Prozesse – datensicherheit.de Informationen zu Datensicherheit und Datenschutz https://www.datensicherheit.de Datensicherheit und Datenschutz im Überblick Thu, 20 Jun 2019 19:57:55 +0000 de hourly 1 Digitalisierung schafft neue Geschäftsmodelle in der Industrie https://www.datensicherheit.de/digitalisierung-neue-geschaeftsmodelle-industrie https://www.datensicherheit.de/digitalisierung-neue-geschaeftsmodelle-industrie#respond Thu, 20 Jun 2019 19:57:55 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=33027 Industrie 4.0 verändert bei vielen Unternehmen die Geschäftstätigkeit / Berg: „Jedes Unternehmen sollte sein Geschäftsmodell auf den Prüfstand stellen“ / Großteil verfolgt eigene Strategie für Industrie 4.0

[datensicherheit.de, 20.06.2019] Vernetzte Maschinen, die miteinander kommunizieren, Roboter, die Reparaturen durchführen, die automatisierte Wartung von Anlagen: In deutschen Fabrikhallen ist die nächste industrielle Revolution, die Industrie 4.0, in vollem Gange. Sie verändert nicht nur einzelne Abläufe und Prozesse, sondern sorgt auch für die Entstehung ganz neuer Geschäftsmodelle. Wie eine repräsentative Befragung im Auftrag des Digitalverbandes Bitkom von 555 Industrieunternehmen ab 100 Mitarbeitern ergeben hat, stellen insgesamt zwei Drittel (65 Prozent) aller Unternehmen, die digitale Anwendungen nutzen oder planen, einen starken Einfluss dieser Technologien auf ihr Geschäftsmodell fest. 46 Prozent sagen, dass komplett neue Produkte und Dienstleistungen entwickelt oder geplant werden. 22 Prozent verändern bestehende Produkte oder haben dies vor. Jedes fünfte Unternehmen (20 Prozent) nimmt im Zuge von Industrie 4.0 bisherige, nicht mehr benötigte Produkte und Dienstleistungen sogar vom Markt. Jedes dritte dieser Unternehmen (32 Prozent) sieht allerdings noch keinen Effekt von Industrie 4.0 auf sein Geschäftsmodell.

Ob Fahrzeugbau, Maschinenbau oder Elektronik – Industrie 4.0 sorgt dafür, dass traditionelle Geschäftsmodelle in allen Branchen durch neue Technologien ergänzt, optimiert oder sogar ganz ersetzt werden“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Die Unternehmen können ihre Produkte auf ganz neue Weise anbieten. Dadurch werden sie nicht nur serviceorientierter, sie bleiben vor allem international wettbewerbsfähig. Wir sehen ganz deutlich, dass die eigentliche Revolution von Industrie 4.0 nicht allein in der Produktion, sondern bei den Geschäftsmodellen stattfindet. Daher sollte jedes Unternehmen sein Geschäftsmodell auf den digitalen Prüfstand stellen.“

Plattformbasierte Geschäftsmodelle populär

Die Industrieunternehmen, die im Zuge von Industrie 4.0 Produkte oder Dienstleistungen verändern, setzen dabei mehrheitlich auf plattformbasierte Geschäftsmodelle. 83 Prozent entwickeln selbst digitale Plattformen neu oder weiter. Auf ihnen können Produkte vertrieben oder auch Kunden mit Lieferanten vernetzt werden. 43 Prozent haben Pay-Per-Use-Modelle eingeführt: Damit verschiebt etwa ein Maschinenbauer seinen Fokus weg vom reinen Verkauf der Geräte. So kann er die Nutzung einer Maschine je nach Bedarf als Dienstleistung abrechnen: Je mehr der Kunde mit der Maschine produziert, desto höher ist der Ertrag für den Maschinenbauer. Dieser kann die gewonnenen Daten dann nutzen, um neue Services anzubieten, etwa wenn es um vorausschauende Wartung geht. „Smarte Produkte sind Basis für neue Geschäftsmodelle“, bilanziert Berg. Immerhin 14 Prozent der befragten Unternehmen, in denen neue Produkte und Dienstleistungen im Zuge von Industrie 4.0 entwickelt werden, nutzen bereits solche datenbasierten Geschäftsmodelle.

Insgesamt gaben 92 Prozent der befragten Nutzer und Planer von Industrie 4.0 an, in Bezug auf Industrie 4.0 eine Strategie entweder für einzelne Bereiche ihres Unternehmens oder für das Gesamtunternehmen zu verfolgen. Die übergroße Mehrheit (94 Prozent) hat diese Strategie mit eigenen Mitarbeitern, etwa einem Chief Digital Officer, entwickelt. 44 Prozent setzten auf eine Kooperation mit mittelständischen oder großen IT-Unternehmen, 31 Prozent zogen externe Berater heran, 12 Prozent setzten auf das Know-how von wissenschaftlichen Einrichtungen. 5 Prozent kooperierten außerdem mit Start-ups.

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine repräsentative Befragung, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 555 Produktionsleiter, Vorstände oder Geschäftsführer von Industrieunternehmen ab 100 Mitarbeitern telefonisch befragt, darunter 411 Unternehmen die Industrie-4.0-Anwendungen planen oder nutzen. Die Fragestellungen lauteten: „Welche Bedeutung hat Industrie 4.0 für das Geschäftsmodell Ihres Unternehmens?“, „Nun möchten wir wissen, für welche Art von Geschäftsmodell Sie Produkte und Dienstleistungen weiterentwickeln bzw. neu entwickeln“, „Verfolgt Ihr Unternehmen eine Strategie für Industrie 4.0?“, „Wie hat Ihr Unternehmen die Strategie für Industrie 4.0 entwickelt?“

Weitere Informationen zum Thema:

datensicherheit.de, 10.02.2019
Neuerscheinung: Industrie 4.0 zwischen Idee und Realität

datensicherheit.de, 19.07.2018
Industrie 4.0: Datensicherheit bekommt Schlüsselrolle

datensicherheit.de, 11.06.2018
Plattform-Ansatz erforderlich: Sicherheit für die Industrie 4.0

datensicherheit.de, 13.12.20168
Industrie 4.0: Neben technischen auch zahlreiche rechtliche Fragen zu klären

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Funktionale Sicherheit von Produkten, Systemen oder Prozessen als Zukunftsthema https://www.datensicherheit.de/funktionale-sicherheit-von-produkten-systemen-oder-prozessen-als-zukunftsthema https://www.datensicherheit.de/funktionale-sicherheit-von-produkten-systemen-oder-prozessen-als-zukunftsthema#respond Wed, 20 Jul 2011 20:26:35 +0000 http://www.datensicherheit.de/?p=15316 SGS-TÜV GmbH bietet umfangreiches Schulungsprogramm, Beratung und Zertifizierung an

[datensicherheit.de, 20.07.2011] Das neue Schulungsprogramm der SGS-TÜV GmbH mit zahlreichen Trainings, Seminaren und Workshops zu allen Themen der Funktionalen Sicherheit ist jetzt auch online verfügbar:
Das wachsende Interesse am Schulungsangebot geht laut der SGS-TÜV GmbH einher mit der Zunahme der Anforderungen an die Funktionale Sicherheit – neue gesetzliche Vorschriften, erweiterte Branchenstandards, aber auch höhere Ansprüche der Kunden machten es unverzichtbar, das Thema Funktionale Sicherheit weiter in den Fokus zu rücken. Dies gelte insbesondere für Branchen wie Automotive und Aerospace, Halbleiter und Software, Automatisierung und Prozessindustrie sowie die Maschinensicherheit inklusive der land- und forstwirtschaftlichen Maschinen.
Die SGS-TÜV GmbH bündelt ihre Kompetenzen rund um das Thema Funktionale Sicherheit in ihrem „Competence Center“ in München, das auch das aktuelle Schulungsprogramm koordiniert. Dorthin können sich alle Hersteller, Lieferanten und Händler wenden, wenn es um die Funktionale Sicherheit von Produkten, Systemen oder Prozessen geht. Sie könnten mit ihren Analysen, ihren Schulungen und ihrer Beratung Unternehmen dabei unterstützen, die Funktionale Sicherheit der eigenen Produkte weiter zu erhöhen, um die Risiken und die Gefahr von Produkthaftungsansprüchen zu senken, so Martin Schmidt, Leiter des „Competence Centers“.

Weitere Informationen zum Thema:

SGS TÜV
SCHULUNGEN / Investitionen in das Know-how Ihrer Mitarbeiter

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