sicherheitskonferenz“

Sicherheit im 21. Jahrhundert: Synergie aus militärischer Stärke und gesellschaftlicher Resilienz

„Die ,Münchner Sicherheitskonferenz’ zeigt, dass Sicherheitspolitik heute breiter gedacht werden muss. Sicherheit im 21. Jahrhundert heißt, militärische Stärke und gesellschaftliche Resilienz gemeinsam zu denken“, führt Bühler aus.

  • Zur Sicherheit eines Landes gehöre auch das verlässliche Funktionieren der Gesellschaft – gerade in Krisen.

Krankenhäuser, Schulen, Pflegeeinrichtungen, Energie- und Wasserversorgung, Verkehr und digitale Netze müssten auch bei Stromausfällen, Cyberangriffen oder anderen Störungen funktional und stabil bleiben. Bühler betont: „Resilienz bedeutet: In kritischen Situationen handlungsfähig bleiben und grundlegende Versorgung aufrechterhalten!“

Plädoyer für grenzüberschreitende, kompatible und wirksame Sicherheitsstandards sowie Krisenmaßnahmen

Zwar verfüge Deutschland über wichtige Vorkehrungen, wie etwa Notstromsysteme und technische Sicherheitsanforderungen.

  • Angesichts neuer Bedrohungen brauche es jedoch klarere und verbindlichere rechtliche Vorgaben, regelmäßige Prüf- und Nachweispflichten sowie konsequente Nachkontrollen.

Abschließend gibt Bühler zu bedenken: „Gleichzeitig ist eine stärkere europäische Koordinierung nötig, damit Sicherheitsstandards zusammenpassen und Krisenmaßnahmen grenzüberschreitend greifen!“

Weitere Informationen zum Thema:

TÜV VERBAND
Über uns

TÜV VERBAND
Anlagen: Elektro- und Gebäudetechnik / Stromversorgung als Fundament öffentlicher Sicherheit

mfm – future at work,
mfm – Interview: Drei Fragen an Joachim Bühler

datensicherheit.de, 15.02.2026
DefTech-Startups warnen vor verminderter Verteidigungsfähigkeit Deutschlands / Im Kontext der „Münchner Sicherheitskonferenz 2026“ haben deutsche DefTech-Startups gewarnt: Neun von zehn stufen die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands als „gering“ oder „sehr gering“ ein

datensicherheit.de, 13.02.2026
Cybersicherheits-Direktorentreffen und Cyber Security Conference in München: Automatisierte Verteidigung im Fokus / Die Spitzen 32 europäischer Cybersicherheitsbehörden haben sich im Umfeld der „Munich Cyber Security Conference“ (MCSC) zu ihrem jährlichen „Cyber Security Directors‘ Meeting“ (CSDM) getroffen

datensicherheit.de, 09.01.2026
TÜV-Verband zum Stromausfall in Berlin: Deutschlands Infrastruktur braucht mehr Resilienz / Der großflächige Stromausfall vom 3. bis zum 7. Januar 2026 im Südwesten Berlins hat deutlich gemacht, wie verletzlich die technische Infrastruktur in Deutschland ist

datensicherheit.de, 07.01.2026
Nach Stromausfall in Berlin: eco fordert zügige Verabschiedung des KRITIS-Dachgesetzes / Der eco – Verband der Internetwirtschaft e.V. weist angesichts des jüngsten Stromausfalls im Südwesten Berlins abermals warnend auf die Verwundbarkeit Kritischer Infrastruktur (KRITIS) hin

datensicherheit.de, 12.02.2020
Münchner Sicherheitskonferenz: Cyber-Sicherheit wichtiger denn je / eco – Verband der Internetwirtschaft e.V. unterstreicht grundlegende Bedeutung der Digitalen Souveränität

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DefTech-Startups warnen vor verminderter Verteidigungsfähigkeit Deutschlands https://www.datensicherheit.de/deftech-startups-warnung-verminderung-verteidigungsfaehigkeit-deutschland Sat, 14 Feb 2026 23:46:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=52545 Im Kontext der „Münchner Sicherheitskonferenz 2026“ haben deutsche DefTech-Startups gewarnt: Neun von zehn stufen die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands als „gering“ oder „sehr gering“ ein

[datensicherheit.de, 15.02.2026] Die Geopolitik unterliegt derzeit lange nicht mehr gekannten Herausforderungen – aber trotz der massiv veränderten Weltlage ist Deutschland laut einer aktuellen Stellungnahme des Digitalverbands Bitkom e.V. weiterhin kaum in der Lage zur eigenen Verteidigung. Davor haben demnach im Vorfeld der „Münchner Sicherheitskonferenz 2026“ deutsche DefTech-Startups gewarnt: Neun von zehn stuften die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands als „gering“ (76%) oder „sehr gering“ (11%) ein. Im Vorjahr hätten noch 71 Prozent die Verteidigungsfähigkeit als „gering“ und 25 Prozent sogar als „sehr gering“ bezeichnet. Grundlage ist laut Bitkom eine Befragung von 37 Gründern auf dem Gebiet von DefTech- und Dual-Use-Startups durch „Get Started“ – der Startup-Initiative des Bikom. Die zugrundeliegende – wengleich nicht repräsentative – Umfrage unter diesen 37 DefTech- und Dual-Use-Startups in Deutschland, darunter sechs Single-Use- und 31 Dual-Use-Startups, sei online im Zeitraum der Kalenderwochen 1 bis 4 2026 erfolgt.

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Foto: Bitkom

Dr. Ralf Wintergerst: Wir können nicht Jahre auf Veränderungen warten, wir brauchen schnell einsatzfähige Lösungen!

Größter Hemmschuh nach Ansicht der Startups der langwierige Beschaffungsprozess

Verteidigungsfähigkeit und Resilienz werden inzwischen gesellschaftlich breit debattiert und es bewegt sich etwas, aber die Dringlichkeit ist zu oft noch nicht spürbar. Wir können nicht Jahre auf Veränderungen warten, wir brauchen schnell einsatzfähige Lösungen!“, kommentiert der Bitkom-Präsident, Dr. Ralf Wintergerst.

  • Zur Verteidigungsfähigkeit gehörten heute indes auch Daten, Künstliche Intelligenz (KI) und vernetzte Systeme. „,Software Defined Defense’ muss das Leitmotiv deutscher Verteidigungspolitik sein“, so Wintergerst.

Der größte Hemmschuh bleibe nach Ansicht der Startups der langwierige Beschaffungsprozess: 90 Prozent forderten deshalb beschleunigte Vergabe- und Beschaffungsverfahren wie durch „Fast Tracks“.

Politik sollte Kooperation von DefTech-Startups und etablierten Unternehmen stärker fördern

87 Prozent sprächen sich zudem für mehr Mittel aus dem Verteidigungshaushalt zur Beschaffung innovativer Lösungen aus. 76 Prozent wünschten sich eine frühe Kooperation von Bundeswehr und Startups, etwa in Form von „Challenge“-Formaten.

  • Zudem hielten es 84 Prozent für wichtig, dass die Politik die Kooperation von DefTech-Startups und etablierten Unternehmen stärker fördert.

„Startups entwickeln permanent Innovationen in sehr kurzen Zyklen. Das müssen wir nutzen und Erprobung und Beschaffung so aufstellen, dass neue Lösungen unverzüglich in der Praxis ankommen können“, betont Wintergerst.

USA verlieren bei Startups deutlich an Attraktivität

Trotz aller Kritik wachse unter den Startups das Vertrauen in den Standort Deutschland. Rund jedes zweite DefTech-Startup (49%) würde bei einer erneuten Gründung Deutschland wählen – dies sei ein Plus von zehn Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr.

  • 24 Prozent würden in einem anderen EU-Land gründen (2025: 16%). Die Attraktivität der USA gehe dagegen deutlich zurück: Nur noch acht Prozent würden dort gründen; vor einem Jahr seien es mit 25 Prozent noch drei Mal so viele gewesen.

Ferner werde noch an einer Stelle eine Verbesserung wahrgenommen: Mit ihrem Engagement als Gründer im Verteidigungsbereich fühlten sich mit 65 Prozent inzwischen zwei Drittel hierzulande wertgeschätzt. Vor einem Jahr sei es mit 41 Prozent nicht einmal jeder zweite gewesen.

Weitere Informationen zum Thema:

bikom
Über uns

bitkom
Dr. Ralf Wintergerst: Präsident Bitkom / Vorsitzender der Geschäftsführung & Group CEO Giesecke+Devrient GmbH

bitkom
Get Started – Die Startup-Initiative des Bitkom

bitkom
Studie: DefTech Report 2026

datensicherheit.de, 15.02.2026
Verteidigung: Umfassende Resilienz gehört ins Zentrum der Sicherheitspolitik / Zur Sicherheitsarchitektur eines Landes gehört auch das verlässliche Funktionieren der Gesellschaft – gerade in Krisen

datensicherheit.de, 13.02.2026
Cybersicherheits-Direktorentreffen und Cyber Security Conference in München: Automatisierte Verteidigung im Fokus / Die Spitzen 32 europäischer Cybersicherheitsbehörden haben sich im Umfeld der „Munich Cyber Security Conference“ (MCSC) zu ihrem jährlichen „Cyber Security Directors‘ Meeting“ (CSDM) getroffen

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Münchner Sicherheitskonferenz: Cyber-Sicherheit wichtiger denn je https://www.datensicherheit.de/muenchner-sicherheitskonferenz-cyber-sicherheit-wichtiger-denn-je https://www.datensicherheit.de/muenchner-sicherheitskonferenz-cyber-sicherheit-wichtiger-denn-je#comments Wed, 12 Feb 2020 16:12:14 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=35596 eco – Verband der Internetwirtschaft e.V. unterstreicht grundlegende Bedeutung der Digitalen Souveränität

[datensicherheit.de, 12.02.2020] Zu der am 13. Februar 2020 beginnenden „Münchner Sicherheitskonferenz“ betont der eco – Verband der Internetwirtschaft e.V. die wachsende Bedeutung der Cyber-Sicherheit. Professor Norbert Pohlmann, eco-Vorstand „IT Sicherheit“, unterstreicht in diesem Zusammenhang auch die Bedeutung Digitaler Souveränität für die Cyber-Sicherheit. Der Aufbau einer europäischen Dateninfrastruktur, wie sie derzeit von der Bundesregierung im Rahmen des Projekts „GAIA-X“ vorangetrieben wird, sei daher ein „richtiges Signal für die europäische Cyber-Sicherheitspolitik“.

Staatstrojaner und Backdoors erhöhen Risiko für Sicherheitslücken

„Sichere digitale Infrastrukturen und Digitale Souveränität sind entscheidende Voraussetzungen für die allgemeine Sicherheit im Netz und eine gelingende Ddigitale Transformation“, sagt Professor Pohlmann.
Gleichzeitig appelliert er außerdem an alle Staaten, die IT-Sicherheitsbemühungen der Wirtschaft nicht durch unverhältnismäßige Sicherheitspolitik zu konterkarieren: „Maßnahmen wie ,Staatstrojaner‘ und ,Backdoors‘ erhöhen das Risiko für Sicherheitslücken und verschlechtern dadurch die Cyber-Sicherheit für alle Bürger.“

5G – Plädoyer für mehr Pragmatismus

Im Zusammenhang mit der laufenden Diskussion um Ausschlusskriterien für einzelne Hersteller im Zuge des 5G-Ausbaus plädiert der eco nach eigenen Angaben „für mehr Pragmatismus und eine an Unternehmensrealitäten ausgerichtete Regelung“:
Die Sicherheit in 5G-Netzen sei elementar, da künftig immer mehr für Wirtschaft und Gesellschaft wichtige Dienste über 5G laufen würden, erläutert der eco-Vorstand „Infrastruktur & Netze“, Klaus Landefeld.

Sicherheitspolitische Belange der Bundesrepublik Deutschland ein valides Kriterium

Der Einsatz „vertrauenswürdiger, anhand eines klar formulierten Sicherheitskatalogs geprüfter Technik“ spiele hierbei selbstverständlich eine wichtige Rolle. Dennoch müssten Ausschlusskriterien für einzelne Hersteller nachvollziehbar sein und einen belastbaren Planungshorizont für Netzbetreiber und Diensteanbieter garantieren.
Landefeld: „Sicherheitspolitische Belange der Bundesrepublik Deutschland sind ein valides Kriterium, das auch aus unserer Sicht Teil dieses Sicherheitskatalogs sein und bei eindeutigen Belegen gegebenenfalls auch zum Ausschluss eines Herstellers führen kann.“

Weitere Informationen zum Thema:

datensicherheit.de, 16.02.2019
Münchner Sicherheitskonferenz: Internet der Dinge als Schwerpunktthema

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