Wohnung – datensicherheit.de Informationen zu Datensicherheit und Datenschutz https://www.datensicherheit.de Datensicherheit und Datenschutz im Überblick Fri, 31 Oct 2025 13:52:04 +0000 de hourly 1 Zwischen Klicks und Klingeln: Hybride Wohnungssuche setzt sich durch https://www.datensicherheit.de/klicks-klingeln-hybrid-wohnungssuche-durchsetzung https://www.datensicherheit.de/klicks-klingeln-hybrid-wohnungssuche-durchsetzung#respond Sun, 02 Nov 2025 23:51:40 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=50786 Bitkom Research hat eine repräsentative Umfrage unter 1.003 Personen in Deutschland durchgeführt – darunter 402 Personen, welche in den vergangenen fünf Jahren nach einer Wohnung oder einem Haus gesucht haben

[datensicherheit.de, 03.11.2025] Obwohl nach aktuellen Erkenntnissen des Digitalverbands Bitkom e.V. bereits 87 Prozent der Wohnungssuchenden auf auf digitale Kanäle setzten, bleibe die Mund-zu-Mund-Propaganda weiterhin noch die bedeutendste Option zum Finden eines neuen Zuhauses. Grundlage dieser Angaben sei eine Umfrage: Bitkom Research hat demnach im Bitkom-Auftrag 1.003 Personen in Deutschland ab 16 Jahren telefonisch befragt, „darunter 402 Personen, die in den vergangenen fünf Jahren nach einer Wohnung oder einem Haus gesucht haben“. Die repräsentative Befragung habe im Zeitraum der Kalenderwochen 33 bis 38 2025 stattgefunden. Künstliche Intelligenz (KI) werde indes noch wenig genutzt.

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Foto: Bitkom e.V.

Nastassja Hofmann zur Wohnungssuche: Persönliche Netzwerke spielen weiterhin eine zentrale Rolle, während Online-Portale und Soziale Medien den Suchprozess effizienter und breiter zugänglich machen

Klassische Mundpropaganda neben digitalen Wegen bei der Wohnungssuche noch immer ein Erfolgsfaktor

Von der Empfehlung der Nachbarin bis zum „Swipe“ auf dem Smartphone – wer heute eine Wohnung sucht, müsse in der Regel parallel auf verschiedene Möglichkeiten zurückgreifen.

  • Eine aktuelle Bevölkerungsbefragung habe nun gezeigt, „wie die Deutschen wirklich suchen“ – und dass klassische Mundpropaganda neben digitalen Wegen noch immer eine große Rolle spiele.

So hätten 40 Prozent der Bundesbürger in den vergangenen fünf Jahren mindestens einmal eine neue Wohnung oder ein Haus gesucht. Die meistgenutzte Möglichkeit seien hierzu Informationen aus dem Freundes- und Bekanntenkreis„97 Prozent der Suchenden haben darauf zurückgegriffen“.

Websites von Wohnungsunternehmen nutzen erst 19 Prozent

Direkt dahinter folgten auch schon digitale Kanäle, welche von 87 Prozent genutzt würden. „Demnach liegen bei den digitalen Varianten Online-Portale wie ,immobilienscout24.de’, ,immowelt.de’ oder ,Kleinanzeigen’ vorn – 81 Prozent haben hier nach ihrer Traumimmobilie geschaut.“

  • Mit großem Abstand dahinter folgten Websites von Wohnungsunternehmen, welche 19 Prozent genutzt hätten.

Zwölf Prozent suchten über Social-Media-Posts und zehn Prozent würden Newsletter beispielsweise von Maklern lesen. Über KI-Chatbots zu suchen sei noch eine absolute Ausnahme, was nur zwei Prozent schon einmal probiert hätten.

Ganz analoge Wege der Wohnungssuche nur noch selten

„Die Wohnungssuche ist längst hybrid: Wir klicken und scrollen – und fragen trotzdem noch Freundinnen und Freunde“, erläutert Nastassja Hofmann, Expertin für „Retail & PropTech“ beim Bitkom.

  • Persönliche Netzwerke spielten weiterhin eine zentrale Rolle, während Online-Portale und Soziale Medien den Suchprozess effizienter und breiter zugänglich machten.

Ganz analoge Wege der Wohnungssuche würden dagegen seltener beschritten: Neun Prozent hätten bei Genossenschaften nachgefragt, jeweils sieben Prozent der Suchenden hätten in Zeitungsinseraten oder in Aushängen nach Wohnungen oder Häusern gestöbert. Fünf Prozent ließen sich über den Arbeitgeber helfen.

Weitere Informationen zum Thema:

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Nastassja Hofmann / Referentin Retail & PropTech Bitkom e.V.

datensicherheit.de, 03.09.2024
Wohnungsnot von Kriminellen missbraucht: Betrug mit Fake-Immobilien / Verbraucherzentrale NRW warnt vor der Preisgabe sensibler Daten bei der Wohnungssuche

datensicherheit.de, 13.04.2017
NRW: Datenschutzmängel in der Wohnungswirtschaft / Keine bisherige Prüfung blieb ohne Beanstandung

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Wohnungsnot von Kriminellen missbraucht: Betrug mit Fake-Immobilien https://www.datensicherheit.de/wohnungsnot-kriminelle-missbraucht-betrug-fake-immobilien https://www.datensicherheit.de/wohnungsnot-kriminelle-missbraucht-betrug-fake-immobilien#respond Tue, 03 Sep 2024 15:30:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=45260 Verbraucherzentrale NRW warnt vor der Preisgabe sensibler Daten bei der Wohnungssuche

[datensicherheit.de, 03.09.2024] Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen (vz NRW) warnt aktuell vor Betrug mit „Fake-Immobilien“ und rät in diesem Zusammenhang dringend vor der Preisgabe sensibler Daten bei der Wohnungssuche. Der Druck auf dem Wohnungsmarkt ist in vielen Städten offensichtlich groß. Auf eine Anzeige melden sich oft etliche Interessenten – aber nicht alle erhalten dann die Chance, die angebotene Wohnung überhaupt zu besichtigen. Diese Notlage nutzen Immobilienbetrüger laut vz NRW aus, um mit gefälschten Wohnungsinseraten auf Plattformen wie „Immobilienscout24“, „Immowelt“ oder „Immonet“ Kasse zu machen. „Betrüger verlangen die Preisgabe sensibler Daten wie Gehaltsnachweise oder die Kopie des Personalausweises, noch vor der ersten Wohnungsbesichtigung. Mit diesen Informationen können sie dann weiter agieren und zum Beispiel Verträge im Namen der Betroffenen abschließen oder Konten eröffnen”, berichtet Ayten Öksüz, Expertin für Datenschutz bei der vz NRW. Sie erklärt, wie man sogenannte Fake-Inserate erkennt und worauf Wohnungssuchende bei Weitergabe personenbezogener Daten achten sollten:

1. Tipp zur Online-Wohnungssuche: Unseriöse Anzeigen erkennen!

Ein Hinweis auf gefälschte Immobilienanzeigen seien ungewöhnlich niedrige Kauf- und Mietpreise. Auch viel zu niedrig angesetzte Nebenkosten könnten ein Indiz für eine gefälschte Wohnungsanzeige sein. Viele Immobilienbetrüger lockten mit ansprechenden Immobilienbildern wie aus dem Prospekt. „Bei den Fotos handelt es sich jedoch oft um kopierte Bilder aus dem Internet.“ Um diese Masche zu entlarven, könnten die Bilder in die umgekehrte Bildersuche einer Suchmaschine hochgeladen werden. „So erkennt man, ob und wo das Bild im Netz noch verwendet wird.“

Auch könne es sich bei dem Inserat um eine Kopie einer oder mehrerer tatsächlich existierender Anzeigen handeln. Auch hierbei helfe die Überprüfung mit einer Suchmaschine. Schwieriger werde es, professionell gefälschte Anzeigen zu erkennen, welche mit Künstlicher Intelligenz erzeugt wurden – und täuschend echt wirkten.

2. Tipp zur Online-Wohnungssuche: Kein Geld vorab überweisen!

Eine häufige Masche sei der Trick mit der Vorkasse: Ein angeblicher Wohnungseigentümer kontaktiere die Interessenten und teile mit, dass er selbst im Ausland sei und daher nicht zur Besichtigung kommen könne. „Gleichzeitig bietet er als Alternative an, den Schlüssel für die Wohnungsbesichtigung per Post zuzuschicken oder durch einen Mittler zu übergeben.“

Als Kaution hierfür sollten die Interessenten dann vorab Geld überweisen. „Sobald die Überweisung erfolgt ist, ist der vermeintliche Eigentümer plötzlich nicht mehr erreichbar.“ Die Betroffenen bekämen keinen passenden Wohnungsschlüssel – und das Geld sei auch weg.

3. Tipp zur Online-Wohnungssuche: Keine sensiblen Daten preisgeben!

Betrüger nutzten die Tatsache aus, dass bei der Wohnungssuche von Eigentümern oder Maklern in der Regel die Angabe von bestimmten Informationen verlangt werde: Dazu gehörten Gehaltsnachweise, Schufa-Auskunft und Angaben über die eigenen Lebensumstände im Rahmen einer Selbstauskunft. Viele forderten auch eine Kopie des Personalausweises – dazu hätten sie allerdings keine Berechtigung. Denn für die Prüfung der in der Selbstauskunft gemachten Angaben reiche es aus, sich den Personalausweis vorzeigen zu lassen. Betrüger könnten nämlich die gesammelten Daten auf unterschiedliche Weise nutzen. „Auf der Gehaltsabrechnung sind beispielsweise Daten wie Kontoinformationen, Arbeitgeber oder die Kontaktdaten der zuständigen Personalabteilung.“ Kriminelle könnten sich damit zum Beispiel beim Arbeitgeber als die betroffene Person ausgeben und über eine angebliche Änderung der Kontodaten für kommende Gehaltszahlungen informieren. Erst mit der ausbleibenden Gehaltszahlung falle ein solcher Betrug dann häufig auf.

Verbraucher sollten grundsätzlich sehr vorsichtig mit der Herausgabe von persönlichen Daten sein. „Eine Kopie des Personalausweises sollte grundsätzlich nicht verschickt werden, schon gar nicht vor der ersten Wohnungsbesichtigung. Wenn dies zum Abschluss des Mietvertrages unvermeidlich ist, sollten alle Stellen, die nicht relevant sind, geschwärzt werden.“ Auch könne ein quer auf der Kopie angebrachter Vermerk wie „Für Wohnungsbewerbung“ einem möglichen Missbrauch vorbeugen. Selbiges gelte auch für Gehaltsnachweise.

4. Tipp zur Online-Wohnungssuche: Betrug unverzüglich melden!

Wenn Verbraucher Opfer eines Betrugs geworden sind, sollten sie keine falsche Scham haben und sich in jedem Fall bei der zuständigen Polizeidienststelle melden, um Anzeige zu erstatten. Dies sei auch online möglich. „Zur Beweissicherung sollte jegliche Korrespondenz mit dem Betrüger aufbewahrt und der Anzeige beigelegt werden. Das ist insbesondere für mögliche weitere Konsequenzen, die sich aus dem Datenklau ergeben können, wichtig.“

So könnten Betroffene mit der Anzeige gegen unberechtigte Forderungen vorgehen. „Wer als Betroffener Rechnungen oder Mahnungen erhält, weil Betrüger Verträge in seinem Namen und mit seiner Identität abgeschlossen haben, sollte sich unbedingt an die Gläubiger wenden und auf den Identitätsdiebstahl hinweisen.“ Auch sollten Betroffene den Betrugsfall beim Plattformbetreiber melden, „damit dieser entsprechende Schritte einleiten kann, zum Beispiel die Fake-Wohnungsanzeige von der Plattform nehmen und weitere mögliche Betroffene über den Betrugsversuch informieren“.

Weitere Informationen zum Thema:

verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, 02.09.2024
Fake-Wohnungen im Internet: So erkennen Sie falsche Immobilienanzeigen

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