Täuschung – datensicherheit.de Informationen zu Datensicherheit und Datenschutz https://www.datensicherheit.de Datensicherheit und Datenschutz im Überblick Mon, 30 Mar 2026 09:18:10 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.7 https://www.datensicherheit.de/wp-content/uploads/cropped-datensicherheit-favicon-300x300-1-32x32.jpg Täuschung – datensicherheit.de Informationen zu Datensicherheit und Datenschutz https://www.datensicherheit.de 32 32 Theoretische Führerscheinprüfung: Betrug gefährdet Verkehrssicherheit https://www.datensicherheit.de/theorie-fuehrerscheinpruefung-betrug-gefaehrdung-verkehrssicherheit Mon, 30 Mar 2026 09:18:09 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=53586 Laut TÜV-Verband bleibt Prüfungsbetrug beim Führerschein auf hohem Niveau – 2025 wurden bundesweit 4.239 Täuschungsversuche in der theoretischen Fahrerlaubnisprüfung registriert

[datensicherheit.de, 30.03.2026] Der TÜV-Verband e.V. meldet, dass der Prüfungsbetrug beim Führerschein auf einem hohen Niveau bleibt: Im Jahr 2025 wurden demnach bundesweit 4.239 Täuschungsversuche in der theoretischen Fahrerlaubnisprüfung registriert. Dies sei ein leichter Anstieg von einem Prozent im Vergleich zum Vorjahr: Im Jahr 2024 sei die Zahl der Betrugsfälle noch um 13 Prozent auf 4.198 Fälle gestiegen und im Jahr 2023 sogar um 36 Prozent auf 3.759. Diese Erkenntnisse beruhen laut TÜV-Verband auf Daten aus Erhebungen der „TÜV | DEKRA arge tp 21“ – der aktuelle Datenreport zu den Fahrerlaubnisprüfungen 2025 sei zum Stichtag 31. Januar 2026 erhoben worden.

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Abbildung: © TÜV-Verband

Erkenntnisse aus den Erhebungen der „TÜV | DEKRA arge tp 21“ zum Jahr 2025

Zunehmend Betrugsfälle im Kontext organisierter Strukturen

„Die aktuellen Zahlen zeigen, dass sich der Prüfungsbetrug nach einem starken Anstieg in den Vorjahren auf einem hohen Niveau stabilisiert“, berichtet Fani Zaneta, Referentin für „Fahrerlaubnis und Verkehrssicherheit“ beim TÜV-Verband.

  • Sie führt weiter aus: „Gleichzeitig gehen wir von einem großen Dunkelfeld aus, da mutmaßlich nur ein Bruchteil der Täuschungen entdeckt wird.“ Dies habe Konsequenzen für die Verkehrssicherheit. Fahrschülern, welche sich ihre Fahrerlaubnis erschlichen, fehlten wichtige Kenntnisse im Straßenverkehr – damit gefährdeten sie dessen Sicherheit.

Besonders besorgniserregend sei zudem, dass hinter vielen Täuschungsversuchen zunehmend organisierte Strukturen stünden. Der TÜV-Verband warnt vor den Folgen für die Verkehrssicherheit und fordert ein konsequenteres Vorgehen der Behörden.

Häufiger Einsatz komplexer Technik beim Prüfungsbetrug

Laut den Erhebungen ist nach Einschätzung des TÜV-Verbands inzwischen gut jeder zweite Fall (53%) professionell organisiert. In 36 Prozent der Fälle würden technische Hilfsmittel wie nahezu unsichtbare Ohrhörer, Mini-Kameras oder andere versteckte Kommunikationstechnik eingesetzt. In weiteren 17 Prozent der Fälle seien sogenannte Stellvertreter entlarvt worden, welche die Prüfung für eine andere Person ablegen wollten.

  • „Für professionelle Strukturen spricht, dass in den Betrug neben den Fahrschülern weitere Personen involviert sind, die den Prüfling technisch unterstützen, aus der Ferne Lösungen übermitteln oder sich als Fahrschüler ausgeben“, so Zaneta. Darüber hinaus sei entsprechendes technisches Know-how notwendig, um bestimmte Betrugsmaschen durchführen zu können.

Mit klassischen Hilfsmitteln wie Spickzetteln erfolgten 44 Prozent der Täuschungsversuche. In den allermeisten Fällen sei die PKW-Klasse betroffen: 96 Prozent der festgestellten Täuschungsversuche (4.052 Fälle) fänden in der Klasse B statt, welche auch den Großteil der abgelegten Prüfungen ausmachten.

Organisierte Betrugsversuche sollten künftig als Straftatbestand gewertet werden

Im bundesweiten Vergleich zeigten sich deutliche Unterschiede: Die meisten Täuschungsversuche seien in Nordrhein-Westfalen registriert worden – mit 1.378 Fällen auf einem ähnlich hohen Niveau wie im Vorjahr (2024: 1.368). Dahinter folge Berlin mit 497 Fällen, das im Bundesländervergleich den stärksten Anstieg verzeichne und gegenüber dem Vorjahr um rund 25 Prozent zugelegt habe. Platz 3 belege Bayern mit 449 Täuschungsversuchen. Deutlich niedriger seien die Fallzahlen in kleineren Bundesländern: Im Saarland sei mit 19 Fällen die geringste Zahl an Täuschungsversuchen erfasst worden, in Mecklenburg-Vorpommern seien es 23 und in Bremen 41.

  • „Organisierter Prüfungsbetrug ist kein Kavaliersdelikt!“, betont Zaneta. Sie stellt klar: „Wer bei der theoretischen Fahrprüfung täuscht, bringt sich und andere in Gefahr. Wir brauchen deshalb klare Regeln, die konsequent von den Behörden angewendet werden!“

Um eine wirksame Abschreckung sicherzustellen, sollten Instrumente wie Sperrfristen oder Medizinisch-Psychologische Untersuchungen (MPU) bei organisierten Täuschungsversuchen bundesweit angeordnet werden. Darüber hinaus sollten aus Sicht des TÜV-Verbands die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden, um organisierte Täuschungsversuche künftig als Straftatbestand zu werten, auch für beteiligte Dritte.

Weitere Informationen zum Thema:

TÜV VERBAND
Über uns

politik&kommunikation, 15.04.2024
Zaneta ist Referentin beim TÜV-Verband

TÜV | DEKRA ARGE TP 21
ÜBER UNS: Als Ingenieurs-Agentur für das Kraftfahrsachverständigenwesen arbeiten wir eng mit Behörden, Ministerien (Bund, Länder) und Prüforganisationen zusammen

TÜV VERBAND
Festgestellte Betrugsversuche bei der Theorieprüfung / Führerschein und Fahrerlaubniswesen 2026

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Gefahren für Politik und Demokratie: Optimierung von Deepfakes mittels KI https://www.datensicherheit.de/gefahren-politik-demokratie-optimierung-deepfakes-ki Tue, 19 Sep 2023 20:37:29 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=43456 Deepfake-Wahlwerbespots könnten mit computergenerierten Bildern von Kandidaten erstellt werden

[datensicherheit.de, 19.09.2023] Sogenannte Deepfakes – d.h. verblüffend authentisch wirkende Videos (und andere Medien), welche Menschen oder Szenen mittels Technologie imitieren – existieren bereits seit Jahren und werden zunehmend für diverse Anwendungszwecke eingesetzt. „So können z.B. mithilfe der Technik bereits verstorbene Künstler wie Salvador Dalí als Teil von interaktiven Ausstellungen wieder zum Leben erweckt werden“, berichtet Morgan Wright, „Chief Security Advisor“ bei SentinelOne. Eine proaktive Zusammenarbeit zwischen Technologieunternehmen, Regulierungsbehörden und der Gesellschaft sei unabdingbar, um dem Anstieg betrügerischer „Deepfakes“ begegnen zu können.

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Foto: SentinelOne

Morgan Wright: Gesellschaft muss digitaler Bildung Vorrang einräumen!

Deepfake-Möglichkeiten der Bedrohungsakteure massiv zugenommen

„In der heutigen Zeit, wo viele Nationen mit globalen Unwägbarkeiten und politischer Instabilität zu kämpfen haben, geht es für Regierungen aber nicht um den Einsatz von KI zur Erzeugung von Spezialeffekten, futuristischer Kulissen oder dystopischen Zukunftsszenarien“, führt Wright aus.

Vielmehr bedeuteten die außergewöhnlichen Fortschritte in der Künstlichen Intelligenz (KI), dass die Möglichkeiten und Werkzeuge der Bedrohungsakteure nun massiv gewachsen seien.

Sie könnten beispielsweise Wahlwerbespots mit computergenerierten Fake-Bildern von Kandidaten produzieren, „die lebensecht erscheinen, um inkriminierende Fehldarstellungen dieser Kandidaten darzustellen“.

Auswirkungen von Deepfakes auf politische Prozesse

Eine Erzählung brauche ein fesselndes Element, um sie im Gedächtnis der Zielgruppe zu verankern. Bei Filmen gehe es um Unterhaltung und die Flucht vor der Realität – oft sei das in der Politik nicht viel anders.

Das fesselnde Element könne ein Bild, ein Audio-Clip oder ein Video sein. Die Fortschritte im Bereich KI hätten sowohl in der Unterhaltungsbranche als auch als Werkzeug für Täuschung ganz neue Möglichkeiten eröffnet. KI benötige große Datenmengen, um effektiv trainiert werden zu können und verlässliche sowie hochwertige Antworten zu liefern.

Wright erläutert: „Je mehr Inhalt, desto besser kann KI die angestrebten Ergebnisse erzielen. Für Bedrohungsakteure deren Ziel die Manipulation menschlichen Verhaltens und die Veränderung zuvor gesicherter Überzeugungen ist, stellt die Fülle von Audio-, Video- und Bilddateien in der politischen Sphäre einen erstklassigen Trainingsplatz dar.“

Falschinformationen: Deepfakes als sehr gefährliche und wirksame politische Waffe

„Die Geschichte hat uns gelehrt, dass Lügen oftmals leichter verbreitet werden als die Wahrheit und sehr schwer zu korrigieren sind“, warnt Wright. In unseren Köpfen gebe es eine direkte Verbindung der eigenen Wahrnehmung hin zu unserem Verständnis von Realität, und es falle uns sehr schwer, dieses anfänglich erzeugte Bild der Realität kritisch zu hinterfragen.

Dieses Phänomen habe ein erhebliches rechtliches und technisches Dilemma geschaffen: „Wie können wir sicher sein, dass ein Video kein ,Deepfake’ ist? Wie beweist man, dass etwas nicht passiert ist?“ Und die größere Frage, welche sich uns stelle: „Wie können wir definitiv beweisen, dass etwas gefälscht ist?“

Im Jahr 2023 habe KI sich in vielen Bereichen bereits weit über die grundlegende menschliche Fähigkeit hinaus entwickelt: Sie ermögliche es, täuschend echte Aufnahmen – ein Bild, ein Video oder eine Stimme – sehr schnell und unkompliziert zu fälschen. Es würden Situationen geschaffen, in denen die Wahrnehmung in den Köpfen der Menschen beeinflusst werden könne – durch gezielte Falschinformationen, „was eine sehr gefährliche und wirksame politische Waffe darstellt“.

Täuschung der Massen mit Deepfakes

„Deepfakes“ seien dadurch eine neue Art der „Weapons of Mass Deception“, also Waffen der Massentäuschung, geworden. Die größte Auswirkung von „Deepfake“-Videos sei nicht die Tatsache, „dass sie gefälscht sind“. Es seien die Nachwirkungen der Täuschung, welche auch lange nach der Entdeckung der Wahrheit in den Köpfen der Menschen bestehen blieben – ein äußerst mächtiges Werkzeug in den Händen von Bedrohungsakteuren.

Diese Art von Szenario und seine potenziellen Folgen habe bereits 1710 Jonathan Swift, der Autor von „Gullivers Reisen“, beleuchtet. In einem Artikel für „The Examiner“ bemerkte er demnach: „Wenn eine Lüge nur eine Stunde lang geglaubt wird, hat sie ihre Arbeit getan, und es besteht keine weitere Notwendigkeit dafür. Die Falschheit fliegt, und die Wahrheit kommt hinkend nach, so dass, wenn die Menschen wieder aufgeklärt werden, es zu spät ist; der Witz ist vorbei, und die Geschichte hat ihre Wirkung entfaltet.“

Eine große Chance für Sicherheitsteams in der Bekämpfung von durch KI optimierten „Deepfakes“, bestehe nun darin, selbst KI einzusetzen, „die darauf trainiert wurde, ,Deepfakes’ zu erkennen“. Aber auch andere Prozesse seien vonnöten: „Angesichts der Bedrohung durch ,Deepfakes’ muss die Gesellschaft der digitalen Bildung Vorrang einräumen, den Einzelnen in die Lage versetzen, zwischen echten und manipulierten Medien zu unterscheiden, in Technologien zur Erkennung von ,Deepfakes’ investieren und rechtliche Rahmenbedingungen schaffen, um böswillige Nutzung zu verhindern.“

Weitere Informationen zum Thema:

The Dalí Museum, 08.05.2019
Behind the Scenes: Dalí Lives

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Cyberangriffe unter falscher Flagge täuschen Sicherheitsteams und Opfer https://www.datensicherheit.de/cyberangriffe-unter-falscher-flagge-taeuschen-sicherheitsteams-und-opfer https://www.datensicherheit.de/cyberangriffe-unter-falscher-flagge-taeuschen-sicherheitsteams-und-opfer#respond Thu, 06 Oct 2016 17:10:08 +0000 http://www.datensicherheit.de/?p=25949 Kaspersky überprüft Indikatoren für die Zuschreibung von Cyberangriffen zu bestimmten Akteuren

[datensicherheit.de, 06.10.2016] Zielgerichtete Cyberangriffe werden teils unter falscher Flagge durchgeführt. Dabei kommen zunehmend diverse Täuschungstechniken wie gefälschte Zeitstempel, Sprachketten oder Malware zum Einsatz, mit denen die Zuschreibung einer Cyberattacke erschwert wird. Operationen können so unter dem Deckmantel nicht existierender Akteure durchgeführt werden. Diese Erkenntnisse gehen aus einer aktuellen Analyse von Kaspersky Lab [1] hervor.

Wachsende Komplexität und Unsicherheit bei der Zuordnung von Cyberbedrohungen

Wer tatsächlich hinter einer Cyberattacke steckt, ist eine Frage, die beantwortet werden will; auch wenn es schwer bis unmöglich ist, exakt zu bestimmen, wer die Täter sind. Um die wachsende Komplexität und die Unsicherheiten bei der Zuordnung heutiger Cyberbedrohungen zu demonstrieren, haben Experten von Kaspersky Lab untersucht, wie fortschrittliche Bedrohungsakteure Operationen unter falscher Flagge durchführen, um Opfer und Sicherheitsexperten zu täuschen.

„Die Zuordnung zielgerichteter Angriffe ist kompliziert, unzuverlässig und subjektiv. Bedrohungsakteure versuchen zunehmend, gängige Indikatoren zu manipulieren, um Spuren zu verwischen“, erklärt Brian Bartholomew, Sicherheitsforscher bei Kaspersky Lab. „Wir glauben daher, dass eine genaue Zuordnung oftmals nahezu unmöglich ist.“

Indikator Zeitstempel

Malware-Dateien enthalten Zeitstempel, die einen Hinweis auf das Erstellungsdatum liefern. Werden genug verwandte Malware-Samples gesammelt, können Rückschlüsse auf die Arbeitszeiten der Entwickler gezogen werden und damit auf die Zeitzone, in der sie arbeiten. Laut des Kaspersky Labs sind Zeitstempel allerdings sehr einfach zu fälschen, beispielsweise um eine falsche Spur zu legen.

Indikator Sprache

Malware-Dateien enthalten oft Zeichenketten und Debug-Pfade. Die dort verwendete Sprache beziehungsweise das Niveau der Sprache könnten Hinweise auf den Autor des Codes geben. Auch enthalten Debug-Pfade teils Nutzer- sowie interne Projekt- und Kampagnennamen. Bei Phishing-Dokumenten können zudem Metadaten entnommen werden, die Statusinformationen über den Computer des Autors enthalten.

Allerdings können Angreifer diese Hinweise leicht manipulieren und für Verwirrung sorgen. Ein Beispiel: die Malware des Bedrohungsakteurs ,Cloud Atlas‘ [2] enthielt falsche Sprachhinweise, arabische Zeichen bei der BlackBerry-Version, Hindi-Zeichen in der Android-Version sowie die Wörter ,JohnClerk‘ im Projektpfad der iOS-Version. Dennoch hatten viele eine Gruppe mit osteuropäischen Verbindungen im Verdacht. Der Bedrohungsakteur ,Wild Neutron‘ [3] nutzte sowohl rumänische als auch russische Sprachketten, um für Verwirrung zu sorgen.

Indikator Infrastruktur

Eine Command-and-Control-Server (C&C)-Infrastruktur kann teuer und schwer zu unterhalten sein. Die Folge: auch finanziell gut ausgestattete Akteure greifen gerne auf bestehende C&C-Systeme oder Phishing-Infrastrukturen zurück. Backend-Verbindungen können ebenfalls einen flüchtigen Blick auf die Angreifer geben, wenn diese bei den durchgeführten Operationen nicht adäquat anonymisiert werden. Allerdings können auch so falsche Fährten gelegt werden, geschehen bei ,Cloud Atlas‘ [2], wo zur Täuschung südkoreanische IP-Adressen verwendet wurden.

Indikator verwendete Tools

Angreifer setzen auf öffentliche, aber auch auf selbst entwickelte Tools wie Backdoors oder Exploits, die sie wie ihre Augäpfel hüten, Forschern jedoch Hinweise auf deren Ursprung geben könnten. Das machte sich der Bedrohungsakteur ,Turla‘ [4] zu Nutze, indem die im Opfersystem eingeschleuste Malware ein seltenes Exemplar einer chinesischen Malware installierte, die mit einem in Peking lokalisierten System kommunizierte. Während das Vorfalluntersuchungsteam der falschen Fährte nachging, deinstallierte sich die eigentliche Malware im Hintergrund und verwischte alle Spuren auf den Opfersystemen.

Indikator Opfer

Die von den Angreifern attackierten Zielobjekte werden für Interpretationen und Analysen verwendet. Die Liste der Opfer im Fall ,Wild Neutron‘ [3] war jedoch so heterogen, dass sie bei möglichen Zuordnungsversuchen nur für Verwirrung sorgte.

Darüber hinaus nutzen manche Bedrohungsakteure das öffentliche Verlangen nach einer Verbindung von Angreifern und ihren Opfer aus, indem sie unter dem Deckmantel einer – oft nicht existenten – Hacktivisten-Gruppierung operieren. So versuchte sich die ,Lazarus‘-Gruppe [5], als die Hacktivisten-Gruppe ,Guardians of Peace‘ zu tarnen, als sie im Jahr 2014 Sony Pictures Entertainment attackierte. Bei dem unter dem Namen ,Sofacy‘ bekannten Bedrohungsakteur wird von vielen eine ähnliche Taktik vermutet, weil er sich als unterschiedliche Hacktivisten-Gruppen in Szene setzte.

Auch gab es Fälle, bei denen Angreifer versuchten, einen anderen Bedrohungsakteur mit einer Attacke in Verbindung zu bringen. Dies geschah beim bisher nicht zugeordneten Akteur ,TigerMilk‘ [6], der seine verwendeten Backdoors mit demselben gestohlenen Zertifikat signierte, das auch bei Stuxnet verwendet wurde.

Weitere Informationen zum Thema:

SECURELIST.COM
Report „Wave your false flags!“

[1] https://securelist.com/analysis/publications/76273/wave-your-false-flags/

[2] https://de.securelist.com/blog/analysen/58714/cloud-atlas-apt-roter-oktober-ist-wieder-im-spiel/

[3] https://de.securelist.com/blog/analysen/68609/wild-neutron-wirtschaftsspionage-bedrohung-kehrt-mit-neuen-tricks-zurck/

[4] https://de.securelist.com/analysis/veroffentlichungen/59356/die-epic-turla-operation-aufklrung-einiger-mysterien-rund-um-snakeuroburos/

[5] https://securelist.com/blog/incidents/73914/operation-blockbuster-revealed/

[6] Ein Bericht über TigerMilk steht Kunden der APT Threat Intelligence Services von Kaspersky Lab zur Verfügung.

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https://www.datensicherheit.de/cyberangriffe-unter-falscher-flagge-taeuschen-sicherheitsteams-und-opfer/feed 0
Oktober 2015 bis Februar 2016: Verzehnfachung der Angriffe durch Krypto-Trojaner https://www.datensicherheit.de/oktober-2015-bis-februar-2016-verzehnfachung-der-angriffe-durch-krypto-trojaner https://www.datensicherheit.de/oktober-2015-bis-februar-2016-verzehnfachung-der-angriffe-durch-krypto-trojaner#respond Wed, 13 Apr 2016 20:44:10 +0000 http://www.datensicherheit.de/?p=25348 GBS rät zu technischen Sicherheitsmaßnahmen und zur Gefahrenaufklärung

[datensicherheit.de, 12.04.2016] Von Oktober 2015 bis Februar 2016 hat sich das Aufkommen der Angriffe durch Verschlüsselungstrojaner auf Unternehmensnetzwerke weltweit deutlich erhöht – allein in Deutschland habe sich die Zahl der Krypto-Trojaner verzehnfacht, meldet die GROUP Business Software Europa GmbH (GBS) unter Berufung auf entsprechende Informationen des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).

Selbst erfahrene Anwender betroffen

Die Bedrohungslage sei heikel – Verschlüsselungstrojaner wie „Locky“ und „TeslaCrypt“ verbreiteten sich trotz massiver Berichterstattung und Aufklärung in den Medien auch deshalb so rasend schnell, weil ihre Tarnung sehr gut ausfalle. Selbst erfahrene Anwender könnten nicht immer auf Anhieb erkennen, ob es sich um einen Angriff handelt, warnt Andreas Richter, „EVP Marketing & Product Management“ bei GBS.
Das Problem liegt darin, dass durch Vortäuschen eines vertrauenswürdigen Absenders oder legitimen Anliegens Mitarbeiter dazu verleitet werden, schadhafte E-Mail-Anhänge zu öffnen oder verseuchte Links anzuklicken, um so die Schadprogramme in Unternehmen einzuschleusen. Dort verschlüsseln sie Geschäftsdaten, um für deren Freigabe Lösegeld zu erpressen.

Hochkonjunktur für Ransomware

Ransomware, auch getarnt als Makroviren in „Office“-Anhängen von E-Mails, erlebe derzeit Hochkonjunktur. Einmal ausgeführt, könnten sie zu massivem Datenverlust führen.
Eine Sensibilisierung von Mitarbeitern reiche angesichts solcher Attacken nicht aus, so Richter. Unternehmen müssten geeignete technische Sicherheitsmaßnahmen ergreifen, die an zentraler Stelle ansetzen sollten, um den einzelnen Anwender nicht mit Sicherheitsaspekten zu belasten.

Andreas Richter, GBS
Foto: GBS – GROUP Business Software Europa

Andreas Richter: Bedrohungslage derzeit heikel!

Elementarer Schutz

Wirkungsvoller Schutz vor Krypto-Trojanern beginne beim Blockieren verdächtiger Dateitypen, gehe über das Entfernen von potenziell verdächtigen E-Mail-Inhalten bis hin zum Umwandeln von E-Mails ins PDF-Format, wodurch ebenfalls verdächtige und verseuchte Inhalte entfernt würden.
Grundsätzlich sei auch eine Mehrscanner-Strategie eine erste Hürde für Angreifer. Viren würden im Minutentakt entwickelt, laut IT-Verband bitkom seien es täglich 350.000 neue Schadprogramme. Schon der parallele Einsatz mehrerer Anti-Virenscanner mit zusätzlicher Cloud-Erkennungstechnologie könne unbekannte Schädlinge mit hoher Wahrscheinlichkeit zeitnah erkennen und unterbinden, eklärt Richter.

Weitere Informationen zum Thema:

GBS
Kostenloser Guide / Schutz vor Krypto-Trojanern

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Deutsche Telekom warnt vor gefälschten Rechnungen in neuer Qualität https://www.datensicherheit.de/deutsche-telekom-warnt-vor-gefaelschten-rechnungen-neuer-qualitaet https://www.datensicherheit.de/deutsche-telekom-warnt-vor-gefaelschten-rechnungen-neuer-qualitaet#respond Mon, 01 Dec 2014 16:03:02 +0000 http://www.datensicherheit.de/?p=24511 Kunden werden inzwischen auch korrekt mit Vor- und Nachnamen adressiert

[datensicherheit.de, 01.12.2014] Die gefälschten Rechnungen, die seit Anfang November 2014 massenhaft auch im Namen der Deutschen Telekom verschickt werden, haben eine neue, wenngleich zweifelhafte Qualitätsstufe erreicht. Nach Angaben der Telekom liegen ihr erstmals Beispiele vor, in denen die Betroffenen korrekt mit Vor- und Nachnamen angesprochen werden. Bislang hatte eine personalisierte Ansprache noch gefehlt.

Ein neues Niveau der Täuschung

Damit sei ein neues Niveau der Täuschung erreicht, das es Betroffenen schwerer mache, das Original von der gefälschten E-Mail zu unterscheiden, so die Telekom. Dennoch gebe es bereits jetzt verlässliche Kriterien – diese werden online zur Verfügung gestellt.
Die Deutsche Telekom arbeitet nach eigenen Angaben an neuen Kriterien, mit deren Hilfe Nutzer eine echte Rechnung noch besser von einer Fälschung unterscheiden können. Diese neuen Unterscheidungsmerkmale sollen im ersten Quartal 2015 eingeführt werden.

Aufruf zur Datensparsamkeit

Gleichzeitig rät das Unternehmen, nicht leichtfertig mit seinen Daten umzugehen. Oft werden E-Mailadressen inklusive Vor- und Nachnamen aus Gewinnspielen gehandelt – Kriminelle bedienen sich aus solchen Listen oder aus einem Reservoir gestohlener Identitäten und können so personalisierte gefälschte E-Mails versenden.

Weitere Informationen zum Thema:

Deutsche Telekom AG
Achtung: Erste gefälschte Mails mit persönlicher Ansprache in Umlauf

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United Promotion Serviceteam: Leipziger Unternehmen suggeriert UPS-Benachrichtigung https://www.datensicherheit.de/united-promotion-serviceteam-leipziger-unternehmen-suggeriert-ups-benachrichtigung https://www.datensicherheit.de/united-promotion-serviceteam-leipziger-unternehmen-suggeriert-ups-benachrichtigung#respond Thu, 28 May 2009 13:45:36 +0000 http://www.datensicherheit.de/?p=2855 Vermeintliche Klienten sollen zu Anruf verleitet werden

[datensicherheit.de, 28.05.2009] Ein vermeintliches Leipziger Unternehmen namens „United Promotion Serviceteam“ lässt postkartengroße Benachrichtigungen in Hauspostkästen stecken, deren Aufmachung auf den ersten Blick an den „United Parcel Service“ (UPS) erinnert:
Ein Pfeil verweist auf eine angebliche Servicenummer, z.B. 0152-xxxxxxxx, und trennt die Kurzbezeichnung „UP-Serviceteam“ so geschickt, dass „UP-S“ ins Auge springt.
Der Text lautet:
„Immer im Dienst unserer Klienten –
auch wenn Sie mal nicht da sind!“
Dann weiter:
„Sehr geehrter Klient,
leider habe ich Sie am heutigen Tage nicht persönlich angetroffen.
Ich bitte Sie daher mich heute Abend in der Zeit von
18:00 Uhr bis 20:00 Uhr
anzurufen.“

Scans eines Originals (ausgeteilt in Berlin am 26.05.2009):

Adressierungsseite
Adressierungsseite
Nachrichtenseite
Nachrichtenseite

Auf der Website http://www.up-serviceteam.de/ ist die Benachrichtigungskarte in einer anderen Farbgebung dargestellt (Stand: 28.05.2009)

Bildschirmphoto UP-S
Bildschirmphoto UP-S

In einigen Webforen wird berichtet, dass das „UP-Serviceteam“ die Karten angeblich im Auftrag eines Schweizer Finanzvertriebes mit dem Namen „Swiss Finanz AG“ an alle Haushalte zur Kundengewinnung verteilen soll.

Weitere Informationen zum Thema:

EISY
UP-Serviceteam Karte im Briefkasten

gutefrage.net, Die Ratgeber-Community
Was ist UP-Service Team?

LVZ online
UP-Service Team

SAT 1 Ratgeber & Magazine
Wer kennt UP-Serviceteam??? Abzocke….

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