Aktuelles, Branche - geschrieben von dp am Freitag, April 20, 2012 17:47 - noch keine Kommentare
Hamburger YouTube-Urteil: BITKOM begrüßt Einstufung von YouTube als Hostprovider
YouTube muss von Nutzern eingestellte Inhalte nicht von sich aus jeweils vorab urheberrechtlich prüfen
[datensicherheit.de, 20.04.2012] Das Landgericht Hamburg hat am 20. April 2012 in einem Musterverfahren zwischen der Verwertungsgesellschaft Gema und der Musikplattform YouTube ein Urteil gefällt:
Demnach müsse YouTube u.a. mehrere in dem Verfahren strittige Musikstücke aus dem Web entfernen, werde jedoch nicht verpflichtet, von Nutzern eingestellte Inhalte von sich aus vorab jeweils urheberrechtlich zu prüfen.
Der BITKOM nehme diese Hamburger Entscheidung mit gemischten Gefühlen auf, kommentiert BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. So sähen sie einige Punkte kritisch, wie z.B. den geforderten Einsatz von Wortfiltern. Aber das Hamburger Urteil sei in einem wesentlichen Punkt ein gutes Signal für die Internetwirtschaft – es mache klar, dass YouTube nicht als Inhalteanbieter, sondern als sogenannter „Hostprovider“ einzustufen sei. Die von der Gema geforderten Prüfungspflichten seien schlicht nicht umsetzbar – ebenso gut hätte die Gema fordern können, Online-Plattformen für Musik zu verbieten. Wir müssten aufpassen, dass Deutschland bei Online-Musikangeboten nicht abgehängt werde.
Die Gema hatte von YouTube verlangt, einzelne Musikstücke, für die sie die Rechte wahrnimmt, unzugänglich zu machen. Dabei geht die Gema davon aus, dass YouTube sich die Musikstücke zu eigen macht und sie urheberrechtlich prüfen muss. YouTube dagegen sieht sich als Betreiber einer Plattform, für deren Inhalte die einzelnen Nutzer verantwortlich sind. Dazu hat das Landgericht Hamburg jetzt in dem Sinne geurteilt, dass YouTube als sogenannter „Hostprovider“ einzuordnen sei, also seinen Nutzern lediglich eine Plattform zur Verfügung stelle. Das Urteil des Landgerichts Hamburg sorge für mehr Klarheit, so BITKOM-Hauptgeschäftsführer Rohleder. Ansonsten wäre das Geschäftsmodell entsprechender Online-Plattformen für Deutschland insgesamt in Frage gestellt gewesen.
Die Frage der Verantwortlichkeit für die Inhalte hängt auch mit finanziellen Aspekten zusammen. Seit 2009 gibt es zwischen YouTube und Gema keinen Vertrag zur Vergütung von Musikrechten mehr. Zahlreiche Clips sind aus diesem Grund für deutsche Internetnutzer gesperrt. Eine wirtschaftlich vertretbare Einigung erscheine dringend nötig, damit dieser Zustand ein Ende finde, sagt Rohleder.
Aktuelles, Experten, Studien - Aug. 7, 2026 0:18 - noch keine Kommentare
Anstieg der Hardware-Preise in Folge KI-getriebener Halbleiter-Nachfrage
weitere Beiträge in Experten
- Claude-Phishing-Vorfall durch Versagen grundlegender KI-Sicherheitsarchitektur ermöglicht
- Reges Interesse am 4. KI-Tag der Wirtschaft des Landes Brandenburg
- Digitalisierung der Schiene: TÜV-Verband fordert Modernisierung sicherheitsrelevanter Verfahren
- Deutschland im EU-Digitalranking auf Platz 17
- „Archetyp Market“: Nach Abschaltung der Darknet-Handelsplattform nun Anklage gegen mutmaßlichen Betreiber
Aktuelles, Branche - Aug. 7, 2026 14:36 - noch keine Kommentare
KI als Produktivitätstreiber: Beschäftigte gewinnen bis zu acht Stunden pro Woche
weitere Beiträge in Branche
- NIS-2 Compliance: Proven When It Matters Most
- NIS-2-Compliance beweist sich erst in der Krise
- ElringKlinger modernisiert Identity- und Access-Management mit Omada Identity
- EU AI Act: Aktuelle KI-Vorfälle unterstreichen Notwendigkeit der Regeln
- Kompromittierte Nutzerkonten – Deutschland weltweit auf Platz 10
Aktuelles, A, Experten, Service, Wichtige Adressen - Jan. 13, 2026 1:08 - noch keine Kommentare
Registrierung bei ELEFAND: Krisen- und Katastrophenvorsorge bei Auslandsaufenthalten
weitere Beiträge in Service
- DigiCert-Umfrage: Manuelle Zertifikatsprozesse führen zu Ausfällen, Compliance-Fehlern und hohen Verlusten im Unternehmen
- Threat Hunting: Bedeutung und Wertschätzung steigt
- Umfrage: 71 Prozent der IT-Entscheidungsträger besorgt über Mehrfachnutzung von Passwörtern
- Fast die Hälfte der Unternehmen ohne geeignete Sicherheitsrichtlinien für Remote-Arbeit
- Umfrage: Bedeutung der Konsolidierung von IT-Sicherheitslösungen



Kommentieren