Aktuelles, Branche, Studien - geschrieben von dp am Dienstag, Oktober 24, 2023 21:48 - noch keine Kommentare
KMU-Studie zur IT-Sicherheit – ein Hürdenlauf für den Mittelstand
DriveLock und techconsult empfehlen deutschen KMU einfache und robuste Cyber-Sicherheit
[datensicherheit.de, 24.10.2023] Die DriveLock SE hat die Ergebnisse der gemeinsamen Studie mit der techconsult GmbH zur aktuellen Lage der IT-Sicherheit im deutschen Mittelstand veröffentlicht – als Neuauflage der bisherigen Ausgabe von 2019. Die Antworten der befragten Unternehmen lassen demnach erkennen: „Der Stellenwert von Cybersecurity in den Unternehmen hat an Bedeutung gewonnen und wird entsprechend als wichtig wahrgenommen.“ Doch effektiven IT-Schutz umzusetzen, sei für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) in Teilen noch immer schwierig. Dort stellten fehlende Ressourcen wie Budgets und Fachkräfte erhebliche Hindernisse dar. Security-Lösungen müssten daher gleich in mehrfacher Hinsicht einfach und ressourcenschonend sein – von der Investition und Implementierung bis hin zur täglichen Nutzung und Wartung.

Abbildung: DriveLock SE
Lage der IT-Sicherheit deutscher KMU 2023
Zentrale Erkenntnisse der aktuellen KMU-Studie:
Im Mittelstand sei die Bedeutung von IT-Sicherheit gestiegen – von 55 Prozent vor vier Jahren auf nunmehr 70 Prozent. Dennoch gebe es noch Raum für Verbesserungen: „21 Prozent der befragten Unternehmen setzen Sicherheitsmaßnahmen unregelmäßig und ohne klare Strategie um, während acht Prozent sogar erst nach einem Sicherheitsvorfall reagieren.“ Diese Ergebnisse zeigten die Notwendigkeit einer konsequenten Umsetzung von Sicherheitsmaßnahmen.
Ein zentrales Hindernis für die Umsetzung umfänglicher IT-Sicherheitsmaßnahmen seien die wahrgenommenen Kosten. „Die Hälfte der Unternehmen ohne eine klare Sicherheitsstrategie vermeidet Sicherheitsinvestitionen aufgrund zu hoher Kosten.“ Zeitmangel sei ein weiteres Problem, weshalb 40 Prozent der befragten Unternehmen ohne konkrete Sicherheitsstrategie agierten. „Interessanterweise wiegen sich fast 30 Prozent dieser Unternehmen in falscher Sicherheit und gehen davon aus, nicht Opfer von Cyber-Angriffen zu werden.“ Dieser Leichtsinn könne jedoch zu erheblichen finanziellen und nicht-monetären Schäden führen.
Ferner bildeten die üblichen Security-Klassiker die Grundlage für die Mehrheit der Unternehmen. Unternehmen mit einer etablierten Sicherheitsstrategie setzten zusätzlich auf weitergehende Sicherheitslösungen. „Eine wichtige und richtige Entscheidung.“ Angesichts der zunehmenden Raffinesse von Cyber-Angriffen und Veränderungen in der Unternehmensstruktur, wie der Einführung von „Cloud“-Infrastrukturen und Remote-Arbeit, sei eine Anpassung der Sicherheitsmaßnahmen unerlässlich. Unternehmen sollten ihre Sicherheitsstrategien überdenken und die Bedeutung mehrschichtiger Security-Maßnahmen erkennen, um sich effektiv vor Cyber-Bedrohungen zu schützen.
Mit Blick auf die Betriebsmodelle von IT-Sicherheit in den Unternehmen lasse sich erkennen, dass 79 Prozent der Befragten diese trotz Fachkräftemangels entweder komplett oder größtenteils „in-house“ betrieben. Gefragt nach ihren Wünschen, gäben noch immer knapp 60 Prozent der Befragten an, die gesamte IT-Sicherheit selbst verwalten zu wollen. „Ein Ergebnis mit signifikanter Diskrepanz zu vorhandenen Personalressourcen und entsprechender Fachexpertise in KMU.“
KMU versuchen traditionell, ihre IT-Sicherheit selbst zu regeln
Diese Diskrepanz erläutert Arved Stackelberg, „CEO“ von DriveLock: „Hier kommen mehrere Faktoren ins Spiel. Zum einen haben KMU traditionell versucht, IT-Sicherheit selbst zu regeln – oft ohne das notwendige Experten-Wissen und ausreichende Ressourcen, um sich tatsächlich effektiv schützen zu können.“ Zum anderen gebe es nach wie vor ein gewisses Misstrauen gegenüber „cloud“-basierten Lösungen – Stichwort „Souveränität“.
Dabei bieten „cloud“-basierte Lösungen signifikante Vorteile. Diese seien schnell verfügbar und erforderten weniger Investition in Infrastruktur und personelle Ressourcen. „Und nochmal zum Stichwort ,Souveränität’: Hier gibt es sinnvolle Alternativen in Deutschland und Europa. Unsere DriveLock-Lösungen sind ,cloud’-basiert und ,Made in Germany’. Mit unserer langjährigen Erfahrung im Mittelstand bringen wir Unternehmen in sehr kurzer Zeit auf ein höheres Sicherheitsniveau“, sagt Stackelberg. Dies spare Zeit und Kosten bei gleichzeitig konsequentem Schutz digitaler Arbeitsplätze.
Mehrschichtige KMU-Sicherheitslösungen als Festung gegen Cyber-Kriminelle
Raphael Napieralski, Analyst bei techconsult GmbH, betont: „Die Bedrohungslage im Bereich Cybersecurity ist akuter denn je, und es ist an der Zeit, sich proaktiv zu schützen.“ Von der Priorisierung der IT-Sicherheit bis zur Integration in die Unternehmensstrategie – nur so könne ein flächendeckender Schutz gewährleistet werden.
Mehrschichtige Sicherheitslösungen seien die Festung gegen Cyber-Kriminelle. „Die Stärkung der IT-Sicherheit reicht jedoch über Technologie hinaus, denn der Mensch bleibt das schwächste Glied in der Kette“, stellt Napieralski abschließend klar – Schulungen und Sensibilisierung seien daher der „Schlüssel zur Gefahrenminimierung“.
Weitere Informationen zum Thema:
DriveLock
Cybersecurity im deutschen Mittelstand / Warum brauchen KMU eine robuste Cybersicherheit?
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