Digital-Kompass – datensicherheit.de Informationen zu Datensicherheit und Datenschutz https://www.datensicherheit.de Datensicherheit und Datenschutz im Überblick Tue, 16 Feb 2021 21:00:53 +0000 de hourly 1 Prof. Ulrich Kelber fordert weitere Verbesserung der elektronischen Patientenakte https://www.datensicherheit.de/prof-ulrich-kelber-forderung-verbesserung-elektronische-patientenakte https://www.datensicherheit.de/prof-ulrich-kelber-forderung-verbesserung-elektronische-patientenakte#respond Tue, 16 Feb 2021 18:38:27 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=39020 BfDI würde elektronische Patientenakte in jetziger Form nicht nutzen

[datensicherheit.de, 16.02.2021] Laut einer Meldung des Deutschland sicher im Netz e.V. (DsiN) hat sich der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI), Prof. Ulrich Kelber, in einer Fragestunde des „Digital-Kompass“ der Anliegen älterer Menschen rund um die sogenannte neue elektronische Patientenakte (ePA) angenommen und sich hierbei deutlich positioniert: „Ich persönlich bin nicht bereit, die elektronische Patientenakte in der jetzigen Form zu nutzen.“

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Foto: Bundesregierung/Kugler

Prof. Ulrich Kelber: Gut gemachte digitale Lösung datenschutzfreundlicher als viele analoge Lösungen…

elektronische Patientenakte seit Anfang 2021 für Mitglieder gesetzlicher Krankenkassen verfügbar

Seit Anfang des Jahres 2021 stehe die ePA allen Mitgliedern gesetzlicher Krankenkassen zur Verfügung. Um damit verbundene Datenschutzfragen älterer Menschen zu beantworten, luden DsiN und die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) den BfDI zu einer Online-Veranstaltung am 4. Februar 2021 ein.
Regelmäßige Experten-Fragestunden wie diese gehören laut DsiN zum festen Programm des „Digital-Kompass“. Dieses Projekt unterstütze ältere Menschen dabei, die Chancen des Internets zu nutzen.

elektronische Patientenakte hat immer noch Schwachstellen

„Definitiv ist eine ePA, die gut umgesetzt ist, eine wesentliche Verbesserung“, so Professor Kelber. Indes: „In der jetzigen Form würde ich persönlich die ePA nicht nutzen.“ – und das, obwohl er diesem Projekt viel Positives abgewinnen könne: „Eine gut gemachte digitale Lösung ist datenschutzfreundlicher als viele analoge Lösungen.“ Auch die zugrundeliegende Infrastruktur der Telematik sei „grundsätzlich den Sicherheitsanforderungen entsprechend ausgestaltet“ und selbst in puncto Datenschutz hätten bei der Planung viele seiner Anforderungen Berücksichtigung gefunden.
Dass der oberste deutsche Datenschützer die ePA in ihrer aktuellen Form dennoch ablehnt, begründet er laut DsiN mit Schwachstellen: Erst ab 2022 werde es möglich sein, den Zugang für Arztpraxen oder Pflegeeinrichtungen zu einzelnen Dokumenten „feingranular“ einzustellen. Aktuell könne man einem Arzt nur entweder alle Dokumente freigeben oder gar nichts. Außerdem sei die Nutzung für Patienten bisher nur mit geeigneten Smartphones oder Tablets möglich. Professor Kelber findet es demnach „wirklich schade, dass den Patienten ohne entsprechende Endgeräte diese Möglichkeit genommen wurde“.

Nicht nur bei Patientenakten: Datenschutz oft nur Ausrede für andere Probleme

Der Datenschutz müsse oft pauschal als Sündenbock für politisches und administratives Versagen herhalten – nicht nur bei der ePA, kritisert der BfDI: „Der Datenschutz ist ja angeblich an allem schuld: Spät kommende Patientenakte – Unsinn. Unzureichende ,Corona‘-Bekämpfung – Unsinn“.
Gute Lösungen seien auch unter Wahrung des Datenschutzes möglich. Man müsse sie nur schlau gestalten. „Wir sind die Behörde zur Einforderung von intelligenten digitalen Lösungen“, definiert er folgerichtig die Mission seiner Behörde.

BfDI plant Weisung an Krankenkassen, Schwachstellen der elektronische Patientenakte zu beheben

Der BfDI sei „fest entschlossen“, die 65 Kassen in seinem Zuständigkeitsbereich per Aufsichtsanordnung zu verpflichten, die genannten Schwachstellen der ePA zu beheben. Das Dilemma der Krankenkassen: Die feingranulare Freigabe von Dokumenten sei auf der aktuellen Telematik-Infrastruktur aber rein technisch gar nicht möglich.
Trotzdem seien sie seit Januar 2021 gesetzlich zur Bereitstellung der ePA verpflichtet. Noch etwas mindere zudem mutmaßlich ihre Motivation, die Forderungen des BfDI umzusetzen: Er habe bisher keine ausdrückliche Befugnis, Bußgelder gegen sie zu verhängen. Also appelliere er an den Bundestag, dies durch eine Änderung im Bundesdatenschutzgesetz in Zukunft klarzustellen.

Weitere Informationen zum Thema:

DsiN Deutschland sicher im Netz auf YouTube, 15.02.2021
Digital-Kompass: Datenschutz bei der elektronischen Patientenakte -Langversion:

datensicherheit.de, 07.12.2020
Elektronische Patientenakte: Souveränität der Versicherten über Gesundheitsdaten bewahren / Professor Dieter Kugelmann appelliert an Krankenkassen und Gesetzgeber, Gesundheitsdaten konsequent zu schützen

datensicherheit.de, 03.06.2009
Datenschutz-Risiken bei der elektronischen Patientenakte / Hamburger Datenschutzbeauftragter Caspar sieht die Softwarehersteller in der Pflicht

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Für smarte Senioren: Digital-Kompass auf der IFA 2016 https://www.datensicherheit.de/fuer-smarte-senioren-digital-kompass-auf-der-ifa-2016 https://www.datensicherheit.de/fuer-smarte-senioren-digital-kompass-auf-der-ifa-2016#respond Sat, 03 Sep 2016 21:12:17 +0000 http://www.datensicherheit.de/?p=25861 DsiN begrüßt IFA-Themenschwerpunkt „Smart Home“

[datensicherheit.de, 03.09.2016] Jeder zweite Verbraucher sieht nach aktuellen Angaben des Deutschland sicher im Netz e.V. (DsiN) Sicherheitsrisiken bei der Hausvernetzung. Das „Smart Home“ ist indes Schwerpunkt der „IFA 2016“ in Berlin. Für Verbraucher seien digital vernetzte Häuser allerdings noch „Neuland“. Laut dem „DsiN-Sicherheitsindex 2016“ nutzen nur knapp vier Prozent der Internetnutzer in Deutschland vernetzte Haustechnik.

Mehrheit sieht Gefahren der Vernetzung

Vor allem beim Thema Sicherheit von „Smart Homes“ seien Verbraucher kritisch. 54 Prozent der für den DsiN-Index 2016 befragten Verbraucher hielten die Steuerung und Vernetzung von Haustechnik und Unterhaltungselektronik für mindestens gefährlich. Ein sehr hohes Sicherheitsrisiko empfänden immer noch sechs Prozent der Befragten.

Senioren besonders kritisch

Besonders stark ausgeprägt seien Sicherheitsbedenken bei der Gruppe der „außenstehenden Internetznutzer“, zu der überwiegend Senioren gehörten. Dabei sieht der DsiN gerade für ältere Menschen große Chancen im digitalen Zuhause – vom vernetzten Bewegungsmelder bis hin zu Staubsaugern zum autonomen Säubern der Wohnung.
„Wir setzen uns dafür ein, dass Senioren die Vorteile der Digitalisierung besser nutzen“, so DsiN-Geschäftsführer Dr. Michael Littger. Dafür müsse man ihnen digitale Geräte viel besser erklären. Dies bedeute aber auch, über Sicherheitsfragen und Schutzmaßnahmen aufzuklären, sagt Littger.
Der „Digital-Kompass“ im Verbund mit der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) schaffe Hilfsangebote rund um das Internet. Er biete Menschen aus der Seniorenarbeit Orientierung, um Chancen und Risiken der Digitalisierung besser zu verstehen.

„Digital-Kompass“ auf der „IFA 2016“

Der „Digital-Kompass“ soll noch bis 7. September 2016 auf der „IFA“ am Gemeinschaftsstand der BAGSO und des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband vertreten sein: Halle 6.2 / Stand 113.
Dieses Angebot der BAGSO und von DsiN richte sich speziell an ältere Menschen, die sich mit Computern und IT-Sicherheit befassen und dieses Wissen gerne an andere Seniorinnen und Senioren weitergeben. Dafür fänden ehrenamtlich Aktive auf dieser Web-Plattform Lehrmaterialen und praktische Tipps für ihre Schulungen und Beratungen älterer Menschen sowie für den direkten Austausch mit Gleichgesinnten. Das Projekt werde durch das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz gefördert.

„DsiN-Sicherheitsindex“ wird jährlich erhoben

Der „DsiN-Sicherheitsindex“ sei im Rahmen einer repräsentativen Umfrage unter 2.010 Internetnutzern durch TNS Infratest im DsiN-Auftrag erstellt worden. Er werde jährlich erhoben, um die digitale Sicherheitslage der Verbraucher in Deutschland zu ermitteln. Die Ergebnisse sollten darüber hinaus Anknüpfungspunkte für eine effektive und bedarfsorientierte Aufklärungsarbeit liefern.

Weitere Informationen zum Thema:

Digital Kompass
Sie werden fortan zu allen Computerproblemen befragt: Der Digital-Kompass hilft.

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Älteren die sichere Teilhabe an den Chancen im Internet ermöglichen https://www.datensicherheit.de/aelteren-die-sichere-teilhabe-an-den-chancen-im-internet-ermoeglichen https://www.datensicherheit.de/aelteren-die-sichere-teilhabe-an-den-chancen-im-internet-ermoeglichen#respond Thu, 07 Apr 2016 21:55:08 +0000 http://www.datensicherheit.de/?p=25303 BAGSO und DsiN bieten „Digital-Kompass“ für Senioren-Unterweisung

[datensicherheit.de, 07.04.2016] Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) und Deutschland sicher im Netz e.V. (DsiN) stellen ein neues, spezielles Online-Angebot für ältere Menschen vor, damit diese die Chancen des Internets sicher nutzen können.

„Digital-Kompass“ für eine wachsende Zielgruppe

Der sogenannte „Digital-Kompass“ soll das Engagement für ältere Menschen unterstützen – laut einer aktuellen DsiN-Meldung nutzen bereits über zehn Millionen Menschen im Rentenalter in Deutschland täglich das Internet. Auf der neuen Web-Plattform finden Nutzer Lehrmaterialen und praktische Tipps für ihre Schulungen und Beratungen älterer Menschen sowie für den direkten Austausch mit Gleichgesinnten.

Teilhabe an den Chancen auch für Ältere

Anlässlich der ersten großen Publikumspräsentation auf der Senioren-Messe „Die 66“ vom 8. bis 10. April 2016 in München erklärt Gerd Billen, Staatssekretär im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, dass gerade für ältere Menschen das Internet eine Fülle von Chancen biete, ihren Alltag zu erleichtern und zu bereichern. Sie vertrauten dabei oftmals auf die Empfehlungen von Ratgebern aus ihrem Umfeld – und genau diese sollten hiermit erreicht werden.
Auch DsiN-Geschäftsführer Dr. Michael Littger betont die Bedeutung digitaler Dienste für den Alltag älterer Menschen. Gerade für die älteren Generationen stellten digitale Dienste eine spürbare Bereicherung des Lebensalltags dar. Der Weg zur Bank oder zum Kaufhaus könne z.B. entfallen. Viele Senioren forderten daher zu Recht eine bessere Unterstützung im souveränen Umgang mit Computer und Internet.
Dr. Barbara Keck, Geschäftsführerin der BAGSO Service Gesellschaft, hebt insbesondere die mit dem „Digital-Kompass“ verbundene Arbeitserleichterung für ehrenamtlich Engagierte hervor. So begleiteten viele freiwillig Engagierte ältere Menschen im Netz und hielten sie über digitale Neuheiten auf dem Laufenden. Der „Digital-Kompass“ biete ihnen vielfältige praxisnahe Materialien und ermögliche ihnen den Austausch untereinander.

Unterstützung des Ehrenamts im Zeitalter der Digitalisierung

Der „Digital-Kompass“ soll sich bundesweit an engagierte Menschen in Senioren-Computerclubs, Volkshochschulen, Vereinen, Kirchengemeinden und anderen Einrichtungen richten, die Senioren im Alltag begleiten. Er umfasst Schulungsmaterialien und Präsentationen sowie ein Online-Forum für den direkten Austausch untereinander. Über „Digitale Stammtische“ sollen Fragen der Ehrenamtlichen direkt von Experten per Videokonferenz beantwortet werden.
Als ein gemeinsames BAGSO-DsiN-Projekt wird der „Digital-Kompass“ durch das Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz gefördert. Zu den weiteren Partnern zählen die VERBRAUCHER INITIATIVE e.V., die Stiftung Digitale Chancen und das Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V.

1. Digitaler Stammtisch am 8. April 2016

Besucher der Messe „Die 66“ haben naach DsiN-Angaben die Möglichkeit, live vor Ort an den ersten „Digitalen Stammtischen“ des Digital-Kompass teilzunehmen. So werde am Freitag, dem 8. April 2016 um 15.30 Uhr Dr. Markus Marquard vom Zentrum für Allgemeine Wissenschaftliche Weiterbildung der Universität Ulm per Video online zugeschaltet, um Fragen der Standbesucher zu Sozialen Netzwerken für die „Generation 60 plus“ live zu beantworten.

Weitere Informationen zum Thema:

DigitalKompass
Der Digital-Kompass bietet neue Erfahrungen und Tipps von Expertinnen und Experten. Und natürlich Informationen zu aktuellen Trends und Entwicklungen!

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