Webseite – datensicherheit.de Informationen zu Datensicherheit und Datenschutz https://www.datensicherheit.de Datensicherheit und Datenschutz im Überblick Mon, 13 Apr 2020 16:59:32 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.7 https://www.datensicherheit.de/wp-content/uploads/cropped-datensicherheit-favicon-300x300-1-32x32.jpg Webseite – datensicherheit.de Informationen zu Datensicherheit und Datenschutz https://www.datensicherheit.de 32 32 DDoS-Attacken und empfohlene Schutzmaßnahmen https://www.datensicherheit.de/ddos-attacken-und-empfohlene-schutzmassnahmen https://www.datensicherheit.de/ddos-attacken-und-empfohlene-schutzmassnahmen#respond Wed, 15 Jul 2015 21:27:52 +0000 http://www.datensicherheit.de/?p=24865 Finanzielle Schäden bei Ausfall der Webseite oder Überlastung der Infrastruktur können enorm sein

Von unserem Gastautor Raymond Hartenstein, Vetriebsleiter, Link11

[datensicherheit.de, 15.07.2015] DDoS-Angriffe sind immer einfacher zu bewerkstelligen. Der finanzielle Schaden bei Ausfall der Webseite oder Überlastung der Infrastruktur kann enorm sein: Viele der attackierten Unternehmen müssen ihre Systeme für mindestens einen Werktag abschalten und einen großen personellen und materiellen Aufwand leisten, um den Schaden zu begrenzen.

Laut einer Umfrage der britischen BT leiden vier von zehn (41 Prozent) der weltweit im Internet vertretenen Unternehmen unter DDoS-Angriffen. Bisher gibt es noch kaum Statistiken, wie stark deutsche Firmen von DDoS-Angriffen betroffen sind. Nach Schätzungen des Bundesministeriums des Innern wird nur jede zehnte Tat zur Anzeige gebracht. Mit 113 Angriffen pro Tag zählen DDoS-Attacken (Distributed Denial of Service-Attacken) laut dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zu den größten Gefahren für die IT-Sicherheit in Deutschland. Die Bedrohungslage ist gleichbleibend hoch. Ein Technologie-Unternehmen, dessen Entwicklungsstandort vom Netz abgetrennt ist, oder der Mittelständler, dessen Produktionsstandort über Tage nicht mehr erreichbar ist, können nachhaltig geschädigt werden. Existenzbedrohend kann es für einen Online-Shop sein, der komplett abhängig ist von der Erreichbarkeit seiner Webseite.
Sein komplettes Geschäftsmodell ist darauf aufgebaut, dass Kunden jederzeit bestellen können. So wurde jeder achte Online-Shop bereits mit DDoS-Attacken erpresst. Präventive Schutzmaßnahmen sind daher umgehend zu ergreifen. Die DDoS-Angriffe der letzten Monate haben an Volumen zugenommen, sodass häufig die lokale Netzanbindung des betroffenen Unternehmens überlastet war. Zudem werden Angriffe intelligenter und kombinieren Volumen- und Applikations-Attacken. Neben dem Webserver werden verstärkt andere Server in der Infrastruktur des Unternehmens angegriffen, die Internetzugänge überlastet und damit mitunter ganze Standorte außer Betrieb gesetzt.

Raymond Hartenstein, Vertriebsleiter bei der Link11 GmbH
Bild: Link11

Raymond Hartenstein, Vertriebsleiter bei der Link11 GmbH

Der erste Schluss, den man daraus ziehen muss, ist, dass eine lokale Hardware, die in der eigenen Infrastruktur installiert ist, meist nicht ausreichend ist. Es empfiehlt sich die Kombination mit einem Cloud-Schutz oder einem CDN. Welche Punkte gibt es hier zu beachten?

  • Ist es eine internationale Webseite, deren Inhalt in mehreren Ländern verteilt werden muss? Dann empfiehlt sich die Kombination mit einem CDN.
  • Gibt es viele dynamische Inhalte auf der Seite? Da die Anfragen vom Original-Webserver beantwortet werden müssen, kann ein Cloud-Schutz hier optimal schützen.
  • Welche Such-/Datenbankabfragen können das System stark belasten? Nur wenige Hardware- Lösungen erkennen, wie sehr eine Suchabfrage die Datenbank belastet. Auch hier bietet der Cloud-Schutz Vorteile.
  • Sind nur der Webserver oder weitere Server wie für E-Mail- oder VPN zu schützen? Das CDN schützt nur den Webserver. Hier empfiehlt sich die Kombination aus Hardware und Cloud-Schutz.
  • Über wie viel Security Expertise verfügt das Unternehmen? Sind zu wenig eigene Ressourcen vorhanden, sollte man von einer Hardware Lösung Abstand nehmen, da sie nicht ausreichend administriert werden kann.
  • Soll eine externe Lösung permanent den Datenstrom filtern oder nur im Angriffsfall? Oft empfiehlt sich eine Standby-Lösung, die nur im Angriffsfall aktiv wird. Der DDoS-Schutzanbieter kann in diesem Fall auch als potenzielle Fehlerquelle ausgeschlossen werden.
  • Wie relevant ist der Datenschutz? Wird er durch den Anbieter gewährleistet? Dies ist für die meisten Unternehmen relevant und der externe Anbieter sollte die Einhaltung wirksamer Datenschutzregelungen sicherstellen können.

Dies ist nur eine kleine Auswahl an Fragen, die sich ein Unternehmen stellen sollte, um darauf aufbauend seine Evaluierung der Schutzmöglichkeiten zu beginnen. Zu bedenken ist immer, dass DDoS-Angriffe bisher ein Nischenthema sind. In vielen Unternehmen ist die Expertise nicht vorhanden, die meist völlig überraschenden Angriffe selbst abzuwehren bzw. eine Hardware-Lösung effektiv zu bedienen. Im Zweifel sollte man sich an Spezialisten wenden, die täglich mit dieser Form der Cyber-Abwehr zu tun haben. Ein externer, Cloud-basierter Schutz, bietet viele Vorteile:

  • Die Experten beschäftigen sich täglich mit der Abwehr von Angriffen.
  • Große Datenvolumen können problemlos abgefangen werden, aber auch Angriffe auf Applikationsebene werden von guten Anbietern erkannt.
  • Einige Cloud-Anbieter können im Angriffsfall zudem das gesamte Netzwerk des Unternehmens kurzzeitig übernehmen und damit komplett schützen, da Attacken nicht mehr nur auf die Webserver zielen. Dieser Schutz ist in einer Standby-Variante realisierbar, so dass der Datenverkehr im Normalfall nicht über den DDoS-Schutzanbieter läuft

Wichtig ist, dass die Evaluierung der Schutzmöglichkeiten nicht erst beginnt, wenn ein Angriff in vollem Gange ist. Das Risiko betroffen zu sein, steigt von Monat zu Monat. Geeignete Schutzmaßnahmen sollten vorher gefunden werden.

Weitere Informationen zum Thema:

Link11
Whitepaper „Best Practices Ansätze zum DDoS-Schutz“

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Drive-by-Downloads: Über 90 Prozent aller Attacken auf deutsche Nutzer basieren auf infizierten Links https://www.datensicherheit.de/drive-by-downloads-ueber-90-prozent-aller-attacken-deutsche-nutzer-basieren-infizierten-links https://www.datensicherheit.de/drive-by-downloads-ueber-90-prozent-aller-attacken-deutsche-nutzer-basieren-infizierten-links#respond Wed, 03 Jul 2013 19:37:49 +0000 http://www.datensicherheit.de/?p=22079 Kaspersky Lab zeigt, was Anwender plattformunabhängig beachten sollten, damit sie sich nicht über das reine Surfen im Web infizieren

[datensicherheit.de, 03.07.2013] Drive-by-Downloads sind besonders perfide, weil sich Anwender bei dieser Form des Cyberangriffs allein durch das Besuchen einer Webseite – auch einer legitimen – infizieren können, ohne es zu bemerken. Kaspersky Lab meldet, dass über 90 Prozent aller registrierten Attacken im zweiten Quartal 2013 über web-basierte Angriffe erfolgten.

Das Internet wird zunehmend plattformunabhängig und mobiler. Nach einer aktuellen Umfrage von TNS-Infratest sind bereits jetzt schon 40 Prozent der Deutschen mobil im Internet [1]. Für die IT-Sicherheit heißt das: Internetschutz hört nicht durch das reine Absichern des Rechners im Arbeitszimmer auf. Internetsicherheit sollte im Gesamten verstanden und gelebt werden. Gerade der so genannte Web-Bürger, der orts- und zeitunabhängig ständig im Internet unterwegs ist, sollte sich mit der unsichtbaren Gefahr „Drive-by-Downloads“ als größter Webangriffsform auseinandersetzen.

Über 90 Prozent aller Attacken auf deutsche Nutzer über infizierte Internetquellen

Bei über 90 Prozent aller von Kaspersky Lab blockierten Angriffe handelt es sind um schädliche URL-Adressen, die zum allergrößten Teil mit Schadcodes zum Drive-By Download versehen sind. Insgesamt registrierte Kaspersky Lab weltweit zwischen April und Juni 2013 über 562 Millionen (über 40 Millionen davon in Deutschland) einzelne Attacken auf seine Kunden. 92,76 Prozent dieser Angriffe, die Kaspersky Lab auf deutsche Kunden abwehren konnte, gingen von infizierten Quellen aus dem Web aus. Weltweit beträgt dieser Wert 93,10 Prozent. Auch die Bitkom zählt Drive-by-Downloads aktuell zur größten Gefahr im Internet [2].

Drive-by-Download: Infektion über das Surfen im Web

Bei Drive-by-Downloads infizieren sich Anwender, indem diese eine infizierte Webseite besuchen, ohne dass sie davon etwas mitbekommen [3]. Bei den infizierten Seiten handelt es sich meist um legitime Seiten, die Anwender regelmäßig besuchen. Bei Drive-by-Downloads werden Sicherheitslücken auf dem Rechner ausgenutzt. Mit Hilfe von Exploit-Packs– einer Sammlung von Programmen, die Sicherheitslücken in legitimer Software auf den Computern der Anwender ausnutzen– werden Schadprogramme auf dem Gerät des Webseitenbesuchers installiert. Da die Angriffe selbst über den Browser laufen, nutzen Cyberkriminelle entweder Schwachstellen im Browser, in Ergänzungsmodulen zum Browser oder in Dritt-Software, die vom Browser zur Bearbeitung geladen wird.

„Für Cyberkriminelle haben sich Drive-by-Downloads vor allem im PC-Bereich als der beliebteste Verbreitungsweg von Malware etabliert“, sagt Christian Funk, Senior Virus Analyst bei Kaspersky Lab. „Aber auch der Mac blieb nicht verschont. Rein zahlenmäßig existieren für Apple-Rechner im Gegensatz zum herkömmlichen PC weit weniger Bedrohungen, dennoch gab es auch auch hier Beispiele für den hinterlistigsten aller Angriffsvektoren. So konnte der Schädling Flashfake weltweit vornehmlich über Drive-by-Downloads mehr als700.000 Macs infizieren. Mobile Drive-by-Downloads sind in ,freier Wildbahn‘ noch nichtaufgetaucht. Im vergangenen Jahr gab eszwar eine Machbarkeitsstudie für Android-basierte Geräte, jedoch wurde der Code nicht veröffentlicht. Allerdings ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis der Drive-by-Download auch dort ankommen wird.“

Drive-by-Downloads aus dem Weg gehen

Da beim Drive-by-Download keine aktive „Mithilfe“des Anwenders zur Infektion benötigt wird, läuft die Infektion komplett intransparent und automatisiert ab. Dies macht es dem Anwender unmöglich, einen Drive-by-Downloadzu erkennen und abzuwenden. Nutzer sollten immer bedenken, dass man sich Schadprogramme nicht nur auf unseriösen Seiten einfangenkann. Denndie meisten gefährlichen Seiten sind legitimeWebseiten. So kann der Nutzer auch bei der morgendlichen Lektüre auf seinerfavorisierten News-Seite infiziert werden. Als Schutzmaßnahme sollten Nutzer immer so zeitnah wie möglich Updates für das Betriebssystem, den Browser und alle Plugins installieren. Zudem schützt eine aktuelle sowie effektive Sicherheitslösung vor einer Drive-by-Infektion.

Weitere Informationen zum Thema:

[1] http://www.initiatived21.de/wp-content/uploads/2013/02/studie_mobilesinternet_d21_huawei_2013.pdf

[2] http://www.bitkom.org/de/presse/8477_74922.aspx

[3] http://de.wikipedia.org/wiki/Drive-by-Download

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