Stephan Heimel – datensicherheit.de Informationen zu Datensicherheit und Datenschutz https://www.datensicherheit.de Datensicherheit und Datenschutz im Überblick Wed, 11 Sep 2024 19:08:56 +0000 de hourly 1 NIS-2 wirft Schatten voraus: Stephan Heimel rät zur E-Mail-Verschlüsselung https://www.datensicherheit.de/nis-2-wirft-schatten-voraus-stephan-heimel-rat-e-mail-verschluesselung https://www.datensicherheit.de/nis-2-wirft-schatten-voraus-stephan-heimel-rat-e-mail-verschluesselung#respond Wed, 11 Sep 2024 19:08:56 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=45299 NIS-2-Richtlinie von EU-Mitgliedsstaaten bis 17. Oktober 2024 in nationales Recht umzusetzen

[datensicherheit.de, 11.09.2024] In einer zunehmend digitalisierten und vernetzten Welt ist der Schutz sensibler Informationen offensichtlich von höchster Bedeutung. In diesem Zusammenhang sollte an die NIS-2-Richtlinie (EU-Richtlinie zur Netzwerk- und Informationssicherheit) erinnert werden, welche am 27. Dezember 2022 im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht wurde und nun von den EU-Mitgliedsstaaten bis zum 17. Oktober 2024 in nationales Recht umgesetzt werden muss. Stephan Heimel, Prokurist und „Sales Director“ SEPPmail Deutschland GmbH, geht in seiner aktuellen Stellungnahme auf den Aspekt der E-Mail-Verschlüsselung im NIS-2-Kontext ein:

NIS-2-Einführung soll Maßnahmen gegen Cyber-Bedrohungen verstärken

Heimel führt aus: „Durch ihre Einführung sollen Maßnahmen gegen Cyber-Bedrohungen verstärkt und ein einheitlicher europäischer Rechtsrahmen für den EU-weiten Aufbau nationaler Kapazitäten für die IT-Sicherheit sowie Mindestsicherheitsanforderungen an und Meldepflichten für bestimmte Dienste geschaffen werden.“

Ziel sei es, einheitliche Maßnahmen festzulegen, mit denen ein hohes Sicherheitsniveau von Netz- und Informationssystemen in der EU erreicht werden solle (Art.1 NIS-2). Heimel kommentiert: „Im Vergleich zur alten NIS-1-Richtlinie würden höhere Sicherheitsstandards gefordert, der Adressatenkreis wurde erweitert und die Strafen für eine Nichteinhaltung signifikant auf das Niveau der EU-DSGVO erhöht (bis zur Haftung der Geschäftsführung mit ihrem Privatvermögen).“

NIS-2: Chef-Sache oder Chef-Haftung

Er warnt: „Auch wenn sich Unternehmen auf den ersten Blick nicht zum Adressatenkreis dazugehörig fühlen, sollten sie sich dennoch nicht in Sicherheit wiegen. Art. 21 II d NIS-2 regelt, dass auch alle Risikomaßnahmen im Bereich der Cyber-Sicherheit die ,Sicherheit der Lieferkette …‘ umfassen müssen.“

Lieferanten, egal wie groß, werden demnach als mögliche Schwachstellen angesehen und tun gut daran, sich an die Sicherheitsstandards zu halten. „Unternehmen werden zunehmend eine Risikobewertung bei der Auswahl ihrer Dienstleister vornehmen und das Risikomanagement vertraglich regeln.“ Eine der Kernmaßnahmen, um diesen Anforderungen gerecht zu werden, sei die Verschlüsselung von E-Mails.

NIS-2-Richtlinie betont Notwendigkeit von IT-Sicherheitsmaßnahmen, um Integrität und Vertraulichkeit zu wahren

E-Mails seien nach wie vor eines der am häufigsten genutzte Kommunikationsmittel im geschäftlichen Umfeld und somit Angriffsvektor Nr. 1. Sie enthielten oft vertrauliche Informationen wie Geschäftsstrategien, personenbezogene Daten oder finanzielle Details. „Unverschlüsselte E-Mails sind anfällig für Angriffe, da sie während der Übertragung abgefangen und von Unbefugten gelesen werden können.“ Hier komme nun die Verschlüsselung ins Spiel.

„Durch die Verschlüsselung von E-Mails wird der Inhalt in einen unleserlichen Code umgewandelt, der nur von autorisierten Empfängern entschlüsselt werden kann. Dies stellt sicher, dass selbst im Falle eines Angriffs oder Datenlecks keine sensiblen Informationen preisgegeben werden.“ Die NIS-2-Richtlinie betone die Notwendigkeit solcher Sicherheitsmaßnahmen, um die Integrität und Vertraulichkeit der digitalen Kommunikation zu gewährleisten.

NIS-2 ante portas: Unabhängig von der Umsetzung in deutsches Recht sollten Unternehmen umgehend handeln

Auch wenn davon auszugehen sei, dass die Umsetzung der Richtlinie in deutsches Recht bis zum 17. Oktober 2024 nicht erfolgen werde, sollten Unternehmen, welche den Anforderungen der NIS-2-Richtlinie gerecht werden wollen, dringend die Implementierung von E-Mail-Verschlüsselung in ihre Sicherheitsstrategien integrieren.

„Dies schützt nicht nur sensible Daten, sondern stärkt auch das Vertrauen von Kunden und Partnern in die Sicherheit ihrer Kommunikation“, unterstreicht Heimel abschließend – angesichts der steigenden Bedrohungen im sogenannten Cyberspace sei die Verschlüsselung von E-Mails ein unverzichtbares Element moderner IT-Sicherheit.

Weitere Informationen zum Thema:

datensicherheit.de, 23.08.2024
Der Countdown läuft: ESET-Whitepaper zur NIS-2-Richtlinie / Unterstützung für CISOs, um das Problembewusstsein und die NIS-2-Umsetzung bei Führungskräften zu fördern

datensicherheit.de, 22.08.2024
NIS-2-Richtlinie: Drängende Herausforderung für mehr Cyber-Sicherheit in der EU / Die NIS-2-Richtlinie der EU zielt darauf ab, die Cyber-Resilienz Kritischer Infrastrukturen zu stärken

datensicherheit.de, 25.07.2024
NIS-2-Umsetzungsfrist bis 18. Oktober 2024: eco warnt vor unzureichender Vorbereitung deutscher Unternehmen / Der Verband der Internetwirtschaft fordert Verlängerung der NIS-2-Umsetzungsfristen

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E-Mails: Sicherheit funktioniert nur flächendeckend https://www.datensicherheit.de/e-mail-sicherheit-funktion-flaechendeckung https://www.datensicherheit.de/e-mail-sicherheit-funktion-flaechendeckung#respond Thu, 09 Jun 2022 14:14:03 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=41884 E-Mail noch immer Business-Kommunikationsmedium Nummer 1

[datensicherheit.de, 09.06.2022] An den Tatsachen, dass die E-Mail das Business-Kommunikationsmedium Nummer 1 sei und dass die meisten Hacker-Angriffe nach wie vor über die E-Mail-Kommunikation erfolgten, habe sich nichts geändert. Um etwa Phishing- oder Ransomware-Angriffe zu verhindern, existierten inzwischen professionelle Signatur- und E-Mail-Verschlüsselungstechnologien auf dem Markt. Doch viele Unternehmen verfolgten den Ansatz, „dass diese Technologien nur für eine Auswahl von Mitarbeitern angeschafft werden und nicht flächendeckend für alle, die per E-Mail kommunizieren – ein fataler Fehler“, kommentiert Stephan Heimel, Prokurist und „Sales Director“ der SEPPmail – Deutschland GmbH.

Intensive Nutzung von E-Mails in Unternehmen auch Hackern bewusst

Heimel: „Wie viele E-Mails versenden Sie täglich während Ihrer Arbeitszeit? Höchstwahrscheinlich sehr viele; schließlich ist die E-Mail nach wie vor das meist genutzte Kommunikationsmittel in Unternehmen – und das zu Recht: So ist es äußerst praktisch, dem Kollegen, Kunden oder Partner ,mal eben‘ eine Mail zu schicken. Dies geht häufig nicht nur schneller als anzurufen, sondern der Empfänger bekommt die Nachricht auch sofort ,schwarz auf weiß‘, was zu einem besseren Verständnis führen kann.“

Doch die intensive Nutzung von E-Mails in Unternehmen sei auch Hackern bewusst. Mit perfiden Tricks schafften sie es immer wieder, sich in E-Mail-Systeme einzuschleusen, sensible Daten abzugreifen, Schad-Software zu verbreiten oder Dateien zu verschlüsseln.

Professionelle E-Mail-Sicherheitslösungen noch nicht ausreichend implementiert

Einige Unternehmen hätten bereits reagiert und professionelle E-Mail-Sicherheitslösungen implementiert. Sie setzten E-Mail-Verschlüsselungstechnologien ein, „um zu gewährleisten, dass die elektronischen Nachrichten auf ihrem gesamten Versandweg vom Absender bis zum Empfänger von keinem Unbefugten mitgelesen oder abgefangen werden“. Darüber hinaus schafften Unternehmen mit Signaturen Integrität und Authentizität des Absenders, wodurch sich der Empfänger sicher sein könne, dass die E-Mail wirklich vom angegebenen Absender und nicht von einem potenziellen Betrüger stammt.

Heimel führt weiter aus: „Was ist nun der Haken an der Sache? Einige Firmen gehen davon aus, dass es ausreicht, wenn nur ein paar Mitarbeiter diverse Sicherheitstechnologien einsetzen. Dies ist aber keineswegs der Fall. Denn wie wollen Sie den Schutz vor CEO-Fraud, Ausspähung und dem Abgreifen vertraulicher Informationen gewährleisten oder der Manipulation von Inhalten entgegenwirken, wenn eine Vielzahl Ihrer Mitarbeiter unverschlüsselt kommuniziert?“

Home-Office: Erhöhte Aufmerksamkeit auf E-Mail-Sicherheit erforderlich

„Der Trend, dass Mitarbeiter vermehrt im Home-Office arbeiten, erfordert eine höhere Aufmerksamkeit im Bereich der sicheren E-Mail-Kommunikation.“ Das Arbeiten außerhalb des Büros führe dazu, dass Mitarbeiter noch mehr E-Mails versendeten, „während sie sich nicht in der geschützten Umgebung der Firma befinden und sich dadurch noch angreifbarer machen“.

Dieser Aspekt spreche ebenfalls dafür, dass jeder Mitarbeiter professionelle Signatur- und E-Mail-Verschlüsselungstechnologien benötige. Denn das Haftungsrisiko bleibe immer beim Verantwortlichen, also dem Unternehmen oder eben auch der Geschäftsleitung persönlich. Heimels Fszit: „Das Risiko negativer Folgen durch die unverschlüsselte Kommunikation ist wesentlich höher als die Investition in eine flächendeckende sichere E-Mail-Kommunikationslösung.“

Weitere Informationen zum Thema:

datensicherheit.de, 20.07.2021
E-Mail-Verschlüsselung: Übersicht bei den Standards / Benötigt werden ein „Fachübersetzer“ und IT-Verantwortliche einen guten Durchblick

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