QR – datensicherheit.de Informationen zu Datensicherheit und Datenschutz https://www.datensicherheit.de Datensicherheit und Datenschutz im Überblick Sun, 21 Dec 2025 20:36:51 +0000 de hourly 1 Quishing: Kaspersky meldet signifikante Zunahme des QR-Code-Phishings https://www.datensicherheit.de/quishing-kaspersky-signifikant-zunahme-qr-code-phishing https://www.datensicherheit.de/quishing-kaspersky-signifikant-zunahme-qr-code-phishing#respond Tue, 23 Dec 2025 23:35:44 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=51533 Zwischen August und November ist nach aktuellen Kaspersky-Erkenntnissen die Anzahl der entdeckten schädlichen QRCs in E-Mails von 46.969 auf 249.723 angestiegen

[datensicherheit.de, 24.12.2025] QR-Codes (QRCs) bieten Cyberkriminellen eine ganz offensichtlich kostengünstige Möglichkeit, schädliche Internet-Adressen (URLs) zu verschleiern und gleichzeitig Schutzmechanismen zu umgehen. Sie werden laut einer aktuellen Meldung von Kaspersky zunehmend im E-Mail-Text oder häufiger in PDF-Anhängen eingebettet. Ziel sei es, die Empfänger zur Nutzung mobiler Endgeräte zu verleiten, welche oftmals weniger gut geschützt seien als Unternehmensrechner, um so Zugangsdaten, interne Informationen oder Finanzdaten zu stehlen. Im zweiten Halbjahr 2025 haben demnach Kaspersky-Lösungen einen signifikanten Anstieg bei QRC-basierten Phishing-Angriffen per E-Mail registriert: Zwischen August und November sei die Anzahl der entdeckten schädlichen QRCs in E-Mails von 46.969 auf 249.723 angestiegen.

Die QRC-Phishing-Angriffe folgten dabei typischen Mustern:

  • Gefälschte Login-Seiten für Microsoft-Konten oder interne Unternehmensportale zur Abfrage von Zugangsdaten.
  • Vorgetäuschte HR-Kommunikationen, beispielsweise mit Verweisen auf Urlaubspläne oder Entlassungslisten.
  • Scheinbare Rechnungen oder Bestätigungen mit zusätzlicher telefonischer Kontaktaufnahme (sogenanntes Vishing), um „Social Engineering“-Angriffe auszuweiten.

Besonders kritisch ist die QRC-Einbettung in vermeintlich geschäftlich PDF-Dokumente

Roman Dedenok, Anti-Spam-Experte bei Kaspersky, kommentiert: „Schädliche QR-Codes haben sich 2025 zu einem besonders effektiven Phishing-Instrument entwickelt. Besonders kritisch ist ihre Einbettung in PDF-Dokumente, die als geschäftliche Kommunikation getarnt sind.“

Der sprunghafte Anstieg besonders im November 2025 zeige, wie Angreifer diese preiswerte Umgehungstechnik nutzten, um Mitarbeiter über mobile Endgeräte anzugreifen – ohne entsprechende Schutzmaßnahmen seien Organisationen anfällig für Daten-Diebstahl und entsprechende Folgeschäden.

Kaspersky-Empfehlungen zum Schutz vor QRC-Phishing:

  • Links oder Anhänge in E-Mails und Nachrichten nicht leichtgläubig öffnen; den Absender vor dem Öffnen prüfen!
  • Vor der Eingabe persönlicher oder finanzieller Daten auf Webseiten sollte die Internetadresse genau kontrolliert und auf Schreibfehler oder visuelle Auffälligkeiten geachtet werden!
  • Werden Zugangsdaten kompromittiert, das Passwort für das betroffene Konto und alle Dienste mit ähnlichem Passwort umgehend ändern; jedes Konto sollte ein eigenes, starkes Passwort erhalten!
  • Mehr-Faktor-Authentifizierung (MFA) für alle Konten aktivieren, sofern diese verfügbar ist!
  • Unternehmen sollten eine umfassende Sicherheitslösung (wie z.B. „Kaspersky Next“) implementieren, welche vor bekannten und unbekannten Bedrohungen schützt!
  • Sicherheitslösungen (wie etwa „Kaspersky Security for Mail Server“) könnten dabei helfen, geschäftliche E-Mail-Kommunikation umfassend zu schützen!

Weitere Informationen zum Thema:

kaspersky
Cyberimmunität ist unser erklärtes Ziel: Wir sind ein Team von über 5.000 Fachleuten mit einer über 25-jährigen Erfolgsgeschichte im Schutz von Privatpersonen und Unternehmen weltweit und haben uns die weltweite Cyberimmunität als ultimatives Ziel gesetzt

kaspersky
Roman Dedenok

datensicherheit.de, 06.11.2025
Quishing: QRC-Scans können Kiste der Pandora öffnen / Cyberkriminelle missbrauchen mit Raffinesse praktische QR-Codes für Betrug, Datendiebstahl und Verseuchung mit Malware – Alina Gedde, Digitalexpertin der ERGO Group, rät zur Überprüfung der Herkunft

datensicherheit.de, 14.08.2025
Quishing: Neue QRC-Betrugsmasche aus den USA könnte bald auch Deutschland erreichen / Unaufgefordert versenden Betrüger Postpakete an ihre Opfer – statt mit Namen und Adresse des Absenders versehen sie ihre Sendungen mit einem QRC, der auf eine getarnte Phishing-Website weitergeleitet oder einen gut getarnten Malware-Download wird initiiert

datensicherheit.de, 30.12.2024
QR-Codes als Sicherheitsfalle: Chester Wisniewski rät, davon die Finger zu lassen / QR-Codes erfreuen sich offensichtlich wachsender Beliebtheit in Verkauf, Marketing und bei Bezahlsystemen

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Quishing: QRC-Scans können Kiste der Pandora öffnen https://www.datensicherheit.de/quishing-qrc-scans-kiste-pandora-oeffnung https://www.datensicherheit.de/quishing-qrc-scans-kiste-pandora-oeffnung#respond Wed, 05 Nov 2025 23:51:05 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=50824 Cyberkriminelle missbrauchen mit Raffinesse praktische QR-Codes für Betrug, Datendiebstahl und Verseuchung mit Malware – Alina Gedde, Digitalexpertin der ERGO Group, rät zur Überprüfung der Herkunft

[datensicherheit.de, 06.11.2025] QR-Codes (QRC) sind sicherlich praktisch, erlauben eine schnelle Reaktion – und sind längst alltäglich, ob im Restaurant, bei digitaler Außenwerbung oder auf einem Flyer. Doch was viele nicht wissen: Hinter dem scheinbar harmlosen Quadratmuster kann sich eine neue Betrugsmasche verbergen: „Quishing“ nennt sich diese cyberkriminelle Methode, bei der QRC manipuliert werden, um an persönliche Daten zu gelangen oder Schadsoftware einzuschleusen. Alina Gedde, Digitalexpertin bei ERGO, geht in ihrer aktuellen Stellungnahme auf diese Bedrohung ein, beschreibt deren Funktion und mögliche Schutzmaßnahmen:

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Quelle: ERGO Group

QRC auf dem Smartphone: Bei seriöser Quelle praktisch – im Dienste Cyberkrimineller bedrohlich

Cyberkriminelle bringen gefälschte oder manipulierte QRC in Umlauf

Vermeintlich von der Bank stammende Phishing-E-Mails oder gefälschte Nachrichten seien den meisten Menschen inzwischen wohl ein Begriff. Aber Gedde warnt vor einer fortentwickelten Taktik: „Seit einiger Zeit kursiert eine neue Betrugsmasche, das sogenannte Quishing!“

  • Dabei verwenden Cyberkriminelle gefälschte oder manipulierte QRC, um an sensible, persönliche Daten zu gelangen oder Schadsoftware zu verbreiten. Dieser Begriff ist ein sogenanntes Kofferwort aus „QRC“ (Quick Response Code) und „Phishing“ und beschreibt somit eine Form des Phishing-Angriffs eben per QRC

„Das perfide am Quishing ist, dass im Gegensatz zu schädlichen Links wie in einer E-Mail, QR-Codes nicht automatisch von Antiviren-Software geprüft werden können“, warnt die ERGO-Expertin.

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Foto: ERGO Group

Alina Gedde: Wer bereits sensible Informationen preisgegeben hat, sollte unverzüglich Passwörter ändern und die Bank oder den betroffenen Dienst informieren…

Wer gefährlichen Code scannt, gelangt auf eine täuschend echt gestaltete Fake-Webseite

Quishing beginne immer mit einem scheinbar harmlosen QRC. Betrüger platzierten diesen z.B. auf Plakaten, in E-Mails, in Briefen oder an öffentlichen Orten. „Wer den Code scannt, gelangt nicht auf eine seriöse Webseite, sondern auf eine täuschend echt gestaltete Fälschung!“

  • Dort fordere die heimtückische Webseite zur Eingabe von Passwörtern, Zahlungsinformationen oder persönlichen Angaben auf. „In manchen Fällen startet nach dem Scan sogar sofort ein schädlicher Download, der das Smartphone infiziert.“

Besonders begehrt seien Zugangsdaten zum Online-Banking oder zu E-Mail-Konten, Kreditkarteninformationen, Bankverbindungen oder persönliche Daten wie Name, Adresse, Geburtsdatum oder Telefonnummer. „Gefälschte QR-Codes versprechen zum Beispiel den Zugang zu einer Paketverfolgung, das Abhören einer Sprachnachricht oder schnelles Bezahlen, etwa an einem Parkautomaten, so Gedde.

Quishing-Alarmsignal: Abfrage von Passwörtern, Zahlungsinformationen oder persönlichen Daten

Unerwartete QR-Codes auf Aufklebern, Zetteln oder Plakaten, besonders an ungewöhnlichen Orten oder über bereits vorhandene Codes geklebt, sollten sofort misstrauisch machen.

  • „Auch E-Mails oder SMS mit QR-Codes, die einen fragwürdigen Absender haben oder dringendes Handeln verlangen, gehören zu den typischen Warnzeichen“, hebt Gedde hervor.

Nach dem Scan seien eine fehlende HTTPS-Verschlüsselung oder eine ungewöhnliche Internetadresse mit Tippfehlern oder unbekannten Domains Indizien für einen Betrug. Spätestens dann, wenn eine Webseite direkt nach Passwörtern, Zahlungsinformationen oder persönlichen Daten fragt, bestehe „akute Gefahr“.

Scan nur von QRC aus vertrauenswürdigen Quellen empfohlen

Am sichersten bleibe der Scan von QR-Codes aus vertrauenswürdigen Quellen wie offiziellen Webseiten oder bekannten Unternehmen. „Viele Scanner bieten eine Vorschau der Zieladresse an. Sieht sie ungewöhnlich aus, sollten Betroffene vorsichtig sein.“

  • Vor jeder Eingabe lohne sich ein genauer Blick auf die Adresse im Browser: Nur eine korrekte Domain mit HTTPS-Verschlüsselung sei vertrauenswürdig. Persönliche Daten wie Logins oder Zahlungsangaben gehörten niemals auf Seiten, bei denen Zweifel bestehen.

„Wer zusätzlich aktuelle Sicherheitssoftware auf dem Smartphone nutzt und wichtige Webseiten lieber manuell eingibt, reduziert das Risiko deutlich“, gibt Gedde zu bedenken.

ERGO-Tipps zum richtigen Verhalten im Verdachtsfall beim QRC-Scan

Taucht beim Scannen ein ungutes Gefühl auf, gelte sofort: Stoppen und keine Daten mehr eingeben!

  • „Wer bereits sensible Informationen preisgegeben hat, sollte unverzüglich Passwörter ändern und die Bank oder den betroffenen Dienst informieren. Auch eine Meldung bei Polizei oder Verbraucherzentrale bietet Schutz vor weiterem Schaden“, rät Gedde.

Im Anschluss lohne sich ein gründlicher Check des Smartphones, um Schadsoftware oder unerwünschte Apps zu finden und zu entfernen.

Weitere Informationen zum Thema:

ERGO A Munich Re company
Portrait ERGO Group / Wir sind ERGO.

ERGO A Munich Re company
Alina Gedde

Linkedin
Alina Gedde

datensicherheit.de, 14.08.2025
Quishing: Neue QRC-Betrugsmasche aus den USA könnte bald auch Deutschland erreichen / Unaufgefordert versenden Betrüger Postpakete an ihre Opfer – statt mit Namen und Adresse des Absenders versehen sie ihre Sendungen mit einem QRC, der auf eine getarnte Phishing-Website weitergeleitet oder einen gut getarnten Malware-Download wird initiiert

datensicherheit.de, 08.11.2024
Sophos X-Ops analysieren Cyber-Attacken per Quishing / „Quishing“ (Phishing mit QR-Codes) offensichtlich ein Cybercrime-Trend mit zunehmender Bedeutung

datensicherheit.de, 26.03.2024
Quishing: QR-Code-Phishing-Angriffe noch immer eine unterschätzte Gefahr / Schutz gegen QR-Code-Phishing durch phishing-resistente MFA für die Konten

datensicherheit.de, 31.01.2024
Quishing-Update: QR-Code-Routing-Angriffe nehmen zu / Sicherheitsforscher von Check Point haben eine neue QRC-Angriffsart entdeckt

datensicherheit.de, 24.10,2023
Quishing: Zunahme von QR-Code-Phishing / Sicherheitsforscher von Check Point warnen vor neuer Art von Phishing-Angriffen

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QR-Codes als Sicherheitsfalle: Chester Wisniewski rät, davon die Finger zu lassen https://www.datensicherheit.de/qr-codes-sicherheitsfalle-chester-wisniewski-rat-verzicht-nutzung https://www.datensicherheit.de/qr-codes-sicherheitsfalle-chester-wisniewski-rat-verzicht-nutzung#respond Mon, 30 Dec 2024 19:59:35 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=45889 QR-Codes erfreuen sich offensichtlich wachsender Beliebtheit in Verkauf, Marketing und bei Bezahlsystemen

[datensicherheit.de, 30.12.2024] Vermehrt verlocken QR-Codes (QRC) u.a. auf Verpackungen, Plakaten oder sogar in Bars Verbraucher, einfach ihr Smartphone daran zu halten, um über den enthaltenen Link weitere Informationen zu erhalten oder andere Aktionen auszulösen. Diese vermeintliche Leichtigkeit sieht Chester Wisniewski, Sicherheitsexperte bei Sophos, kritisch und rät, trotz vieler Vorteile für Unternehmen und Konsumenten zur Vorsicht und Einzelfallprüfung.

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Foto: Sophos

Chester Wisniewski: Ich sehe die Sicherheit von QR-Codes nicht besser werden!

QR-Codes versprechen Bequemlichkeit, Schnelligkeit und Sparsamkeit…

Wisniewski legt hierzu dar: „Der Mensch neigt bekanntlich zur Bequemlichkeit. Warum noch extra den Browser mit dem kleinen Smartphone-Display bemühen – da kommt ein QR-Code doch goldrichtig. Informationen, die auf der Stelle gebraucht werden, sind so schnell zur Hand.“ Diese Vorteile setzten nun immer mehr Unternehmen ein, beispielsweise um Kunden Zusatzinformationen zu Produkten oder deren Nutzung zu bieten. Er warnt eindringlich: „Und wie das immer so ist, sind Cyber-Kriminelle nicht weit, sobald sich eine Technik im Alltag durchgesetzt hat. ,Quishing’ heißt die Betrugsart mit QR-Codes.“ Diesen Trend hat Sophos nach eigenen Angaben in dem Beitrag beschrieben (s.u.).

Indes: QR-Codes erweisen sich offensichtlich wachsender Beliebtheit in Verkauf, Marketing und bei Bezahlsystemen. Wisniewski erläutert, wie es zu dieser Entwicklung kam und inwieweit sie das Kundenerlebnis gefühlt verbessern: „Niemand spricht gern in Computer-Art. Der Vorteil, ein Smartphone für schnelle Informationen oder Aktionen nutzen zu können, ist eine starke Motivation sowohl für die Anbieter als auch die Nutzer von QR-Codes.“ Dies in Kombination mit den ökologischen Vorzügen des Nicht-Ausdruckens von Dokumenten und der Tatsache, dass viele Unternehmen komplexe Tracking-Tokens in die URLs einbauen könnten, trage zur QRC-Verbreitung zusätzlich bei.

QR-Codes bieten durchaus großen Mehrwert – aber Bedenken zur Sicherheit nehmen zu

Während QR-Codes also durchaus einen großen Mehrwert böten, nähmen aber auch die Bedenken zu ihrer Sicherheit zu. Wisniewski führt aus, welche Arten von Betrug oder schadhaften Aktivitäten in den letzten Jahren aufgetaucht sind, welche Nutzer via QR-Codes ins Visier genommen hätten: Jeder könne QR-Codes herstellen und es sei nicht möglich, sie zu authentifizieren. „Es erfordert einen hohen Grad an Vertrauen beim Konsumenten, dass der QR-Code, den er am Parkscheinautomat oder auf dem Kaffeetisch sieht, echt ist!“

Sophos hat demnach von Vorfällen gehört – speziell in denen Zahlungen beteiligt waren – bei denen Betrüger QR-Codes ausgedruckt haben und diese auf echte QR-Codes aufklebten, um die Leute auf eine Phishing-Webseite zu lenken und dort ihre Kreditkarten-Daten und persönliche Informationen abzugreifen.

Kontrolle erforderlich – insbesondere, wenn QR-Codes öffentlich aushängen

Zur Frage, welche Schritte beispielsweise Händler unternehmen könnten, um sicherzustellen, dass die QR-Codes, welche sie in den Geschäften oder online einsetzen, sicher und legitimiert sind, und wie sie ihre Kunden vor potenziellem Betrug oder Phishing-Angriffen schützen, gibt Wisniewski zu bedenken: „Geschäfte, Händler, Gastronomie usw., die QR-Codes nutzen, sollten sie regelmäßig kontrollieren – insbesondere, wenn die QR-Codes öffentlich aushängen!“ Dies werde zu einer größeren Herausforderung bei verteilten Systemen wie etwa Parkscheinautomaten. Konsumenten seien daher gut beraten, keine QR-Codes zu scannen, denen sie nicht wirklich vertrauen könnten und lieber ein anderes Zahlungsmittel mit weniger Risiken verwenden.

Wisniewski betont: „Ich persönlich meide Geldautomaten, die zweifelhafte Tastaturen haben oder sich ersichtlich nicht im Originalzustand befinden – das gleiche könnte man für QR-Sticker anwenden.“ QR-Codes sollten wirklich niemals online genutzt werden, denn die meisten seien nur eine visuelle Form einer URL. Wenn man möchte, dass jemand auf einen Link klickt, dann sollte man auch einen Link benutzen. Es gebe Ausnahmen, aber im Allgemeinen bestätigten sie diese Regel.

Sicherste Weg für Konsumenten: QR-Codes eben nicht scannen

Wisniewski Tipp zu „Red Flags“, vor denen sich Konsumenten in Acht nehmen sollten, wenn sie QR-Codes in der Öffentlichkeit oder auf Produkten scannen, um nicht zum Opfer Cyber-Krimineller zu werden: „QR-Codes übertragen ein Bild in eine Webseiten-Adresse. Wenn der Code im Browser öffnet, sollte man auf die Adressleiste sehen und prüfen, wohin man als Nutzer gelenkt wurde.“

Gefalle dieses Ziel nicht, sei es klug, die betroffene Anwendung zu beenden. Der sicherste Weg für den Konsumenten sei, den QR-Code eben nicht zu scannen. „Stattdessen lieber die Lieblingssuchmaschine nutzen!“ Es existierten jedoch auch Applikationen für mobile Geräte (wie z.B. „Sophos Intercept X“), welche QR-Codes Scanner beinhalteten, „die auf schadhafte Links aufmerksam machen“.

Im Idealfall sollten QR-Codes fest und ersichtlich eingebettet sein und nicht nur als aufgeklebter Sticker vorliegen

Wisniewski wirft zum Abschluss seiner Ausführungen einen Blick in die Zukunft – wie sich die Rolle von QR-Codes im Verkauf und in anderen Branchen weiterentwickeln wird: Ob diese nun mittels neuer Technologien sicherer werden oder ob die Sicherheit eine Herausforderung bleiben wird. „Ich sehe die Sicherheit von QR-Codes nicht besser werden. Sie sind ursprünglich für Maschinen entwickelt worden und nicht dafür, dass Menschen sie im Alltag nutzen.“

Eine QRC-Authentifizierung stelle ein Aufgabe dar, welche sich nicht so simpel lösen lasse. „Im Idealfall sollten QR-Codes in Plakate, Produktverpackung etc. fest und ersichtlich eingebettet sein und nicht nur ein Sticker, der irgendwo draufgepappt wurde.“ Die Verantwortung liege aber durchaus beim Konsumenten: „Wenn ein QR-Code komisch erscheint, lieber die Finger davon lassen und auf eine bewährte, sichere Informationsgewinnung oder Zahlung setzten!“

Weitere Informationen zum Thema:

SOPHIS NEWS, Jörg Schindler, 07.11.2024
Sophos X-Ops / Cybercrime-Trend im Aufwind: Phishing mit QR-Codes

SOPHOS
Chester Wisniewski / Director, Global Field CTO

datensicherheit.de, 06.12.2024
KnowBe4 veröffentlicht Phishing-Trends im dritten Quartal 2024 – QR-Code-Phishing auf dem Vormarsch / HR- und IT-bezogene Phishing-E-Mails machen signifikanten Anteil von 48,6 Prozent der weltweit am häufigsten angeklickten Phishing-Typen aus

datensicherheit.de, 26.03.2024
Quishing: QR-Code-Phishing-Angriffe noch immer eine unterschätzte Gefahr / Schutz gegen QR-Code-Phishing durch phishing-resistente MFA für die Konten

datensicherheit.de, 31.01.2024
Quishing-Update: QR-Code-Routing-Angriffe nehmen zu / Sicherheitsforscher von Check Point haben eine neue QRC-Angriffsart entdeckt

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KnowBe4 veröffentlicht Phishing-Trends im dritten Quartal 2024 – QR-Code-Phishing auf dem Vormarsch https://www.datensicherheit.de/knowbe4-veroeffentlichung-phishing-trends-drittes-quartal-2024-qr-code-phishing-vormarsch https://www.datensicherheit.de/knowbe4-veroeffentlichung-phishing-trends-drittes-quartal-2024-qr-code-phishing-vormarsch#respond Fri, 06 Dec 2024 12:54:49 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=45807 HR- und IT-bezogene Phishing-E-Mails machen signifikanten Anteil von 48,6 Prozent der weltweit am häufigsten angeklickten Phishing-Typen aus

[datensicherheit.de, 06.12.2024] KnowBe4 hat die neuesten Phishing-Trends im dritten Quartal 2024 in seinem aktuellen Report veröffentlicht – u.a. zeigt sich demnach, dass QR-Code-Phishing (sogenanntes Quishing) auf dem Vormarsch ist. „Der ,KnowBe4 Q3 2024 Phishing Report’ enthüllt die betrügerischen E-Mail-Betreffe, auf die Benutzer klicken, und zeigt, dass HR- und IT-bezogene E-Mails fast die Hälfte, der am häufigsten angeklickten Phishing-E-Mails ausmachen.“

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Abbildung: KnowBe4

„KnowBe4 Q3 2024 Phishing Report“ enthüllt betrügerische E-Mail-Betreffzeilen, auf welche Benutzer reinfallen und so Quishing-Opfer werden

Einer von drei Nutzern anfällig für Phishing-Interaktion mit bösartigen Links oder betrügerischen Anfragen

KnowBe4 hat nach eigenen Angaben am 3. Dezember 2924 den eigenen „Q3 2024 Phishing Report“ veröffentlicht. Die Ergebnisse dieses Quartals zeigten die „am häufigsten angeklickten E-Mail-Betreffe in simulierten Phishing-Tests“, was die anhaltende Wirksamkeit von Phishing-Versuchen im HR- und IT-Bereich belege.

Der vorliegende Report zeige, dass HR- und IT-bezogene Phishing-E-Mails einen signifikanten Anteil von 48,6 Prozent der weltweit am häufigsten angeklickten Phishing-Typen ausmachten. Trotz der sich weiterentwickelnden Techniken böser Akteure gehörten Phishing-E-Mails nach wie vor zu den am weitesten verbreiteten Instrumenten für die Durchführung von Cyber-Angriffen.

Zudem zeige der „KnowBe4 Phishing by Industry Benchmarking Report 2024“, dass etwa einer von drei Nutzern anfällig für die Interaktion mit bösartigen Links oder betrügerischen Anfragen sei. Cyber-Kriminelle nutzten diese Schwachstelle aus, indem sie täuschend echte Phishing-E-Mails erstellten, „die sich an aktuellen Trends orientieren und menschliche Emotionen ausnutzen, um Dringlichkeit hervorzurufen und die Empfänger dazu zu bringen, auf bösartige Links zu klicken oder schädliche Anhänge zu öffnen“.

Anhaltende Bedrohung durch in E-Mails eingebettete Phishing-Links

Der Bericht unterstreiche die anhaltende Bedrohung durch in E-Mails eingebettete Phishing-Links, welche nach wie vor der beliebteste Angriffsvektor seien. Diese bösartigen Links, PDF-Anhänge und gefälschten Domänen führten bei Aufruf häufig zu schwerwiegenden Cyber-Attacken, einschließlich Ransomware-Angriffen und Kompromittierung von Geschäfts-E-Mails.

Der Bericht zeige auch eine Zunahme von Phishing-Kampagnen, welche QR-Codes verwendeten. Zu den beliebten QR-Code-Phishing-Themen gehörten Erinnerungen der Personalabteilung an die Überprüfung von Richtlinien und DocuSign-E-Mails mit der Aufforderung, ein dringendes Dokument zu unterzeichnen, sowie Einladungen zu „zoom“-Meetings.

Solche Nachrichten – oft als Mitteilungen der Personalabteilung, von Kollegen oder externen Anbietern getarnt – stellten ein erhebliches Risiko dar, da sie von Angreifern leicht nachgeahmt werden könnten.

Phishing-Bericht zeigt, dass -Taktiken immer raffinierter werden

„Unser neuester Phishing-Bericht zeigt, dass die Phishing-Taktiken immer raffinierter werden und Cyber-Kriminelle zunehmend das Vertrauen der Mitarbeiter in die interne Kommunikation ausnutzen“, so Stu Sjouwerman, „CEO“ von KnowBe4.

Die Zunahme von Phishing-Versuchen mit HR- und IT-Themen in Verbindung mit neuen Techniken wie der Integration von QR-Codes schaffe eine komplexe Bedrohungslandschaft. Diese Taktiken seien besonders tückisch, da sie die vermeintliche Legitimität vertrauenswürdiger Quellen ausnutzten und oft zu voreiligen Handlungen verleiteten, „bevor sie überprüft wurden“.

Sjouwermans Fazit: „In diesem sich schnell verändernden Umfeld sind gut ausgebildete Mitarbeiter und eine solide Sicherheitskultur nicht nur von Vorteil, sondern unerlässlich. Indem ,Human Risk Management’ Priorität eingeräumt wird, können Unternehmen eine wirksame Verteidigung gegen vermeidbare Cyber-Bedrohungen aufbauen!“

Weitere Informationen zum Thema:

KnowBe4
TOP-CLICKED PHISHING TESTS

KnowBe4
PHISHING BY INDUSTRY BENCHMARKING REPORT / 2024 EDITION

datensicherheit.de, 26.03.2024
Quishing: QR-Code-Phishing-Angriffe noch immer eine unterschätzte Gefahr / Schutz gegen QR-Code-Phishing durch phishing-resistente MFA für die Konten

datensicherheit.de, 31.01.2024
Quishing-Update: QR-Code-Routing-Angriffe nehmen zu / Sicherheitsforscher von Check Point haben eine neue QRC-Angriffsart entdeckt

datensicherheit.de, 24.10,2023
Quishing: Zunahme von QR-Code-Phishing / Sicherheitsforscher von Check Point warnen vor neuer Art von Phishing-Angriffen

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Quishing-Update: QR-Code-Routing-Angriffe nehmen zu https://www.datensicherheit.de/quishing-update-qr-code-routing-angriffe-zunahme https://www.datensicherheit.de/quishing-update-qr-code-routing-angriffe-zunahme#respond Wed, 31 Jan 2024 07:17:54 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=44061 Sicherheitsforscher von Check Point haben eine neue QRC-Angriffsart entdeckt

[datensicherheit.de, 31.01.2024] Check Point liefert in einer aktuellen Meldung ein Update zum Thema „Quishing“: Demnach wurde eine neue Kampagne entdeckt, bei der QR-Codes so verwendet werden, dass die Phishing-Attacke sich dem Gerät des Nutzers anpasst, um glaubwürdiger zu erscheinen.

Bedrohliche Zunahme an QR-Code-Phishing

„Check Point Research“ (CPR), die „Threat Intelligence“-Abteilung bei der Check Point® Software Technologies Ltd., hatte nach eigenen Angaben bereits festgestellt, dass QR-Code-Phishing (sogenanntes Quishing) als Betrugsversuch zwischen August und September 2023 um 587 Prozent in der Häufigkeit gestiegen ist.

Bedrohung durch verseuchten QR-Code

Nun legten die Hacker nach: Die Attacken funktionierten nun als bedingtes Routing, wodurch sie sich automatisch an das Gerät des Nutzers, seinen Browser und die Bildschirmgröße anpassten. Zugrunde liege indes die alte Quishing-Technik, nämlich ein verseuchter Code. Im kürzlich entdeckten Fall sollten die Anwender eine Beitragsübersicht prüfen und dafür den QR-Code mit dem angeblichen Link einlesen.

QR-Codes nicht blind vertrauen!

Angesichts der Tatsache, dass seit Jahren die meisten Cyber-Attacken mit Phishing als Vorhut beginnen, sollten Privat-Anwender laut Check Point künftig sehr genau hinschauen, welchen QR-Code sie scannen, während Unternehmen auf jeden Fall eine Sicherheitsarchitektur benötigten, „die auch QR-Codes prüfen kann und dabei Maschinenlernen und Künstliche Intelligenz zur Analyse einsetzt“.

Weitere Informationen zum Thema:

CHECK POINT, Jeremy Fuchs, 23.01.2024
Conditional QR Code Routing Attacks

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Quishing: Zunahme von QR-Code-Phishing https://www.datensicherheit.de/quishing-zunahme-qr-code-phishing https://www.datensicherheit.de/quishing-zunahme-qr-code-phishing#respond Tue, 24 Oct 2023 19:40:18 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=43621 Sicherheitsforscher von Check Point warnen vor neuer Art von Phishing-Angriffen

[datensicherheit.de, 24.10,2023] Die Check Point® Software Technologies Ltd. warnt in einer Stellungnahme vor einer neue Variante des Phishings – vor sogenanntem Quishing (QR-Code-Phishing). Eigentlich harmlose QR-Codes eignen sich demnach hervorragend, um bösartige Absichten zu verschleiern: „Hinter einem üblichen QR-Code-Bild kann sich ein schädlicher Link verbergen, was kaum ersichtlich ist.“ Da Anwender daran gewöhnt seien, QR-Codes zu scannen, werde ein solcher Code in einer E-Mail oft nicht als Bedrohung erkannt.

QR-Code-Phishing, um Zugangsdaten zu stehlen

Aus diesem Grund raten die Sicherheitsforscher, „sehr genau auf den Absender zu achten, wenn eine E-Mail einen QR-Code enthält“. Im Zweifelsfall sollte man lieber die jeweilige Website direkt aufrufen.

Bei einem entdeckten Angriff hätten die Hacker einen QR-Code erstellt, „der zu einer Seite führt, auf der Anmeldeinformationen gesammelt werden“. Der angebliche Grund sei, dass die Microsoft-Multi-Faktor-Authentifizierung ablaufe und man sich deshalb erneut authentifizieren solle.

Entgegen der Behauptung des Textes, von Microsoft Security zu stammen, gehöre die Absenderadresse einer anderen Quelle. „Sobald der Benutzer den QR-Code scannt, wird er auf eine Seite geleitet, die wie die Website von Microsoft aussieht, aber in Wirklichkeit nur dazu dient, seine Zugangsdaten zu stehlen.“

Bekämpfung von QR-Code-Phishing-Angriffen als Herausforderung

Der Angriff funktioniert laut Check Point folgendermaßen: „Ein Bild mit dem Text wird erstellt, um einige Sprachanalyse-Tools zu umgehen.“ Als Gegenmaßnahme komme oft eine optische Zeichenerkennung (OCR) zum Einsatz (OCR wandelt Bilder in Text um, um ihn lesbar zu machen).

Die Hacker hätten jedoch eine andere Möglichkeit gefunden, dies zu umgehen, nämlich einen QR-Code. Diese Angriffe zu bekämpfen, sei komplizierter. Die OCR müsse in eine Funktion zur QR-Code-Erkennung integriert, in die URL übersetzt und durch URL-Analysetools analysiert werden.

Man könne zwar nicht immer wissen, in welche Richtung die Hacker als nächstes gehen werden. Allerdings verfügten die Verteidiger über grundlegende Werkzeuge, um diese zu bekämpfen, wie die Befolgung des Inline-Verschlüsselungsverfahrens sowie das Umhüllen von URLs und Emulations-Tools oder die Öffnungsverschlüsselung.

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