Safer Internet Day – datensicherheit.de Informationen zu Datensicherheit und Datenschutz https://www.datensicherheit.de Datensicherheit und Datenschutz im Überblick Fri, 13 Feb 2026 09:17:55 +0000 de hourly 1 IT-Sicherheit auch in Privathaushalten laut BSI mehr als eine rein technische Frage https://www.datensicherheit.de/it-sicherheit-auch-in-privathaushalten-laut-bsi-mehr-als-eine-rein-technische-frage Thu, 12 Feb 2026 23:55:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=52452 Das BSI ist im Rahmen einer aktuellen Studie der Frage nachgegangen, wie sicher Familien und Wohngemeinschaften im digitalen Alltag sind und wo deren praktische Herausforderungen bei der Umsetzung von IT-Sicherheit liegen

[datensicherheit.de, 13.02.2026] Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat am diesjährigen „Safer Internet Day“ (SID 2026) in einer Stellungnahme die Frage aufgeworfen: „Wie sicher sind Familien und Wohngemeinschaften im digitalen Alltag und wo liegen deren praktische Herausforderungen bei der Umsetzung von IT-Sicherheit?“ In diesem Zusammenhang hat das BSI auf eine neue eigene Studie verwiesen, welche demnach zeigt, dass die Antwort darauf mehr ist als nur eine Frage der Technik und sie häufig an unklaren Zuständigkeiten, sozialen Abhängigkeiten unter den Bewohnern sowie der mangelnden Alltagstauglichkeit von Schutzmaßnahmen scheitert.

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Abbildung: BSI

Neue BSI-Studie „IT-Sicherheitsmanagement in Haushalten: Risiken, Problemstellungen, Lösungsansätze” behandelt Übertragung grundlegender Prinzipien der IT-Sicherheit aus Unternehmen ins Private

BSI-Studie „IT-Sicherheitsmanagement in Haushalten: Risiken, Problemstellungen, Lösungsansätze” online verfügbar

Die nun vorliegende BSI-Studie „IT-Sicherheitsmanagement in Haushalten: Risiken, Problemstellungen, Lösungsansätze” habe erstmals darauf abgezielt, grundlegende Prinzipien des Informationssicherheitsmanagements aus dem Unternehmensumfeld auf den privaten Kontext von Familien und Wohngemeinschaften zu übertragen.

  • Diese hätten zusätzliche Anforderungen an das Sicherheits- und Berechtigungsmanagement bei der Nutzung digitaler Geräte und Anwendungen im Vergleich zu einzelnen Nutzern.

„Während beispielsweise Unternehmen auf klare Rollen und etablierte Prozesse zurückgreifen können, ist die IT-Sicherheit im privaten Zusammenleben oft ungeregelt. Gemeinsam genutzte Geräte ohne Benutzertrennung, geteilte Passwörter für personenbezogene Accounts und eine ungleiche Verteilung von technischem Wissen unter den Bewohnerinnen und Bewohnern erhöhen das Risiko erheblich“, erläutert Caroline Krohn-Atug, BSI-Fachbereichsleiterin „Digitaler Verbraucherschutz“.

BSI sieht prinzipielle Übertragbarkeit von Methoden, warnt aber vor Umsetzungshürden im Alltag

Besonders kritisch sei es, „wenn die Verantwortung für die digitale Sicherheit bei einer einzelnen Person liegt“, warnt Krohn-Atug. Die neue Studie zeige, dass viele bewährte Sicherheitsmaßnahmen grundsätzlich auf Privathaushalte übertragbar seien, diese jedoch oft an der Komplexität und fehlender Alltagstauglichkeit scheiterten. Hinzu kämen soziale Aspekte wie Vertrauen, familiäre Machtverhältnisse und geschlechtsspezifische Rollenbilder.

  • Daraus ließen sich konkrete Empfehlungen auf drei Ebenen ableiten: In Privathaushalten sollten ungleiche Verantwortlichkeiten kritisch hinterfragt und Sicherheitsmaßnahmen als feste Routinen etabliert werden.

Dadurch solle ein Kompetenzaufbau und gleichzeitig ein Abbau von Ungleichgewichten erreicht werden. Hersteller seien nach wie vor in der Pflicht, ihre Angebote konsequent nach den Prinzipien „Security by Design“ und „Security by Default“ zu gestalten. Im Rahmen dieser Studie werde „Usable Security“ zu einem entscheidenden Faktor, um die empfohlenen Maßnahmen einfach und sicher nutzbar zu machen. Gleichzeitig sei der Gesetzgeber weiter in der Pflicht, den Weg zu verbindlichen Mindeststandards, transparenten Kennzeichnungen und gezielten Bildungsmaßnahmen fortzuführen.

Im Kontext der BSI-Studie Prototyp für eine Risikoanalyse entwickelt

Ferner sei im Kontext dieser BSI-Studie auch ein Prototyp für eine Risikoanalyse entwickelt worden, die gezielt auf die Bedürfnisse privater Mehrpersonenhaushalte zugeschnitten sei. Die Funktionsweise dieser Risikoanalyse werde in der Studie beschrieben.

  • Perspektivisch könnte daraus ein Digital-Tool entstehen, um Nutzer bei der Einschätzung ihrer individuellen Risiken zu unterstützen und ihnen konkrete Handlungsempfehlungen zu liefern.

Verbrauchern könne darüber hinaus das Informationsangebot des BSI Orientierung bieten: Neben Tipps zum Basisschutz umfasse es u.a. auch Informationen rund um das sogenannte Smarthome sowie einen Wegweiser speziell für Eltern.

Weitere Informationen zum Thema:

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
Auftrag: Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ist die Cybersicherheitsbehörde des Bundes und Gestalter einer sicheren Digitalisierung in Deutschland.

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
IT-Sicherheitsmanagement in Haushalten (IsiH) – Risiken, Problemstellungen, Lösungsansätze

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
Basistipps zur IT-Sicherheit

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
Smarthome – den Wohnraum sicher vernetzen

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
Kinder und Jugendliche im digitalen Alltag absichern und unterstützen / Digitaler Kinder- und Jugendschutz für Eltern und Erziehungsberechtige

Dialog für Cybersicherheit
Dialogteam des BSI / Caroline Krohn-Atug

datensicherheit.de, 10.02.2026
Safer Internet Day 2026: Impuls für sichere Entscheidungen im KI-gesteuerten Internet / Lothar Geuenich betont in seiner Stellungnahme zum SID 2026, dass dessen Mission eine neue Dringlichkeit erhält, weil KI immer tiefer in die Arbeits-, Lern-, Kommunikations- und Transaktionsprozesse eingebettet wird

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Safer Internet Day 2026: Impuls für sichere Entscheidungen im KI-gesteuerten Internet https://www.datensicherheit.de/safer-internet-day-2026-impuls-sicherheit-entscheidungen-ki-steuerung-internet Tue, 10 Feb 2026 07:56:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=52403 Lothar Geuenich betont in seiner Stellungnahme zum SID 2026, dass dessen Mission eine neue Dringlichkeit erhält, weil KI immer tiefer in die Arbeits-, Lern-, Kommunikations- und Transaktionsprozesse eingebettet wird

[datensicherheit.de, 10.02.2026] Am 10. Februar 2026 wird der diesjährige Aktionstag „Safer Internet Day“ (SID) begangen – bei diesem sei es schon immer darum gegangen, eben Menschen im Internet zu schützen. Lothar Geuenich, „VP Central Europe/DACH“ bei Check Point Software Technologies, betont in seiner Stellungnahme zum SID 2026, dass in diesem Jahr dessen Mission eine neue Dringlichkeit erhalte, denn Künstliche Intelligenz (KI) sei immer tiefer in die Arbeits-, Lern-, Kommunikations- und Transaktionsprozesse eingebettet. KI sei nun keine Zukunftstechnologie mehr – sie präge bereits jetzt, „wie Entscheidungen getroffen werden aber auch zunehmend, wie Cyberkriminelle vorgehen“. Mit der Einbindung von KI in Browser gehe es bei der Online-Sicherheit nicht mehr nur um das Verhalten der Nutzer, „sondern darum, wie intelligent und verantwortungsbewusst KI selbst entwickelt, gesteuert und abgesichert wird“.

 

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Foto: Check Point

Lothar Geuenich: „KI entwickelt sich rasch zu einem Co-Piloten für unser Lernen, Arbeiten und unsere Online-Kommunikation – doch Vertrauen in Technologie muss verdient und kann nicht vorausgesetzt werden. Der ,Safer Internet Day’ erinnert uns daran, dass kluge Technologieentscheidungen in Verbindung mit präventiven, KI-gestützten Sicherheitsmaßnahmen und einer soliden digitalen Kompetenz unerlässlich sind, um das Internet in einer KI-gesteuerten Welt sicher, widerstandsfähig und vertrauenswürdig zu halten.“

KI integraler Bestandteil des alltäglichen Online-Lebens

Von Schreibhilfen und Bildgenerierung bis hin zu Empfehlungsmaschinen und Chatbots sei KI heute in fast jeder digitalen Interaktion präsent: „KI ist zum Co-Piloten des täglichen digitalen Lebens geworden und beeinflusst im Hintergrund Entscheidungen, Inhalte und Vertrauenssignale.“

91 Prozent der KI-Tools verwendenden Unternehmen seien von Eingaben mit hohem Risiko betroffen gewesen. „Weitere 25 Prozent der Eingaben enthielten potenziell sensible Informationen, was verdeutlicht, wie leicht Nutzer bei der Interaktion mit KI-Tools zu viele Daten preisgeben können.“

Sichere KI-Nutzung erfordert vor allem Digital-Kompetenz

Geuenich hebt hervor: „Diese Ergebnisse untermauern eine Kernbotschaft: KI muss wie jedes andere kritische System gesichert werden – denn sie verarbeitet mittlerweile direkt sensible Daten und trifft Entscheidungen!“

  • Diese Risiken seien indes nicht auf Unternehmen beschränkt. „Wenn Schüler, Familien oder Einzelpersonen KI-Tools für Hausaufgaben, Ratschläge oder die Erstellung von Inhalten nutzen, können dieselben Verhaltensweisen – das Kopieren und Einfügen persönlicher Informationen, das Hochladen von Bildern oder das Vertrauen in Ergebnisse ohne Überprüfung – sie Risiken in Bezug auf Datenschutz, Fehlinformationen oder Manipulation aussetzen.“

Die sichere Nutzung von KI beginne daher mit Digital-Kompetenz und nicht mit Einschränkungen.

KI gestaltet Cyberbedrohungs-Szenarien

Cyberkriminalität habe sich schon immer parallel zur Technologie weiterentwickelt, aber KI beschleunige diese Entwicklung in beispiellosem Tempo. Laut dem „Cyber Security Report 2026“ kombinierten Angreifer nun KI, Identitätsmissbrauch, Ransomware und „Social Engineering“ zu koordinierten, mehrstufigen Kampagnen, die schneller seien als herkömmliche Abwehrmaßnahmen.

  • „Diese Angriffe passen sich zunehmend in Echtzeit an, lernen aus fehlgeschlagenen Versuchen und verfeinern automatisch ihre Techniken – ähnlich wie defensive KI funktioniert“, berichtet Geuenich.

Weltweit seien Unternehmen im Jahr 2025 durchschnittlich 1.968 Cyberangriffen pro Woche ausgesetzt gewesen, was einem Anstieg von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr und einem Anstieg von 70 Prozent seit 2023 entspreche. „In Deutschland zielten pro Woche 1.223 Angriffe auf Unternehmen was einen Anstieg von 14 Prozent im Vergleich zu Vorjahr bedeutet.“ Diese Angriffe seien keine Einzelfälle mehr – sie seien darüber hinaus hartnäckig, automatisiert und zunehmend personalisiert. Genau wegen dieses Ausmaßes könnten rein menschliche Sicherheitsmodelle nicht mehr mithalten.

Drei KI-Trends von besonderer Relevanz – am SID 2026 und darüber hinaus:

  1. KI-gestütztes Social Engineering
    KI mache Phishing und Betrug überzeugender und skalierbarer. Angreifer könnten nun mehrsprachige, kulturell angepasste Nachrichten generieren, welche vertrauenswürdige Stimmen, Institutionen oder sogar Familienmitglieder imitierten. Der „Cyber Security Report 2026“ von Check Point zeige, dass E-Mails nach wie vor der wichtigste Übertragungsweg für schädliche Inhalte seien und 82 Prozent der Übertragung schädlicher Dateien ausmachten. „Die Zahlen zeigen aber auch, dass webbasierte und Multi-Channel-Angriffe rapide zunehmen. Dies verstärkt die Notwendigkeit einer KI-gesteuerten Bedrohungsprävention, die nicht nur bekannte Signaturen, sondern auch Absichten und Verhaltensweisen erkennen kann“, kommentiert Geuenich.
  2. Ransomware in großem Maßstab
    Laut den Cyberstatistiken seien allein im Dezember 2025 945 Ransomware-Angriffe öffentlich gemeldet worden, was einem Anstieg von 60 Prozent gegenüber Dezember 2024 entspreche. Ransomware-Gruppen würden immer fragmentierter, automatisierter sowie aggressiver agieren und kombinierten häufig Datendiebstahl mit Erpressung und öffentlichem Druck. KI werde nun eingesetzt, um Targeting-, Aufklärungs- und Erpressungstaktiken zu beschleunigen.
  3. Unkontrollierte KI-Nutzung als Risikomultiplikator
    „KI-Systeme selbst werden zunehmend zum Ziel“, warnt Geuenich. Eine von Check Point durchgeführte Untersuchung von rund 10.000 „Model Context Protocol“-Servern, habe ergeben, dass 40 Prozent davon Sicherheitslücken aufwiesen„was zeigt, dass die KI-Infrastruktur mittlerweile Teil der Angriffsfläche ist“. Die Sicherung von KI-Pipelines, Modellen und Datenflüssen sei mittlerweile genauso wichtig wie die Sicherung von Endpunkten oder Netzwerken.

Anregungen für ein neues Rahmenwerk zur KI-flankierten Online-Sicherheit

Um sich in dieser Umgebung zurechtzufinden, benötigten Nutzer neue Gewohnheiten – eben solche, welche „KI als leistungsstarkes Werkzeug, aber nicht als unfehlbare Autorität anerkennen“. Nutzer sollten laut Geuenich:

  • Nicht nur die Quelle, sondern auch das Ergebnis hinterfragen!
    KI-Antworten könnten selbst dann autoritär klingen, wenn sie falsch sind. Benutzer sollten dazu angehalten werden, zu fragen, „ob die Informationen aus einer anderen vertrauenswürdigen Quelle überprüfbar sind oder ob die KI Dringlichkeit, Angst oder Geheimhaltung suggeriert“.
  • Persönliche und sensible Daten schützen!
    Laut den Cyberstatistiken vom Dezember 2025 verwendeten Mitarbeiter durchschnittlich elf verschiedene GenAI-Tools und generierten 56 KI-Eingabeaufforderungen pro Benutzer und Monat, was das Risiko einer versehentlichen Datenpreisgabe erhöhe. „KI-Sicherheit beginnt mit der Minimierung unnötiger Datenweitergabe!“

  • Beachten, dass Inhalte synthetisch sein können!
    Von Bildern bis hin zu Stimmen könnten digitale Inhalte heute leicht gefälscht werden. „Daher sollten Nutzer alles, was Geld, Zugangsdaten oder sofortiges Handeln erfordert, mit Vorsicht behandeln, auch wenn es realistisch erscheint!“ Die Überprüfung von Informationen sei heute eine wichtige Internet-Kompetenz.

Wirksame KI-Sicherheit: Bringschuld der Organisationen und Web-Plattformen

Beim „Safer Internet Day“ gehe es nicht nur um die Verantwortung des Einzelnen. Plattformen, Schulen und Organisationen müssten Sicherheit von Anfang an in KI-Systeme integrieren. Geuenich fordert: „Sicherheit muss in die Entwicklung, Bereitstellung und Nutzung von KI eingebettet sein – und nicht nachträglich hinzugefügt werden!“

  • Die „Cybersicherheitsstudie 2026“ von Check Point zeige, dass 90 Prozent der Organisationen innerhalb von drei Monaten mit riskanten KI-Aufforderungen konfrontiert gewesen seien – „was darauf hindeutet, dass ,Governance’ und Kontrollen hinter der Einführung zurückbleiben“.

Eine wirksame KI-Sicherheit erfordere nicht nur klare Richtlinien für die Nutzung von KI und eine konsequente Überwachung auf Datenlecks, sondern auch Aufklärung, „die mit den sich entwickelnden Bedrohungen Schritt hält“. Geuenichs Fazit: „Letztendlich muss sich die Sicherheit von reaktiven ,Tools‘ zu KI-gestützten, ,cloud’-basierten Plattformen entwickeln, die Schäden mit der Geschwindigkeit einer Maschine verhindern!“

Weitere Informationen zum Thema:

CHECK POINT
About Us / Check Point Software Technologies is a global leader in cyber security solutions, dedicated to protecting corporate enterprises and governments worldwide

connect professional, Michaela Wurm, 16.11.2020
Ex-Cisco-Manager / Neuer DACH-Chef bei Check Point: Check Point beruft Lothar Geuenich zum neuen Regional Director Central Europe/DACH. Er soll die Marktposition des IT-Security-Unternehmens in der wichtigen Region stärken und das Wachstum beschleunigen.

CHECK POINT, Check Point Research, 28.01.2026
The Trends Defining Cyber Security in 2026: Cyber Security Report 2026

CHECK POINT, Check Point Research, 13.01.2026
Latin America Sees Sharpest Rise in Cyber Attacks in December 2025 as Ransomware Activity Accelerates

Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit
Safer Internet Day 10.02.2026

datensicherheit.de, 07.02.2026
Safer Internet Day 2026: Gut 50.000 Jugendliche werden Umgang mit KI-Begleitern am 10. Februar 2026 diskutieren / Der diesjährige „Safer Internet Day“ stößt offenbar in ganz Deutschland auf große Resonanz: Mehr als 1.000 Schulen, Vereine, Bibliotheken, Unternehmen und Initiativen möchten sich mit eigenen Aktionen und Veranstaltungen engagieren

datensicherheit.de, 07.02.2026
Safer Internet Day 2026: Digitale Achtsamkeit und Skepsis angesichts der KI-Dominanz geboten / Das diesjährige Thema „Intelligente Technologie, sichere Entscheidungen – Erkundung der sicheren und verantwortungsvollen Nutzung von KI” unterstreicht die dringende Notwendigkeit neuer digitaler Kompetenzen bei Menschen jeden Alters

datensicherheit.de, 29.01.2026
Am Safer Internet Day 2026 DsiN-Talk zu Medienkompetenzen in der Schule / Deutschland sicher im Netz e.V. (DsiN) lädt zu einer Hybridveranstaltung am 10. Februar 2026 ein

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Safer Internet Day 2026: Plattform Privatheit fordert verbesserten Datenschutz für Kinder https://www.datensicherheit.de/safer-internet-day-2026-plattform-privatheit-forderung-verbesserung-datenschutz-kinder Sun, 08 Feb 2026 23:20:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=52384 Die „Plattform Privatheit“ nimmt den SID 2026 zum Anlass, Datenschutzverbesserungen für Kinder einzufordern und hierzu eigene konkrete Anregungen zu geben

[datensicherheit.de, 09.02.2026] Mit Blick auf den diesjährigen „Safer Internet Day“ (SID) am 10. Februar 2026 fordert die „Plattform Privatheit“ Datenschutzverbesserungen für Kinder und gibt konkrete Anregungen. In dieser vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) geförderten Initiative untersuchen Experten „interdisziplinär, kritisch und unabhängig Fragestellungen zu Privatheit und Datenschutz in der digitalen Welt“. Die „Plattform Privatheit“ wird vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) und dem Wissenschaftlichen Zentrum für Informationstechnik-Gestaltung (ITeG) an der Universität Kassel koordiniert.

Kinder bei Nutzung von „Social Media“ und anderen digitalen Diensten besser schützen

Egal, ob z.B. „Instagram“ oder „Snapchat“ – Soziale Netzwerke sammeln personenbezogene Daten. Somit sind Kinder bei der Datenverarbeitung offensichtlich besonders gefährdet. Unter dem Begriff „Kind“ versteht das Unionsrecht nach Art. 1 der UN-Kinderrechtskonvention jede Person, welche das 18. Lebensjahr noch nicht erreicht hat.

  • Fokussiert eher auf die unmittelbaren Effekte und Belohnungen digitaler Dienste, verstehen Minderjährige die langfristigen Nachteile der Dienstenutzung oft noch nicht.

Forscher der „Plattform Privatheit“ nehmen den SID 2026 zum Anlass, zu erklären, warum gerade Minderjährige im Zeitalter von Chatbots und Künstlicher Intelligenz (KI) besonders gefährdet sind – und präsentieren zudem Lösungsvorschläge, damit Kinder und Jugendliche im Internet, bei der Nutzung von „Social Media“ und anderen digitalen Diensten besser geschützt werden.

Sprachverarbeitende Systeme könnten Kinder zur bedenklichen Preisgabe von Informationen verleiten

Minderjährige unterschätzten oft, wie viele Daten bei der Nutzung von „Social Media“ und anderen digitalen Diensten unbemerkt über sie gesammelt würden. Aber auch die freiwillige Übermittlung privater Daten stelle ein Risiko dar:

  • Insbesondere sprachverarbeitende Systeme wie „ChatGPT“ verleiteten Kinder dazu, im Gespräch mit dem Dienst zahlreiche Informationen von sich preiszugeben.

„Je jünger die Kinder sind, umso eher bringen menschenähnliche Systeme sie dazu, ihnen zu vertrauen und ihnen infolgedessen im Gespräch äußerst private Details zu offenbaren“, kommentiert Prof. Dr. Nicole Krämer, Direktorin des „Research Center Trustworthy Data Science and Security“ an der Universität Duisburg-Essen über die Ergebnisse ihrer sozialpsychologischen Studien.

Kinder müssen erst noch Bewusstsein für Privatsphäre entwickeln

Wissen über Handlungsfolgen bilde sich bei Minderjährigen erst nach und nach heraus. Ihnen sei daher oft nicht klar, „dass aus den Daten, die sie preisgeben oder die durch die Beobachtung ihres Verhaltens entstehen, neue Daten über sie generiert werden, die ihr Bild von sich selbst und der Welt prägen, ihre sozialen Beziehungen beeinflussen und sogar Vorhersagen über ihr Verhalten ermöglichen“.

  • Hinzu komme, dass Minderjährige von ihren Eltern zunehmend stark überwacht würden. „Mehr und mehr werden Tracker, Smartwatches oder Videoüberwachung für Klein- und Schulkinder genutzt – und im Ausland auch bereits Anwendungen, die mittels KI fast die gesamte Kommunikation von Jugendlichen kontrollieren.“ Gerade für die prägende Phase der Kindheit sei es aber wichtig, ein Bewusstsein für die eigene Privatsphäre und den Schutz vor permanenter Überwachung zu entwickeln.

Minderjährige würden in der Regel ihre Rechte als „betroffene Person“, wie es im Datenschutzrecht heißt, noch nicht kennen. „Und selbst wenn sie ihnen bekannt wären, wären sie meist nicht in der Lage, sie wahrzunehmen.“ Aus diesen Gründen hätten diese einen besonderen Bedarf an Schutz und Fürsorge bei der Verarbeitung ihrer Daten und im Digitalen Raum.

DSGVO sollte vollumfänglich berücksichtigen: Kinder eben noch keine Erwachsenen

Die besondere Schutz- und Fürsorgepflicht des Gesetzgebers berücksichtige auch die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) – allerdings nicht in allen notwendigen Aspekten. Sie stelle zwar in Erwägungsgrund 38 Satz 1 fest, dass Kinder „bei ihren personenbezogenen Daten besonderen Schutz (verdienen), da Kinder sich der betreffenden Risiken, Folgen und Garantien und ihrer Rechte bei der Verarbeitung personenbezogener Daten möglicherweise weniger bewusst sind“.

  • Sie berücksichtige die besondere Schutzbedürftigkeit von Kindern jedoch nur in sechs Regelungen. In allen anderen Regelungen behandele die DSGVO Kinder wie Erwachsene und biete Kindern nur punktuell Schutz.

Es sei jedoch ein Gesamtkonzept erforderlich, welches den verantwortlichen Datenverarbeitern klare Regelungen an die Hand gebe, in welchen Situationen Kinderrechte mit welchen Rechtsfolgen berücksichtigt werden müssten. „Eine Verbesserung des Datenschutzes für Kinder ist zentral, um Kinder in einer digitalen Gesellschaft vor ungerechtfertigter und permanenter Überwachung zu schützen. Das Recht von Kindern auf Privatheit ist die Grundlage dafür, dass sie als zukünftige Bürgerinnen und Bürger frei und selbstbestimmt an Demokratie teilhaben“, betont Prof. Dr. Jessica Heesen, Medienethikerin an der Universität Tübingen.

Anregungen zum DSGVO-Upgrade im Interesse der Kinder

Ein Konzept zum effektiven Schutz von Minderjährigen müsse alle wesentlichen Situationen erfassen, in denen diese besonderen Risiken ausgesetzt sind und in denen ihre Möglichkeiten, Risiken zu erkennen, zu bewerten und sich gegen sie zu schützen, eingeschränkt sind.

Dabei seien auch die in der Praxis beschränkten Möglichkeiten ihrer Erziehungsberechtigten, sie zu schützen, zu berücksichtigen. „Für diese Situationen sind spezifische datenschutzrechtliche Regelungen erforderlich!“

Konkrete Vorschläge zur Ergänzung der DSGVO:

  • Die „Plattform Privatheit“ schließt sich den Vorschlägen zur Verbesserung der DSGVO an, die die Konferenz der unabhängigen Datenschutzaufsichtsbehörden des Bundes und der Länder (DSK) erarbeitet hat.
  • Nach diesen solle die DSGVO die Verarbeitung personenbezogener Daten eines Kindes für Werbezwecke oder für die Erstellung von Persönlichkeits- oder Nutzerprofilen untersagen, einen Widerspruch gegen die Datenverarbeitung erleichtern, wenn der Verantwortliche Daten eines Kindes verarbeitet und die Einwilligung eines Kindes in die Verarbeitung seiner Daten für automatisierte Entscheidungen ausschließen.
  • Die Verantwortlichen sollten bei der Gestaltung ihrer Verarbeitungssysteme einen besonderen Schutz der Rechte von Kindern vorsehen, ihre Systeme insbesondere für Kinder datenschutzfreundlich voreinstellen und in ihrer Datenschutzfolgenabschätzung in besonderer Weise die Risiken für Kindern berücksichtigen. Zu ergänzen seien diese Regelungen um konkrete Altersbegrenzungen vor allem für „Social Media“- und Spiele-Angebote sowie konkrete Vorgaben für funktionierende Altersverifikationssysteme.

Verbesserter Kinderdatenschutz stärkt sogar Marktposition europäischer KMU

Die vorgeschlagenen Schutzregelungen erforderten nur geringen Aufwand, würden aber den Datenschutz von Kindern deutlich verbessern. Diese Verbesserung sei mit den Vorgaben zum Online-Schutz Minderjähriger in Art. 28 „Digital Services Act“ und dem geplanten „Digital Fairness Act“ zu verbinden.

  • Sie wären ein wichtiger Beitrag für das Aufwachsen von Kindern zu mündigen Bürgern und für den Schutz der Demokratie.

Der Hessische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit und Sprecher der „Plattform Privatheit“, Prof. Dr. Alexander Roßnagel, fordert hierzu: „Die Europäische Kommission muss ihre Vorschläge zur Reform der DSGVO um die gebotenen Schutzregelungen zum Datenschutz für Kinder ergänzen!“ Diese seien mindesten ebenso notwendig wie Erleichterungen für Kleinere und Mittlere Unternehmen (KMU) – zumal sie die Wettbewerbsfähigkeit von KMU in Europa eher stärkten als schwächten, weil die fehlenden Schutzregelungen für Kinder bisher vor allem Vorteile für US-amerikanische und chinesische Tech-Konzerne böten.

Weitere Informationen zum Thema:

Plattform Privatheit
Wer wir sind und was wir tun

Fraunhofer ISI Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI
gemeinsam | Zukunft | gestalten / Unsere Forschung – Das Fraunhofer ISI forscht als unabhängiger Vordenker für Gesellschaft, Politik und Wirtschaft

UNIVERSITÄT KASSEL, Forschung
Wissenschaftliches Zentrum für Informationstechnik-Gestaltung (ITeG)

UA RUHR, Research Center Trustworthy Data Science and Security
Psychology & Social Sciences / Prof. Nicole Krämer

EBERHARD KARLS UNIVERSITÄT TÜBINGEN, Internationales Zentrum für Ethik in den Wissenschaften (IZEW)
Prof. Dr. Jessica Heesen / Vorstand IZEW, Leitung der Forschungsgruppe Medienethik, Technikphilosophie & KI

DSK DATENSCHUTZKONFERENZ, 20.11.2025
Entschließung der Konferenz der unabhängigen Datenschutzaufsichtsbehörden des Bundes und der Länder vom 20. November 2025: Verbesserung des Datenschutzes von Kindern in der Datenschutz-Grundverordnung

datenschutz.hessen.de
Der HBDI: Prof. Dr. Alexander Roßnagel

Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit
Safer Internet Day 10.02.2026

datensicherheit.de, 07.02.2026
Safer Internet Day 2026: Gut 50.000 Jugendliche werden Umgang mit KI-Begleitern am 10. Februar 2026 diskutieren / Der diesjährige „Safer Internet Day“ stößt offenbar in ganz Deutschland auf große Resonanz: Mehr als 1.000 Schulen, Vereine, Bibliotheken, Unternehmen und Initiativen möchten sich mit eigenen Aktionen und Veranstaltungen engagieren

datensicherheit.de, 07.02.2026
Safer Internet Day 2026: Digitale Achtsamkeit und Skepsis angesichts der KI-Dominanz geboten / Das diesjährige Thema „Intelligente Technologie, sichere Entscheidungen – Erkundung der sicheren und verantwortungsvollen Nutzung von KI” unterstreicht die dringende Notwendigkeit neuer digitaler Kompetenzen bei Menschen jeden Alters

datensicherheit.de, 29.01.2026
Am Safer Internet Day 2026 DsiN-Talk zu Medienkompetenzen in der Schule / Deutschland sicher im Netz e.V. (DsiN) lädt zu einer Hybridveranstaltung am 10. Februar 2026 ein

datensicherheit.de, 22.06.2020
Digitale Transformation: Deutschlands Schüler bleiben zurück / Neue Studie stellt Zukunftsfähigkeit des deutschen Bildungssystems in Frage – Schüler weitgehend „digital inkompetent“ und Lehrpläne sowie Infrastruktur „mangelhaft“

datensicherheit.de, 30.07.2019
Data-Kids: Medienpädagogisches Angebot für Grundschulen überarbeitet / Bildungsangebot der Berliner Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit

datensicherheit.de, 01.07.2019
Digitalcourage: Datenschutz-Lexikon für Schüler als Neuauflage / „#Kids #digital #genial – Schütze dich und deine Daten“ stark nachgefragt

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Safer Internet Day 2026: Gut 50.000 Jugendliche werden Umgang mit KI-Begleitern am 10. Februar 2026 diskutieren https://www.datensicherheit.de/safer-internet-day-2026-50000-jugendliche-umgang-ki-10-februar-2026-diskussion Sat, 07 Feb 2026 15:06:47 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=52354 Der diesjährige „Safer Internet Day“ stößt offenbar in ganz Deutschland auf große Resonanz: Mehr als 1.000 Schulen, Vereine, Bibliotheken, Unternehmen und Initiativen möchten sich mit eigenen Aktionen und Veranstaltungen engagieren

[datensicherheit.de, 07.02.2026] Laut einer aktuellen Meldung vom eco – Verband der Internetwirtschaft e.V. im Vorfeld vom diesjährigen „Safer Internet Day“ (SID) am 10. Februar 2026 stößt dieser in ganz Deutschland auf große Resonanz: Mehr als 1.000 Schulen, Vereine, Bibliotheken, Unternehmen und Initiativen engagieren sich demnach mit eigenen Aktionen und Veranstaltungen. Diese hohe Beteiligung unterstreiche das breite gesellschaftliche Engagement für Medienkompetenz und den verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Technologien. Besonders nachgefragt sei erneut die „klicksafe Schulstunde“, an welcher laut eco am Aktionstag über 50.000 Jugendliche teilnehmen werden.

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Abbildung: klicksafe

SID soll Impulse setzen: Breites gesellschaftliches Engagement für Medienkompetenz und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Technologien

„Safer Internet Day 2026“ dem wachsenden Einfluss Künstlicher Intelligenz gewidmet

Unter dem Motto „KI and me. In künstlicher Beziehung.“ soll der „Safer Internet Day 2026“ den Fokus auf den wachsenden Einfluss Künstlicher Intelligenz (KI) und künstlicher Begleitern auf den Alltag, die Kommunikation und die Beziehungen junger Menschen richten.

  • Gemeinsam setzten die Partner des Verbunds „Safer Internet DE“ den „Safer Internet Day“ mit vielfältigen Angeboten um. Damit erreichten sie nicht nur Tausende Schüler, sondern auch pädagogische Fachkräfte und Eltern.

Zu diesem Verbund gehören neben dem „Awareness Centre klicksafe“ noch die eco-Beschwerdestelle, FSM und „jugendschutz.net“ sowie die Beratungsangebote vom Nummer gegen Kummer e.V.

„Safer Internet Day“ mahnt: Scheinbares Verstehen der KI ein digitales Trugbild

Die Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Karin Prien, kommentiert: „KI ist für viele von uns längst ein hilfreicher Begleiter im Alltag: Sie formuliert Schreiben an Behörden, erklärt komplizierte Sachverhalte, hilft beim Lernen und gibt sogar Tipps gegen Liebeskummer. In Sekunden scheint sie auf alles eine Antwort zu haben. Doch dieses scheinbare ‚Verstehen‘ bleibt ein digitales Trugbild.“

  • Eine Maschine fühle nicht mit, sie höre nicht zwischen den Zeilen und halte niemandem die Hand. „Gerade Jugendliche nutzen KI zunehmend wie eine Art Therapeutin – dabei stößt sie an klare Grenzen. Echte Beziehungen entstehen im Austausch mit anderen Menschen, auch durch Widerspruch, Nähe und gemeinsame Erfahrungen“, gibt sie zu bedenken.

Gesellschaftlicher Zusammenhalt wachse eben aus realen Gesprächen und Begegnungen, nicht aus Algorithmen. Deshalb sei es so wichtig, dass die Initiative „klicksafe“ auf diesen Zusammenhang aufmerksam mache und unsere Gesellschaft an die Verantwortung gegenüber Kindern und Jugendlichen erinnere. Prien: „Mein Dank gilt allen, die mit innovativen Ideen den ,Safer Internet Day’ zu etwas Besonderem machen!“

„Safer Internet Day 2026“ – ethische Fragen stellen, um entscheiden zu können, wie wir leben wollen

„Der ,Safer Internet Day’ lenkt mit dem diesjährigen Motto ‚KI and me.‘ die Aufmerksamkeit auf ein hochaktuelles und relevantes Thema. Die Frage, wie KI das Leben junger Menschen beeinflusst, ist eine der wichtigsten Fragen unserer Zeit. Deshalb müssen wir uns mit den alltäglichen KI-Begleitern auseinandersetzen: Dazu gehört auch, ethische Fragen zu stellen, um entscheiden zu können, wie wir leben wollen!“, betont der Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz und Vorsitzende der Rundfunkkommission der Länder, Alexander Schweitzer.

  • Eltern stünden heute vor der Herausforderung, ihre Kinder in einer zunehmend von künstlicher Nähe geprägten Lebenswelt zu begleiten. „Gleichzeitig wollen wir junge Menschen befähigen, die Chancen digitaler Technologien zu nutzen und die Risiken zu erkennen“, beschreibt Schweitzer das Spannungsfeld.

Die vielfältigen Aktionen und Veranstaltungen am „Safer Internet Day“ zeigten, wie engagiert sich Menschen in ganz Deutschland für ein sicheres und verantwortungsvolles Online-Umfeld einsetzten.

„klicksafe Schulstunde“ wird am „Safer Internet Day 2026“ deutschlandweit live in Klassenzimmer Deutschland gestreamt

Ein zentrales Angebot der EU-Initiative „klicksafe“ soll auch in diesem Jahr die „klicksafe Schulstunde“ sein: Am „Safer Internet Day“ live in Klassenzimmer in ganz Deutschland gestreamt, soll sie sich mit dem Einfluss von KI-Chatbots auf den Alltag junger Menschen befassen.

  • Über 50.000 Schüler reflektierten dann dabei deutschlandweit, wie KI-Bots als digitale Gesprächspartner oder Ratgeber wirken, wo ihre Grenzen liegen und warum sie menschliche Beziehungen nicht ersetzen können.

„Die hohe Nachfrage an der ,klicksafe Schulstunde’ verdeutlicht den hohen Bedarf an altersgerechten, medienpädagogisch aufbereiteten Bildungsangeboten“, erläutert Deborah Woldemichael, Leiterin der EU-Initiative „klicksafe“ bei der Medienanstalt Rheinland-Pfalz. Ihr Fazit: „Junge Menschen brauchen Anlässe und Räume, um digitale Entwicklungen kritisch zu hinterfragen und ihren eigenen Standpunkt zu entwickeln.“

Weitere Informationen zum Thema:

eco VERBAND DER INTERNETWIRTSCHAFT
Über uns / eco – Verband der Internetwirtschaft e.V. Wir gestalten das Internet.

SID 26 SAFER INTERNET DAY
KI and me In künstlicher Beziehung

klicksafe
klicksafe Schulstunde – Arbeitsmaterialien für die klicksafe Schulstunde am 10. Februar 2026

saferinternet.de
Das Digital Europe Programme (DIGITAL) der Europäischen Union unterstützt Safer Internet Centres in 27 europäischen Ländern mit dem Ziel die Medienkompetenz von Kindern, Eltern und Lehrern zu fördern, für mögliche Risiken im Internet zu sensibilisieren und Kindern und Jugendlichen eine telefonische Beratung zu Online-Problemen anzubieten…

eco VERBAND DER INTERNETWIRTSCHAFT
eco Beschwerdestelle

FSM Freiwillige Selbstkontrolle Multimedai-Diensteanbieter
FSM-Beschwerdestelle – Für ein sicheres und besseres Internet

JUGENDSCHUTZ.NET
Verstöße gegen Jugendschutzbestimmungen melden

NummergegenKummer
Darüber reden hilft. / Bei uns können sich Kinder, Jugendliche, Eltern und andere Bezugspersonen kostenlos und anonym beraten lassen.

Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit
Safer Internet Day 10.02.2026

WIKIPEDIA
Karin Prien

WIKIPEDIA
Alexander Schweitzer

BLM Bayerische Landeszentrale für neue Medien
Deborah Woldemichael

datensicherheit.de, 07.02.2026
Safer Internet Day 2026: Digitale Achtsamkeit und Skepsis angesichts der KI-Dominanz geboten / Das diesjährige Thema „Intelligente Technologie, sichere Entscheidungen – Erkundung der sicheren und verantwortungsvollen Nutzung von KI” unterstreicht die dringende Notwendigkeit neuer digitaler Kompetenzen bei Menschen jeden Alters

datensicherheit.de, 29.01.2026
Am Safer Internet Day 2026 DsiN-Talk zu Medienkompetenzen in der Schule / Deutschland sicher im Netz e.V. (DsiN) lädt zu einer Hybridveranstaltung am 10. Februar 2026 ein

datensicherheit.de, 22.06.2020
Digitale Transformation: Deutschlands Schüler bleiben zurück / Neue Studie stellt Zukunftsfähigkeit des deutschen Bildungssystems in Frage – Schüler weitgehend „digital inkompetent“ und Lehrpläne sowie Infrastruktur „mangelhaft“

datensicherheit.de, 30.07.2019
Data-Kids: Medienpädagogisches Angebot für Grundschulen überarbeitet / Bildungsangebot der Berliner Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit

datensicherheit.de, 01.07.2019
Digitalcourage: Datenschutz-Lexikon für Schüler als Neuauflage / „#Kids #digital #genial – Schütze dich und deine Daten“ stark nachgefragt

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Safer Internet Day 2026: Digitale Achtsamkeit und Skepsis angesichts der KI-Dominanz geboten https://www.datensicherheit.de/safer-internet-day-2026-digital-achtsamkeit-skepsis-ki-dominanz-gebot Fri, 06 Feb 2026 23:38:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=52346 Das diesjährige Thema „Intelligente Technologie, sichere Entscheidungen – Erkundung der sicheren und verantwortungsvollen Nutzung von KI” unterstreicht die dringende Notwendigkeit neuer digitaler Kompetenzen bei Menschen jeden Alters

[datensicherheit.de, 07.02.2026] Im Vorfeld des diesjährigen „Safer Internet Day“ am 10. Februar 2026 möchte KnowBe4 Menschen jeden Alters ermutigen, eine Haltung Digitaler Achtsamkeit einzunehmen, um online sicher zu bleiben. Das diesjährige Thema „Intelligente Technologie, sichere Entscheidungen – Erkundung der sicheren und verantwortungsvollen Nutzung von KI” unterstreiche die dringende Notwendigkeit neuer digitaler Kompetenzen in der Welt der Künstlichen Intelligenz (KI). Javvad Malik, „Lead CISO-Advisor“ bei KnowBe4 betont in seiner aktuellen Stellungnahme, dass die beste Verteidigung darin bestehe, inne zu halten und vor dem Handeln die Informationen erst einmal zu überprüfen.

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Foto: KnowBe4

Javvad Malik zu den KI-Schattenseiten: Die beste Verteidigung besteht darin, inne zu halten und die Informationen zu überprüfen, bevor man handelt!

Allen KI-Nutzern wird aktive, achtsame Rolle im Interesse ihrer Cybersicherheit empfohlen

KI sei mittlerweile fester Bestandteil im Leben von Kindern und Jugendlichen, deshalb sei die Fähigkeit, zwischen authentischen und KI-generierten Inhalten zu unterscheiden, nicht mehr nur eine technische Fertigkeit, sondern eine grundlegende Lebenskompetenz.

  • Alle KI-Nutzer sollten also dazu übergehen, über den passiven Konsum hinauszugehen und eine aktive, achtsame Rolle für ihre Online-Sicherheit zu übernehmen.

„Durch den explosionsartigen Einsatz von KI für Deepfake-Fotos, -Audiodateien und -Videos ist es wichtiger denn je, vorsichtig mit dem umzugehen, was wir glauben“, unterstreicht Malik und führt weiter aus: „Ob es sich nun um einen eifrigen KI-Chatbot oder einen äußerst überzeugenden Social-Media-Betrug handelt – die beste Verteidigung besteht darin, inne zu halten und die Informationen zu überprüfen, bevor man handelt!“

KnowBe4-Tipps zur Navigation in der KI-Welt

  1. KI wie einen „eifrigen Praktikanten“ behandeln!
    „KI ist selbstbewusst und hat vielleicht gute Absichten, liefert aber nicht immer die richtigen Informationen“, so Malik. KI-generierten Informationen sollte mit gesunder Skepsis begegnet werden. Bevor Nutzer auf Ergebnisse reagieren, sollten sie nach den Quellen fragen und alle Informationen überprüfen, welche Geld, Sicherheit oder Emotionen betreffen – mit Hilfe einer vertrauenswürdigen Person oder einer offiziellen Website.
  2. Vor dem Teilen überprüfen!
    Social-Media-Algorithmen priorisierten oft Interaktion gegenüber Genauigkeit. Nutzer sollten sich bewusst sein, dass gefälschte Konten mit unerhörten Behauptungen oder KI-generierten Bildern Klicks generieren sollten – bekannt als „Clickbait“. Bilder oder Überschriften müssten immer doppelt überprüft werden, bevor sie im Netzwerk geteilt werden.
  3. Schutz persönlicher Daten!
    KI-Tools ermöglichten es böswilligen Akteuren, öffentliche Daten zu analysieren, um hochgradig personalisierte, glaubwürdige Betrugsmaschen zu entwickeln. Sofern es keinen besonderen Grund gibt, öffentlich zu sein, sollten Anwender ihre Social-Media-Konten auf Freunde und Familie beschränken, um die für solche Angriffe verfügbaren Daten zu begrenzen.

Aufbau Digitale Resilienz im Kontext cyberkrimineller KI-Verwendung

  1. Üben in Digitaler Achtsamkeit!
    Diese Praxis beinhalte, eine Sache nach der anderen zu tun, und könne helfen, online sicherere Entscheidungen zu treffen. Viele Angriffe seien nicht aufgrund mangelnder Kenntnisse erfolgreich, „sondern weil ein Benutzer in diesem Moment abgelenkt oder überfordert war“. Digitale Achtsamkeit bedeute auch, auf die eigene Online-Sicherheit zu achten, beispielsweise indem die eigenen Datenschutzeinstellungen proaktiv überprüft, die Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) aktiviert und ein Passwort-Manager installiert werden.
  2. Beherrschung zweier „großer Dinge“!
    Die meisten Cyberangriffe basierten auf zwei „Dingen“: Menschen zu täuschen (Social Engineering) oder nicht gepatchte Software auszunutzen. Einzelpersonen sollten sich darauf konzentrieren, zu lernen, wie sie sich nicht täuschen lassen, denn dies sei der einfachste Weg, um sicher zu bleiben. „Stellen Sie dann sicher, dass Ihre Software und Firmware rechtzeitig gepatcht werden!“ 
  3. Verwendung einer phishing-resistente MFA!
    Herkömmliche Passwörter reichten nicht mehr aus. Verwenden Sie eine phishing-resistente MFA, um wertvolle Daten zu schützen. In Situationen, in denen ein Passwort erforderlich ist, verwenden Sie einen Passwort-Manager, um wirklich zufällige Passwörter zu erstellen und zu verwenden, die so lang und komplex wie möglich und für jede Website oder jeden Dienst einzigartig sind.
  4. Beachtung der „25-Zeichen-Regel“!
    „Wenn Sie sich ein Passwort ausdenken müssen, sollten Sie eine Passphrase mit mindestens 25 Zeichen erstellen (z.B. ,rogerjumpedoverthebluecowandfish‘).“ Diese Länge biete einen wichtigen Schutz vor modernen KI-gestützten Passwort-Cracking-Methoden und neuen Quantenbedrohungen.

Fazit zum „Safer Internet Day 2026“: Cybersicherheit angesichts des KI-Schadenspotenzials zu überdenken

Malik hebt abschließend zwei Aspekte die Bedeutung des bevorstehenden Jahrestages hervor:

  • „Der ,Safer Internet Day 2026‘ erinnert junge Menschen und Erwachsene gleichermaßen daran, die Online-Sicherheit angesichts der Auswirkungen der KI zu überdenken.“ 
  • Mittels Kombination technischer Abwehrmaßnahmen wie MFA mit Verhaltensänderungen wie Digitaler Achtsamkeit könnten Einzelpersonen sicherer und selbstbewusster durch die moderne Digitale Landschaft navigieren.

Weitere Informationen zum Thema:

knowbe4
About Us / KnowBe4 empowers employees at organizations worldwide to make smarter security decisions every day

knowbe4
Javvad Malik

Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit
Safer Internet Day 10.02.2026

datensicherheit.de, 07.02.2026
Safer Internet Day 2026: Gut 50.000 Jugendliche werden Umgang mit KI-Begleitern am 10. Februar 2026 diskutieren / Der diesjährige „Safer Internet Day“ stößt offenbar in ganz Deutschland auf große Resonanz: Mehr als 1.000 Schulen, Vereine, Bibliotheken, Unternehmen und Initiativen möchten sich mit eigenen Aktionen und Veranstaltungen engagieren

datensicherheit.de, 29.01.2026
Am Safer Internet Day 2026 DsiN-Talk zu Medienkompetenzen in der Schule / Deutschland sicher im Netz e.V. (DsiN) lädt zu einer Hybridveranstaltung am 10. Februar 2026 ein

datensicherheit.de, 22.06.2020
Digitale Transformation: Deutschlands Schüler bleiben zurück / Neue Studie stellt Zukunftsfähigkeit des deutschen Bildungssystems in Frage – Schüler weitgehend „digital inkompetent“ und Lehrpläne sowie Infrastruktur „mangelhaft“

datensicherheit.de, 30.07.2019
Data-Kids: Medienpädagogisches Angebot für Grundschulen überarbeitet / Bildungsangebot der Berliner Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit

datensicherheit.de, 01.07.2019
Digitalcourage: Datenschutz-Lexikon für Schüler als Neuauflage / „#Kids #digital #genial – Schütze dich und deine Daten“ stark nachgefragt

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Am Safer Internet Day 2026 DsiN-Talk zu Medienkompetenzen in der Schule https://www.datensicherheit.de/safer-internet-day-2026-dsin-talk-medienkompetenzen-schule Thu, 29 Jan 2026 00:17:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=52093 Deutschland sicher im Netz e.V. (DsiN) lädt zu einer Hybridveranstaltung am 10. Februar 2026 ein

[datensicherheit.de, 29.01.2026] Aus Anlass des „Safer Internet Day 2026“ lädt der Deutschland sicher im Netz e.V. (DsiN) zur Hybridveranstaltung „Medienkompetenzen in der Schule“ ein. In deren Rahmen sollen Experten aus Politik, Schule, Zivilgesellschaft und Wirtschaft erörtern, wie Medienkompetenz aktuell vermittelt wird und welche Fähigkeiten junge Menschen benötigen, um sich sicher und souverän im Digitalen Raum bewegen zu können.

dsin-talk-medienkompetenzen-in-der-schule-2026

Abbildung: DsiN

Hybridveranstaltung „Medienkompetenzen in der Schule“ am 10. Februar 2026

„DsiN-Talk“ per „zoom“ oder im Zalando-Headquarter mitverfolgen

„Passend zum diesjährigen Jugendwettbewerb ,myDigitalWorld’ richten wir den Blick insbesondere auf aktuelle Herausforderungen wie Online-Betrug und die Frage, welche Kompetenzen junge Menschen künftig benötigen, um sich sicher und selbstbestimmt im Digitalen Raum zu bewegen.“

„Medienkompetenzen in der Schule“
Dienstag, 10. Februar 2026, 10.00 bis 11.30 Uhr
Teilnahme online (per „zoom“) oder
vor Ort im Zalando-Headquarter in der Valeska-Gert-Straße 5, 10243 Berlin
Online-Anmeldung erforderlich.

„DsiN-Talk“ – Jugendschutz vs. selbstbestimmte Medienkompetenz

Im Mittelpunkt des „DsiN-Talk“ steht demnach die Erörterung folgender Fragen:

  • „Was sind aktuell die größten Herausforderungen für Medienkompetenz bei Jugendlichen?“
  • „Welche Verantwortung tragen Schule, Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft bei der Vermittlung von Medienkompetenz?“
  • „Wie gelingt Schutz im Netz, ohne die Selbstständigkeit junger Menschen einzuschränken?“
  • „Welche Kompetenzen brauchen Jugendliche für die digitale Zukunft?“

Panel (ohne Gewähr) u.a. mit:

  • Armand Zorn, MdB (SPD) (angefragt)
  • Lehrkraft einer Berliner Schule
  • Martin Drechsler, Geschäftsführer Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e.V. (FSM)
  • Christoph von Massow, „Director of Application Security“, Zalando

Moderation: Isabelle Rosière, DsiN-Geschäftsführerin

Weitere Informationen zum Thema und Anmeldung:

Deutschland sicher im Netz
Unsere Ziele

Deutschland sicher im Netz
DsiN-Talk „Medienkompetenzen in der Schule“ / Anmeldung zum DsiN-Talk am 10. Februar 2026

My digital world
Willkommen beim Jugendwettbewerb myDigitalWorld!

Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit
Safer Internet Day 10.02.2026

datensicherheit.de, 15.07.2025
Bitkom-Position zu Smartphones an Schulen: Leitlinien setzen statt pauschal Verbote auszusprechen / Bitkom hat eigenes Positionspapier veröffentlicht und fordert die Bundesländer nun auf, Leitlinien für Schulen zu entwickeln

datensicherheit.de, 22.06.2020
Digitale Transformation: Deutschlands Schüler bleiben zurück / Neue Studie stellt Zukunftsfähigkeit des deutschen Bildungssystems in Frage – Schüler weitgehend „digital inkompetent“ und Lehrpläne sowie Infrastruktur „mangelhaft“

datensicherheit.de, 30.07.2019
Data-Kids: Medienpädagogisches Angebot für Grundschulen überarbeitet / Bildungsangebot der Berliner Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit

datensicherheit.de, 01.07.2019
Digitalcourage: Datenschutz-Lexikon für Schüler als Neuauflage / „#Kids #digital #genial – Schütze dich und deine Daten“ stark nachgefragt

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Verbraucherzentrale NRW warnt: Betrügerische E-Mails immer schwerer zu durchschauen https://www.datensicherheit.de/verbraucherzentrale-nrw-warnung-betrug-e-mails-zunahme-schwere-erkennung https://www.datensicherheit.de/verbraucherzentrale-nrw-warnung-betrug-e-mails-zunahme-schwere-erkennung#respond Wed, 12 Feb 2025 23:20:35 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=46188 Sparkasse, Postbank, Telekom oder PayPal – oft werden Namen großer Unternehmen missbraucht, um in deren Namen Phishing-Mails zu versenden

[datensicherheit.de, 13.02.2025] Die Verbraucherzentrale NRW warnt anlässlich des „Safer Internet Day“ am 11. Februar 2025 vor einer „neuen Qualität von Phishing-Mails“: Sparkasse, Postbank, Telekom oder PayPal – es seien oft große Unternehmen, deren Namen Kriminelle für betrügerische E-Mails (Phishing-Mails) missbrauchten. Denn bei Firmen mit großem Kundenstamm sei die Wahrscheinlichkeit hoch, dass unter den wahllos ausgewählten Adressaten einige dabei sein würden, welche die Behauptung in der E-Mail glaubten und in die Falle tappten. „Die Methoden werden dabei zunehmend raffinierter”, so Ralf Scherfling, Finanzexperte bei der Verbraucherzentrale NRW. Er führt aus: „Früher ließen sich Phishing-Mails an schlechter Rechtschreibung, falscher Absender-Adresse, seltsam verlinkten Internet-Adressen und einem fehlenden Namen in der Anrede erkennen. Inzwischen braucht man viel mehr technisches Verständnis, um Phishings-Mails zu durchschauen.” Er erläutert in seiner Stellungnahme, wie Verbraucher eine verdächtige E-Mail auf Echtheit prüfen können:

Aussagen aus E-Mails sollten immer überprüft werden!

Wann immer Verbraucher eine E-Mail von einem Unternehmen erhalten, bei dem sie ein Kundenkonto haben, sollte man misstrauisch sein und die Informationen aus der E-Mail verifizieren. Verbraucher könnten hierzu direkt auf die originale Website des Anbieters gehen und sich in ihr Kundenkonto einloggen. „Wichtig: Die Unternehmensseite darf nicht über einen Link in der verdächtigen Mail aufgerufen werden!“

Alternativ könnten sich Betroffene auch über die echte App des Anbieters in ihr Kundenkonto einloggen. „Dort können sie prüfen, ob sie tatsächlich diese Nachricht erhalten haben und ob wirklich Handlungsbedarf besteht.“ Den Aussagen und Aufforderungen aus einer E-Mail sollten Verbraucher nie trauen.

Keine Links in E-Mails öffnen oder Daten eingeben!

„Hinter Phishing-Mails steht immer der Versuch, persönliche Daten abzugreifen, mit denen Kriminelle dann weiteren Schaden bei den Betroffenen anrichten könnten, zum Beispiel das Girokonto zu leeren.“ Bereits das Öffnen eines Links könne gefährlich werden, „wenn Kriminelle im Quellcode der Seite ein Schadprogramm verstecken und die Betroffenen sich dadurch einen Virus oder Trojaner einfangen“.

Scherfling unterstreicht: „Wurden persönliche Daten eingegeben, besteht akuter Handlungsbedarf! Handelte es sich beispielsweise um sensible Kontodaten, sollte umgehend das Kreditinstitut oder der Zahlungsdienstleister kontaktiert werden und ferner Strafanzeige gestellt werden.“

Auch das Empfängerfeld der E-Mail kann verdächtig sein!

Verbraucher sollten prüfen, ob sie tatsächlich als Empfänger der E-Mail adressiert sind. Unternehmen sprächen ihre Kunden in E-Mails grundsätzlich mit ihrem Namen an und niemals mit „Sehr geehrter Kunde“ oder „Sehr geehrter Nutzer“… Manchmal hätten Kriminelle den Namen ihrer Opfer aber schon herausgefunden und schrieben diese mit persönlicher Ansprache an.

„Eine weitere Betrugsmasche, die seit Kurzem im Zusammenhang mit PayPal von Kriminellen eingesetzt wird, ist das Anlegen von Verteilerlisten.“ Die Kriminellen richteten bei einem entsprechenden Anbieter eine E-Mail-Adresse als Verteilerliste ein. „In diese Liste tragen sie die Mail-Adressen ihrer Opfer ein.“ Bei PayPal nutzten sie die Funktion „Geld anfordern“ und gäben die Adresse ihrer Verteilerliste ein. Dorthin werde dann eine echte PayPal-Mail geschickt und automatisch an alle anderen unsichtbaren Mail-Adressen des Verteilers gestreut. „So erhalten die Betroffenen Mails, die gar nicht an sie adressiert sind.“

So erkennt man den echten Absender der E-Mail!

Viele Phishing-Mails seien sehr gut gemacht. Die E-Mail-Adresse des Absenders scheine vertrauenswürdig. „Wer tatsächlich hinter der E-Mail steckt, lässt sich über den Mail-Header, auch Quelltext genannt, sicher feststellen. Der Header enthält Informationen zum Empfänger, Absender sowie der IP-Adresse des Absenders, die sonst nicht sichtbar wären.“

Cyber-Kriminelle könnten zwar grundsätzlich auch Fälschungen in den Header einbauen, beispielsweise falsche Zeilen. Aber bestimmte Bereiche des Headers seien vertrauenswürdig und könnten einen Betrugsversuch aufdecken. Scherflings abschließender Hinweis: „Wie der E-Mail-Header ausgelesen werden kann, hängt vom genutzten Mail-Programm ab. Eine Hilfe für das Auslesen des Headers findet sich auf der Internetseite der Verbraucherzentrale NRW.“

Weitere Informationen zum Thema:

verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, 10.02.2025
Phishing über E-Mail-Verteiler: Gefahr für Ihr PayPal-Konto? / Rechtschreibfehler, unpassender Absender, seltsame Links, keine namentliche Anrede – das sind bislang die „Klassiker“ zum Erkennen betrügerischer Nachrichten. Inzwischen reicht das nicht mehr…

verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, 07.02.2025
Phishing-Radar: Aktuelle Warnungen / Hier zeigen wir kontinuierlich aktuelle Betrugsversuche, die uns über unser Phishing-Radar erreichen

verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, 04.02.2025
Phishing-Mails: Woran Sie sie erkennen und worauf Sie achten müssen / Es vergeht kein Tag, an dem Online-Kriminelle keine E-Mails mit gefährlichen Links oder Anhängen verschicken…

datensicherheit.de, 28.01.2025
Cyber-Kriminelle in der Schweiz werfen Köder aus: Versand gefälschter E-Mails des Finanzamts / Proofpoint hat alarmierende Zunahme von Cyber-Kampagnen und bösartigen Domains festgestellt

datensicherheit.de, 03.01.2025
E-Rechnungspflicht erfordert Stärkung der E-Mail-Sicherheit / Die E-Rechnung als ein Meilenstein der Digitalisierung des Mittelstands

datensicherheit.de, 04.10.2024
Microsoft-E-Mails: Tausende verschiedener Fälschungen im Umlauf / Mit fortschrittlichen Techniken gefälschte E-Mails machen es nahezu unmöglich, sie von echten zu unterscheiden

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https://www.datensicherheit.de/verbraucherzentrale-nrw-warnung-betrug-e-mails-zunahme-schwere-erkennung/feed 0
Safer Internet Day 2025: Mythen zur E-Mail-Sicherheit auf dem Prüfstand https://www.datensicherheit.de/safer-internet-day-2025-mythen-e-mail-sicherheit-pruefstand https://www.datensicherheit.de/safer-internet-day-2025-mythen-e-mail-sicherheit-pruefstand#comments Wed, 12 Feb 2025 23:09:20 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=46184 Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und Deutschland sicher im Netz klären gemeinsam Verbraucher über Sicherheitsaspekte der E-Mails-Nutzung auf

[datensicherheit.de, 13.02.2025] Laut einer Meldung des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) im Umfeld des Aktionstags „Safer Internet Day“, der diesmal am 11. Februar 2025 begangen wird, ist ein digitaler Alltag ohne E-Mails für die meisten Verbraucher kaum vorstellbar. Diese Abhängigkeit könne jedoch auch Gefahren bergen – nicht nur weil das E-Mail-Postfach ein beliebtes Ziel von z.B. Phishing-Angriffen sei. Das BSI und der Deutschland sicher im Netz e.V (DsiN) möchten demnach aus diesem Grund gemeinsam darüber aufklären, wie Verbraucher E-Mails sicher nutzen können. „Zum ,Safer Internet Day’ (SID) nehmen sie Mythen rund um die Sicherheit von E-Mail-Kommunikation unter die Lupe. Der ,Safer Internet Day’ ist ein Aktionstag rund um den sicheren Umgang mit digitalen Medien.“

Passen Absendername und E-Mail-Adresse nicht zusammen, ist Vorsicht geboten!

„Bereits der Absender einer E-Mail ist vergleichsweise leicht manipulierbar!“, warnt Caroline Krohn, Fachbereichsleiterin „Digitaler Verbraucherschutz im BSI“, in ihrer Stellungnahme. Daher empfehle es sich, immer auch die vollständige E-Mail-Adresse des Absenders anzeigen zu lassen. Sie erläutert: „Passen der angezeigte Absendername und die E-Mail-Adresse nicht zusammen, ist Vorsicht geboten!“ Generell gelte: Links und Anhänge sollten nur mit Vorsicht geöffnet werden, denn auch das Gerät eines eigentlich vertrauenswürdigen Absenders könne mit einem Schadprogramm infiziert sein.

BSI und DsiN empfehlen außerdem, „den Zugriff zum eigenen E-Mail-Postfach mit einer Kombination aus starkem Passwort und Zwei-Faktor-Authentisierung zu schützen“. Gelangten Unbefugte zum Beispiel durch einen Phishing-Angriff an das Passwort, reiche dies dann nicht mehr aus, um das jeweilige Benutzerkonto zu übernehmen. Eine sichere Alternative zu Passwörtern böten außerdem sogenannte Passkeys: Da Nutzer sich dank des dann passwortlosen Verfahrens eben kein Passwort mehr merken müssten, könne dies auch nicht mehr in falsche Hände geraten.

Misstrauen geboten, wenn per E-Mail oder Telefon Weitergabe von Zugangsdaten gefordert wird!

Die DsiN-Geschäftsführerin, Isabelle Rosière, gibt zudem zu bedenken: „Phishing-Maschen werden immer geschickter: Mitunter gelingt es dabei auch, die Zwei-Faktor-Authentisierung zu umgehen. Cyber-Kriminelle erstellen etwa täuschend echt aussehende Webseiten, die bekannte Seiten imitieren.“ Wenn dann Nutzer ihr Passwort und den Einmalcode aus ihrer Authentifizierungs-App eingeben, könnten die Angreifer die Daten in Echtzeit mit lesen und auf das Benutzerkonto zugreifen. „Misstrauen ist etwa dann angebracht, wenn eine Institution per E-Mail oder am Telefon um die Weitergabe von Zugangsdaten bittet“, betont Rosière.

Von Phishing-Mails bis E-Mail-Verschlüsselung untersucht das BSI auf seiner Website bekannte Mythen rund um die Sicherheit von E-Mail-Kommunikation genauer und gibt Verbrauchern niedrigschwellige Handlungsempfehlungen zur Prävention. Auf der Website „sicher-im-netz.de“ bietet DsiN außerdem weitere Hinweise rund um E-Mail-Sicherheit von DsiN.

Weitere Informationen zum Thema:

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
E-Mail-Sicherheit: Mythen im Faktencheck

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
Zwei-Faktor-Authentisierung / Mehr Sicherheit für Online-Konten und vernetzte Geräte

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
Spam, Phishing & Co / So erkennen Sie gefälschte und schadhafte E-Mails

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
Schafft die Passwörter ab?! / Anmelden ohne Passwort mit Passkey

DsiN Deutschland sicher im Netz, DsiN für Verbraucher
E-Mail und Messenger sicher nutzen / Menschen tauschen sich im Netz hauptsächlich per E-Mail und Messenger aus. Um dabei sicher zu sein, sind einige Dinge zu beachten.

DsiN Deutschland sicher im Netz, DsiN für Verbraucher
Phishing im Netz erkennen und vorbeugen / Soziale Manipulation und Phishing sind ein alltägliches Sicherheitsproblem. Das beste Mittel gegen unerwünschte Nachrichten bleibt Wachsamkeit.

datensicherheit.de, 13.05.2024
Passkeys statt Passwörter – Passwörter nicht mehr zweckmäßig / Einfache Passwörter zu leicht zu knacken und umfangreiche für den Anwender zu kompliziert

datensicherheit.de, 15.12.2023
Passwort-Handhabung als Herausforderung: Wenn möglich zusätzlich Zwei-Faktor-Authentifizierung einrichten! / Passwort-Vielzahl im Alltag und Berufsleben erfordert methodisches Vorgehen

datensicherheit.de, 04.05.2023
World Password(less) Day: Plädoyer für eine passwortlose und phishing-resistente Zukunft / Auch sehr komplexes Passwort gemäß BSI-Empfehlung bietet keinen ausreichenden Schutz mehr

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https://www.datensicherheit.de/safer-internet-day-2025-mythen-e-mail-sicherheit-pruefstand/feed 1
Allgemeine Geschäftsbedingungen: AGB häufig als lästig empfunden und weggeklickt https://www.datensicherheit.de/allgemeine-geschaeftsbedingungen-agb-haeufig-als-laestig-empfunden-und-weggeklickt https://www.datensicherheit.de/allgemeine-geschaeftsbedingungen-agb-haeufig-als-laestig-empfunden-und-weggeklickt#respond Tue, 06 Feb 2024 21:29:26 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=44081 Zwei Drittel der Befragten lesen AGB gelegentlich oder selten – 25 Prozent jedoch nie

[datensicherheit.de, 06.02.2024] Nach aktuellen Erkenntnissen des Bitkom e.V. werden die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) bei geschäftlichen Transaktionen als eher lästig empfunden: Demnach lesen zwei Drittel der Befragten die AGB „gelegentlich oder selten“ – indes 25 Prozent „nie“. Die große Mehrheit halte sie für „zu kompliziert“ und „zu ausführlich“. Die zugrundeliegende Befragung hat laut Bitkom im Zeitraum von Kalenderwoche 1 bis 2 2024 stattgefunden und sei repräsentativ. Die Fragestellungen habe gelautet: „Lesen Sie die AGB, bevor Sie online einen Kauf tätigen oder anderweitig einen Vertrag abschließen?“ – „In welchem Ausmaß lesen Sie die AGB in der Regel?“ – „Inwiefern treffen die folgenden Aussagen zu AGBs bei Online-Geschäften auf Sie bzw. Ihrer Meinung nach zu?“ – „Lesen Sie die AGB offline, also z.B. im Kleidungsgeschäft oder in Supermärkten, bevor Sie einen Kauf tätigen?“

Ohne die AGB mit einem Klick zu bestätigen, geht heute nichts mehr

„Wer online einen Vertrag abschließt oder ein Kundenkonto im Online-Shop eröffnen will, kennt das: Ohne die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) mit einem Klick zu bestätigen, geht nichts.“ Allerdings gebe ein Viertel (25%) der Internetnutzer an, die AGB bei Online-Angeboten nie zu lesen.

Die große Mehrheit (63 Prozent) lese sie nur gelegentlich oder selten und gerade einmal elf Prozent gäben an, das immer zu tun. Dies seien Ergebnisse einer Befragung von 1.013 Internetnutzern ab 16 Jahren im Vorfeld des „Safer Internet Day“ am 6. Februar 2024.

Politik, Wirtschaft und Wissenschaft sollten gemeinsam AGB-Optimierung beraten

Selbst von jenen 74 Prozent, die zumindest ab und an die AGB lesen, schaue sich rund die Hälfte (48%) in der Regel nur einzelne Abschnitte an. 41 Prozent aus dieser Gruppe sagten, sie würden die AGB zum größten Teil lesen, elf Prozent sogar vollständig. „Politik, Wirtschaft und Wissenschaft sollten gemeinsam stärker darüber nachdenken, wie die wichtigen Informationen so vermittelt werden können, dass sie wirklich bei den Menschen ankommen“, kommentiert der Bitkom-Präsident, Dr. Ralf Wintergerst.

Dr. Wintergerst betont: „Die Art und Weise, wie AGB heute präsentiert werden, schneidet bei den Menschen insgesamt schlecht ab.“ Acht von zehn Internetnutzern beklagten, dass die AGB „viel zu kompliziert geschrieben“ (80%) oder „zu unübersichtlich“ (78%) seien. Drei Viertel (74%) hielten AGB für „viel zu ausführlich“. 85 Prozent vertrauten darauf, dass die AGB in Deutschland einem gewissen Standard bei Sicherheit und Verbraucherschutz entsprächen.

„AGB werden im Internet sehr viel stärker wahrgenommen als in der Offline-Welt, also zum Beispiel in Geschäften vor Ort, berichtet Dr. Wintergerst abschließend: „Dort lesen drei Viertel (75%) ,nie’ die AGB, ein Fünftel (20%) ,gelegentlich oder selten’ und nur zwei Prozent tun dies nach eigenem Bekunden ,immer’.“

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https://www.datensicherheit.de/allgemeine-geschaeftsbedingungen-agb-haeufig-als-laestig-empfunden-und-weggeklickt/feed 0
Safer Internet Day als Mahnung an Unternehmen und Anwender https://www.datensicherheit.de/safer-internet-day-mahnung-unternehmen-anwender https://www.datensicherheit.de/safer-internet-day-mahnung-unternehmen-anwender#respond Sun, 04 Feb 2024 19:36:20 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=44070 Verhaltensänderung erforderlich – das Internet selbst sicher zu machen bleibt eine Utopie

[datensicherheit.de, 04.02.2024] „Alles gut, weil bis jetzt ist nichts passiert“ sei die schlechteste Cyber-Sicherheitsstrategie betont Sophos-Sicherheitsexperte Michael Veit in seiner aktuellen Stellungnahme zum diesjährigen „Safer Internet Day“ am 6. Februar 2024 – dieser soll Unternehmen und private Anwender daran erinnern, dass und wie es besser geht. Dieser Tag sei eine gute Gelegenheit, die Sophos-Tipps dem eigenen Verhalten gegenüberzustellen und gegebenenfalls das Eine oder Andere für die Zukunft zu beherzigen.

Jeder kann sein eigenes Verhalten im Umgang mit dem Internet so gestalten, dass die Nutzung möglichst sicher ist!

Veit stellt klar: „Das Internet sicher zu machen, ist eine Utopie, aber jeder kann sein eigenes Verhalten im Umgang mit dem Internet so gestalten, dass die Nutzung möglichst sicher ist.“ Deshalb sei der „Safer Internet Day“ jeweils eine gute Gelegenheit, das eigene Tun und Handeln sowie das des Unternehmens auf den Prüfstand zu stellen.

„Ein wichtiger Aspekt für die sichere Internetnutzung ist gleichzeitig einer, den niemand so richtig gerne mag: Passwörter. Und dennoch ist das Passwort für jeden User und für alle Unternehmen eine der besten Schutzmöglichkeiten.“

Indem mit guten Passwörtern und mit einer Zwei-Faktor-Authentifizierung (ZFA) oder noch fortschrittlicheren Technologien der unautorisierte Zugang zu Computern, Netzwerken und Applikationen verhindert wird, seien Cyber-Kriminelle nicht in der Lage einzudringen, ihre Privilegien auszuweiten und schlussendlich Ransomware zu aktivieren oder wertvolle Daten zu stehlen.

Jeder Internet-Nutzer sollte Passwörter trotz aller Lästigkeit als enorm wichtig ansehen!

„Obwohl kaum jemand das Anlegen, Verwalten und den Umgang mit Passwörtern mag, weiß jedes Unternehmen und jeder Internet-Nutzende, dass sie trotz aller Lästigkeit enorm wichtig sind“, führt Veit weiter aus und berichtet: „Allerdings sehen wir, wie selbst große Konzerne aufgrund einer schlechten Passwortverwaltung oder einem laxen Umgang kompromittiert werden.“ Die Verwendung guter Passwörter für jede Website gehöre in Verbindung mit weiteren zusätzlichen Authentifizierungsmethoden nach wie vor zu den besten Maßnahmen, um kritische Zugänge und das Unternehmen zu schützen.

Aussagen wie „es wird schon alles gut gehen“ oder „das sind ja keine wichtigen Accounts“ oder „ich habe gerade keine Zeit, mich um Passwortsicherheit zu kümmern“ seien nicht selten Ursachen für fatale Folgen im Unternehmen.

Sophos hat nach eigenen Angaben mit seinem „X-Ops‘ Active Adversary Report“ herausgefunden, dass im Jahr 2023 erstmals kompromittierte Zugangsdaten mit 56 Prozent die Hauptursache für Angriffe waren, die Datendiebstahl und/oder Ransomware-Attacken zur Folge hatten. Dies sei ein Anstieg von 26 Prozent zwischen 2022 und 2023.

Einfache aber wirkungsvolle Safer-Internet-Tipps für Anwender:

Neben einer guten Passwortpraxis sei es wichtig, „nein“ zu sagen und die Angabe von Informationen zu verweigern. „Nur weil eine Web-Applikation beispielsweise den Geburtstag oder andere augenscheinlich unwichtige Informationen wissen möchte, heißt das noch lange nicht, dass diese Applikation die Informationen auch tatsächlich braucht oder gar ein Recht darauf hat“, so Veit. Was im Internet nicht preisgegeben wird, könne weder weitergegeben noch missbraucht werden.

Daher: „Keine Angaben von noch so harmlosen Informationen und kein Anklicken von Links, die man nicht kennt oder benötigt.“

Zudem gelte es, keine fremden und potenziell gefährlichen Apps zu nutzen und die benötigten Apps immer auf dem neuesten Stand zu halten. Zudem wäre grundsätzlich die Standardeinstellung von Vorteil, dass alles was, man nicht kennt, „potenziell als verdächtig oder bösartig behandelt wird, bis das Gegenteil bewiesen ist“.

Safer-Internet-Tipps für Unternehmen:

Firmen, die eine Website betreiben und vielleicht sogar Zahlungsdienste oder Customer-Management-Lösungen eingebunden haben, sollten diese auf Sicherheit überprüfen. Wenn die dafür benötigten Ressourcen oder Fachkenntnisse nicht ausreichen, böten sich externe Experten an, welche unabhängig prüften, was gut eingerichtet und gesichert ist und welche Sicherheitsprobleme dringend behoben werden müssten. „Denn eines ist sicher: Cyber-Kriminelle testen teils hoch automatisiert die Sicherheit jedes Servers und jeder Webseite auf Schwachstellen.“

Veit warnt: „Viele Menschen, die früher bei der Arbeit das Internet nutzten, um nur Nachrichten zu lesen oder E-Mails abzurufen, verwenden es jetzt täglich auf vielfältige Weise – auch um mit Kollegen zusammenzuarbeiten, die sie vielleicht weniger gut oder gar nicht kennen.“ Doch diese heute weitgehend übliche Arbeitsweise öffne Cyber-Kriminellen „Tür und Tor“ für Betrugsmaschen und „Social Engineering“. Darum sollten Unternehmen ihre Mitarbeiter regelmäßig zu den aktuellen Gefahren und vor allem zum sicheren Verhalten im Internet schulen. Es sei wichtig, „dass sie eigenständig Betrugsversuche erkennen, diesen nicht folgen und an die entsprechenden internen Stellen melden“.

Klassische IT-Security sei gut, reiche aber nicht aus: „Cyber-Kriminelle verfügen über Mittel und Tools, Schwachstellen auszunutzen, die sie beispielsweise in unbekannten Netzwerk- und IoT-Geräten oder in der IT-Lieferkette entdecken.“ Eine hohe Sicherheit sei dann möglich, wenn sämtliche IT-Security-Lösungen in einem intelligenten und KI-gestützten „Ökosystem“ eingebunden und kontinuierlich mit menschlicher Expertise kombiniert würden. „Security-Services, welche mit ,Threat Hunting’ die schnelle Reaktion auf Verdachtsfälle oder Angriffe garantieren, helfen den Schaden durch Cyber-Kriminelle rechtzeitig abzuwehren.“

Netzwerke umspannen weite Bereiche des Internets – erweiterte Datensicherheits-Strategie erforderlich!

Nahezu kein Unternehmen könne sich heute noch auf die Sicherheit innerhalb traditioneller IT-Perimeter verlassen. „Das eine Unternehmensnetzwerk gibt es nicht mehr.“ Viel mehr überspanne das Netzwerk weite Bereiche des Internets, darunter die „Cloud“ und die gesamte IT-Lieferkette oder „SaaS“-Dienste.

Dem sollten Unternehmen mit einer erweiterten Strategie Rechnung tragen und nach Lösungen suchen, „die weit mehr als nur die eigenen Server und Arbeitsplätze mit Firewalls und Endpoint-Schutz absichern“.

Zero-Trust-Methoden und „Network Detection and Response“ (NDR) in Verbindung mit hochgradig spezialisierten externen Security-Services, würden diesen neuen Anforderungen gerecht werden.

Weitere Informationen zum Thema:

SOPHOS NEWS, John Shier, 23.08.2023
Time keeps on slippin’ slippin’ slippin’: The 2023 Active Adversary Report for Tech Leaders /A deep dive into incident-response cases from the first half of this year finds both attackers and defenders picking up the pace

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