Telefon – datensicherheit.de Informationen zu Datensicherheit und Datenschutz https://www.datensicherheit.de Datensicherheit und Datenschutz im Überblick Fri, 16 May 2025 19:19:42 +0000 de hourly 1 Die eigene Mobilnummer ist einem Drittel unbekannt https://www.datensicherheit.de/eigene-mobilnummer-einem-drittel-unbekannt https://www.datensicherheit.de/eigene-mobilnummer-einem-drittel-unbekannt#respond Fri, 16 May 2025 22:19:27 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=47761 In einer repräsentativen Umfrage ließ der Bitkom in Erfahrung bringen, ob die Befragten ihre eigenen Mobil- und Festnetznummern kennen und wie viele sonstige Telefonnummern auswendig bekannt sind

[datensicherheit.de, 17.05.2025] Der Branchenverband Bitkom e.V. hat bei Bitkom Research eine Umfrage in Auftrag gegeben, bei der demnach 1.004 Personen in Deutschland ab 16 Jahren im Zeitraum der diesjährigen Kalenderwochen 7 bis KW 10 repräsentativ befragt wurden. Diese wurden mit folgenden Fragen konfrontiert: „Kennen Sie Ihre eigene Telefonnummer, unter der man Sie privat auf Ihrem Smartphone oder Handy erreichen kann, auswendig?“, „Kennen Sie Ihre eigene Telefonnummer, unter der man Sie privat auf Ihrem Festnetz-Telefon erreichbar sind, auswendig?“ und „Wie viele Telefonnummern von Freunden, Verwandten oder Bekannten kennen Sie sicher auswendig?“. Laut Bitkom ist die resultierende Erkenntnis, dass sich die eigene Festnetznummer eher merken lässt als die Mobilnummer und die Befragten durchschnittlich drei Nummern von Freunden, Verwandten und Bekannten im Kopf haben.

64 Prozent kennen immerhin ihre Mobilnummer auswendig

„Ob bei der Online-Buchung, für das Kontaktformular beim Arzt oder nach einem Date – die eigene Handynummer auswendig zu kennen, kann durchaus von Vorteil sein.“

  • Eine Mehrheit von 64 Prozent kenne diese tatsächlich aus dem Kopf – indes kenne ein Drittel (34 Prozent) der Mobiltelefone nutzenden Deutschen die eigene Mobilnummer nicht auswendig.

„Unter den 16- bis 29-Jährigen kennen sogar 42 Prozent ihre Mobilnummer nicht.“

Früher war es selbstverständlich, sich Telefonnummern zu merken

„Wer einen Festnetzanschluss nutzt, kennt diese Nummer hingegen etwas häufiger auswendig.“ Rund drei Viertel (76%) der Festnetznutzer würden diese kennen, während nur 22 Prozent ihre eigene Festnetznummer nicht aus dem Kopf nennen könnten.

  • Dr. Sebastian Klöß, Experte für „Consumer Technology“ beim Bitkom, kommentiert: „Früher war es selbstverständlich, sich Telefonnummern zu merken – heute verlässt man sich in der Regel auf die Kontaktlisten im Smartphone als digitales Gedächtnis.“

Doch gerade in Notfällen oder auf Reisen könne es durchaus hilfreich sein, einige wichtige Nummern im Kopf zu haben.

Eher Telefonnummern von Freunden, Verwandten oder Bekannten im Kopf

„Die Telefonnummern von Freunden, Verwandten oder Bekannten werden noch vergleichsweise häufig auswendig gelernt.“ 82 Prozent der Deutschen würden mindestens eine dieser Telefonnummern auswendig kennen:

  • „47 Prozent kennen ein bis drei Nummern von Freunden, Verwandten und Bekannten, vier bis sechs Telefonnummern kennen 26 Prozent, und sogar sieben oder mehr hätten neun Prozent im Kopf. Im Schnitt können die Deutschen demnach ungefähr drei Telefonnummern anderer auswendig.“

Die meisten Telefonnummern merkten sich die Älteren ab 65 Jahren (im Durchschnitt etwa 4), am wenigsten die Jüngeren zwischen 16 und 29 Jahren (im Durchschnitt etwa 2).

Weitere Informationen zum Thema:

datensicherheit.de, 13.04.2025
Zunehmendes Unbehagen vor Telefonaten: Ein Drittel hat bereits notwendige Anrufe aufgeschoben / Vier von zehn Befragten schreiben Freunden und Familie lieber eine Textnachricht und ein Drittel wünscht vorab eine Ankündigung eines Telefonanrufs

]]>
https://www.datensicherheit.de/eigene-mobilnummer-einem-drittel-unbekannt/feed 0
Zunehmendes Unbehagen vor Telefonaten: Ein Drittel hat bereits notwendige Anrufe aufgeschoben https://www.datensicherheit.de/zunahme-unbehagen-telefonate-anrufe-aufschub https://www.datensicherheit.de/zunahme-unbehagen-telefonate-anrufe-aufschub#respond Sat, 12 Apr 2025 23:02:31 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=47244 Vier von zehn Befragten schreiben Freunden und Familie lieber eine Textnachricht und ein Drittel wünscht vorab eine Ankündigung eines Telefonanrufs

[datensicherheit.de, 13.04.2025] Der dringende Termin beim Arzt, das wichtige Gespräch mit der Versicherung, die Nachfrage beim Kundenservice …. – derartige Anrufe aufzuschieben oder sogar ganz zu vermeiden, ist offenbar keine Seltenheit: Gut ein Drittel (36%) der Deutschen soll schon einmal aus Angst vor dem Telefonieren notwendige Anrufe aufgeschoben haben. Grundlage dieser Erkenntnis ist eine repräsentative Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Demnach wurden 1.004 Personen in Deutschland ab 16 Jahren telefonisch im Zeitraum der Kalenderwochen 7 bis 10 2025 befragt.

Vermeidungshaltung hinsichtlich Telefonaten insbesondere unter den Jüngeren

Besonders ausgeprägt sei diese Vermeidungshaltung unter den Jüngeren: „Unter den 16- bis 29-Jährigen haben dies schon 44 Prozent getan. Insgesamt 33 Prozent der Deutschen geben explizit an, sich oft unwohl dabei zu fühlen, mit fremden Leuten zu telefonieren.“ Ebenfalls etwa ein Drittel (32%) vereinbare Termine bei Dienstleistern wie Friseursalons oder Arztpraxen generell lieber per E-Mail oder Online-Buchungsplattform, statt anzurufen.

Aber selbst hinsichtlich Freundeskreis und Familie schrieben 40 Prozent der Deutschen lieber eine Nachricht als anzurufen – unter den Jüngeren zwischen 16 und 29 Jahren bevorzuge mit 52 Prozent sogar knapp mehr als die Hälfte Textnachrichten gegenüber einem Anruf.

Ein Telefonat erfordert schnelle Reaktion – ohne die Möglichkeit, nonverbale Signale oder Emojis zur Unterstützung zu nutzen

„Die Angst vor dem Telefonieren entsteht heute oft, weil wir uns an Nachrichten gewöhnt haben, bei denen wir Zeit zum Formulieren haben – während ein Anruf schnelle Reaktion erfordert, ohne die Möglichkeit, nonverbale Signale oder Emojis zur Unterstützung zu nutzen“, erläutert Dr. Sebastian Klöß, Experte für „Consumer Technology“ beim Bitkom.

Er führt aus: „Besonders jüngere Menschen, die mit Kurznachrichten aufgewachsen sind, empfinden spontane Telefonate daher häufig als aufdringlich oder unangenehm.“ Insgesamt 35 Prozent der Deutschen kündigten ihren Anruf bei Freunden und Familie in der Regel vorab per Textnachricht an. Selbst würden gerne 32 Prozent eine solche erhalten, bevor sie angerufen werden.

Weitere Informationen zum Thema:

BARMER
Psychische Gesundheit / Angst vor dem Telefonieren überwinden: Mit diesen vier Tipps selbstsicher telefonieren

iKK classic, 07.02.2025
Angst vorm Telefonieren? So überwindest du die Telefonphobie

ARD(1), 16.05.2024
Lieber Schreiben als Reden – Die Angst vorm Telefonieren

NATIONAL GEOGRAPHIC, Katarina Fischer, 13.04.2023
Angst vor dem Telefonieren: Woher sie kommt – und was hilft / Immer mehr Menschen haben Angst vorm Telefonieren und meiden das einst so beliebte Kommunikationsmittel. Doch ist Telefonangst eine Störung, die behandelt werden muss? Oder ist sie gar nicht so problematisch, wie Betroffene sie wahrnehmen?

satellite, Kevin, 15.01.2022
Das hilft gegen Angst vorm Telefonieren

]]>
https://www.datensicherheit.de/zunahme-unbehagen-telefonate-anrufe-aufschub/feed 0
Voice Cloning: KI-basierter Telefonbetrug https://www.datensicherheit.de/voice-cloning-ki-basis-telefonbetrug https://www.datensicherheit.de/voice-cloning-ki-basis-telefonbetrug#respond Mon, 03 Jun 2024 20:11:22 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=44790 Mittels Audio-Deepfakes per KI ahmen Cyber-Kriminelle Stimmen von Familienmitgliedern, Kollegen oder Freunden nach

[datensicherheit.de, 03.06.2024] Betrugsversuche per Telefon sind schon geradezu klassische Methoden – neu indes ist laut einer aktuellen Stellungnahme der PSW GROUP der zusätzliche Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI), um mittels sogenanntem Voice Cloning täuschend echte Fake-Anrufe zu initiieren. Mithilfe von Audio-Deepfakes ahmten Cyber-Kriminelle die Stimmen von Familienmitgliedern, Kollegen oder Freunden nach und täuschten ihre Opfer mit gefälschten Sprachnachrichten – „in denen sie um Hilfe bitten“. Dabei forderten sie oft große Geldbeträge, vorgeblich etwa für dringend benötigte medizinische Behandlungen oder als Kaution zur Haftentlassung.

psw-group-patrycja-schrenk

Foto: PSW GROUP

Patrycja Schrenk: Fake-Anrufe stellen eine zunehmende Bedrohung dar, die nicht nur lästig, sondern auch gefährlich sein kann!

Gut vorbereitete Cyber-Kriminelle nutzen KI für täuschend echt scheinende Telefonate mit gefälschter Stimme

„Fake-Anrufe, insbesondere durch Techniken wie Call-ID-Spoofing und ,Voice Cloning’, stellen eine zunehmende Bedrohung dar, die nicht nur lästig, sondern auch gefährlich sein kann“, warnt Patrycja Schrenk, Geschäftsführerin der PSW GROUP, und führt weiter aus: „Die Bandbreite der Risiken reicht von Identitätsdiebstahl über Phishing bis hin zu Erpressung und Störung von Diensten.“ Cyber-Kriminelle nutzten mittlerweile auch Audio-Deepfakes für hochentwickelte Social-Engineering-Angriffe gegen Unternehmen.

Schrenk erläutert hierzu: „Heutzutage können Kriminelle recht leicht an die Stimme einer Person gelangen. Soziale Medienplattformen wie ,TikTok’, ,YouTube’, ,facebook’ und ,Instagram’ bieten ihnen zahlreiche Quellen. Programme zum Fälschen oder Klonen von Stimmen sind leicht zugänglich und erfordern nur wenige Sprachaufnahmen, um eine halbwegs überzeugende Imitation zu erstellen.“

Im sogenannten Darknet beschafften sich Angreifer zudem Informationen wie Telefonnummern und persönliche Daten ihrer Opfer, um authentisch zu wirken. Anschließend müssten die Betrüger lediglich die gewünschten Wörter oder Sätze eingeben und könnten so am Telefon eine gefälschte Unterhaltung führen.

Erkennung KI-generierter Stimmen eine technische Herausforderung

Die Erkennung einer KI-generierten Stimme stelle technisch eine Herausforderung dar. Dennoch gebe es einige Anzeichen, die darauf hinweisen könnten, dass der Anruf nicht authentisch ist:

Lücken in der Konversation oder Unnatürlichkeiten im Dialog könnten Hinweise darauf geben, dass die Stimme künstlich erstellt worden ist.

„Wer Zweifel an der Identität des Anrufers hat, sollte unbedingt nach zusätzlichen Informationen fragen, um die Identität zu überprüfen. Ein geheimes Codewort oder eine spezifische Frage, die nur die echte Person beantworten kann, kann helfen, den Anruf zu verifizieren“, empfiehlt Schrenk.

KI erlaubt emotionale Adressierung: Misstrauisch gegenüber Anrufen insbesondere bei Geldforderungen geboten

Misstrauisch gegenüber Anrufen sollte jeder werden, wenn plötzlich Geldbeträge gefordert werden, insbesondere für unerwartete Situationen wie medizinische oder soziale Notfälle: „Die einfachste Reaktion auf einen verdächtigen Anruf ist tatsächlich, einfach aufzulegen oder den Anruf unbeantwortet zu lassen. Das gilt auch, wenn persönliche Informationen gefordert werden oder bei Werbeanrufen“, so Schrenk.

Apropos Werbeanrufe: Das Wort „ja“ sollte unbedingt vermieden werden, da es von Kriminellen aufgezeichnet und später für betrügerische Zwecke – zum Beispiel zur Zustimmung eines Vertrags – verwendet werden könnte. „Gerade bei unbekannten Anrufen neigen wir im privaten Umfeld dazu, uns mit ,ja’ statt mit unserem Namen zu melden. Aber schon dieses ,Ja’ kann von Betrügern als Zustimmung missbraucht werden.“ Schrenk rät, sich besser mit einem „Hallo“ zu melden und bei unerwünschten Werbeanrufen klar und bestimmt die Ablehnung zum Ausdruck zu bringen und aufzulegen. „Wer doch in die Falle getappt ist und einen Vertrag am Telefon abgeschlossen hat, sollte mit einer Frist von 14 Tagen widerrufen – am besten aber unverzüglich.“ Flattern dennoch plötzlich Zahlungsaufforderungen ins Haus, halte die Verbraucherzentrale Musterbriefe gegen diese unberechtigten Forderungen bereit.

Betrügerische Anrufe könnten zudem an die Bundesnetzagentur gemeldet werden, um andere vor ähnlichen Aktivitäten zu schützen. Dabei helfe es, so viele Informationen wie möglich über den Anruf mitzuteilen: Datum, Telefonnummer, Namen der Firma – und idealerweise den des Anrufers. „Wer mit betrügerischen Anrufen konfrontiert wird, kann auch seinen Mobilfunkanbieter oder Telefonunternehmen kontaktieren. Sie können dabei helfen, eine Liste von blockierten Nummern zu führen oder bieten Apps oder Dienste an, die betrügerische Anrufe erkennen und blockieren.“ Darüber hinaus böten einige Unternehmen auch zusätzliche Sicherheitsfunktionen wie Anrufüberprüfung oder Identitätsbestätigung an.

Weitere Informationen zum Thema:

PSW GROUP, Juliane Groß, 26.04.2024
Bedrohungslage / Fake-Anruf: Was tun bei einem unerwünschten Anruf?

]]>
https://www.datensicherheit.de/voice-cloning-ki-basis-telefonbetrug/feed 0
Alte Abzock-Masche in neuer Auflage: Tschechische Telefonsex-Fallen https://www.datensicherheit.de/alte-abzock-masche-in-neuer-auflage-tschechische-telefonsex-fallen https://www.datensicherheit.de/alte-abzock-masche-in-neuer-auflage-tschechische-telefonsex-fallen#respond Wed, 16 Feb 2022 13:47:55 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=41535 Gewerkschaft der Polizei warnt vor spontanen Rückrufen bei unbekannten Telefonnummern

[datensicherheit.de, 16.02.2022] Laut einer aktuellen Warnung auf dem Präventionsportal der Gewerkschaft der Polizei (polizei-dein-partner.de) wird seit mindestens 15 Jahren von betrügerischen Firmen versucht, „unberechtigte Forderungen für die Nutzung teurer Telefon-Hotlines einzutreiben“. Wer auf seinem Mobiltelefon den Anruf einer unbekannten Telefonnummer vorfindet und in Erwartung es könnte doch etwas Wichtiges sein zurückruft, wird demnach entweder auf eine teure Telefonverbindung ins Ausland umgeleitet, „bei der die Betrüger die hohen Verbindungskosten kassieren“, oder die Service-Nummer eines vermeintlichen Telefondienstleisters vorgetäuscht.

Erpressung mittels Behauptung der Kontaktaufnahme zu Telefonsex-Hotline

Beim Rückruf werde die Rufnummer registriert und das Unternehmen stelle im Anschluss eine hohe Rechnung. „Manche Firmen setzen die Menschen mit der Behauptung unter Druck, die Adressaten hätten bei einer Telefonsex-Hotline angerufen.“

In diesen Rechnungen bzw. den Mahnschreiben sei dann von einem „Service für Erwachsene“, von einer „Telefonsexdienstleistung“ oder einem „Service für besondere sexuelle Ansprüche“ die Rede. Formulierungen wie z.B. „Vermeiden Sie weitere Maßnahmen“ könnten betroffene Opfer einschüchtern: „Viele Menschen begleichen solche erfundenen Forderungen stillschweigend.“

Laut des Europäischen Verbraucherzentrums Deutschland (EVZ) hätten 2021 derartige Betrugsversuche wieder zugenommen. Die Täter agierten derzeit „unter wechselnden Firmennamen aus Tschechien“. Bis zu drei unterschiedliche Unternehmen kontaktierten die Opfer mit Mahnschreiben – der vermeintliche Dienstleister, ein Inkassobüro und das Forderungsmanagement.

Schriftlicher Widerspruch: Rückruf zu unbekannter Telefonnummer kann keine Abmahn-Forderung begründen

Empfohlen wird, sich auf der Website der EVZ ein Muster-Anschreiben herunterzuladen, um den unberechtigten Forderungen der Betrugsfirmen zu widersprechen. „Um einen Nachweis über den Versand dieses Schreibens zu erhalten, sollte dies per Einschreiben erfolgen.“

Zudem sollte bei der Polizei Anzeige erstattet werden. Zudem könnten sich Betroffene auch an ihre zuständige Verbraucherberatung wenden und sich mit deren Experten über das weitere Vorgehen beraten.

Es gelte übrigens der Grundsatz, dass mit einem spontanen und unüberlegten Rückruf zu einer unbekannten Telefonnummer keine Abmahn-Forderungen begründet werden könnten. „Und wenn ein Mahnschreiben eine reale Grundlage hat und jemand wirklich die Dienste einer Telefonsex-Hotline in Anspruch genommen hat, so muss er in der Regel nur die angefallenen Verbindungskosten des Mobilfunkanbieters zahlen, nicht aber hohe zusätzliche Mahnkosten.“ Weitere Kosten fielen nur bei einem vorher abgeschlossen Vertrag mit Preisfestlegung an.

Weitere Informationen zum Thema:

Gewerkschaft der Polizei, Das Präventionsportal, 28.01.2022
Telefonsex-Fallen aus Tschechien / Alte Abzock-Masche wurde neu belebt

Europäisches Verbraucherzentrum Deutschland, 17.11.2021
Betrug aus Tschechien: hohe Rechnungen für angeblichen Telefonsex

]]>
https://www.datensicherheit.de/alte-abzock-masche-in-neuer-auflage-tschechische-telefonsex-fallen/feed 0
BKA-Warnung vor Fake-Anrufen – angeblich im Namen des Bundeskriminalamts https://www.datensicherheit.de/bka-warnung-fake-anrufe-missbrauch-namen-bundeskriminalamt https://www.datensicherheit.de/bka-warnung-fake-anrufe-missbrauch-namen-bundeskriminalamt#respond Mon, 18 Oct 2021 17:29:21 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=40918 Es droht laut BKA möglicherweise unbemerkt eine Weiterleitung auf kostenpflichtige Nummern

[datensicherheit.de, 18.10.2021] „Derzeit erhalten Bürgerinnen und Bürger in Deutschland Anrufe – angeblich im Namen des Bundeskriminalamts“, warnt das Bundeskriminalamt (BKA) in eigener Sache. Am Telefon behauptet demnach eine automatische Stimme, dass der Personalausweis der Angerufenen überprüft werden müsse und sie den Anweisungen folgen sollen, um die Überprüfung zu ermöglichen.

BKA: Täter könnten mit persönlichen Daten Waren bestellen oder andere Straftaten begehen

Es folgten Anweisungen wie zum Beispiel „Drücken Sie die 1“, um Daten zum Personalausweis anzugeben und damit angeblich eine Strafe abzuwenden. Diese Anrufe kämen vorgeblich von Festanschlüssen aus Wiesbaden mit der Vorwahl „0611“. Es folgten unterschiedliche Rufnummern, häufig beginnend mit den Ziffern „916“.
„Wenn Sie den Anweisungen folgen, werden Sie möglicherweise unbemerkt auf kostenpflichtige Nummern weitergeleitet, bei denen für Sie hohe Gebühren anfallen.“ Außerdem könnten die Täter mit persönlichen Daten unter fremden Namen Waren bestellen oder andere Straftaten begehen.

BKA rät Angerufenen, sich nicht in ein Gespräch verwickeln zu lassen

Das BKA rät daher allen Angerufenen: „Folgen Sie nicht den Anweisungen, lassen Sie sich nicht in ein Gespräch verwickeln – legen Sie einfach auf! Das BKA fordere niemals dazu auf, persönliche Daten am Telefon preiszugeben.
„Sollten Sie nachträglich feststellen, dass Sie betrogen oder ihre Daten missbräuchlich benutzt wurden, erstatten Sie Strafanzeige bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle.“

]]>
https://www.datensicherheit.de/bka-warnung-fake-anrufe-missbrauch-namen-bundeskriminalamt/feed 0
Unseriöse Trittbrettfahrer: vzhh warnt vor Betrug https://www.datensicherheit.de/unserioese-trittbrettfahrer-vzhh-warnung-betrug https://www.datensicherheit.de/unserioese-trittbrettfahrer-vzhh-warnung-betrug#respond Wed, 07 Apr 2021 17:38:07 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=39533 Dubiose Geschäftemacher geben sich Mitarbeiter der Verbraucherzentrale Hamburg (vzhh) aus

[datensicherheit.de, 07.04.2021] Die Verbraucherzentrale Hamburg e.V. (vzhh) warnt in einer aktuellen Meldung vor dubiose Geschäftemachern: Diese geben sich demnach „derzeit als Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter der Verbraucherzentrale Hamburg aus, um Verbraucherinnen und Verbraucher am Telefon zu täuschen“. Die Hamburger Verbraucherschützer hätten mehrere Hinweise von Betroffenen erhalten: „Die Betrüger verwenden den Namen der Verbraucherzentrale, um das Vertrauen der Angerufenen zu gewinnen und ihnen dann das Geld aus der Tasche zu ziehen“, berichtet Julia Rehberg von der vzhh. Die Maschen dieser unseriösen Trittbrettfahrer seien vielfältig.

Vorfall 1: Falsche vzhh-Umfrage zur Pflegebedürftigkeit

Ein Verbraucher habe von einem Anrufer berichtet, der sich als Mitarbeiter der vzhh vorgestellt und vorgegeben habe, eine Umfrage zur Pflegebedürftigkeit durchzuführen: Er habe dem Anrufer einige Auskünfte mitgeteilt, sei aber misstrauisch geworden, als der vermeintliche Verbraucherschützer ihm plötzlich ein „unverbindliches Angebot“ unterbreitet habe.
Rehberg stellt klar: „Wir kontaktieren niemanden, um Beratungen oder andere Dienstleistungen zu bewerben oder anzubieten.“ Sie rät dazu, sich nicht auf am Telefon oder per E-Mail unterbreitete Angebote einzulassen. „Meist bleibt die versprochene Leistung aus, das gezahlte Geld ist verloren und die persönlichen Daten sind in den falschen Händen“, so ihre Warnung.

Vorfall 2: Angebliche Gewinnspiele der vzhh

Das Abfischen von Daten sei auch das Ziel einer weiteren Masche, von der eine Verbraucherin berichtet habe: „Diese erhielt mehrere Anrufe, in denen sich ihr Gesprächspartner als Mitarbeiter der Verbraucherzentrale Hamburg vorstellte und die Betroffene aufforderte, eine Zahl zwischen eins und zehn zu nennen.“ Mit der richtigen Zahl könne sie das Überraschungspaket einer Verlosung gewinnen, an der sie laut des angeblichen Verbraucherschützers zuvor teilgenommen hätte.
Die Verbraucherin habe das Gespräch beendet und die vzhh informiert. „Die persönlichen Daten oder sogar eine Kontoverbindung sollen oft angegeben werden, um den versprochenen Gewinn zu erhalten. Doch diese Informationen sollte man keinesfalls preisgeben“, betont Rehberg. Soll vorab sogar noch ein Geldbetrag an einen unbekannten Empfänger überwiesen werden, sollte man sofort auflegen.

Vorfall 3: Falscher vzhh-Mitarbeiter „Herr Kahn“ informiert über Zwangsvollstreckung

Ein dritter Verbraucher habe von einem Anrufer berichtet, der sich als „Herr Kahn“ von der vzhh vorgestellt und den Betroffenen darüber informiert habe, dass gegen ihn angeblich eine Zwangsvollstreckung in Höhe von 9.800 Euro vorliegen würde. Diese hätte der Anbieter eines Gewinnspiels gegen ihn erwirkt. „Der Betrüger teilte dem Verbraucher die Telefonnummer eines Rechtsanwalts mit, der angeblich kostenlos helfen könne, die Zwangsvollstreckung zu stoppen.“
Statt den empfohlenen Rechtsanwalt zu kontaktieren, habe sich der Verbraucher aber an die vzhh gewandt. Diese teilte ihm nach eigenen Angaben mit, „dass weder der angebliche Mitarbeiter noch die Nummer, über die der Betrüger den Verbraucher kontaktiert hatte, bekannt sei“. Wer auf einen betrügerischen Anruf reingefallen ist, sollte auf jeden Fall Strafanzeige erstatten. „Das ist auch online möglich. Notieren Sie sich zudem die Nummer und informieren Sie die Bundesnetzagentur“, so Rehbergs Tipp.

]]>
https://www.datensicherheit.de/unserioese-trittbrettfahrer-vzhh-warnung-betrug/feed 0
Anstieg bei Callcenter-Angriffen von 2013 bis 2017 um 350 % https://www.datensicherheit.de/anstieg-callcenter-angriffe-2013-2017-350-prozent https://www.datensicherheit.de/anstieg-callcenter-angriffe-2013-2017-350-prozent#respond Thu, 20 Sep 2018 14:32:42 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=28890 Telefonbetrug weiterhin lukrativ und ernstzunehmende Bedrohung

[datensicherheit.de, 20.09.2018] Pindrop meldet, dass eigene Forschungen eine Zunahme der Fälle von Callcenter-Angriffen, d.h. Telefonbetrug, in den letzten vier Jahren um 350 Prozent ergeben haben.

Ursachen der Zunahme

Es gebe zwei Gründe für diese dramatische Wandlung:

  • Erstens sei Cyber-Kriminalität eine lukrative Branche und die Zahl der Datenschutzverletzungen nehme zu.
  • Zweitens hätten sich die Betrüger weiterentwickelt und kombinierten Social Engineering mit Online-Betrug.

Pindrop erstellt aktuellen Bericht

Aktuell liegt laut Pindrop ein vollständiger Bericht zu diesem Thema vor. Zentrale Erkenntnis sei eben der Anstieg bei Telefonbetrug um mehr als 350 Prozent in den letzten vier Jahren. Die am stärksten betroffenen Branchen sind demnach:

  • Versicherung 36 %
  • Banken 20 %
  • Einzelhandel 15 %
]]>
https://www.datensicherheit.de/anstieg-callcenter-angriffe-2013-2017-350-prozent/feed 0
Missbrauch von Telefon, E-Mail und Fax für unerlaubte Werbung geht zurück https://www.datensicherheit.de/missbrauch-telefon-e-mail-fax-fuer-unerlaubte-werbung-geht-zurueck https://www.datensicherheit.de/missbrauch-telefon-e-mail-fax-fuer-unerlaubte-werbung-geht-zurueck#comments Mon, 14 Oct 2013 21:24:47 +0000 http://www.datensicherheit.de/?p=22615 Beschwerden gehen zurück

[datensicherheit.de, 14.10.2013] Der Missbrauch von Telefon, E-Mail und Fax für unerlaubte Werbezwecke geht in Deutschland zurück. Die Zahl der schriftlichen Beschwerden bei der Bundesnetzagentur ist in zwei Jahren um fast 60 Prozent gesunken. 2010 beschwerten sich noch fast 56.000 Verbraucher über Spam, ein Jahr später knapp 36.000, 2012 nur noch rund 24.000. Das meldet der Hightech-Verband BITKOM.

„Die Spam-Filter für Emails sind in den vergangenen Jahren deutlich besser geworden und werden verstärkt eingesetzt“, sagt BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Vor allem die Internet-Provider haben hier im Sinne der Verbraucher deutlich aufgerüstet. Unerwünschte Werbemails kommen nun seltener beim Verbraucher an und lohnen sich daher weniger. Entsprechend ist die Zahl der Spams und Beschwerden zurückgegangen.

Besonders stark gesunken ist Spam per Fax. Dafür gibt es zwei maßgebliche Gründe: Erstens wurden nationale Rufnummern von Inhabern abgeschaltet, die mehrfach wegen Spams auffällig geworden waren. Zweitens haben die Netzbetreiber den Versand von Spam aus dem Ausland erschwert. Fax-Anschlüsse in Deutschland sind von bekannten ausländischen Spam-Versendern kaum noch erreichbar. Zudem wurden Antwort-Faxe an diese Spam-Versender in der Regel nicht mehr durchgeleitet.

Unerlaubte Werbung steht laut Bundesnetzagentur für knapp die Hälfte aller Beschwerden über den Missbrauch von Rufnummern. Den zweiten großen Block machen Beschwerden zu so genannten Predictive Dialern aus. Das sind computergestützte Programme, die mehrere Rufnummern gleichzeitig anwählen. Wenn eines der Gespräche angenommen wird, werden die anderen Anrufe automatisch abgebrochen und später wieder angewählt. „Predictive Dialer dürfen ausschließlich entsprechend den jeweiligen Verbraucheranforderungen eingesetzt, abgebrochene Wahlversuche müssen vermieden werden“, so Rohleder. Die Zahl aller Beschwerden zu Rufnummernmissbrauch ist 2012 um rund 20 Prozent auf knapp 49.000 gesunken.

Zur Methodik: Die Angaben basieren auf Zahlen der Bundesnetzagentur.

]]>
https://www.datensicherheit.de/missbrauch-telefon-e-mail-fax-fuer-unerlaubte-werbung-geht-zurueck/feed 1
BKA warnt vor betrügerischen Gewinnversprechen: Vermutlich 100.000 Geschädigte in Deutschland https://www.datensicherheit.de/bka-warnt-betruegerischen-gewinnversprechen-vermutlich-100-000-geschaedigte-deutschland https://www.datensicherheit.de/bka-warnt-betruegerischen-gewinnversprechen-vermutlich-100-000-geschaedigte-deutschland#respond Fri, 04 Oct 2013 20:07:38 +0000 http://www.datensicherheit.de/?p=22505 Täter haben es zumeist auf ältere Opfer abgesehen

[datensicherheit.de, 04.10.2013] Ältere Bürgerinnen und Bürger in Deutschland werden in zunehmendem Ausmaß Opfer von falschen Gewinnversprechen per Telefon, warnt aktuell das Bundeskriminalamt (BKA). Aus Call-Centern agierende Täter, die sich als Rechtsanwälte oder Notare ausgeben, informieren demnach die Angerufenen über den angeblichen Gewinn eines Geld- oder Sachpreises – zumeist eines hochwertigen Autos. Die Auszahlung oder Überführung werde dann davon abhängig gemacht, dass die vermeintlichen Gewinner im Voraus bestimmte Gebühren, Steuern oder andere Kosten bezahlen sollen. Eine Verrechnung mit dem Gewinn werde mit unterschiedlichsten Begründungen abgelehnt, so das BKA.

Der nicht existierende Gewinn

Für die Bezahlung würden die Täter den Opfern verschiedene Möglichkeiten nennen, wie beispielsweise die Nutzung von
Bargeldtransfer-Dienstleistern oder den Versand der Geldbeträge per Post als Brief oder Päckchen. Unabhängig aber von der gewählten
Bezahlungsmethode erfolge eben keine Gewinnausschüttung – der Gewinn existiere nicht, stellt das BKA klar.

Fortgesetzte Betrugsversuche

Opfer einer solchen Betrugsmasche müssen auch noch damit rechnen, in derFolgezeit erneut von Betrügern angerufen zu werden, die dann vorgäben, das bezahlte Geld wiederbeschaffen zu können. Vereinzelt behaupteten die Täter auch, dass sich die Angerufenen durch eine Übersendung von Geld in das Ausland strafbar gemacht hätten. Letztendlich versuchten sie, das Opfer zu weiteren Geldzahlungen zu bewegen. Dabei gäben sich die Betrüger als Polizeibeamte, Staatsanwälte, Richter oder auch als Notare und Rechtsanwälte aus.

Bereits Schäden in Millionenhöhe

Bundesweit verzeichnet die Polizei nach offiziellen Angaben in Deutschland seit 2010 über 37.000 Personen, die Opfer dieser Art des Betruges geworden sind. Fachleute von Polizei und Justiz gehen jedoch von einem hohen Dunkelfeld aus. Vermutlich seien bundesweit mittlerweile über 100.000 Personen dieser Tatbegehungsweise zum Opfer gefallen, haben dies aber zum Beispiel aus Furcht, Scham oder mangelnder Mobilität nicht bei der Polizei angezeigt. Durch die Betrügereien erlangten die Täter laut BKA bislang Geldsummen in einer Gesamthöhe von mindestens 23 Millionen Euro.

Manipulation der Anruferkennung

Die bisherigen Ermittlungen hätten ergeben, dass die Taten überwiegend von der Türkei aus begangen werden. Die Täter sprächen sehr gut Deutsch; sie seien redegewandt und skrupellos. Selbst wenn Opfer gegenüber den Tätern angeben, kein Geld mehr zu haben und alle Ersparnisse bereits für den versprochenen Gewinn aufgebraucht zu haben, ließen die Täter nicht von ihnen ab und forderten dazu auf, Geld zu leihen oder einen Kredit aufzunehmen. Um die eigene Glaubwürdigkeit zu erhöhen, manipulierten die Betrüger gezielt die eigene Rufnummer, die im Telefondisplay des Opfers erscheint. Dort werde die Rufnummer einer deutschen Stadt angezeigt, obgleich sich der Täter bei seinem Anruf in der Türkei befinde. Passend zu einem Anruf eines vermeintlichen Notars aus Hamburg könne so auch eine Nummer mit Hamburger Vorwahl im Display des Angerufenen erscheinen.

Besonders dreister Beispielfall in NRW

An einem Fall aus Nordrhein-Westfalen werde das dreiste Vorgehen der Täter besonders deutlich – eine 83-jährige Geschädigte habe in zwei Einschreibebriefen insgesamt 24.000 Euro in die Türkei versandt. Zuvor sei sie von „Polizeibeamten“ telefonisch bedroht worden. Die zweite Geldsendung würde angeblich benötigt, um nun gegen die Geschädigte bestehende Forderungen auszugleichen. Wenn sie nicht bezahle, würden Polizeibeamte sie zu Hause abholen. Die Geschädigte habe sich einige Tage später bei der Polizei gemeldet und berichtet, dass sie erneut einen Anruf von „Interpol Istanbul“ erhalten habe – sie müsse wieder eine Geldsumme überweisen, da aufgrund ihrer früheren Geldsendungen in der Türkei Ermittlungen wegen Geldwäsche gegen sie geführt würden. Nun wolle man weitere 4.800 Euro, um damit die weitere Strafverfolgung gegen sie zu verhindern…

BKA-Präsident ruft Opfer zur Anzeige auf

Skrupellos schüchterten die Täter ihre Opfer ein, um sie zu Zahlungen zu bewegen, sagt BKA-Präsident Jörg Ziercke. Ziercke appelliert, aufmerksam zu sein und telefonischen Gewinnversprechen keinen Glauben zu schenken.
Angehörige deutscher Strafverfolgungsbehörden würden niemals am Telefon zu einer Geldüberweisung nötigen oder eine Festnahme androhen. Wer Opfer einer Straftat geworden ist, sollte sich nicht scheuen, Anzeige bei der nächstgelegenen Polizeidienststelle zu erstatten. Nur so könne die Polizei Maßnahmen zur Überführung der Täter ergreifen.

Kooperation mit türkischen Behörden

So dramatisch der Fall für die 83-Jährige Geschädigte aus Nordrhein-Westfalen auch war – durch ihre Anzeigenerstattung bei der Polizei hätten Ermittlungen in der Türkei angeregt werden können. An der Empfängeradresse der Geldsendungen hätten türkische Polizeibeamte Beweismittel sichergestellt und mehrere Tatverdächtige festgenommen. Die Ermittlungen in der Türkei und in Deutschland dauerten an. In Fällen von international operierenden Tätergruppierungen sei eine schnelle und verlässliche Zusammenarbeit deutscher und türkischer Sicherheitsbehörden entscheidend, um den Tätern das Handwerk zu legen, betont der BKA-Präsident. Aus diesem Grund hätten sie eine deutsch-türkische Arbeitsgruppe eingerichtet, die sich intensiv mit der Aufklärung dieser Straftaten beschäftigen werde. Die beteiligten Justiz- und Polizeibehörden würden alle Anstrengungen unternehmen, um diese Serie von Straftaten aufzuklären und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

Opfer in fast allen Bundesländern

In Deutschland sollen nicht nur in Nordrhein-Westfalen, sondern in fast allen Bundesländern Bürgerinnen und Bürgern Opfer solcher Betrugsfälle geworden sein. Eine hohe Anzahl von Geschädigten gebe es in Ermittlungsverfahren, die in Bayern, Niedersachsen und Sachsen geführt werden.

BKA-Tipps zum Schutz vor Betrug am Telefon:

  • Schenken Sie telefonischen Gewinn-Versprechungen keinen Glauben, insbesondere wenn die Einlösung des Gewinns an Bedingungen geknüpft ist!
  • Leisten Sie keinerlei Vorauszahlungen auf versprochene Gewinne – ein seriöses Unternehmen wird die Gewinnausschüttung niemals von einer Vorauszahlung abhängig machen!
  • Lassen Sie sich von angeblichen Amtspersonen am Telefon nicht unter Druck setzen – Angehörige deutscher Strafverfolgungsbehörden würden Sie niemals am Telefon zu einer Geldüberweisung nötigen oder bedrängen!
  • Geben Sie keine persönlichen Informationen weiter: keine Telefonnummern und Adressen, Kontodaten, Bankleitzahlen oder Kreditkartennummern!
  • Wenden Sie sich an Ihre örtliche Polizeidienststelle, wenn Sie derartige Anrufe erhalten. Erstatten Sie Anzeige!

Weitere Informationen zum Thema:

Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes
INFORMATIONSBLATT Gewinnversprechen

]]>
https://www.datensicherheit.de/bka-warnt-betruegerischen-gewinnversprechen-vermutlich-100-000-geschaedigte-deutschland/feed 0
Ärger mit Handy, Internet oder Telefon: Neuer Wegweiser der Verbraucherzentrale https://www.datensicherheit.de/aerger-handy-internet-telefon-neuer-wegweiser-verbraucherzentrale https://www.datensicherheit.de/aerger-handy-internet-telefon-neuer-wegweiser-verbraucherzentrale#respond Fri, 15 Mar 2013 19:31:59 +0000 http://www.datensicherheit.de/?p=21487 Handbuch soll aufzeigen, wie Nutzer Fallstricke umgehen

[datensicherheit.de, 15.03.2013] Im Dschungel der Produkte und Tarife auf dem Telefon- und Internetmarkt lässt sich nur schwer der Überblick behalten. Die Wahl eines Handytarifs, Telefonanbieters oder Internetshops kann eine teure Fehlentscheidung sein oder zu rechtlichen Problemen führen. Einen nützlichen Wegweiser zur Orientierung soll nun der Ratgeber „Ärger mit Handy, Internet oder Telefon“ der verbraucherzentrale Hamburg bieten:
Das Handbuch rund um Sprechen, „Simsen“ und Surfen zeigt auf, wie sich Kostenfallen oder Fallstricke erkennen lassen und welche Kriterien bei der Entscheidung für einen zuverlässigen Telefonanbieter oder lukrativen Tarif einfließen sollten. Kommt es dennoch zu Ärger wegen falscher Telefonrechnungen, defekter Geräte, Anschlussfreischaltungen oder einem Wechsel des Unternehmens, zeigt der Ratgeber, auf welche Rechte Nutzer in solchen Fällen pochen können. Antworten gibt es zudem auf Fragen rund um den Kauf im Onlineshop und den damit verbundenen Risiken. Musterbriefe, beispielsweise zur Reklamation einer Telefonrechnung oder zur Fristsetzung bei verspäteter Freischaltung, runden das kompakte Informationspaket ab.
Den Ratgeber „Ärger mit Handy, Internet oder Telefon“ gibt es für 8,90 Euro im „Infozentrum“ der Verbraucherzentrale Hamburg an der Kirchenallee 22 (montags, mittwochs, donnerstags und freitags 10 bis 18 Uhr, dienstags 10 bis 20 Uhr). Zuzüglich 2,50 Euro für Porto und Versand kann man das Buch auch per Telefon unter (040) 248 32 104 oder online bestellen.

Weitere Informationen zum Thema:

verbraucherzentrale Hamburg
Ärger mit Handy Internet oder Telefon

]]>
https://www.datensicherheit.de/aerger-handy-internet-telefon-neuer-wegweiser-verbraucherzentrale/feed 0