93 % der IT-Entscheider fordern unveränderliche Backups – nur 16 % haben sie

Kategorie "Wirtschaft"
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83 Prozent der Unternehmen wurden in den vergangenen 24 Monaten Opfer eines erfolgreichen Ransomware-Angriffs. Das zeigt eine neue Studie des Analystenhauses Omdia, die Object First, ein Anbieter von nach eigenen Angaben Ransomware-sicheren Backup-Speicherlösungen für den Einsatz vor Ort, in Auftrag gegeben hat.

Die Ergebnisse zeigen außerdem, dass die Wiederherstellung nach einem Angriff schwieriger geworden ist: Nur 39 Prozent der Unternehmen konnten nach einem Angriff mindestens 75 Prozent ihrer Daten wiederherstellen. 2024 lag dieser Anteil noch bei 57 Prozent der Unternehmen.

Die Umfrage macht deutlich, dass durch Ransomware verursachte Ausfälle keine Frage des „Ob“ mehr sind, sondern des „Wann“. Unternehmen setzen daher zunehmend auf eine nachweisbare Wiederherstellung aus absolut unveränderlichen Backup-Speichern als entscheidende Schutzmaßnahme. Laut Omdia bedeutet „Absolute Immutability“, dass niemand Backup-Daten verändern oder löschen kann, nicht einmal ein Administrator mit den höchsten Zugriffsrechten in einem Unternehmen oder ein Angreifer mit Zugriff auf sämtliche IT-Geheimnisse.

93 Prozent der befragten Technologieverantwortlichen betrachten Absolute Immutability als entscheidende Anforderung an Backup-Speicher, aber nur 16 Prozent geben an, dass ihre aktuelle Backup-Speicherumgebung diesen Standard erfüllt. Diese „Immutability Gap“ deutet darauf hin, dass Unternehmen dadurch einem höheren Risiko ausgesetzt sind.

Die zentralen Studienergebnisse

  • Technologieverantwortliche verlieren gegenüber Ransomware-Angreifern an Boden: 83 Prozent der Unternehmen wurden in den vergangenen 24 Monaten Opfer eines erfolgreichen Ransomware-Angriffs. 2024 waren es noch 66 Prozent. Von den angegriffenen Unternehmen verzeichneten 75 Prozent mehrere Serviceunterbrechungen.
  • Die Wiederherstellbarkeit von Daten nimmt ab: Nur 39 Prozent der Unternehmen stellten nach einem Angriff mindestens 75 Prozent ihrer Daten wieder her. 2024 waren es noch 57 Prozent. 76 Prozent gaben an, dass ihr größter Datenverlust die Zielvorgaben für den Recovery Point Objective (RPO) überschritt.
  • Die Wiederherstellung des Betriebs dauert länger: 39 Prozent der Unternehmen erreichten einen Recovery Time Objective (RTO) von höchstens fünf Tagen. 2024 waren es noch 49 Prozent. 64 Prozent verzeichneten einen Ausfall, der ihre RTO-Zielvorgaben überschritt.
  • Absolute Immutability ist entscheidend für eine wirksame Wiederherstellung: 83 Prozent der IT-Verantwortlichen betrachten Backup-Speicher als letzte Verteidigungslinie gegen Ransomware. 93 Prozent wünschen sich Backup-Speicher mit Absolute Immutability, aber nur 16 Prozent geben an, dass ihr Backup-Speicher diesen Standard erfüllt.
  • Aussagen von Anbietern erfordern unabhängige Nachweise: 89 Prozent der Technologieverantwortlichen sind der Ansicht, dass Anbieterangaben zur Unveränderlichkeit eine unabhängige Validierung durch Dritte benötigen, bevor Unternehmen ihnen vertrauen können.
  • Fachbereichs- und C-Suite-Führungskräfte setzen auf Unternehmensresilienz: 73 Prozent der Fachbereichsverantwortlichen und Führungskräfte betrachten Backups mit Absolute Immutability als Voraussetzung für eine wirksame Resilienzstrategie im Unternehmen.

„Ransomware kann die Geschäftskontinuität ernsthaft gefährden. Die Daten zeigen, dass viele Unternehmen bei der zuverlässigen Wiederherstellung noch deutliche Schwächen aufweisen“, sagt Simon Robinson, Principal Analyst bei Omdia. „Die meisten Technologieverantwortlichen erkennen zwar die Bedeutung unveränderlicher Backups, doch die Studie zeigt eine klare Lücke zwischen vermeintlicher Unveränderlichkeit und Absolute Immutability. Diese Lücke zu schließen, ist entscheidend für Unternehmen, die sich darauf verlassen müssen, dass ihre Backup-Daten auch im Falle eines Angriffs wiederherstellbar bleiben.“

„Wenn Ransomware zuschlägt, darf die Wiederherstellung nicht von Backups abhängen, die sich weiterhin verändern, löschen oder kompromittieren lassen“, sagt David Bennett, CEO von Object First. „Die Studie von Omdia bestätigt, was wir täglich von unseren Kunden hören: Absolut unveränderlicher Backup-Speicher ist die letzte Verteidigungslinie gegen Ransomware. Unternehmen müssen sich darauf verlassen können, dass ihre Backup-Daten geschützt und wiederherstellbar bleiben, selbst wenn Angreifer Zugriff auf IT-Zugangsdaten erhalten oder Produktivsysteme kompromittieren.“

Zentrale Erkenntnisse der DS-Redaktion

  • Ransomware-Risiko steigt: 83 % der Unternehmen wurden in den vergangenen 24 Monaten erfolgreich angegriffen – 2024 waren es 66 %.
  • Wiederherstellung wird schwieriger: Nur 39 % konnten nach einem Angriff mindestens 75 % ihrer Daten wiederherstellen – 2024 waren es noch 57 %.
  • Absolute Immutability wird zum Muss: 93 % der IT-Verantwortlichen halten absolut unveränderlichen Backup-Speicher für entscheidend.
  • Große Immutability Gap: Nur 16 % der Unternehmen verfügen bereits über Backup-Speicher mit Absolute Immutability.
  • Vertrauen braucht unabhängige Belege: 89 % der Technologieverantwortlichen fordern eine unabhängige Validierung von Anbieterangaben zur Unveränderlichkeit.

Weitere Informationen

Object First
Recovery Without Compromise

DATENSICHERHEIT.DE, 31.08.2026
85 % der Ransomware-Angriffe im Bildungssektor sind identitätsbasiert

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