Technologieverständnis – datensicherheit.de Informationen zu Datensicherheit und Datenschutz https://www.datensicherheit.de Datensicherheit und Datenschutz im Überblick Thu, 25 Jul 2019 18:38:14 +0000 de hourly 1 Neue Kompetenzen der CIO: Innovative Technologien unterstützen das Kerngeschäft https://www.datensicherheit.de/kompetenzen-cio-innovative-technologien-unterstuetzung-kerngeschaeft https://www.datensicherheit.de/kompetenzen-cio-innovative-technologien-unterstuetzung-kerngeschaeft#respond Thu, 25 Jul 2019 12:31:54 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=33814 Studie von ServiceNow zeigt wichtige Erfolgsfaktoren: Kundenfokussierung, digitale Workflows und ein zunehmender C-Level-Einfluss

[datensicherheit.de, 25.07.2019] Erfolgreiche CIO (Chief Informationen Officer) fokussieren sich zunehmend auf die Unternehmensführung sowie die Ziele des Unternehmens, ihrer Kunden, Mitarbeiter und der Veränderung in den Unternehmen statt auf den Technologiebetrieb. Das zeigt eine neue von Oxford Economics durchgeführte Studie im Auftrag von ServiceNow, an der 516 globalen CIO teilgenommen haben.

Konzentration bisher vor allem auf IT

Viele Jahre lang konzentrierten sich CIO vor allem auf die IT. Laut Umfrage glauben heute jedoch fast zwei Drittel (63%) der Befragten, dass Geschäfts- und Führungsqualitäten wichtiger seien als Technologieverständnis. Die erfolgreichsten CIOs sind deshalb diejenigen, die sich fest als Business-Visionäre positioniert haben.

Rund ein Fünftel der befragten CIO die ihre Fähigkeiten als gut einschätzen, unterscheiden sich in diesen drei Aspekten von anderen CIO:

  • Sie sind bei der Digitalisierung von Workflows weiter fortgeschritten.
  • Sie bauen zunehmenden C-Level-Einfluss auf.
  • Sie konzentrieren sich auf externe Kunden.

Die leistungsstärksten CIO konzentrieren sich laut der Studie auf Strategie statt auf den Betrieb und richten die Ziele der IT an den Unternehmenszielen aus. Diese CIOs berichten auch von höherer Produktivität, Innovation und Kundenzufriedenheit in ihrem Unternehmen. Deutsche CIOs haben zunehmend starke Beziehungen zu anderen Mitgliedern der Geschäftsführung, insbesondere zu COO, CFO und Chief Human Resources Officer (CHRO).

„Die Umfrage zeigt ganz deutlich, dass sich auch CIOs in Deutschland umorientieren – weg vom reinen Technologiefokus, hin zu einer Business-Perspektive, die die Geschäftsziele im Blick hat. Dieser Paradigmenwechsel führt zu mehr Innovation, Performance und schließlich Erfolg, von dem alle im Unternehmen profitieren“, erklärt Detlef Krause, Area Vice President Germany bei ServiceNow.

Die meisten der Befragten aus Deutschland sind sich einig, dass der Aufbau von Partnerschaften und teamübergreifenden Projekten auf Entscheider-Ebene eine wichtige Aufgabe ist:

  • 64% der deutschen CIO sind sich einig, dass ihre Aufgabe darin bestehe, andere Mitglieder der Geschäftsführung über digitale Technologien aufzuklären.
  • 66% sagen, dass die Zusammenarbeit mit dem CEO bei der Festlegung von Unternehmens-Roadmaps eine ihrer Schlüsselaufgaben sei.
  • 72% der CIO geben an, dass zu ihren Kernaufgaben die Zusammenarbeit mit dem CHRO bei Talentstrategien gehöre.

Aus technologischer Sicht implementieren erfolgreiche CIO Maßnahmen für die Automatisierung und Integration von Arbeitsprozessen sowie für die Einführung digitaler Workflows, um den Geschäftserfolg zu steigern. Zudem stellen sie einen unternehmensweiten Konsens über die Nutzung dieser Technologien her. In Deutschland erkennt die Mehrheit der CIOs die Bedeutung digitaler Workflows für die Steigerung der Effizienz (79%), der finanziellen Leistungsfähigkeit (70%), der Produktivität (83%), der Mitarbeiterleistung (77%) und der Innovation (72%).

„Da Technologie für den Geschäftserfolg immer entscheidender wird, sind die Erwartungen an den CIO exponentiell gestiegen. Früher war der CIO der IT Technologie Manager eines Unternehmens, aber heute sind die erfolgreichsten CIOs diejenigen, die Vordenker, Innovatoren und Visionäre sind“, sagt Chris Pope, Vice President Innovation bei ServiceNow. „CIOs haben die Möglichkeit, eine zentrale Rolle bei der Transformation ihres Unternehmens zu spielen. Der Aufbau von C-Level-Einfluss, die Fokussierung auf Mitarbeiter- und Kundenerfahrungen sowie die Veränderung der Geschäftsmodelle durch die Digitalisierung von Arbeitsabläufen sind die Erfolgsfaktoren für eine hohe Leistungsfähigkeit“, erklärt Pope.

Untersuchungs-Methodik

Die unabhängige internationale Umfrage unter 516 CIOs(davon 328 aus Europa) in 11 Ländern und 24 Branchen wurde von Oxford Economics durchgeführt. Die Umfrage wurde über computergestützte Telefoninterviews (CATI) durchgeführt, bei denen die Befragten anonym bleiben, klärende Fragen stellen und demografische Informationen bestätigen konnten.

Befragte Länder: USA, Großbritannien, Australien/Neuseeland, Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Niederlande, Japan und Singapur.

Weitere Informationen zum Thema:

datensicherheit.de, 29.08.2018
Ivanti-Studie: Basisgeschäft blockiert kreatives Potenzial der CIO

datensicherheit.de, 23.07.2018
Handhabung von IT-Komplexität: Sechs Strategien für CIOs

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Untersuchung: Lücken in der Unternehmenssicherheit https://www.datensicherheit.de/untersuchung-luecken-in-der-unternehmenssicherheit https://www.datensicherheit.de/untersuchung-luecken-in-der-unternehmenssicherheit#respond Tue, 11 Jul 2017 19:51:01 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=26726 Sicher in der Abwehr von Hackern, wackelig beim Datenschutz

[datensicherheit.de, 11.07.2017] Neben der wachsenden Anzahl von Sicherheitseinbrüchen und fast 1,4 Milliarden verlorenen oder gestohlenen Datensätzen im Jahr 2016 (siehe Breach Level Index), glauben immer noch viele IT-Entscheider, dass Perimeterschutz weiterhin ein geeignetes Mittel sei, um Nutzer ohne entsprechende Freigabe aus ihren Netzwerken fernzuhalten. Allerdings sind die Investitionen in neue Technologien zu niedrig, um die nötige Sicherheit gewährleisten zu können. Diese Aussagen untermauert der heute veröffentlichte vierte Data Security Confidence Index von Gemalto.

Befragung von 1.050 IT-Verantwortlichen weltweit

Insgesamt wurden 1.050 IT-Verantwortliche weltweit zum Thema Perimeterschutz befragt. Von diesen gaben 94 Prozent an, dass Schutz der Perimeter eine effiziente Sicherheitslösung ist, um nicht-autorisierte Nutzer aus den Netzwerken fernzuhalten. 65 Prozent sind sich nicht absolut sicher, dass Dateien geschützt sind, falls die Sicherheitsmechanismen eines Perimeters überwunden wären. Dies ist eine leichte Verbesserung im Gegensatz zum Vorjahr (69 Prozent). Trotz allem glauben fast 6 von 10 Unternehmen (59 Prozent), dass alle ihre vertraulichen Informationen geschützt sind.

Fokus auf Perimeter, aber es fehlt an Technologieverständnis und Datenschutz

Für die meisten Firmen hat der Perimeterschutz immer noch höchste Priorität, obwohl solche Schutzvorkehrungen gegen moderne Cyberattacken nahezu nutzlos sind. Laut der Untersuchung haben 76 Prozent aller Unternehmen mehr Investitionen in Perimetersicherheit wie Firewalls, IDPS, Anti-Virus, Content Filter und Anomalieerkennung getätigt, um gegen externe Angriffe gerüstet zu sein. Trotzdem glauben mehr als zwei Drittel (68 Prozent), dass User ohne Legitimierung Zugriff auf ihre Netzwerke haben – dies verdeutlicht die Ineffizienz von Perimeter-basierten Ansätzen.

Die Ergebnisse lassen auf ein schwindendes Vertrauen in die eingesetzten Sicherheitslösungen schließen, besonders da mehr als ein Viertel (28 Prozent) aller Unternehmen in den letzten 12 Monaten einen Vorfall verbuchten. Die Lage spitzt sich zudem zu, da nur acht Prozent der entwendeten Daten verschlüsselt waren.

Besorgniserregend ist zudem die Tatsache, dass mehr als die Hälfte der Befragten nicht wissen, wo ihre sensiblen Daten genau gespeichert sind. Etwa ein Drittel der Befragten nutzen keine Verschlüsselung für ihre Finanzdaten (32 Prozent) und Kundeninformationen (35 Prozent). Nach einem erfolgreichen Diebstahl haben Cyberkriminelle vollen Zugang zu diesen Informationen und können sie zum Idenditätsdiebstahl oder zu Attacken mit Ransomware einsetzen.

Jason Hart, CTO Data Protection bei Gemalto

Bild: Gemalto

Jason Hart, Vice President Chief Technology Officer Data Protection, Gemalto

„Ganz offensichtlich gibt es eine Spaltung zwischen der Wahrnehmung und der Realität bei der Effizienz von Perimetersicherheit“, sagt Jason Hart, Vice President Chief Technology Officer Data Protection bei Gemalto. „Der Irrglaube, dass Unternehmensdaten aktuell bereits ausreichend geschützt seien, ist höchstgefährlich. Perimeterschutz liefert unzureichende Sicherheitsmechanismen und ein falscher Fokus birgt große Risiken für die Datensicherheit. IT-Entscheider müssen verstehen, dass Cyberkriminelle es auf ihre wertvollsten Assets abgesehen haben. Daher sollte der Schutz von Informationen eine hohe Priorität erhalten.“ 

Die meisten Unternehmen nicht ausreichend auf DSGVO vorbereitet

Durch die anstehende Durchsetzung der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ab dem 28. Mai 2018 stehen Firmen beim Thema Schutz von persönlichen Daten unter Zugzwang, sonst drohen Bußgelder und der öffentliche Gesichtsverlust. Kritisch ist, dass 53 Prozent der Teilnehmer nicht glauben, dass sie bis dahin alle nötigen Vorgaben der Verordnung erfüllt haben werden. Mit weniger als einem Jahr Zeit sollten Unternehmen jetzt dringend die nötigen Schritte einleiten, um Compliance mit der DSGVO zu erreichen. Wichtige Rolle spielen dabei Verschlüsselung, Zwei-Faktor-Authentifizierung und Strategien zum Schlüsselmanagement.

Hart fügt hinzu: „Investitionen im Bereich Cybersicherheit standen in den letzteren 12 Monaten ganz oben auf der Agenda von Unternehmen. Leider mache ich mir Sorgen, da viele nicht wissen wie sie ihre wichtigsten Daten richtig schützen können und wo diese genau gespeichert sind. Das sorgt gerade bei der Compliance mit der DSGVO für große Probleme. Wenn Organisationen ihre Sicherheitsstrategie nicht anpassen, wird es nicht lange dauern, bis ernsthafte finanzielle und rechtliche Konsequenzen drohen. Zudem droht natürlich der Verlust des öffentlichen Vertrauens.“

Über die Studie

Das unabhängige Marktforschungsinstitute Vanson Bourne hat 1.050 IT-Entscheider in den USA, UK, Frankreich, Deutschland, Indien, Japan, Australien, Brasilien, Benelux, im Nahen Osten und Südafrika für Gemalto befragt. Bei den Branchen wurden Vertreter aus Produktion, Healthcare, Finance, Governance, Telekommunikation, Handel, Ver- und Entsorger, Beratungs- und Immobilienunternehmen, Versicherungen, IT und Rechtsanwälten ausgesucht. Alle Teilnehmer stammen aus Unternehmen mit mindestens 250 und höchstens 5.000 Mitarbeitern.

Weitere Informationen zum Thema:

Gemalto
Data Security Confidence Index

datensicherheit.de, 29.06.2017
Neue Ransomware-Angriffe: Unternehmen sollten ihren eigenen Fortschritt bewerten

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