PADIOFIRE – datensicherheit.de Informationen zu Datensicherheit und Datenschutz https://www.datensicherheit.de Datensicherheit und Datenschutz im Überblick Tue, 22 Oct 2013 15:18:23 +0000 de hourly 1 Forschungsprojekt Padiofire: Neuartige Techniken für mehr Sicherheit im Web 2.0 https://www.datensicherheit.de/forschungsprojekt-padiofire-neuartige-techniken-fuer-mehr-sicherheit-web-2-0 https://www.datensicherheit.de/forschungsprojekt-padiofire-neuartige-techniken-fuer-mehr-sicherheit-web-2-0#respond Tue, 22 Oct 2013 09:19:03 +0000 http://www.datensicherheit.de/?p=22650 Kooperation der Brandenburgische Technische Universität Cottbus, der  Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und des IT-Sicherheitsunternehmens genua mbh

[datensicherheit.de, 22.10.2013] Per Cross-Site-Scripting eingefügter Schadcode unterscheidet sich im Programmierstil vom Rest der Website und kann so mit neuartigen Sicherheitstechniken aufgespürt werden. Dies ist das Ergebnis des Forschungsprojektes Padiofire, in dem die Brandenburgische Technische Universität Cottbus (BTU), die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und das IT-Sicherheitsunternehmen genua mbh gemeinsam neue Lösungen gegen Gefahren im Web-2.0 entwickelt haben. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung über zwei Jahre geförderte Projekt wurde Ende September abgeschlossen.

Ein wesentliches Merkmal im Web 2.0 ist der intensive Einsatz von JavaScript. Mit diesem in Browsern ausgeführten Code können attraktive Websites gestaltet, aber auch Angriffe ausgeführt werden. Die am häufigsten angewendete Angriffsmethode ist dabei das so genannte Cross-Site-Scripting: Hier werden Fehler in Web-Applikationen ausgenutzt oder Server gehackt, um bösartiges JavaScript in vertrauenswürdigen Websites einzufügen. Für den Web-Nutzer ist dieser Angriff somit nicht zu erkennen. Ruft er die manipulierte Website auf, wird der bösartige Code in seinem Browser und damit der Angriff ausgeführt.

Neue Sicherheitstechnik analysiert Programmierstil

Im Forschungsprojekt Padiofire haben die Forschungspartner ein Verfahren entwickelt, um fremdes und somit potenziell gefährliches JavaScript auf vertrauenswürdigen Websites zu erkennen. Die neue Sicherheitstechnik basiert auf der automatischen Ermittlung des gewöhnlichen Programmierstils einer Website. Wenn bei späteren Besuchen der Site ungewöhnliche Veränderungen festgestellt werden, sind diese ein starkes Indiz für Schadcode und können gefiltert werden. Ein weiteres Ergebnis aus dem Projekt Padiofire ist die Entwicklung der universellen Schnittstelle IMP (Inspection and Modification Protocol), über die beliebige Analyse-Software an Firewalls oder auch Intrusion Detection Systeme angebunden werden können. Gegenüber anderen Schnittstellen-Lösungen wie ICAP bietet IMP ein breiteres Einsatzspektrum und ist performanter.

Forschungsergebnisse fließen in Firewall-Entwicklung ein

Einige Entwicklungen aus dem Projekt Padiofire sind bereits zur freien Nutzung veröffentlicht worden, damit sie eine breite Verwendung finden. Das deutsche IT-Sicherheitsunternehmen genua hat Forschungsergebnisse bereits in die Produktentwicklung einfließen lassen. So ist die zweistufige Firewall genugate mit der neuen Schnittstelle IMP ausgestattet worden und ermöglicht somit eine detaillierte Datenkontrolle nach individuellen Kundenwünschen.
Weitere Ergebnisse sollen schrittweise in den Sicherheitslösungen umgesetzt werden.

Weitere Informationen zum Thema:

PADIOFIRE
Projektziele

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Forschungsprojekt PADIOFIRE: Web-2.0-Firewall soll Sicherheitslücken schließen https://www.datensicherheit.de/forschungsprojekt-padiofire-web-20-firewall-soll-sicherheitsluecken-schliessen https://www.datensicherheit.de/forschungsprojekt-padiofire-web-20-firewall-soll-sicherheitsluecken-schliessen#respond Mon, 11 Jul 2011 17:01:18 +0000 http://www.datensicherheit.de/?p=15242 Kooperationsprojekt von GeNUA mit den Universitäten Cottbus und Erlangen-Nürnberg

[datensicherheit.de, 11.07.2011] Die Zahl der Web-2.0-Anwendungen steigt ständig, aber sie werden kaum auf unerwünschte Inhalte kontrolliert – heutige Firewalls können vor allem Web-2.0-Protokolle, die auf Anwendungsebene mehrfach ineinander geschachtelt sind, nicht analysieren. Diese Sicherheitslücke soll durch das Forschungsprojekt „PADIOFIRE“ geschlossen werden, an dem sich das IT-Sicherheitsunternehmen GeNUA beteiligt:
Das Projekt verfolgt das Ziel, eine neuartige Firewall zur umfassenden Prüfung von Web-2.0-Anwendungen zu entwickeln. Weitere Projektpartner sind die Brandenburgische Technische Universität Cottbus (BTU) und die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU). Das Projekt startete Anfang Juli 2011 und wird über zwei Jahre vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.
Firewalls sind tragende Teile jeder IT-Sicherheitsstrategie. An sensiblen Übergängen wie zwischen LAN und Internet kontrollieren sie den Datenverkehr und blocken unerwünschte Verbindungen. Hochwertige Firewalls analysieren zudem mit spezieller Software den Inhalt der Anwendungsprotokolle, um Viren, Spam und sonstigen Schadcode zu identifizieren und abzuwehren. Zahlreiche Web-2.0-Dienste wie z.B. „Google Maps“ nutzen aber mehrere, auf der Anwendungsebene vielfach ineinander geschachtelte Protokolle. Bei der inhaltlichen Filterung dieser komplexen Anwendungen sind heutige Firewalls überfordert. Dort setzt das Projekt „PADIOFIRE“ – die drei Partner BTU, FAU und GeNUA entwickeln ein Firewall-System, das verschachtelte Web-2.0-Protokolle analysieren kann. Ein wichtiger Teil dieses neuen Systems ist zudem eine intelligente Lastverteilung, da die aufwändigen Analysen auf mehrere Systeme verteilt werden müssen, um insgesamt einen hohen Datendurchsatz zu erreichen.
GeNUA ist in dem Projekt für die asynchrone Koppelung von Firewall und Analysemechanismen verantwortlich – die zeitaufwändigen Analysen und die sonstigen Firewall-Funktionen müssen miteinander koordiniert werden, um Verzögerungen zu vermeiden und somit einen schnellen Datendurchsatz zu gewährleisten.
Seit Mai 2011 ist GeNUA bereits in dem Forschungsprojekt „SUNSHINE“ aktiv. Dabei wird ein Sicherheits-Framework entwickelt, um Betrugsversuche im Bereich der verbreiteten Voice-over-IP-Kommunikation (VoIP) zu erkennen und abzuwehren. Partner sind die Universität Duisburg-Essen, Fraunhofer FOKUS und die ISACO GmbH. Als Firewall-Spezialist beschäftigt sich GeNUA in diesem Projekt mit der Paketanalyse bei VoIP-Protokollen. „SUNSHINE“ läuft von Mai 2011 bis April 2013 und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

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