Wärme – datensicherheit.de Informationen zu Datensicherheit und Datenschutz https://www.datensicherheit.de Datensicherheit und Datenschutz im Überblick Wed, 07 Jan 2026 15:53:12 +0000 de hourly 1 Heftiger Wintereinbruch in Deutschland: Bitkom gibt Tipps zum Schutz des Smartphones bei Kälte https://www.datensicherheit.de/wintereinbruch-deutschland-bitkom-tipps-schutz-smartphone-kaelte https://www.datensicherheit.de/wintereinbruch-deutschland-bitkom-tipps-schutz-smartphone-kaelte#respond Thu, 08 Jan 2026 23:52:51 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=51635 Zwei Drittel der Smartphone-Nutzer in Deutschland haben bereits Probleme mit ihrem Smartphone bei niedrigen Temperaturen gehabt

[datensicherheit.de, 09.01.2026] In der ersten Januarhälfte 2026 ist in weiten Teilen Deutschlands mit Schnee zu rechnen, Prognosen gehen von signifikant abnehmenden Temperaturen aus. Der Digitalverband Bitkom e.V. warnt daher aus gegebenem Anlass, dass dies auch der Technik zu schaffen macht: Zwei Drittel (68%) der Smartphone-Nutzer in Deutschland hätten nach eigenen Angaben bereits Probleme mit ihrem Smartphone bei niedrigen Temperaturen erlebt, so eine Erkenntnis aus einer repräsentativen Telefon-Befragung von 1.002 Personen ab 16 Jahren im Auftrag des Digitalverbands – darunter demnach 903 Smartphone-Nutzer. Die Umfrage sei im Zeitraum der Kalenderwochen 41 bis 46 2025 vorgenommen worden.

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Foto: Bitkom e.V.

Dr. Sebastian Klöß warnt: Besonders der Smartphone-Akku ist im Winter empfindlich!

Smartphone bei Kälte: Akku, Display und Bedienung beeinträchtigt

Dr. Sebastian Klöß, „Consumer Technology“-Experte beim Bitkom, erläutert: „Besonders der Akku ist im Winter empfindlich. Je kälter, desto weniger Energie speichert er.“

  • Aber auch das Display und die Bedienung des Smartphones seien dann beeinträchtigt.

Der Touchscreen reagiere träger, Flüssigkristalle in Displays könnten langsamer arbeiten, und Kondenswasser könne sich bilden – „wenn das Gerät zwischen warmen und kalten Umgebungen wechselt“.

Bitkom-Tipps für einen besseren Schutz des Smartphones im Winter:

  1. Das Gerät beim Außeneinsatz stets warmhalten!
    Es zum Beispiel nah am Körper tragen und beim Telefonieren Kopfhörer verwenden.
  2. Große Temperaturschwankungen vermeiden!
    Das Smartphone sollte auch deshalb nicht im Auto liegen gelassen werden.
  3. Den Akku schonen!
    Zudem sollte der Ladezustand über 50 Prozent gehalten werden, um plötzliche Ausfälle oder langfristige Schäden zu vermeiden.
  4. Physische Belastungen wie Stöße oder Druck vermeiden!
    Kaltes Glas ist spröder als bei Zimmertemperatur und das Displayglas könnten bei einem Sturz schneller springen.
  5. Wärmeisolierende Hüllen verwenden!
    Zum Beispiel aus Neopren als zusätzlichen Schutz vor Kälte, Nässe und Schnee.

Nur 51 Prozent der Smartphone-Nutzer achten derzeit auf saisonalen Schutz

Bisher beherzige nur rund die Hälfte solche Tipps: 51 Prozent der Smartphone-Nutzer achteten nach eigenen Angaben darauf, ihr Gerät im Winter besonders zu schützen.

  • Frauen achteten darauf etwas mehr (54%) als Männer (49%). Aber es lässe sich auch anders behelfen: Insgesamt 46 Prozent nutzten das Smartphone im Winter draußen weniger als sonst.

Damit umgingen sie auch eine andere Herausforderung: Über die Hälfte (51%) der Smartphone-Nutzer ärgere sich darüber, dass sich das Smartphone nicht mit normalen Handschuhen bedienen lasse.

Weitere Informationen zum Thema:

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Dr. Sebastian Klöß: Leiter Märkte & Technologien Bitkom e.V.

bitkom dataverse
Digitale Gesellschaft: Smartphonenutzung in Deutschland / Bevölkerung zu Nutzungsverhalten, Nutzungsdauer und Auswahlkriterien bei Smartphones

datensicherheit.de, 02.07.2025
Smartphones schützen bei Sommerhitze / Eine Überhitzung kann bei Smartphones zum Verlust von Leistung, Akkulaufzeit und Daten führen

datensicherheit.de, 21.02.2018
Kalte Jahreszeit: Datenträger durch starke Temperaturschwankungen bedroht / Kondenswasser auf elektronischen Komponenten kann zu Kurzschlüssen und physischen Schäden führen

datensicherheit.de, 05.02.2015
Eiseskälte gefährdet Computer-Festplatten, Server und Tablets / Kondenswasser bedroht mobile IKT und Datenträger

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Wärmespuren auf der Tastatur erlauben Passwortdiebstahl https://www.datensicherheit.de/waermespuren-tastatur-passwortdiebstahl https://www.datensicherheit.de/waermespuren-tastatur-passwortdiebstahl#respond Fri, 13 Jul 2018 18:31:56 +0000 https://www.datensicherheit.de/?p=28034 University of  California weist nach, dass Wärmespuren auf handelsüblichen Tastaturen ausreichen, um Passwörter abzugreifen

[datensicherheit.de, 13.07.2018] Beim Thema „Passwort-Diebstahl“, denken viele Anwender sicher an Hacker, welche sich über Malware auf Rechnern einschleichen oder Nutzer mit raffiniertem „Social Engineering“ manipulieren. Angreifer könnten allerdings auch einfach eine Wärmebildkamera auf die Tastatur richten. So sollen sich Eingaben erkennen lassen – besonders von Anwendern, die mit dem Zwei-Finger-Suchsystem tippen. Dieser einfache Spionagefilm-Trick, um Pincodes zu knacken, funktioniere auch im Büro. Das zeigt demnach eine Untersuchung von Wissenschaftlern der University of California.

Unwerwartete Risiken bei der Passworteingabe

Der Diebstahl von Passwörtern geschehe nicht nur durch Software und „Social Engineering“ – schon eine Wärmebildkamera könne ausreichen, und diese sei kostengünstiger und somit für Cyber-Kriminelle zunehmend interessanter.
Laut einer Untersuchung von Wissenschaftlern der University of California reichten die Wärmespuren (Heat Traces) auf handelsüblichen Tastaturen aus, um Passwörter abzugreifen. Nach Einschätzung der Forscher seien besonders leicht Eingaben von Nutzern des Zwei-Finger-Suchsystems auslesbar. Diese ungewöhnliche Methode des Passwortknackens könnte im Bereich Cyber- und Industrie-Spionage zum Tragen kommen.
„Gerade bei der Passworteingabe lauern unterschätzte Risiken“, erläutert Thomas Uhlemann, „Security Specialist“ bei ESET. „Während viele zwar auf den unerwünschten Schulterblick achten, denkt niemand an die eigene Körperwärme – verständlicherweise. Das bietet ein Potenzial für Cyber-Kriminelle – egal wie stark das Passwort ist“, so seine Warnung.

Gedrückte Tasten bis zu einer Minute nach Eingabe noch zu erkennen

Die Forscher hätten Tastaturen gefilmt, auf denen 30 Probanden Passwörter eingegeben sollten. Auf den Bildern seien die gedrückten Tasten bis zu einer Minute nach der Eingabe noch zu erkennen gewesen – und selbst Laien sei es in der nächsten Versuchsstufe gelungen, aus diesen Bildern korrekte Eingabesets und Passwortfragmente zu rekonstruieren.
Werde mit zwei Fingern statt mit dem Zehn-Finger-Schreibsystem geschrieben, seien die Wärmeabdrücke meist größer – und damit für potenzielle Angreifer einfacher zu konstruieren.

Wissenschaftler empfehlen eine Reihe von Gegenmaßnahmen

Um das Ausspähen des Passworts erheblich zu erschweren oder unmöglich machen, sollte beispielsweise mit der Hand über die Tastatur nach Eingabe von sensiblen Informationen gestrichen oder durch willkürliche Eingaben ein „thermisches Rauschen“ erzeugt werden.
Weitere Gegenmaßnahme seien das Benutzen einer Bildschirm-Tastatur sowie das Tragen von wärmeisolierenden Handschuhen – allerdings eher ein recht unrealistisches Szenario.
Deutlich praktikabler sei der Einsatz von sicheren Zwei-Faktor-Authentifizerungslösungen, wie etwa „ESET Secure Authentication“. Uhlemann: „Diese sind komfortabel, einfach in der Bedienung und bieten den maximalen Zugangsschutz.“

Weitere Informationen zum Thema:

welivesecurity, 13.07.2018
Sensible Informationen aus Heat Traces der Tastatur rekonstruieren

UC Irvine
Tyler Kaczmarek, Ercan Ozturk & Gene Tsudik / Thermanator: Thermal Residue-Based Post Factum Attacks On Keyboard Password Entry

datensicherheit.de, 08.02.2018
Angreifer überwinden selbst Faradaysche Käfige und Luftstrecken

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