Die internationale Leitmesse für Verkehrstechnik im Eisenbahn-Kontext findet alle zwei Jahre auf dem Berliner Messegelände statt – sie hat sich seit ihrer Gründung zur größten und bedeutendsten Fachmesse in der Schienenverkehrstechnik entwickelt und gilt somit als Leitmesse für diese Branche
Im Vorfeld der diesjährigen „InnoTrans“, als 15. Auflage vom 22. bis 25. September 2026 in Berlin, meldet die telent GmbH, nach eigenen Angaben eine herstellerunabhängige Systemintegratorin für Datennetze in Kritischen Infrastrukturen (KRITIS), dass sie Besuchern dort darstellen wird, wie Bahnunternehmen bestehende Übertragungsnetze schrittweise auf zukunftsfähige IP-Technik umstellen und dabei Sicherheit, Verfügbarkeit und den laufenden Betrieb auf diesem Migrationspfad berücksichtigen können.
Im Mittelpunkt stehen demnach eine Live-Demo zu Cybersecurity, ferner moderne IP- und Übertragungsnetze, eine Datenschleuse für den sicheren Datenaustausch sowie Infrastruktur-Dienste für Glasfaser- und Kupferinfrastrukturen, Installationen von Netzwerkschränken und Inhouse-Verkabelungen. Die „InnoTrans“ versteht sich als internationale Leitmesse für Verkehrstechnik – sie findet alle zwei Jahre auf dem Berliner Messegelände statt und umfasst die fünf Segmente „Railway Technology“, „Railway Infrastructure“, „Public Transport“, „Interiors“ und „Tunnel Construction“. Veranstalterin ist die Messe Berlin.
Modellbahnanlage demonstriert Erkennung, Analyse und Abwehr von Angriffen
Eine mit dem Internet verbundene Modellbahnanlage soll auf dem Messestand 440 in Halle 4.1 sichtbar machen, wie sich unerwünschte Eingriffe auf ein vernetztes Bahnsystem auswirken können. Diese Demonstration solle zeigen, wie Angriffe erkannt, ihre Auswirkungen analysiert und Schutzmaßnahmen eingeleitet werden.
Weitere Exponate veranschaulichen laut telent, wie Bahnunternehmen bestehende Netze schrittweise migrieren und ihre Infrastruktur für neue Anwendungen vorbereiten können.
telent bietet Lösungen und Services zur Unterstützung von Bahnunternehmen, damit diese ihre Infrastrukturen gegen Cyberangriffe schützen und deren Verfügbarkeit sichern können. Das Unternehmen sei seit Jahrzehnten auf die hochspezialisierte Welt des laufenden Bahnbetriebs (Operational Technology – OT) ausgerichtet.
Umfassendes Verständnis bahnbetrieblicher Prozesse essenziell
Da sich Bahnunternehmen sowohl gegen Cyberrisiken als auch gegen physische Störungen wappnen müssten, sei ein umfassendes Verständnis der bahnbetrieblichen Prozesse essenziell – nur so ließen sich passgenaue Sicherheitslösungen für das jeweilige Szenario entwickeln.
An weiteren „Demopunkten“ werden telent-Experten bereitstehen und präsentieren, wie moderne IP-Technik die Übertragungs- und Transportnetze entlang der Schiene zukunftssicher machen kann und wie Bahnunternehmen bestehende Netze schrittweise auf neue Technologien umstellen könnten.
Ebenfalls zu sehen sei die von telent selbst entwickelte Datenschleuse „InDEx“. Dieses System prüfe Daten, welche in ein internes Netzwerk importiert werden sollen, bevor es sie freigibt. Bei all diesen Aufgaben unterstütze telent Bahnunternehmen mit durchgängigen Infrastruktur-Services aus einer Hand.
Vorstellung der Erneuerung und Erweiterung von Anlagen und Installationen im Bahn-Umfeld
Das Angebot richte sich an Bahngesellschaften und Unternehmen des ÖPNV, an Planungsbüros sowie an Bau- und Generalunternehmen und weitere Unternehmen, welche im Datenübertragungsbereich des Bahnumfelds tätig sind.
telent unterstütze sie bei der Erneuerung und Erweiterung der Anlagen und Installationen, etwa bei Glasfaser- und Kupferinfrastrukturen, Netzwerkschränken und Verkabelung.
„telent gehört zu den wenigen Systemintegratoren, die tiefes Know-how aus der klassischen Systemwelt mit der Innovation moderner Datennetzwerke vereinen. Wir meistern den technologischen Übergang für unsere Kunden im Bahn- und Transportwesen und begleiten sie Schritt für Schritt beim Aufbau zukunftssicherer IP-Netze“, kommentiert abschließend Stefan Gerbig, „Account Director Rail“ bei telent.
Zentrale Erkenntnisse der DS-Redaktion
- Die Eisenbahnen zeigen sich zumindest in Deutschland derzeit als sehr fragiler Teil der KRITIS (bereits im vermeintlichen Normalbetrieb).
- Die Digitale Transformation der Bahn im Sinne einer umfassenden Digitalisierung und Vernetzung stellt nun höchste Anforderung an eine ganzheitliche Datensicherheit über alle Prozesse hinweg.
- Neben den – hier zum Beispiel auf der „InnoTrans“ – vorgestellten TOM-Angeboten sollte vor dem Einsatz einer konkreten Technologie Klarheit über die betroffenen Prozesse und deren Sicherheit bestehen.
- Da die für Eisenbahnen erforderlichen Investitionen in einer Größenordnung liegen, welche es auch im Nachgang zu rechtfertigen gilt, müssen die ausgewählten Lösungen – wie hier von telent beschrieben – zukunftssicher sein.
- Es ist bedeutsam, dass auf einer solchen Fachmesse eben nicht nur Vorzüge und Nutzen moderner Verkehrstechnik werbewirksam dargestellt werden, sondern eben Sicherheitsaspekte ganz selbstverständlich Berücksichtigung finden.
Fazit
Möge die „InnoTrans 2026“ dazu beitragen, dass eben Bahngesellschaften und ÖPNV-Betriebe, Planungsbüros, Bau- und Generalunternehmen, Unternehmen aus dem Datenübertragungsbereich des Bahnumfelds sowie Fachpublikum ein synergetisches Forum finden und sich über „Best Practices“ ganzheitlicher Sicherheitskonzepte zielorientiert austauschen können – das ist im Interesse aller Passagiere, aber in der Summe auch der Volkswirtschaft!
Weitere Informationen
DATENSICHERHEIT.DE, 06.08.2026
Digitalisierung der Schiene: TÜV-Verband fordert Modernisierung sicherheitsrelevanter Verfahren
DATENSICHERHEIT.DE, 17.04.2020
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