Testumgebung – datensicherheit.de Informationen zu Datensicherheit und Datenschutz https://www.datensicherheit.de Datensicherheit und Datenschutz im Überblick Sun, 09 Aug 2026 19:18:06 +0000 de hourly 1 KI-Vorfälle nur Symptome – IT-Sicherheit muss auf Identitäten fokussieren https://www.datensicherheit.de/ki-vorfaelle-symptome-it-sicherheit-identitaeten-fokus Mon, 10 Aug 2026 22:57:00 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=56204 Elmar Eperiesi-Beck rät angesichts der Zunahme der Vorfälle mit vagabundierenden KI-Modellen zu modernem „Identity-Access-Management“, damit stets alle Identitäten erfasst und im Fall der Fälle jeglicher Zugriff komplett unterbunden werden kann

[datensicherheit.de, 11.08.2026] Auch Elmar Eperiesi-Beck, CEO bei Bare.ID, geht in seinem aktuellen Kommentar auf bedrohliche Vorfälle mit KI-Systemem ein: „Aus einer Testumgebung heraus erlangten KI-Modelle von Anthropic unautorisierten Zugriff auf Echtdaten realer Systeme von Organisationen. Das Eklatante daran: Im Rahmen einer Sicherheitsanalyse zeigte sich, dass über unzureichend abgesicherte Identitäten Zugriffe auf produktive Systeme möglich waren und diese auf diesem Weg kompromittiert wurden.“ Er empfiehlt daher Betrieben, sich mit einem modernen „Identity-Access-Management“ (IAM) auszustatten, um grundsätzlich alle Identitäten erfassen, deren Rechte pflegen oder bei unbekannten oder gefährdeten Identitäten jeglichen Zugriff komplett unterbinden zu können.

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Foto: Bare.ID

Elmar Eperiesi-Beck gibt warnend zu bedenken: Die Vorzüge der KI scheinen die Risiken neuer Technologien in den Hintergrund zu drängen

KI-Expansion und Zunahme nicht-menschlicher digitaler Identitäten befördert unkontrollierten Wildwuchs

Vergleichend wirft er einen Blick zurück: „Noch vor wenigen Jahren achteten Unternehmen peinlichst genau darauf, dass schwer zu sichernde Maschinen oder Geräte, wie beispielsweise IoT, nicht mit dem Netzwerk und erst recht nicht mit dem Internet verbunden waren.“

Heute dagegen entstehe insbesondere durch die Expansion der Künstlichen Intelligenz (KI) und nicht-menschlicher digitaler Identitäten ein rasanter und unkontrollierter Wildwuchs an potenziell gefährlichen Situationen.

„Was Unternehmen früher für ihre IoT-Systeme noch als gefährlich einstuften, interessiert heute bei der wachsenden Anzahl nicht-menschlicher Identitäten nur wenige. Die Vorzüge der KI scheinen die Risiken neuer Technologien in den Hintergrund zu drängen.“

Empfehlung zur konsequenten Anwendung bestehender Standards zum KI- und IoT-Identitätsmanagement

Ob aber klassisches IoT oder KI mit nicht-menschlichen Identitäten – das Prinzip bleibe das gleiche: „Digitale Identitäten jeglicher Art müssen sorgfältig geprüft, mit möglichst restriktiven Rechten ausgestattet oder im Netz komplett eingeschränkt werden!“ Die schiere Menge an Identitäten lasse jedoch für Organisationen keine manuelle Erfassung und Verwaltung mehr zu. Ein modernes IAM könne an dieser Stelle die entscheidende Hilfe bieten, um alle Identitäten zu erfassen, deren Rechte zu pflegen oder bei unbekannten oder gefährdeten Identitäten jeglichen Zugriff komplett zu unterbinden.

Eperiesi-Beck wirft eine zentrale Frage auf: „Wenn selbst Unternehmen wie Anthropic, denen man unterstellen kann, dass sie die potenziellen Risiken digitaler Identitäten bestens kennen, derartige Fehler unterlaufen, wie soll es dann ein klassisches Wirtschaftsunternehmen, dessen Kernaufgabe nicht die KI ist, besser machen?“

Abschließend gibt er darauf folgende Antwort: „Ganz einfach: Indem es ein erprobtes und im Idealfall sogar souveränes IAM implementiert, welches Risiken durch unidentifizierte und schlechte verwaltete Zugangspfade verringert, und durch die konsequente Nutzung bestehender Standards zu KI- und IoT-Identitätsmanagement, die ja bereits existieren.“

Zentrale Erkenntnisse:

  • Die Begeisterung für die Möglichkeiten mit dem neuen virtuellen Werkzeug KI könnten Vorsichtsmaßnahmen in der Hintergrund drängen.
  • Wie auch in der materiellen Welt haben Werkzeug einen „Dual-Use“-Charakter – sie können nutzbringend oder schädlich angewendet werden.
  • Da IT-Sicherheitsverantwortliche grundsätzlich vom Eintritt eines Schadensfalls ausgehen müssen, sollten sie entsprechende Präventionsmaßnahmen ergreifen.
  • Eine grundsätzliche sinnvolle Präventionsmaßnahme im Kontext der IT-Sicherheit ist Identitätsmanagement.
  • Auch beim KI-Einsatz gilt der Grundsatz „Auf das Beste hoffen, aber stets auf das Schlimmste vorbereitet sein!“

Weitere Informationen zum Thema:

Bare.ID
Das Unternehmen / Digital Souverän mit Bare.ID: Wir vereinen technologische Exzellenz mit echter Beratungskompetenz

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Elmar Eperiesi-Beck – Executive Digital & Security Thought Leader • Entrepreneur • Startup Advisor

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